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22.6.2024 - 14.7.2024: Redaktionsferien.



Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Pawel Schreiber

62. Helle Stunde mit Kultur:
Pawels Stand-Up-Pantomine

maxe. Die Besucher der 62. Hellen Stunde mit Kultur k├Ânnen sich am Mittwoch, dem 26. Juni, auf Pawels gro├če 11 Uhr Show freuen. Stand-Up-Pantomine mit Tim Scheiber aus Dresden.

Pawel verw├Âhnt das Publikum mit einer fein abgeschmeckten Mischung aus Hoch- und Flachkultur. Er bringt den angesagtesten DJ der Stadt, ausgefeiltes Servicepersonal und Liebesanimateure ganz allein auf die B├╝hne. Stets bem├╝ht er sich um Zusammengefummeltes aus dem Kanon der klassischen Literatur und vermittelt wahre bildende Kunst ganz ohne Worte. Los gehtÔÇÖs um 11 Uhr auf dem Potsdamer Platz.

Udo Muszynski ÔÇô 17. Juni 2024


Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen ┬Ě Prignitzer Stra├če 48 ┬Ě 16227 Eberswalde
eMail: ┬Ě www.mescal.de

Galerie Fenster: 24. Ausstellung (30. Mai - 4. Juli 2024):
┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź. Der Kinder- und Jugendillustrationspreis BERNHARD wird alle zwei Jahre vom Landkreis Barnim ausgelobt und von der Sparkasse Barnim unterst├╝tzt.
25. Ausstellung (30. Mai - 4. Juli 2024):
Jana Debrodt: ┬╗Kellersession - dirty Track┬ź (Soundinstallation)




Die symbolische F├Ârderurkunde wird ├╝berreicht (v.l.n.r): Martin Fischer (Projektmitarbeiter B├╝ro Blau), Ingrid Lankenau (Projektleiterin B├╝ro Blau), Klara Geywitz (Bundesministerin f├╝r Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) und Sarah Schmidt (Leiterin des Amtes f├╝r Generationen, Sport und Integration der Stadt Eberswalde).

Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź:
Neuer Treffpunkt

Das gemeinsame Bauen im Quartier ist ein zentraler Teil des Projektes ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź, welches durch die Stadt Eberswalde in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner B├ťRO BLAU gGmbH ins Leben gerufen wurde.

Das Quartiersmanagement des Brandenburgischen Viertels hat den Wunsch nach einem neuen Treffpunkt und den Bedarf der Menschen aufgegriffen. Seit Februar 2024 wurden gemeinsam mit den Projektteilnehmenden Ideen gesammelt. Umgesetzt werden ein Pavillon, Sitzgelegenheiten, Hochbeete und vieles mehr f├╝r den Park im Viertel. Unter fachlicher Anleitung k├Ânnen die Teilnehmenden ihre F├Ąhigkeiten auf der Baustelle einbringen und dazu beitragen, da├č der Barnim Park zu einem bl├╝henden Treffpunkt f├╝r die Gemeinschaft wird. Am Freiwilligentag (4. Mai) wurden die Randeinfassung des Platzes gemeinsam bemalt und die Er├Âffnung der Baustelle gefeiert.

Das Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź ist Teil der BIWAQ-Initiative des Bundesministeriums f├╝r Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Das im Rahmen des BIWAQ-Programms durch das Bundesministerium und die Europ├Ąische Union ├╝ber den Europ├Ąischen Sozialfonds (ESF Plus) gef├Ârderte Projekt unterst├╝tzt Menschen aus dem Viertel beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt sowie bei der beruflichen Orientierung.

Pressestelle der Stadt Eberswalde ÔÇô 11. Juni 2024




Diesem Wahltr├Ąger hatte die Stadtverwaltung einen Standort an der letzten Ecke des Potsdamer Platzes, hinter den Verkaufsst├Ąnden und vor den M├╝lltonnen des benachbarten Altersheims, zum Aufbau seines Infostandes zugewiesen. Wahlkampf im Kiez

Kostenpflichtige Erlaubnis f├╝r ┬╗erlaubnisfreie Sondernutzung┬ź

Am 9. Juni werden im Land Brandenburg die Volksvertretungen in den Gemeinden, St├Ądten und Kreistagen gew├Ąhlt. Zugleich finden auch die Wahlen zum Europ├Ąischen Parlament statt.

Die zahlreichen Wahlplakate, die von den Wahlbewerbern an den Laternenmasten aufgeh├Ąngt wurden, sind nicht zu ├╝bersehen. Zugleich sind die Briefk├Ąsten mit Faltbl├Ąttern, Karten und Flugzetteln gef├╝llt. Die Wahlbewerber wollen sich schlie├člich bekannt machen und ihren potentiellen W├Ąhlern verk├╝nden, welche Ziele sie erreichen wollen, sofern sie gew├Ąhlt werden ÔÇô wohl wissend, da├č die Wahlversprechen das eine sind und die dann praktizierte ┬╗Realpolitik┬ź das andere.

Die dritte Form des Wahlkampf besteht f├╝r die Wahlbewerber darin, den direkten Kontakt zu ihren potentiellen W├Ąhlern zu suchen, zum Beispiel mittels Infost├Ąnden. Solche gab und gibt es nat├╝rlich auch im Brandenburgischen Viertel.

So suchten beispielsweise zum Mittwochsmarkt am Vormittag des 29. Mai ÔÇô bei dem um 11 Uhr auch die erste ┬╗Helle Stunde der Kultur┬ź stattfand ÔÇô gleich zwei Parteien bzw. Listenvereinigungen den Kontakt zu den B├╝rgerinnen und B├╝rgern. An gut sichtbarer Stelle direkt vor dem Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź pr├Ąsentierte sich die CDU. Der Stand war ordnungsgem├Ą├č angemeldet, wof├╝r die Stadtverwaltung eine Geb├╝hr von 20 Euro kassierte, und der konkrete Platz war zugewiesen worden.
Die Wahlk├Ąmpfer der CDU konnten ihre Materialien gut an den Mann oder die Frau bringen und zeigten sich zufrieden, so da├č sie ihren Stand nach etwa anderthalb Stunden wieder abbauten.

Zeitgleich hatte die Listenvereinigung Die PARTEI ÔÇô bestehend aus der Partei Die PARTEI, der Alternativen Liste Eberswalde (ALE) und der B├╝rgerinitiative ┬╗Radwege in Eberswalde┬ź ÔÇô ihren Stand auf dem ihr von der Stadtverwaltung zugewiesenen Platz am hinteren Ende des Platzes bei den M├╝lltonnen des DRK-Altersheims aufgebaut. Auch hierf├╝r kassierte die Stadtverwaltung 20 Euro an Geb├╝hren.
Von den Marktbesuchern bekam von diesem Stand kaum jemand etwas mit. Erst nachdem der Fleischerwagen wegfuhr, wurde die Sicht auf den PARTEI-Stand etwas freier. Da war allerdings kaum noch jemand auf dem Potsdamer Platz.

Selbstverst├Ąndlich wird niemand behaupten k├Ânnen oder wollen, hier w├Ąre seitens der Stadtverwaltung bewu├čt die eine Partei bevorteilt oder der andere Wahltr├Ąger benachteiligt worden. Auch wenn diese Sache durchaus als seltsam erscheinen mag.

Allerdings w├Ąre zu hinterfragen, wieso hier ├╝berhaupt geb├╝hrenpflichtige Erlaubnisse erteilt wurden.

Sucht man nach einer m├Âglichen Rechtsgrundlage f├╝r eine Erlaubnis zur Aufstellung von Infost├Ąnden auf ├Âffentlichen Stra├čen oder Pl├Ątzen, so st├Â├čt man nach kurzem Suchen auf die Sondernutzungssatzung der Stadt Eberswalde. Darin wird geregelt, wie zu verfahren ist, wenn ├Âffentliche Stra├čen und Pl├Ątze in der Stadt ├╝ber den ├╝blichen Gemeingebrauch hinaus genutzt werden soll. Gewerbliche Nutzungen m├╝ssen beantragt werden und sind geb├╝hrenpflichtig. Im ┬ž 9 werden die ┬╗erlaubnisfreien Sondernutzungen┬ź beschrieben. Diese m├╝ssen nicht beantragt (┬ž 5), noch nicht einmal angezeigt (┬ž 8) werden. Zu den erlaubnisfreien Nutzungen geh├Âren u.a. das ┬╗Verteilen von Flugbl├Ąttern politischen oder anderen nicht gewerblichen Inhalts┬ź sowie ┬╗nicht gewerbliche Infost├Ąnde┬ź.

Offenbar hat hier die Stadtverwaltung Erlaubnisbescheide erlassen und Geb├╝hren erhoben, zu denen sie gar nicht befugt war.

Lisa Rothe ÔÇô 31. Mai 2024




Das Geb├Ąude der Papierfabrik Wolfswinkel steht noch. Das dort befindliche Papiermuseum konnte 2011 noch besucht werden. Doch das war einmal.

Unvorstellbar:
Eberswalde ohne Backsteinfabriken?

Im Rahmen der Eberswalder Familienwochen laden wir herzlich ein zum 2. Generationendialog ┬╗Industriekultur Eberswalde ÔÇô Arbeitsgeschichten fr├╝her und heute┬ź ÔÇô Zwischen Kranbau und Platte mit Kaffee, Kuchen und Spazieren, Teilnahme und Eintritt in den Familiengarten kostenlos, jedes Alter willkommen!

Mittwoch Nachmittag, 29. Mai, 15.30 -17.30 Uhr

Im Familiengarten Eberswalde, Am alten Walzwerk 1

Anmeldung erbeten beim Amt f├╝r Soziale Teilhabe, Familie und Integration, Tabea Westphal-Radisch, Tel. 03334/64222, eMail: , dann reicht der Kuchen. Aber spontan geht auch :)

Mehr zu dieser Reihe gibtÔÇÖs hier und zum Programm der Familienwochen 2024 hier.
Noch eine sch├Âne Familienwoche w├╝nschen

Sarah und Ingo vom Generationendialog
(27. Mai 2024)


Sarah Holzgreve ┬Ě Moderation und Coaching cLab-eberswalde.de Thinkfarm Eberswalde ┬Ě Eisenbahnstr 92/93 ┬Ě 16225 Eberswalde Mobil-Telefon: 01 76 / 53 28 65 16



24. Mai 2024:
Tag der Nachbarn

Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen des Tags der Nachbarn eine bunte und tolle Nachbarschaft im Brandenburgischen Viertel gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher brachten am 24. Mai im Barnim Park etwas aus der eigenen kulinarischen K├╝che mit, so da├č ein gro├čes Picknick entstehen konnte.

Bei gutem Essen, Spiel und Spa├č entwickelte sich ein reger Austausch. Vor allem das Bedrucken von T-Shirts und Beuteln mit bunten Farben und die Tombola sorgte f├╝r viel Freude bei den jungen Teilnehmenden. Ein weiteres Highlight war der Ballonmodellierer, der f├╝r Staunen und Lachen sorgte.

Mit dabei waren der Kontakt e.V., die Seniorenbegegnungsst├Ątte Silberwald, die AWO, der Berufsbildungsverein Eberswalde sowie die Selbsthilfegruppe MADS und das Team des BIWAQ Projekts. Das QM freut sich bereits auf das n├Ąchste Jahr!

Katharina Brunnert ÔÇô 27. Mai 2024


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktb├╝ro ┬╗Sozialer Zusammenhalt┬ź im B├╝rgerzentrum
Schorfheidestra├če 13 ┬Ě 16227 Eberswalde
Sprechzeiten: Dienstag, 14 ÔÇô 16 Uhr; Donnerstag, 10 ÔÇô 12 Uhr
Telefon: 03334/818245 ┬Ě mobil: 0176/95498220
eMail: , ,
, ,
internet: www.meinbrandenburgischesviertel.de




Illustration zum Thema ┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź

Galerie Fenster auf der WERFT:
┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź

Am 30. Mai werden um 14.30 Uhr zwei neue Ausstellungen in der Galerie Fenster in der Prignitzer Stra├če 50 er├Âffnet. Dazu gibt es Live-Musik mit Luas Fr├Âhlich (tp, electronics). Wir zeigen in unseren oberen R├Ąumen ausgew├Ąhlte Arbeiten des vom Landkreis Barnim alle zwei Jahre ausgelobten Wettbewerbs zum Kinder- und Jugendillustrationspreis ┬╗Bernhard┬ź.

┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź war das Motto der Kinder- und Jugendliteraturwettbewerbe ┬╗Eberhard┬ź und ┬╗Bernadette┬ź im vergangenen Jahr. ├ťber 300 Sch├╝ler folgten nun dem Aufruf, die ausgezeichneten Texte der Sch├╝lerin Fenja Wegner ┬╗Ich gehÔÇś barfu├č durch die Stadt┬ź, sowie der Autorin Maike Suter ┬╗Und dann macht er sich einfach davon┬ź zu illustrieren. Eine unabh├Ąngige Jury aus K├╝nstlerinnen und Kunsterzieherinnen ermittelte die besten Arbeiten, die nun bei uns zu sehen sein werden.

Parallel freuen wir uns auf die Installation ┬╗Kellersession - dirty Track┬ź von Jana Debrodt, die am 30. Mai zugegen sein wird. Die 1975 geborene K├╝nstlerin forscht an Methoden der ├ťbertragung in Klang. In der ┬╗Kellersession┬ź spielt das Orchester der banalen Dinge - eine sich selbst auff├╝hrende und klangerzeugende elektroakustische Installation. Jana Debrodt studierte Freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Wei├čensee, sowie Kommunikationswissenschaften und elektroakustische Komposition an der TU Berlin und der Hochschule f├╝r Gestaltung in Karlsruhe.

├ľffnungszeiten donnerstags 17 - 20 Uhr, zu den Veranstaltungen und dar├╝ber hinaus zu allen m├Âglichen und unm├Âglichen Zeiten nach Vereinbarung.

Udo Muszynski ÔÇô 26. Mai 2024


Galerie Fenster ┬Ě Prignitzer Stra├če 50 ┬Ě 16227 Eberswalde
eMail: ┬Ě www.mescal.de ┬Ě www.1893-wohnen.de

24. Ausstellung (30. Mai - 4. Juli 2024):
┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź. Der Kinder- und Jugendillustrationspreis BERNHARD wird alle zwei Jahre vom Landkreis Barnim ausgelobt und von der Sparkasse Barnim unterst├╝tzt.
25. Ausstellung (30. Mai - 4. Juli 2024):
Jana Debrodt: ┬╗Kellersession - dirty Track┬ź (Soundinstallation)

 



Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź:
Zahlungsunwillig oder pleite?

maxe. Wie der Stadtverordnete Carsten Zinn erfahren hat, verf├╝gen die Einkaufszentren ┬╗Heidewald┬ź im Brandenburgischen Viertel und ┬╗Kleiner Stern┬ź in Finow ab dem 1. Juni 2024 ├╝ber keinen Hausmeister mehr. Beide Zentren geh├Âren inzwischen verschiedenen Eigent├╝mern. Wie Zinn zu berichten wei├č, habe der seit fast zwei Jahrzehnten f├╝r die Comer-Gruppe und zuletzt auch f├╝r den neuen ┬╗Heidewald┬ź-Eigent├╝mer Sahid Sanli t├Ątige Objektbetreuer ┬╗einfach nur noch die ┬┤Schnauze┬┤ voll und scheinbar auch keinen Bock mehr, als st├Ąndiger Blitzableiter f├╝r die Eigent├╝mergesellschaften herhalten zu m├╝ssen┬ź.

Im ├╝brigen habe das Entsorgungsunternehmen die M├╝llcontainer eingezogen, weil der ┬╗Heidewald┬ź-Eigent├╝mer seit l├Ąngerem seinen Zahlungsverpflichtungen gegen├╝ber dem Dienstleister nicht mehr nachgekommen war.

Das Zahlungsverhalten der Sanli-Firmen hat sich mittlerweile offenbar herumgesprochen. Laut Zinn w├╝rden Unternehmen und Gewerbetreibende, ┬╗wenn ├╝berhaupt, nur gegen Vorkasse t├Ątig┬ź. Dies sei offenbar auch der Grund, weshalb die Personenaufz├╝ge nicht funktionieren.

┬╗Abschlie├čend sei pers├Ânlich angemerkt┬ź, so Zinn, ┬╗da├č weder Luke Comer noch die Eigent├╝mergesellschaft um Sahin Sanli entscheidungsfreundliche und zukunftsorientierte Investoren sind. F├╝r mich sind beide Eigent├╝mergesellschaften gnadenlose Immobilienspekulanten und betriebswirtschaftliche Abzocker. Denen geht das Schicksal der betroffenen Bev├Âlkerung speziell in beiden stark betroffenen Ortsteilzentren Brandenburgisches Viertel und Finow eiskalt am ┬┤verl├Ąngerten R├╝cken┬┤ vorbei.┬ź Dies gelte auch f├╝r die Patienten der dort ans├Ąssigen ├ärzte und Zahn├Ąrzte. Zinn verweist dabei auch auf die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen f├╝r die medizinischen Versorger, die f├╝r ihre mobilit├Ątseingeschr├Ąnkten Patienten nicht mehr erreichbar sind.

Inzwischen, so Zinn, soll auch das von Sanli beauftragte Sicherheitsunternehmen elko Sicherheit GmBH die vertraglich gebundenen Dienstleistungen mit sofortiger Wirkung eingestellt haben. Ma├čgeblicher Grund soll auch in diesem Fall sein, da├č Sanlis Eigent├╝mergesellschaft keine Rechnungen mehr bezahle.

Den Spekulationen ├╝ber die wirtschaftliche Leistungsf├Ąhigkeit des Sanli-Imperiums sind somit T├╝r und Tor ge├Âffnet.

Carsten Zinn weist auf eine weitere ┬╗Baustelle┬ź hin: So sollte das Brandschutzkonzept f├╝r den ┬╗Heidewald┬ź bereits bis Ende April 2024 den neuen Erfordernissen angepa├čt worden sein. da├č dies tats├Ąchlich geschehen ist, sei bis dato nicht bekannt. Zinn bef├╝rchtet, da├č ├╝ber kurz oder lang das Brandschutz- und das Bauordnungsamt ┬╗die ordnungsbeh├Ârdliche Rei├čleine ziehen m├╝ssen┬ź, mit der Konsequenz, da├č das Nahversorgungszentrum ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum schlie├čen m├╝├čte.

(25. Mai 2024)

Siehe auch:
Ende einer ┬╗Endless-Story┬ź?
┬╗Feuer am Heidewald┬ź
┬╗M├╝ll am Heidewald┬ź




Wenige Tage nach dem Brand war der M├╝llberg hinter dem Einkaufszentrum ┬╗Heidewalde┬ź schon wieder betr├Ąchtlich gewachsen. Am 23. Mai wurde die M├╝llablagerung im Auftrag der unteren Abfallbeh├Ârde des Landkreises Barnim per Ersatzvornahme ber├Ąumt.

Nachtrag vom 25.05.2024: Wie der Stadtverordnete Carsten Zinn inzwischen in Erfahrung brachte, erfolgte die Entsorgung durch die kreiseigene Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG), die f├╝r die M├╝llentsorgung im Landkreis zust├Ąndig ist. Dem ┬╗Heidewald┬ź-Eigent├╝mer Sahid Sanli werde das in Rechnung gestellt. Zinn sch├Ątzt die Kosten auf 500 bis 1000 Euro, bezweifelt aber zugleich Sanlis Zahlungswilligkeit.
Bereits nach zwei Tagen, so der Stadtverordnete, bahne sich eine erneute Verm├╝llung des gerade ber├Ąumten Platzes an.

M├╝ll am Heidewald:
Ende einer ┬╗Endless-Story┬ź?

maxe. ┬╗Seit mehreren Wochen bin ich am hautnah am Thema dran┬ź, sagte jetzt der Stadtverordnete Carsten Zinn, der von 2008 bis 2014 als Ortsvorsteher im Brandenburgischen Viertel agierte und als solcher noch vielen Einwohnern bekannt ist. Von diesen, insbesondere von Heidewald-Kunden, werde er ┬╗regelm├Ą├čig mit Fragen und in der Sache durchaus verst├Ąndlichen Vorw├╝rfen und Unmutsbekundungen bespielt┬ź.

Am Pfingstsonntag habe er sich ┬╗erneut vor Ort von der anhaltenden Verm├╝llung pers├Ânlich┬ź ├╝berzeugt. ┬╗Das Brandschutzamt, das Bauordnungsamt und das Ordnungsamt der Stadt Eberswalde sind diesbez├╝glich von mir wiederholt mit Bild und Wort in die aktuelle Informationslage eingebunden worden┬ź, betont Zinn. ┬╗Gleiches gilt f├╝r das Umwelt- und Gesundheitsamt des Landkreis Barnim.┬ź

Neue Informationen erhielt die MAXE-Redaktion von unserer Leserin Catrin G., die bereits im April auf die Mi├čst├Ąnde am EKZ ┬╗Heidewald┬ź aufmerksam gemacht hatte. Mi├čst├Ąnde, die dann zu dem Brand in der Nacht zum 29. April f├╝hrten.

Demnach wurde am Donnerstag (23. Mai) der M├╝llberg in der Anlieferzone des EKZ ┬╗Heidewald┬ź, der schon wieder respektable Ausma├če angenommenen hatte, ber├Ąumt. Der Auftrag zur Ber├Ąumung und Entsorgung kam von der unteren Abfallbeh├Ârde des Landkreises Barnim.

┬╗Die haben ┬┤nen guten Job gemacht, allerdings stehen nun dort weiterhin keine Container, so da├č der ganze Irrsinn wahrscheinlich sofort von vorne los geht. W├Ąre interessant zu wissen, ob die nicht nur den M├╝ll abtransportiert haben, sondern die Kosten samt Abmahnung dem Eigent├╝mer in Rechnung gestellt haben...┬ź

Der Stadtverordnete Zinn wei├č ┬╗aus gut informierten Kreisen┬ź von einer beh├Ârdlichen Ordnungsverf├╝gung. Selbige d├╝rfte Grundlage f├╝r die beobachtete Ber├Ąumung, auf Amtsdeutsch ┬╗Ersatzvornahme┬ź, sein und ist dann auch mit Kosten f├╝r den Empf├Ąnger der Verf├╝gung verbunden.

Die ┬╗Heidewald┬ź-Mieter wurden durch den Landkreis ├╝ber diese ┬╗Ersatzvornahme┬ź informiert. Zugleich wurden sie nach Informationen, die Carsten Zinn erhalten hat, verpflichtet, nun selber beim kreislichen Entsorgungsunternehmen ihre M├╝lltonne zu bestellen. Dar├╝ber seien die Betroffenen, so Zinn, ┬╗hell begeistert┬ź, nicht zuletzt, weil die M├╝llentsorgungkosten Bestandteil der gezahlten Betriebskosten sind.

Unsere Leserin hat im ├╝brigen angeregt, da├č sich die Betroffenen und Interessierten treffen, um die verschiedenen Ideen und Anregungen, ┬╗was man noch so tun k├Ânnte┬ź, zu besprechen.

(24. Mai 2024)

Siehe auch:
┬╗Feuer am Heidewald┬ź
┬╗M├╝ll am Heidewald┬ź




Ein ┬╗kleiner Nachtrag┬ź:
Feuer am ┬╗Heidewald┬ź

maxe. Hier ein ┬╗kleiner Nachtrag┬ź zum Thema ┬╗M├╝ll am Heidewald┬ź. In der Nacht zum Montag (29.4.) hat sich gegen 2 Uhr morgens jemand ├╝berlegt, das Problem mittels Feuer zu l├Âsen. Es gab mehrere Explosionen w├Ąhrend des L├Âschprozesses, weshalb vermutet wird, da├č neben Lebensmittelresten und gut brennbaren Pappen auch Explosivstoffe abgeladen wurden.

(30. April 2024)

Siehe auch:
┬╗M├╝ll am Heidewald┬ź




Wachsende M├╝llberge hinter dem Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź. Und Eigent├╝mer Sahid Sanli k├╝mmert sich nicht. Nun, zumindest ein Schild lie├č der Eigent├╝mer aufstellen. M├╝ll am Heidewald

maxe. ┬╗Ich wende mich heute an Sie, da ich mir erstmal nicht anders zu helfen wei├č┬ź, schrieb eine Leserin aus der Prenzlauer Stra├če an die MAXE-Redaktion. Sie ist erst vor kurzem in das Brandenburgische Viertel gezogen in eine von der Genossenschaft 1893 frisch sanierte Wohnung.

Von ihrem Balkon aus ist nicht nur der Parkplatz des Einkaufszentrum (EKZ) ┬╗Heidewald┬ź im Blick, sondern auch die Anlieferzone f├╝r den Supermarkt. Dort standen bis vor einiger Zeit noch Container, in denen die Mieter des EKZ den anfallenden M├╝ll entsorgen konnten. Sogar eine M├╝lltrennung war damals in gewissem Umfang m├Âglich. Doch waren die Container auch nachts frei zug├Ąnglich, so da├č auch Fremde ihren M├╝ll dort entsorgt haben sollen. Es kam auch vor, da├č die Container angez├╝ndet wurden.

Der ┬╗Heidewald┬ź-Eigent├╝mer Sahid Sanli, der in der Vergangenheit schon des├Âfteren wegen der Verm├╝llung und mangelnder Pflege seines Grundst├╝cks in die Kritik geraten war, zog daraus die Konsequenz und veranla├čte, da├č die Container abgezogen wurden. Am einstigen Containerstandort wurden ein Schild aufgestellt ┬╗M├╝ll und Schutt abladen verboten┬ź, untermauert mit der Drohung, da├č der Bereich video├╝berwacht werde. Letzteres vermutlich ein Fake.

Seitdem stehen die ┬╗Heidewald┬ź-Mieter vor dem Problem, da├č sie ihren M├╝ll nicht mehr ordnungsgem├Ą├č entsorgen k├Ânnen, obwohl der Vermieter verpflichtet ist, daf├╝r zu sorgen. Der Supermarkt, mit dem Sanli immer noch vor Gericht streitet, organisiert seine Abfallentsorgung mittlerweile eigenst├Ąndig. Die kleineren Gewerbetreibenden k├Ânnen das nicht. In ihrer Not legen sie den M├╝ll an eben jene Stelle ab, wo bisher die Container standen.

┬╗Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht┬ź, so unsere Leserin. ┬╗Dort wo fr├╝her Container standen, ist nun einfach ein riesiger M├╝llberg entstanden. Alles h├Ąuft sich da aufeinander, ironischer Weise unter einem M├╝llabladen-verboten-Schild. Selbst alte und verdorbene Lebensmittel befinden sich darunter, und da h├Ârt der Spa├č dann auch richtig auf, weil das ├╝ber kurz oder lang alle Arten von Ungeziefer anziehen wird.

Offensichtlich k├╝mmert sich niemand darum, da├č dieser M├╝ll auch entsorgt wird. Ohne entsprechende Bagger oder Radlader ist dies auch gar nicht m├Âglich.

Die Verwahrlosung betrifft nicht nur die M├╝llentsorgung und die Ordnung und Sauberkeit auf dem Grundst├╝ck allgemein. Der ans├Ąssige Zahnarzt, der in der oberen Etage des ┬╗Heidewald┬ź seine Praxis betreibt, berichtete, da├č seit drei Monaten der Fahrstuhl kaputt sei. Patienten mit Mobilit├Ątseinschr├Ąnkungen k├Ânnen ihn seitdem nicht mehr erreichen. ┬╗Und man kann Dutzende eMails oder Briefe an den Herrn Sanli schreiben ÔÇô keine Reaktion┬ź. Immerhin werde die Miete ordnungsgem├Ą├č einkassiert, best├Ątigte der Zahnarzt auf Nachfrage.

Der Eigent├╝mer steht in der Pflicht. Aber was tun, wenn dieser Eigent├╝mer seine Pflicht vernachl├Ąssigt?

In der Stadtverwaltung Eberswalde ist das Problem bekannt. Zuweilen werden Gespr├Ąche gef├╝hrt und Versprechungen des Herrn Sanli angeh├Ârt. Belastbare L├Âsungen wurden bisher nicht gefunden. Hier d├╝rfte das st├Ądtische Ordnungsamt gefragt sein sowie die Kreisverwaltung Barnim als zust├Ąndige Abfallbeh├Ârde. Diese Beh├Ârden sollten doch ├╝ber die geeigneten Mittel verf├╝gen, den Eigent├╝mer dazu zu bringen, da├č er seine Pflichten erf├╝llt.

(29. April 2024)




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Die j├╝ngste Arbeit von Hannelore Teutsch zeigt das Heizkraftwerk an der Neuruppiner Stra├če (2024 Acryl auf Leinwand, 44 x 61cm). Galerie Fenster im April

Am Monatsanfang, am Donnerstag, dem 4. April 2024, steht um 19 Uhr ein Gespr├Ąch mit der K├╝nstlerin Hannelore Teutsch, von der aktuell Malerei, Linolschnitte und Stickarbeiten in der Galerie zu sehen sind. Ihre j├╝ngste Arbeit zeigt das Heizkraftwerk an der Neuruppiner Stra├če (2024 Acryl auf Leinwand, 44 x 61cm).

Hannelore Teutsch wurde 1942 in Berlin geboren. Nach einer Gebrauchswerberlehre studierte sie Gebrauchsgrafik an der Fachschule f├╝r Angewandte Kunst in Berlin-Sch├Âneweide. Seit 1977 arbeitet sie als freiberufliche Malerin und Grafikerin und lebt seit 1998 in Zepernick. 2008 erhielt sie den Brandenburgischen Kunstpreis f├╝r Malerei.

Der Kunstkritiker Christoph Tannert schreibt zu Hannelore Teutsch, hier zitiert nach einem Text im Vorjahr, entnommen dem Katalog ┬╗Hidden Layers┬ź: ┬╗Es passiert eine Menge, ohne da├č sich alles bis ins letzte Detail analysieren lie├če. Ob Laie oder Experte, man kann diese Bilder einfach in sich aufnehmen, kann in sie eintauchen und wird ber├╝hrt.┬ź

Wenige Tage darauf, am Sonntag dem 7. April 2024, laden wir unter der F├╝hrung der K├╝nstlerin Gudrun Sailer zum mittlerweile 4. KUNSTspaziergang ins Brandenburgische Viertel.

Vier K├╝nstler haben sich der Herausforderung gestellt, neu geschaffene Eingangsbereiche in komplett sanierten Neubaubl├Âcken k├╝nstlerisch zu gestalten. Beim Rundgang durch das Brandenburgische Viertel von Eberswalde sind die 2022 und 2023 realisierten Arbeiten von Ina Abuschenko-Matwejewa, DAG, Gudrun Sailer und Henning Wagenbreth zu sehen.

Das Brandenburgische Viertel wurde in vier Bauabschnitten von 1977 bis 1989 gebaut und hie├č bis 1993 ┬╗Reimannviertel┬ź. Der KUNSTspaziergang f├╝hrt nicht nur zu den neuen Arbeiten in der Cottbuser Stra├če und in der Spreewaldstra├če, sondern auch zu Arbeiten aus der Entstehungszeit des Viertels. Zudem besteht am Ende der F├╝hrung die M├Âglichkeit, die aktuellen Ausstellungen in der Galerie Fenster zu besichtigen.

Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Galerie Fenster - Prignitzer Stra├če 50.

In der Galerie Fenster zeigen wir noch bis zum 5. Mai 2024 Malerei, Linolschnitte und Stickarbeiten von Hannelore Teutsch und Zeichnungen von Johannes Regin. Aus Anla├č ihrer aktuellen Ausstellungen haben wir im April sowohl Hannelore Teutsch, als auch Johannes Regin zum K├╝nstlergespr├Ąch zu Gast.

Am Donnerstag, den 18. April, ebenfalls 19 Uhr wird dann Johannes Regin zum Galeriegespr├Ąch zu Gast sein.

Am letzten April-Donnerstag, den 25. April, findet dann um 19 Uhr ein weiteres SHARED READING mit Carsten Sommerfeldt statt.

Die Galerie in der Prignitzer Stra├če 50 im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde ├Âffnet am Donnerstag bereits ab 17 Uhr. Der Besuch der Galerie ist aber auch unabh├Ąngig von den donnerst├Ąglichen ├ľffnungszeiten und den Veranstaltungsfenstern m├Âglich. Kontaktieren Sie uns f├╝r Terminabsprachen am besten per eMail: .

Udo Muszynski ÔÇô 31. M├Ąrz 2024

Siehe auch:
┬╗Galerie-R├╝ckblick┬ź


Galerie Fenster ┬Ě Prignitzer Stra├če 50 ┬Ě 16227 Eberswalde
eMail: ┬Ě www.mescal.de ┬Ě www.1893-wohnen.de

22. Ausstellung (10. M├Ąrz - 5. Mai 2024):
Hannelore Teutsch: Malerei, Linolschnitte und Stickarbeiten
23. Ausstellung (10. M├Ąrz - 5. Mai 2024):
Johannes Regin: Zeichnungen




┬╗Niederfinow┬ź, das neue Buch von Hans J├Ârg Rafalski, ist auch im Galerie Buchl├Ądchen erh├Ąltlich.

Galerie Fenster im M├Ąrz:

Galerie-R├╝ckblick

In der Galerie Fenster haben wir am 10. M├Ąrz unter gro├čem Publikumsandrang und zur Musik der Geigerin Fabiana Striffler unsere beiden neuen Ausstellungen er├Âffnet. Wir zeigen mit unserer 22 und 23. Pr├Ąsentation nun bis zum 5. Mai 2024 Malerei, Linolschnitte und Stickarbeiten von Hannelore Teutsch und Zeichnungen von Johannes Regin.

Der K├╝nstler Henning Wagenbreth hat die einf├╝hrenden Worte zu Leben und Werk von Hannelore Teutsch gehalten. In Bezug auf die K├╝nstlerin berichtet er:

┬╗ÔÇŽEnthusiasmus und Kalk├╝l ist f├╝r sie ein Lebensmotto. Es ist f├╝r sie wichtig, begeistert zu sein, aber es braucht auch das Kalk├╝l, damit man die Arbeit und sein Leben auch pr├╝fen und einordnen kann. ├ťberhaupt - die Geister, die uns begeistern. Die Malerin kann nicht genau erkl├Ąren, warum sie sich welche Sujets ausw├Ąhlt. Es ist Zufall, sagt sie, aber vielleicht auch nicht. Sie malt, was ihr die Geister zeigen, was sie beeindruckt, wovon sie beeindruckt wird. Dann kehrt sie oft nochmal an den Ort zur├╝ck, schaut nach, was sie begeistert hat, zeichnet oder macht auch ein Foto. So hat sie alles, was sie braucht, um ein Bild daraus malen.┬ź

Um so sch├Âner, da├č die Geister, die Hannelore Teutsch begeistern, auch im Brandenburgischen Viertel lauern. Ihre j├╝ngste Arbeit ist das Heizkraftwerk der EWE, in Sichtweite unserer Galerie. Nun begr├╝├čt das Bild unsere G├Ąste im Flur der Galerie.

Dann haben wir uns ├╝ber neue G├Ąstebucheintragungen am Sonntag sehr gefreut. Ein besonderes Lob kam vom Schriftsteller Friedrich Dieckmann, der unter den G├Ąsten weilte, welches wir hier zitieren wollen:

┬╗Was f├╝r eine kompetente, lebendige, gesellige Galerie! Starke Eindr├╝cke von den so gegens├Ątzlichen Bildern an den W├Ąnden und der fabelhaften Buchauswahl auf den Tischen, bis hin zu der einzigartigen Wei├čbuch-Dokumentation ├╝ber den Krieg im Land!┬ź

Die erw├Ąhnte Wei├čbuch-Dokumentation ist Hans J├Ârg Rafalskis Neuerscheinung ┬╗Niederfinow┬ź ├╝ber die letzten Kriegstage im Finowtal im Fr├╝hjahr 1945. Die Buchpremiere fand am 9. M├Ąrz bei Guten-Morgen-Eberswalde vor 130 Zuh├Ârern im Paul-Wunderlich-Haus statt. Man h├Ątte w├Ąhrend der Lesung wohl eine Stecknadel fallen h├Âren k├Ânnen. Im Anschlu├č an die Veranstaltung bildeten sich spontan viele angeregte Gespr├Ąchskreise.

Das Buch ┬╗Niederfinow┬ź geh├Ârt zu den Neueing├Ąngen in unserem kleinen Galerie Buchl├Ądchen. Ebenfalls ab jetzt bei uns erh├Ąltlich sind Kataloge von Hannelore Teutsch und Johannes Regin. Neu auf dem Tisch liegen mit ┬╗Die alte Marke Wanderer┬ź und ┬╗Gotische Knoten┬ź auch zwei Gedichtb├Ąnde des in Eberswalde geborenen und in Halle beheimaten Schriftstellers Wilhelm Bartsch. Die ┬╗Paargespr├Ąche┬ź von Jochen Schmidt mit den Illustrationen von Line Hoven waren nach der szenischen Lesung bei Guten-Morgen-Eberswalde Mitte Februar schnell vergriffen, wir haben nachbestelltÔÇŽ

Die Galerie in der Prignitzer Stra├če 50 im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde hat immer donnerstags von 17 bis 20 Uhr, zu den Veranstaltungen, aber auch auf Anfrage zu allen m├Âglichen und unm├Âglichen Zeiten ge├Âffnet.

Udo Muszynski - 30. M├Ąrz 2024


Galerie Fenster ┬Ě Prignitzer Stra├če 50 ┬Ě 16227 Eberswalde
eMail: ┬Ě www.mescal.de ┬Ě www.1893-wohnen.de

22. Ausstellung (10. M├Ąrz - 5. Mai 2024):
Hannelore Teutsch: Malerei, Linolschnitte und Stickarbeiten
23. Ausstellung (10. M├Ąrz - 5. Mai 2024):
Johannes Regin: Zeichnungen




Die ┬╗Entwicklung┬ź des EKZ Heidewald sei im Gange, informierte Ende Februar die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner. Die Unterschrift eines Lebensmittel-Ankermieters stehe nach Aussagen des Eigent├╝mers, ┬╗unmittelbar bevor┬ź. Einien Monat sp├Ąter gibt es dazu keine neueren Informationen. ┬╗Osterm├Ąrchen┬ź?

Baudezernentin informierte ├╝ber EKZ Heidewald

Zur Eberswalder Stadtverordnetenversammlung am 29. Februar informierte die Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner, die aus ihrer Privat-Bibliothek zugeschaltet war, ├╝ber die Problematik Einkaufszentrum (EKZ) Heidewald im Brandenburgischen Viertel.

Die M├╝llverschmutzung sei ber├Ąumt worden und der Eigent├╝mer w├╝rde, da der Hausmeister krank sei, Auftr├Ąge zum Unterhalt der Einrichtung erteilen.

Die ┬╗Entwicklung┬ź des zuk├╝nftigen EKZ sei im Gange und die Unterschrift eines Lebensmittel-Ankermieters stehe, so der Eigent├╝mer, ┬╗unmittelbar bevor┬ź, jedenfalls bis Anfang April, so Anne Fellner.

Der Bauantrag soll Ende des III. Quartals eingereicht sein. Es m├╝├čte die Finanzierung durch die Banken geregelt, der Abgleich mit dem Bebauungsplan vorgenommen und weitere Ladenmieter akquiriert werden. Wenn alles glatt ginge, k├Ânne das neue Einkaufszentrum im n├Ąchsten Jahr, das w├Ąre 2025, an den Start gehen, versprach die Baudezernentin.

Der aktive Stadtverordnete und Lokalmatador aus dem Kiez Carsten Zinn ├Ąu├čerte leichte Zweifel an diesem vorgetragenen ┬╗Osterm├Ąrchen┬ź der Stadtverwaltung. Und in der Tat ist der Sachstand der ┬╗bevorstehenden Unterzeichnung┬ź eines gro├čen Mietvertrages immer noch derselbe wie im September 2023. Bisher hat sich da noch nichts getan. Auch zu dem laufenden Gerichtsverfahren zwischen dem jetzigen Mieter NETTO und dem Eigent├╝mer Sanli gibt es keinen neuen Sachstand zu vermelden.

Stadtverordneter Kraushaar, ebenfalls online zugeschaltet, fragte an, ob es denn keine Einschr├Ąnkungen in der Versorgung w├Ąhrend der Bauarbeiten geben w├╝rde. Doch, die w├╝rde es geben, antwortete Frau Fellner. Zu dem damals vom Eigent├╝mer gegebenen Angebot einer Notversorgung im Haus k├Ânne man nichts sagen, aber man habe ja vor, mit Unterst├╝tzung der AWO einen kleinen Lebensmittelladen an der Frankfurter Allee einzurichten, in dem mobilit├Ątseingeschr├Ąnkte B├╝rger/innen das N├Âtigste einkaufen k├Ânnten.

Dazu br├Ąuchte man aber, so Herr Kraushaar, zuf├Ąllig Angesteller der AWO, einen gewissen Vorlauf zur Vorbereitung. Aber, wie gesagt, es ist ja noch alles in der Schwebe...

J.G. ÔÇô 23. M├Ąrz 2024

Siehe auch:
Eberswalder Ansichten
┬╗Silberstreif oder Fata Morgana?┬ź




Ecke Potsdamer Allee/Finsterwalder Stra├če am 17.02.2024. Ecke Potsdamer Allee/Finsterwalder Stra├če am 12.03.2024. Fassadenbegr├╝nung

Die Fraktion Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde bereitet derzeit eine Beschlu├čvorlage vor mit dem Ziel, die Begr├╝nung von Fassaden und D├Ąchern in der Stadt Eberswalde zu f├Ârdern.

In ihrer Vorabrecherche hat Peggy Siegemund, die von der Fraktion als sachkundige Einwohnerin in den Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) entsandt wurde und zu den Kommunalwahlen am 9. Juni f├╝r Die PARTEI im st├Ądtischen Wahlkreis 2 kandidieren wird, mehrere positive Beispiele gesammelt, wo bereits vorbildhafte Fassadenbegr├╝nungen existieren.

Ein solches Beispiel fand sie an einem Wohnblock der st├Ądtischen WHG ÔÇô Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH an der Ecke Potsdamer Allee/Finsterwalder Stra├če (Foto 1).

Leider mu├čte Peggy Siegemund schon wenige Tage sp├Ąter feststellen, da├č das Fassadengr├╝n zur├╝ckgeschnitten und der ├╝ppige Bewuchs am Haus entfernt worden war (Foto 2).

Hintergrund ist die sogenannte Baufeldfreimachung als Vorbereitung f├╝r die geplante Fassadensanierung des betreffenden Hauses in der Finsterwalder Stra├če. Es ist leider ├╝blicher Standard, da├č als erstes immer gro├čfl├Ąchig der Bewuchs entfernt wird, ohne Pr├╝fung, ob gegebenenfalls Teile davon erhalten bleiben k├Ânnten.

Im Zuge der Bauma├čnahmen wird voraussichtlich auch der verbliebene Rest des Fassadengr├╝ns entfernt werden. Ob nach Fertigstellung der neuen Fassade diese erneut eine Begr├╝nung erh├Ąlt, ist nach bisherigen Erfahrungen unwahrscheinlich. Oft bef├╝rchten die Bauherren, da├č die angebrachte W├Ąrmed├Ąmmung durch die rankenden Pflanzen besch├Ądigt wird. Durch geeignete Ma├čnahmen, insbesondere der Auswahl geeigneter Pflanzen, k├Ânnte das vermieden werden.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 23. M├Ąrz 2024




Im Jahr 2021 gab es 13 Ausgaben der ┬╗Hellen Stunde mit Kultur┬ź auf dem Potsdamer Platz. Es folgten 2022 dann 22 Ausgaben und im Vorjahr 21 Ausgaben. Auf dem Foto ist die 2022er Zugabe zu sehen. ┬╗The Booty Jive┬ź brachte am 5. Oktober 2022 galaktische Musik auf den Potsdamer Platz.
Alle Beteiligten w├╝nschen sich, da├č dieses Kulturangebot im Kiez weitergef├╝hrt wird. Da es sich um ein offenes und nicht kommerzialisierbares Angebot handelt, ist die Finanzanzierung ├╝ber ├Âffentliche Mittel und Sponsoren notwendig und f├╝r die Durchf├╝hrung entscheidend. Der Sprecherrat im Brandenburgischen Viertel sah das ebenso und votierte f├╝r die diesj├Ąhrige F├Ârderung. Im Jahr 2025 soll es dann eine sogenannte konstitutionelle F├Ârderung geben, weil das vom Quartiersmanagement und dem Sprecherrat verwaltete F├Ârderprogramm zum Ausprobieren neuer Formate und somit lediglich f├╝r die Anschubfinanzierung gedacht ist.

Zwanzig mal am Mittwoch um Elf:
Helle Stunde 2024

maxe. Die ┬╗Helle Stunde mit Kultur┬ź soll auch im Jahr 2024 stattfinden. Der Veranstalter Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen mit Sitz im Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft in der Priegnitzer Stra├če 48 hat sich deshalb an den Sprecherrat im Brandenburgischen Viertel gewandt, um eine F├Ârderung aus dem Programm ┬╗Sozialer Zusammenhalt ÔÇô Investitionen im Quartier┬ź zu erhalten.

Die ┬╗Helle Stunde mit Kultur┬ź belebt seit 2021 das kulturelle und soziale Leben im Kiez. Inzwischen hat das Format drei erfolgreichen Saisons hinter sich und sich somit etabliert. Es sollte unbedingt fortgef├╝hrt werden, so der Veranstalter. F├╝r die Besucher des Marktes ist die ┬╗Helle Stunde┬ź inzwischen zu einem festen Treffpunkt und sozialen Ankerpunkt geworden.

F├╝r die Einwohnerinnen und Einwohner des Viertels und dar├╝ber hinaus soll dieses ┬╗besondere Format im Stadtraum┬ź auch k├╝nftig kostenlos bleiben. Bereits in den Vorjahren waren verschiedene Akteure im Viertel mit ihrer ideellen und finanziellen Unterst├╝tzung dabei. Dazu geh├Âren die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893, die WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft, die Haus- und Grundst├╝cksverwaltungsgesellschaft der AWO Eberswalde und die TAG Wohnen und Service GmbH sowie die Sparkasse Barnim und weitere F├Ârderer und Sponsoren. Einige haben ihre Unterst├╝tzung bereits fest zugesagt, andere haben ihre entsprechende Absicht erkl├Ąrt. Allerdings bleibt bei Gesamtkosten von 21.150 Euro f├╝r die 20 Veranstaltungen eine L├╝cke im Budget in H├Âhe von 5.000 Euro. ├ťber den entsprechenden F├Ârderantrag haben die Mitglieder des Sprecherrates auf ihrer Sitzung am 14. M├Ąrz entschieden.

Die ┬╗Helle Stunde mit Kultur┬ź soll ab dem 29. Mai bis zum 9. Oktober jeden Mittwoch auf dem Wochenmarkt auf dem Potsdamer Platz stattfinden, jeweils von 11 bis 12 Uhr. Dabei handelt es sich um kulturelle Interventionen, die auf Kommunikation setzt, eine frontale Beschallung schlie├čt der Veranstalter aus. Der Schwerpunkt liegt auf musikalischen und theatralen Auff├╝hrungen. Die 2024 geplaqnten 20 Veranstaltungen sind akustisch oder nur mit leichter Verst├Ąrkung angelegt und es wird bewu├čt auf eine gesonderte B├╝hnenstruktur verzichtet.

Die ┬╗Helle Stunde┬ź soll zur Belebung des Wochenmarktes und des Potsdamer Platzes beitragen, das kulturelle Angebot im Viertel erweitern und identit├Ątsstiftend f├╝r alle Bewohnerinnen und Bewohner wirken. ┬╗Als kostenfreies Angebot┬ź, so Udo Muszynski, ┬╗kann es von allen Menschen angenommen werden.

Inzwischen warten die G├Ąste schon auf die ankommenden K├╝nstlerinnen und K├╝nstler, kommen mit ihnen ins Gespr├Ąch und nehmen rege an den Auff├╝hrungen teil. In den vergangenen Jahren haben auch einige Gruppen das kulturelle Angebot f├╝r einen Ausflug genutzt, zum Beispiel Menschen aus verschiedenen Senioreneinrichtungen und der F├Ârderschule mit ihren jeweiligen Betreuerinnen und Betreuern. Diese Gruppen wollen wir auch mit dem diesj├Ąhrigen Angebot wieder ansprechen.┬ź

(14. M├Ąrz 2024)




In der Grundschule Schw├Ąrzesee spiegeln sich die sozialen Verh├Ąltnisse im Brandenburgischen Viertel wider. Der Hort ┬╗Kinderinsel┬ź konnte im Februar 2023 in sein nagelneues Domizil auf dem Gel├Ąnde der alten Grundschule und der einstigen Albert-Einstein-Oberschule umziehen. Die beiden Schulgeb├Ąude waren zeitnah nach der Schulschlie├čung der Oberschule bzw. des Umzugs der Grundschule in das Geb├Ąude des ehemaligen Oberstufenzentrums II abgerissen worden. Die zuvor als Hort der Grundschule genutzte Kita ┬╗Spatzennest┬ź wurde per Stadtverordnetenbeschlu├č im Jahr 2006 geschlossen als zugleich auch die Entscheidung gegen den Erhalt der Albert-Einstein-Oberschule fiel.

┬╗Ein Tag mit mehr Personal┬ź an der Grundschule Schw├Ąrzesee. Marcel Zimack (Mitte) ist Sozialarbeiter im Wohnverbund Brandenburgisches Viertel.

Ein Aktionstag mit mehr Personal:
┬╗Wir ver├Ąndern das System┬ź

Am 29. Februar organisierten die Grundschule Schw├Ąrzesee im Brandenburgischen Viertel, die ┬╗Arbeitsgemeinschaft Bildung┬ź im Ortsteil sowie viele Helferinnen und Helfer aus Vereinen, der Stadtverwaltung und (sozial-)p├Ądagogischen Einrichtungen einen besonderen Aktionstag. Unter dem Motto: ┬╗Ein Tag mit mehr Personal ÔÇô an einem Tag mehr im Schaltjahr┬ź standen die Aktionen ganz im Zeichen der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler.

Schaltjahre sind bekanntlich besondere Jahre. Der 29. Februar stand in der Grundschule Schw├Ąrzesee daf├╝r, mit p├Ądagogischen Zusatzleistungen etwas Neues auszuprobieren. Allen Beteiligten sei von der ersten Planungsminute an klar gewesen, da├č eine Schule im Brandenburgischen Viertel auch alle etwas angehen w├╝rde, wie Katharina Brunnert vom involvierten Quartiersmanagement das ├╝bergreifende Engagement beschreibt. Ein ver├Ąnderter Schulalltag sollte zeigen, was m├Âglich ist, wenn die Klassen kleiner oder Aktivit├Ąten in der Pausenzeit vielf├Ąltiger sind. Ein zus├Ątzlicher Schultag, der nur unter Mithilfe von Freiwilligen m├Âglich war, daf├╝r aber mehr Zeit f├╝r die individuellen Bed├╝rfnisse der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler bot.

Herkunft, Sprache und sozialer Kontext bedingen zum Teil starke Unterschiede im Lernniveau der Klassen. Als Zeichen, da├č ein Umdenken in den schulischen Strukturen stattfinden mu├č und gleichzeitig als Pilotprojekt, wurde am Aktionstag das System ver├Ąndert. Jeder Schulklasse wurden bis zu vier zus├Ątzliche Personen zur Seite gestellt. ┬╗Wir wollten die Kinder auch ├╝berraschen, sie in sinnvolle Pausenaktivit├Ąten und kleinere Lerngruppen einbinden und so den Schulalltag mit gut geplanten Aktionen etwas aufbrechen┬ź, wie Anke Billing, Leiterin der Schule, die Aktivit├Ąten einordnet. Sie unterstrich zudem, da├č man gewillt sei, die Ergebnisse des Tages in die Planung f├╝r das neue Schuljahr zu ├╝bernehmen.

Dem Unterricht stand die Pausengestaltung gegen├╝ber. Torwandschie├čen, Tanzen und Seilspringen waren nur einige der eingesetzten M├Âglichkeiten, die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in ihrer sozialen Kompetenz zu schulen, sie f├╝r Sport und Bewegung zu begeistern und zeitgleich fit zu machen f├╝r die n├Ąchste Unterrichtsstunde. Bernd Schl├╝ter, Dezernent f├╝r Soziales, Ordnung und Kultur ist ┬╗begeistert davon, was die Schule und die beteiligten Akteurinnen und Akteure hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Dieser Tag hat gezeigt, was m├Âglich ist, wenn eine Schule Ressourcen hat, um sich noch besser auf den tats├Ąchlichen Bedarf der Kinder einzustellen. Darauf sollte unbedingt aufgebaut werden.┬ź

Markus Mirschel, Pressestelle der Stadt Eberswalde ÔÇô 14. M├Ąrz 2024


Stadt Eberswalde ┬Ě Rathaus ┬Ě Breite Stra├če 41-44 ┬Ě 16225 Eberswalde Tel. 03334 / 64512 ┬Ě Fax 03334 / 64519 ┬Ě eMail: ┬Ě internet: www.eberswalde.de


Grundschule Schw├Ąrzesee, Kyritzer Stra├če 29, 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 32025 ┬Ě Telefax: 03334 356415
eMail:
Internet: www.grundschule-schwaerzesee.de



Im Brandenburgischen Viertel leben nach aktueller Einwohnerstatistik (Stand 29.02.2024) 6.888 Menschen mit Hauptwohnsitz, das sind 11 mehr als Ende Januar. Davon haben 1.791 eine ausl├Ąndische Staatsb├╝rgerschaft, 28 mehr als einen Monat vorher.
Der Anteil der ausl├Ąndischen Staatsb├╝rger im Kiez betr├Ągt somit 26,0 Prozent nach 25,6 Prozent im Januar. Ein Teil dieser ausl├Ąndischen Staatsb├╝rger haben in der BRD Asyl beantragt. Bei vielen l├Ąuft das Asylverfahren inzwischen schon viele Jahre und einem nicht geringen Teil dieser Asylbewerber droht die Abschiebung.
Diese werden ÔÇô auch ohne ┬╗Geheimkonferenzen┬ź ÔÇô schon jetzt mit immer gr├Â├čerer Brutalit├Ąt durchgesetzt. Dabei trifft der im nebenstehenden Beitrag geschilderte Staatsterror nicht einmal jene, die abgeschoben werden sollen, sondern zunehmend Unbeteiligte, darunter kleine Kinder und schwerverletzte Menschen.
In allen drei F├Ąllen waren Menschen betroffen, die im Brandenburgischen Viertel leben.
F├╝r Dienstag, den 12. M├Ąrz, ist eine Demonstration vom Bahnhof zur Ausl├Ąnderbeh├Ârde in Eberswalde geplant.

Staatsterror im Kiez:
Brutale Abschiebeversuche

Ohne R├╝cksicht auf unbeteiligte kleine Kinder und einen Schwerverletzten sowie mit falschen Zusicherungen versucht die Zentrale Ausl├Ąnderbeh├Ârde Brandenburg, um jeden Preis Abschiebungen durchzuf├╝hren. Drei besonders unmenschliche Versuche, das teilte die Initiative ┬╗Barnim Solidarisch┬ź am 8. M├Ąrz mit, gab es in den vergangenen zwei Wochen in Eberswalde:

Freitag, 8. M├Ąrz 2024

Festnahme in der Ausl├Ąnderbeh├Ârde Barnim mit T├Ąuschung

┬╗Bezugnehmend auf Ihr Fax vom 06.03.2024 teile ich Ihnen mit, da├č durch die Ausl├Ąnderbeh├Ârde des Landkreises Barnim keine aufenthaltsbeendenden Ma├čnahmen gegen o.g. Betroffenen durchgef├╝hrt werden. Des Weiteren bitte ich abermals um eine R├╝ckmeldung Ihrerseits, ob der morgige Termin f├╝r Ihren Mandanten bestehen bleibt.┬ź

Diese Nachricht hatte der Anwalt des Betroffenen zuvor schriftlich erhalten. Der Mann aus Pakistan, der seit acht Jahren in der BRD lebt, hatte einen Antrag auf Besch├Ąftigungsduldung gestellt, weil er seit Jahren arbeitet. Trotzdem wurde er in der Ausl├Ąnderbeh├Ârde festgenommen und sollte in Abschiebehaft kommen.

┬╗Die Festnahme ist nicht nur rechtswidrig, sondern auch besonders perfide mit der vorherigen Zusicherung, da├č keine Abschiebung beabsichtigt sei. Wenn eine Beh├Ârde in dieser Form bewu├čt t├Ąuscht, untergr├Ąbt sie jedes Vertrauen in den Rechtsstaat. Nicht nur f├╝r den Betroffenen, sondern f├╝r alle anderen, die dort vorsprechen m├╝ssen┬ź, kommentiert Rechtsanwalt Eibelsh├Ąuser. Aufgrund der Haftpr├╝fung wurde der Betroffene am Nachmittag gegen Meldeauflagen doch wieder freigelassen.

Montag, 4. M├Ąrz 2024

Angriff auf einen unbeteiligten Schwerverletzten

Bewaffnete Polizisten dringen in eine Wohnung ein, die sie als Versteck verd├Ąchtigen. Der einzige Bewohner: Ein schwerverletzter Mann. Er war im September 2023 bei einem Abschiebeversuch, der ebenfalls nicht ihm galt, aus dem Fenster im 5. Stock gest├╝rzt und hatte sich mehrere Knochen gebrochen, u.a. die Wirbels├Ąule (siehe: ┬╗Wieder ein Sprung vom Balkon┬ź).

Nach vielen Wochen Krankenhaus war er wieder in einer eigenen Wohnung, mit schweren k├Ârperlichen Einschr├Ąnkungen und v├Âlliger Abh├Ąngigkeit von Hilfe. Sein K├Ârper: voller Metallplatten und Schrauben. Mit einem Besucher sitzt er auf dem Balkon in der Sonne. Pl├Âtzlich kommen Polizisten in Zivil mit gezogenen Waffen ├╝ber den Balkon in die Wohnung, verdrehen dem schwerverletzten Mann die Arme und dr├╝cken ihn mit Gewalt auf den Boden.

Der Besucher, der ebenfalls fixiert wird, erkl├Ąrt den Gesundheitszustand, aber die Polizisten lassen ihn erst nach einigen Minuten los. Er verbringt danach sechs Stunden in der Rettungsstelle und ben├Âtigt einige Nachuntersuchungen. Nach dem Fenstersturz ist der Betroffene nun schwer retraumatisiert, seine neue, barrierefreie Wohnung f├╝hlt sich f├╝r ihn nicht mehr sicher an. Gegen die Polizei wurde eine Strafanzeige beim LKA gestellt.

Montag, 26. Februar 2024

Einbruch in Wohnung mit kleinen Kindern

Die Wohnung einer Familie, die 2014 aus Tschetschenien kam, mit vier Kindern im Alter von 8 Monaten bis 6 Jahren, alle in der BRD geboren. Um 6 Uhr morgens h├Âren sie komische Ger├Ąuche an der T├╝r. Ohne Ank├╝ndigung brechen mehrere bewaffnete Polizisten die T├╝r auf. Der 18j├Ąhrige Onkel der Kinder, der zu Besuch ist, wird von der aufbrechenden T├╝r verletzt. Die bewaffneten Polizisten dr├╝cken ihn und die Mutter der Kinder auf den Boden und legen ihnen Handschellen an.

Sie suchen Oma und Opa der Kinder, die sie zuvor in deren Wohnung nicht angetroffen haben. ┬╗Wo sind deine Eltern??┬ź, fragen sie die auf den Boden gedr├╝ckte junge Frau immer wieder. Die Kinder schauen bei allem zu und halten sich noch Tage sp├Ąter die Ohren zu und wollen sich am liebsten verstecken.

Im Durchsuchungsbeschlu├č des Verwaltungsgerichts Frankfurt(Oder) wurde bewu├čt in Kauf genommen, die kleinen Kinder dieser traumatischen Situation auszusetzen, weil deren Vater die Abschiebung der Gro├čeltern bei einem fr├╝heren Versuch 2021 behindert haben soll.

┬╗Der Zentralen Ausl├Ąnderbeh├Ârde scheint jedes Mittel recht┬ź

Stephan M├╝ller von Barnim Solidarisch zeigt sich schockiert ├╝ber die Abschiebungen: ┬╗Hier ist der Zentralen Ausl├Ąnderbeh├Ârde, dem Verwaltungsgericht und der Landespolizei anscheinend jedes Mittel recht, um Menschen in unzumutbare Bedingungen abzuschieben. Wir finden jede Abschiebung unmenschlich. Aber in die Wohnungen von Unbeteiligten einzudringen, und Besonders Schutzbed├╝rftige wie Schwerverletzte und kleine Kinder zu traumatisieren, ist extrem. Falsche Zusicherungen zu machen sch├╝rt noch mehr Angst unter allen, die keinen deutschen Pa├č haben. W├Ąhrend die AfD von Remigration fantasiert, und Menschen dagegen zu tausenden auf die Stra├čen gehen, setzen sich angeblich demokratische Beh├Ârden mit aller Gewalt ├╝ber Menschenrechte hinweg.┬ź

F├╝r Dienstag, den 12. M├Ąrz, ist eine Demo vom Bahnhof zur Ausl├Ąnderbeh├Ârde in Eberswalde geplant.

Barnim Solidarisch ÔÇô 9. M├Ąrz 2024

Siehe auch:
┬╗Abschiebeversuch nach Ru├čland┬ź
┬╗Wieder ein Sprung vom Balkon┬ź
┬╗Stopp Polizeigewalt! Stopp Abschiebungen!!┬ź
┬╗Abschiebung mittels Polizeigewalt┬ź
┬╗Beh├Ârdliche Unmenschlichkeit┬ź
┬╗Weihnachtsgeschenk des Landrats┬ź
Antirassismustag in Eberswalde: ┬╗Wir sind alle Salah!┬ź
┬╗B├╝rgerstiftung Barnim Uckermark: Zum Tod von Salah Tayyar┬ź
┬╗Ein Mensch springt in den Tod┬ź


Barnim Solidarisch ┬Ě eMail:
Spendenkonto f├╝r die Arbeit gegen Abschiebungen:
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22, Sparkasse Barnim




Dieses Foto zeigt den bisherigen Zustand mit ├╝ppigen wildwuchernden B├╝schen und vielen B├Ąumen, die sich meist infolge nat├╝rlicher Sukzession angesiedelt haben und somit als standortgerecht und -angepa├čt angesehen werden k├Ânnen. Bereits am 26. Februar war ein gro├čer Teil des Gr├╝nstreifens ┬╗ber├Ąumt┬ź. Die S├╝dseite des sanierten Wohnblocks ist der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt, ohne ausgleichende Wirkung des Gr├╝ns auf das Mikroklima in diesem Bereich. Der Rest des Gr├╝nstreifens bleibt zun├Ąchst erhalten, weil diese Fl├Ąchen zum Heidewald-Grundst├╝ck geh├Âren Dieser Restgr├╝nstreifen wird ┬╗ber├Ąumt┬ź, sofern es tats├Ąchlich zu den geplanten Umbauarbeiten am Einkaufszentrum Heidewald kommen sollte.

Privateigentum, Naturzerst├Ârung und Gemeinnutz:
Die doppelte Kiez-Promenade

maxe. In der letzten Februarwoche fanden n├Ârdlich des Heidewald-Parkplatzes ┬╗F├Ąll- und Rodungsarbeiten f├╝r die Neugestaltung der Promenade zwischen der Spechthausener Stra├če und der Schwedter Stra├če im Brandenburgischen Viertel┬ź statt, wie die Pressestelle der Stadt Eberswalde informierte. Die eigentlichen Bauleistungen zur Herstellung eines neuen Weges werden in den Monaten April und Mai ausgef├╝hrt.

In der Mitteilung hei├čt es zu den Gr├╝nden: ┬╗Da die Strecke im Bereich des Heidewaldparkplatzes ├╝ber einen privaten Weg abgedeckt wird, dieser jedoch vom Eigent├╝mer einer ver├Ąnderten Nutzung zugef├╝hrt werden soll, mu├č die durchgehende Wegeverbindung auf ein st├Ądtisches Flurst├╝ck verlegt werden. Der Verlauf der Promenade wird demnach angepa├čt.┬ź

Das genannte st├Ądtische Flurst├╝ck verl├Ąuft als 4,50 Meter breiter Streifen zwischen den Grundst├╝cken des s├╝dlich gelegenen Heidewald-Parkplatzes und des Oderbruch-Quartiers der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG n├Ârdlich davon an der Prenzlauer Stra├če. Bisher war dieser Streifen mit B├Ąumen und B├╝schen bewachsen.

Kiezbewohner, die von diesen Pl├Ąnen erfuhren, sch├╝ttelten verst├Ąndnislos mit dem Kopf. Wieder werde ein St├╝ck Natur im Viertel zerst├Ârt, das zudem einen wichtigen Gr├╝nkorridor f├╝r den Wildwechsel kleinerer S├Ąugetiere durch das Wohngebiet darstellt. Es sei bedr├╝ckend, immer wieder zu erfahren, wie Privateigent├╝mer gegen ├Âffentliche Interessen schalten und walten k├Ânnen und seitens der Stadtverwaltung keinerlei Versuche zu erkennen sind, sich hier f├╝r diese ├Âffentlichen Interessen einzusetzen.

Statt sich im Sinne der Einwohner mit dem Privateigent├╝mer auseinanderzusetzen, beispielsweise im Rahmen der Gestaltung des f├╝r das Areal geltenden Bebauungsplanes, ├╝ber den letztlich die Stadtverordneten entscheiden, werden mittels Verwaltungsentscheidung auf die Schnelle Tatsachen geschaffen und F├Ârdergelder verbraucht, die auch gut f├╝r andere Vorhaben zu nutzen gewesen w├Ąren.

Nach Aussage der Stadtverwaltung soll die Genossenschaft auf ihrem Grundst├╝ck ÔÇô also unmittelbar unter den Balkons der Prenzlauer Stra├če 36 bis 52 ÔÇô selber einen Parallelweg zur bestehenden Promenade geplant haben. Stattdessen gebe es nun eine ┬╗Zusammenarbeit im Viertel┬ź, die darin besteht, da├č sich die Genossenschaft an den Kosten des Neubaus der Promenade etwa zur H├Ąlfte beteiligt.

Die Kosten ┬╗des ganzen Unsinns samt Umweltzerst├Ârung┬ź, so ein dort wohnender Genossenschaftler, werden also zum Teil auf die Genossenschaftsmitglieder umgew├Ąlzt, die das letztlich ├╝ber die Nutzungsentgelte f├╝r ihre Wohnungen bezahlen m├╝ssen.

Die Baum- und Strauchrodungen erfolgten auf einer L├Ąnge von 120 Metern und einer Breite von etwa viereinhalb Metern. Nach Fertigstellung der Promenadenf├╝hrung sollen voraussichtlich im Herbst 2024 einheimische Baumarten als Ersatz wegbegleitend neu gepflanzt werden. Mit dem ├Âkologischen Wert des bisherigen naturnahen Wildwuchses wird das nicht vergleichbar sein, auch wenn inzwischen die Anregung zur Wiederanpflanzung von B├╝schen ┬╗aufgenommen┬ź wurde. Der Weg selbst soll rund 140 Meter lang werden, zweieinhalb Meter breit und mit Betonpflastersteinen befestigt sein sowie eine Beleuchtung erhalten.

(7. M├Ąrz 2024)

Siehe auch:
Die Kiez-Promenade




Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź
Wachsen bedeutet Ver├Ąnderung

Individuelle Wege und ein lebendiges Miteinander f├Ârdern

maxe. Im Brandenburgischen Viertel gibt es ein neues Angebot. In dem Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź geht es darum, Menschen aus dem Kiez beim Einstieg oder Wiedereinstieg in den 1. oder 2. Arbeitsmarkt sowie bei der beruflichen Orientierung zu unterst├╝tzen.

Mit individuellen Beratungen, Betriebsbesuchen, Workshops zur Planung eines Treffpunktes im Barnimpark, einem Digital-Labor zu Fragen rund ums Internet und Computeranwendungen, Gespr├Ąchsrunden und weiteren Angeboten, wollen die beiden P├Ądagogen das Projekt berufliche Perspektiven schaffen.

Erkl├Ąrtes Ziel ist, ┬╗nicht nur pers├Ânliche Lebenswege zu ver├Ąndern, sondern auch die Lebensqualit├Ąt im Viertel zu erh├Âhen┬ź. Daf├╝r plant das Projektteam gemeinsam mit Menschen aus dem Kiez einen Treffpunkt im Barnimpark (s├╝dlich des Potsdamer Platzes zwischen Potsdamer Allee und Rathenower Stra├če). Damit soll ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź zu einem Projekt werden, ┬╗das nicht nur einzelne Pers├Ânlichkeiten ├╝ber sich hinauswachsen l├Ą├čt, sondern das gesamte Viertel zum Aufbl├╝hen bringt┬ź.

Initiiert wurde das Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź vom Amt f├╝r Generationen, Sport und Integration der Stadt Eberswalde in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner B├ťRO BLAU gGmbH. Dieses B├╝ro stellt auch die beiden p├Ądagogischen Mitarbeiter Charlotte Coosemans und Martin Fischer (Telefon: 0178/5296835, eMail: ). Seitens der Stadtverwaltung steht Tabea Westphal-Radisch (Telefon: 03334/64222, eMail: ). Das Projektb├╝ro befindet sich im Vereinshaus der Wohnungsgenossenschaft in der Havellandstra├če 15 (2. OG links).

Dort bietet das Projektteam individuelle Beratungen an, in denen die Teilnehmenden ihre berufliche Zukunft planen. Gemeinsam werden neue Arbeitspl├Ątze und passende Qualifizierungen ausgew├Ąhlt. Auch f├╝r die Erstellung von Bewerbungen wird Unterst├╝tzung angeboten. Teilnehmende haben zudem die M├Âglichkeit, in kleinen Gruppen Betriebe und Qualifizierungsangebote in der Umgebung zu besuchen, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und ihre pers├Ânlichen Potentiale zu entdecken. Diese ┬╗Einzelocoachings┬ź finden jeweils montags und mittwochs nach Terminvereinbarung statt.

Im Sinne des Programms arbeitet das Team eng mit den Partnern vor Ort, wie dem Quartiersmanagement, zusammen. Dieses hat durch seine zahlreichen Kontakte mit der Nachbarschaft festgestellt, da├č sich die Menschen im Viertel einen Treffpunkt im Barnimpark w├╝nschen.

Diese W├╝nsche greift das Projekt auf: In Workshops, zu denen Interessierte jeweils am Dienstag von 10 bis 12 Uhr herzlich eingeladen sind, werden gemeinsam Ideen gesammelt und der Treffpunkt geplant. Die Bauarbeiten mit den Projektteilnehmenden sollen im Fr├╝hjahr 2024 beginnen. Unter Begleitung einer fachlichen Anleitung k├Ânnen alle ihre F├Ąhigkeiten einbringen.

Ein weiteres Highlight sind donnerstags von 10 bis 12 Uhr regelm├Ą├čige Treffen im Caf├ę ┬╗La├č Quatschen!┬ź ÔÇô ein Ort des Entdeckens der eigenen St├Ąrken, des Austauschs und der Gemeinschaft. Zus├Ątzlich bietet das Projekt am Donnerstagnachmittag ein Digital-Labor, in dem sowohl Anf├Ąngerinnen und Anf├Ąnger als auch Fortgeschrittene die digitale Welt entdecken k├Ânnen.
Im weiteren Verlauf des Projektes sollen schlie├člich auch Streitschlichter f├╝r das Viertel ausgebildet werden, die im ├Âffentlichen Raum f├╝r Toleranz und ein friedliches Miteinander sorgen k├Ânnen.

Im Zeichen des Wachsens kn├╝pft das Projekt an die bereits bestehenden und gut ausgebauten Angebote im Brandenburgischen Viertel an. Das Team arbeitet eng mit verschiedenen Tr├Ągern und Initiativen f├╝r Bildung und Soziales zusammen. Ein erstes Netzwerktreffen der Kooperationspartner fand am 30. Januar im B├╝rgerzentrum statt. Dort stellt Linda Tietz vom Grundbildungszentrum Barnim (Spreewaldstra├če 20/22) fest: ┬╗Es gibt verschiedene individuelle Einstiege ins Projekt - und am Ende ist f├╝r alle Teilnehmenden der pers├Ânliche Weg gekl├Ąrt.┬ź

Interessierte k├Ânnen das Team jederzeit kontaktieren oder direkt zu den Sprechzeiten am Montag von 10 bis 12 Uhr und Dienstag von 16 bis 18 Uhr im Projektb├╝ro in der Havellandstra├če 15 oder den Workshopangeboten im B├╝rgerzentrum vorbeikommen. ┬╗Seien Sie Teil dieser gedeihenden Gemeinschaft und gestalten Sie aktiv Ihr Brandenburgisches Viertel!┬ź, hei├čt es in der Mitteilung abschlie├čend.

(21. Februar 2022)


Projekt ┬╗Gemeinsam wachsen!┬ź ┬Ě Projektb├╝ro: Havellandstra├če 15 (2.OG links) ┬Ě 16227 Eberswalde ┬Ě Charlotte Coosemans & Martin Fischer (B├ťRO BLAU gGmbH) ┬Ě Telefon: 0178 5296 835 ┬Ě eMail:
Wochenplan:
Montag, 10-12 Uhr: Offene Sprechzeit; ganztags: Einzelcoaching mit Terminvereinbarung
Dienstag, 10-12 Uhr: Baustelle Barnimpark (Workshop); 16-18 Uhr: Offene Sprechzeit
Mittwoch, ganztags: Einzelcoaching mit Terminvereinbarung
Donnerstag (Workshops), 10-12 Uhr: Caf├ę ┬╗La├č quatschen!┬ź; 14-16 Uhr: Digital-Labor
Die Workshops finden im B├╝rgerzentrum in der Schorfheidestra├če 14 statt.




B├╝cherboXX wird erneuert

maxe. Im November war die B├╝cherboXX im Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź abgebaut worden. Sie zog nach Berlin um dort am Gleisdreieck aufgestellt zu werden. Anfang des Jahres hatte der Sprecherrat im Brandenburgischen Viertel noch einmal einer Verl├Ąngerung des Mietvertrages mit dem Berliner ┬╗Institut f├╝r Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur┬ź (INBAK) zugestimmt. Diese Verl├Ąngerung sollte ausdr├╝cklich dem Ziel dienen, zu pr├╝fen, ob diese oder eine andere B├╝cherboXX auf Dauer ├╝berlassen werden kann.

Die B├╝cherboXX wurde in der gewohnten Weise von der K├╝mmerergruppe betreut und weiterhin von vielen Einwohnern des Viertels gut angenommen. Zudem gab es an der B├╝cherboXX im ┬╗Heidewald┬ź mehrere Lesungen mit Andrea Bl├╝mel.

In der Zwischenzeit hatte die Pr├╝fung ergeben, da├č die vorhandene B├╝cherboXX vom INBAK nicht dauerhaft in Eberswalde bleiben kann. Daher genehmigte der Sprecherrat die entsprechenden Mittel zum Erwerb einer anderen Telefonzelle und f├╝r deren Umgestaltung in eine neue B├╝cherboxx.

Aufgestellt werden soll die neue B├╝cherboxx vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Sie wird mit einem Fundament versehen und abschlie├čbar sein. Au├čerdem erh├Ąlt die neue B├╝cherboXX am neuen Standort eine Energieversorgung mittels einer kleinen Solaranlage und somit Licht, was die Nutzung in der dunklen Jahreszeit erleichtert.

Sobald es nach dem Winter die Witterung erlaubt, werden die Arbeiten zur Aufstellung der B├╝cherboXX beginnen.

(11. Februar 2024)

Siehe auch:
┬╗Die auferstandene B├╝cherboXX┬ź


Dietrich-Bonhoeffer-Haus ┬Ě Potsdamer Allee 35 ┬Ě 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 ┬Ě Fax: 03334 383931
eMail: gemeindezentrum-bbv@t-online.de




Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź:
Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht

maxe. Zur Erweiterung des Ehrenamts-Teams der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź sucht der Verein Kontakt Eberswalde e.V. neue ehrenamtlich t├Ątige Mitarbeiter.

Dar├╝ber informierte Nicole Vormum vom ┬╗Silberwald┬ź im Nachbarschaftsportal nebenan.de.

Interessenten k├Ânnen sich direkt in der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź in der Spreewaldstra├če 1 im Brandenburgischen Viertel melden. Per Telefon ist die Begegnungst├Ątte unter 03334/3876980 zu erreichen und per eMail unter .

(16. Januar 2024)


Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź ┬Ě Spreewaldstra├če 1 ┬Ě 16227 Eberswalde
Tr├Ąger: Kontakt Eberswalde e.V. ┬Ě Projektleiterin: Nicole Vormum
Tel. 03334/3876980 ┬Ě Fax: 03334/3879754 ┬Ě eMail:

Wir verstehen uns als ein Ort der Begegnungen und wir sind Ansprechpartner f├╝r Senioren, ├Ąltere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Demenz und selbstverst├Ąndlich deren Angeh├Ârige. Wir wollen helfen, unterst├╝tzen, Wissen vermitteln. In unseren R├Ąumlichkeiten finden t├Ąglich wechselnde Angebote zur Aktivierung, Besch├Ąftigung und Betreuung statt. Zus├Ątzlich k├Ânnen wir im Alltag unterst├╝tzen (Begleitungen zu ├ärzten, Hilfe im Haushalt, etc.).




Das Klima wandelt sich. Auch in Eberswalde.

Einwohnerbeteiligung:
Anpassung an den Klimawandel

Wortmeldungen bis 29.1. m├Âglich

maxe. Das Eberswalder Konzept zur Anpassung an den Klimawandel liegt nun vor. Dar├╝ber informierte die Stadtverwaltung in der Sitzung des Ausschusses f├╝r Stadtenwicklung, Wohnen und Umwelt, die am 9. Januar stattfand.

┬╗Eberswalde m├Âchte sich besser an den Klimawandel anpassen┬ź, hei├čt es dazu in einer st├Ądtischen Pressemitteilung vom 11. Januar. Dazu habe die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Berliner B├╝ro B.& S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH ┬╗ein Konzept zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Dieses liegt nun im ersten Entwurf vor und wurde am 9. Januar 2024 im Ausschuss f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt vorgestellt. Nun haben Kommunalpolitik sowie B├╝rgerinnen und B├╝rger die M├Âglichkeit, das entstandene Werk zu begutachten und Anmerkungen zu machen.┬ź

Da├č so ein Konzept notwendig ist, w├╝rden die aktuellen Zahlen zum Klimawandel zeigen, die vom Landesamt f├╝r Umwelt herausgegeben wurden. ┬╗Diese zeigen auf, da├č es in der Region Uckermark-Barnim verglichen mit dem Referenzzeitraum von 1971 bis 2000 bereits w├Ąrmer geworden ist.┬ź Beim Blick in die Zukunft, der sich am Trend der Vergangenheit orientiert, diesen also fortschreibt, setzte ┬╗sich dieser Trend fort┬ź. Um sich an ┬╗eine Welt mit h├Âheren Temperaturen oder ver├Ąnderten Niederschlagsbedingungen┬ź anzupassen, wurde nun das Konzept erarbeitet.

┬╗In dieses Konzept sind viel Arbeit und gute Ideen nicht nur von Fachexperten, sondern auch von B├╝rgerinnen und B├╝rgern geflossen. Das Konzept wurde mit zwei digitalen B├╝rgerbeteiligungen sowie drei Expertenworkshops erarbeitet. Nun besteht die M├Âglichkeit sich zu informieren und uns unter dem Betreff 'Klimaanpassung' bis zum 29. Januar ├╝ber die eMail-Adresse R├╝ckmeldung zur geben┬ź, so die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes Silke Leuschner.

(11. Januar 2024)




Bauernproteste in Eberswalde am 8. Januar 2024.

Stadtverwaltung warnt vor Verkehrsbeeintr├Ąchtigungen
Gro├čdemonstration am 8. Januar

Auftakt zu einer bundesweiten Aktionswoche

maxe. Unter der ├ťberschrift ┬╗Beeintr├Ąchtigung der Verkehrslage im Stadtgebiet┬ź hat die Pressestelle der Eberswalder Stadtverwaltung davor gewarnt, da├č es aufgrund einer angek├╝ndigten Gro├čdemonstration am Montag, dem 8. Januar 2024, zu erheblichen Verkehrsbeeintr├Ąchtigungen in Eberswalde kommen kann.

Insbesondere werden die Bundesstra├čen 167 und 168 (B 167/B 168) sowie der Innenstadtbereich stark beeintr├Ąchtigt sein. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist ab 12 Uhr mit einer zwei- bis dreist├╝ndigen Versammlung auf dem Marktplatz in Eberswalde zu rechnen. Im angrenzenden Parkraum entlang der B 167 werden Parkverbotszonen eingerichtet. Im ├Âffentlichen Personennahverkehr wird es gleichsam zu erheblichen Beeintr├Ąchtigungen kommen.

Im Zuge des Demonstrationsgeschehens wird ein Fahrzeugkorso auf dem Weg durch den Landkreis Barnim unterwegs sein, der das Eberswalder Stadtgebiet passiert. Die Stadt Eberswalde bildet demnach nur einen von mehreren Anlaufpunkten der Demonstrierenden. Aus Richtung Finowfurt stadteinw├Ąrts kommend, soll der Demonstrationszug das Stadtgebiet in Richtung Tiefensee durchlaufen. Der 8. Januar 2024 bildet hierbei den Auftakt einer bundesweiten Aktionswoche im Zusammenhang mit der Agrarpolitik.

Die Stadt Eberswalde befindet sich im engen Austausch mit den Verantwortlichen. B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann verweist auf das ┬╗Versammlungs- und Demonstrationsrecht als einen Grundpfeiler unserer Demokratie┬ź, gleichzeitig wird auf die m├Âglichen Schwierigkeiten verwiesen, die die Eberswalderinnen und Eberswalder beim Weg von oder zur Arbeit, in die Schulen und Kitas sowie generell beim Durchf├╝hren der t├Ąglichen Abl├Ąufe mit einzuplanen h├Ątten.

Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, hei├čt es in der st├Ądtischen Pressemitteilung abschlie├čend, die Verkehrseinschr├Ąnkung, die daraus resultierende Behinderung f├╝r den Fahrverkehr sowie die entsprechende Beschilderung zu beachten. Der F├╝hrungsdienst der Polizeiinspektion Barnim stehe bei R├╝ckfragen zur Verf├╝gung.

(4. Januar 2024)




Die Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź in der Spreewaldstra├če 1 geh├Ârt zu den j├╝ngeren Aktivit├Ąten, die unter dem Dach des Kontakt e.V. organisisert sind. Bundesorden f├╝r Kontakt e.V.

maxe. Die Vorsitzende des im Brandenburgische Viertel ans├Ąssige Kontakt e.V. hat das ┬╗Verdientstkreuz am Bande┬ź erhalten. Irina Holzmann erhielt den Verdienstorden am 5. Dezember von Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier. Irina Holzmann geh├Ârte zu den Gr├╝ndungsmitgliedern des Kontakt e.V. und sie ist Mitglied im Landesintegrationsbeirat. Der Kontakt e.V. hatte sich einst als Selbsthilfeorganisation von und f├╝r die sogenannten Sp├Ątaussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gegr├╝ndet.

Inzwischen hat sich das T├Ątigkeitsfeld des Vereins deutlich erweitert. So erhalten hier nicht nur einstige ┬╗Ru├članddeutsche┬ź und deren Angeh├Ârige Hilfe und Betreuung, sondern auch andere ausl├Ąndische und deutsche Einwohnerinnen und Einwohner, nicht zuletzt ├Ąltere Menschen.

Irina Holzmann selbst ┬╗hat zahlreiche Projekte zur Beratung und Unterst├╝tzung von Migrantinnen und Migranten in allen Lebenslagen auf den Weg gebracht und damit vielen beim Ankommen in unserem Land und bei der Integration zur Seite gestanden┬ź, wie der Brandenburgische Ministerpr├Ąsident Dietmar Woidke anl├Ą├člich der Ehrung bemerkte. ┬╗Besonderes Augenmerk legt sie auf den Abbau der Sprachhemmnisse bei Neuank├Âmmlingen ÔÇô derzeit betrifft das vor allem Ukrainerinnen und Ukrainer. Daf├╝r gilt ihr mein herzlicher Dank.┬ź

Der Kontakt-Verein hat mittlerweile ein gro├čes lokales Netzwerk aus Sportvereinen, verschiedenen Bildungstr├Ągern sowie ├ämtern aufgebaut, um Zuwanderern und Gefl├╝chteten zur Seite zu stehen. Seine ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen bei Beh├Ârdeng├Ąngen, bringen Kindern und Jugendlichen die deutsche Sprache bei und unterst├╝tzen bei der Stellensuche. Seit 2015 bietet der Verein auf der Grundlage von Projekten des Landes und des Bundes zunehmend geschulte Migrationsberatung im Rahmen des Migrationsfachdienstes des Landkreises Barnim, der Migrationsberatung f├╝r Erwachsene sowie des Jugendmigrationsdienstes des Landkreises Uckermark. Die hier t├Ątigen Beraterinnen sind teilweise selbst ehemalige Zugewanderte ÔÇô diese Arbeitsweise hilft den Betroffenen und entlastet zugleich die beteiligten Dienststellen und Institutionen.

Das ┬╗Verdienstkreuz am Bande┬ź f├╝r Irina Holzmann verstehen die Mitglieder, Mitarbeiter und Unterst├╝tzer des Kontakt e.V, insofern als eine Auszeichnung f├╝r sie alle.

(23. Dezember 2023)

Siehe auch: Internetseite des Kontakt e.V.




Keine Demokratie wagen

Ortsbeirat von Stadtverordnetenmehrheit abgelehnt

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Vorschlag der Fraktion Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur, auch in den vier st├Ądtischen Ortsteilen Finow, Brandenburgisches Viertel sowie Eberswalde 1 und 2 wieder Ortsteilvertretungen in Form von Ortsbeir├Ąten einzurichten mit gro├čer Mehrheit abgelehnt. Daf├╝r stimmten lediglich die beiden Mitglieder der Einreicherfraktion. Zudem gab es sechs Enthaltungen (4 x SPD|BFE, 2 x AfD). Alle anderen Stadtverordneten stimmten dagegen, da├č in allen Ortsteilen die Menschen ihre Interessen mittels Ortsteilvertretungen einbringen d├╝rfen.

Mirko Wolfgramm, Vorsitzender der Einreicherfraktion, verwies auf den sehr positiven Bericht des B├╝rgermeisters von der ersten Einwohnerversammlung im neuen Ortsteil Clara-Zetkin-Siedlung. Die gleichen positiven Wirkungen seien zu erwarten, wenn auch in den anderen Ortsteilen wieder Ortsteilvertretungen eingerichtet werden. Ortsbeir├Ąte seien daf├╝r besser geeignet als die fr├╝heren Ortsvorsteher, so Wolfgramm. Die letzten Ortsvorsteherwahlen im Jahr 2014 haben gezeigt, da├č letztlich das gro├če Interesse, das jeweils zu mehr als zwei Bewerbern f├╝hrte, einen zweiten Wahlgang in der Direktwahl der Ortsvorsteher notwendig machte. Zum zweiten Wahlgang, bei dem die Ortsvorsteherwahl ohne begleitende Kommunal- und Europawahl stattfand, ging dann erwartungsgem├Ą├č kaum noch jemand hin. Daher sollten k├╝nftig Ortsbeir├Ąte der Standard sein. Dadurch entfallen die restriktiven Vorschriften hinsichtlich des Quorums. Mehrfach bezog er sich auf den Willy-Brandt-Spruch ┬╗Demokratie wagen┬ź. Gerade das wollten die anderen Fraktionen hingegen nicht, wie sich sp├Ąter herausstellte.

Sein Fraktionskollege Oskar Dietterle erinnerte an die Diskussionen zum Ausbau der Max-Lull-Stra├če, als es zu den vorgesehenen Aufpflasterungen erhebliche Einw├Ąnde von betroffenen Einwohnern gab. Dies sei ein Beispiel, wie wichtig es sei, rechtzeitig die Einwohner in die Debatten hereinzuholen. ┬╗Wir brauchen unsere Mitb├╝rger, wir m├╝ssen ihren Sachverstand nutzen┬ź, so der Stadtverordnete. ┬╗Das geht am besten durch Ortsbeir├Ąte.┬ź Frank Banaskiewicz (FDP|B├╝rgerfraktion Barnim), auf dessen Engagement gegen die Aufpflasterungen in der Max-Lull-Stra├če sich Oskar Dietterle zuvor lobend bezogen hatte, verwies indes auf einen irgendwann in fr├╝herer Zeit gefa├čten ablehnenden Beschlu├č zu Ortsvertretungen in den st├Ądtischen Ortsteilen, weil dort direkt das Rathaus als Ort der Ansprache f├╝r die Einwohner fungieren k├Ânne.

Karen Oehler (B├╝ndnis 90/Gr├╝ne), bis 2014 selber Ortsvorsteherin in Eberswalde 1, gab zur Kenntnis, da├č sie j├╝ngst eine B├╝rgerin angesprochen habe, da├č sie sich als Ortsvorsteherin doch bitte um ein bestimmtes Problem k├╝mmern solle. Dabei ist sie doch seit 2014 nicht mehr Ortsvorsteherin. Den offensichtlichen Bedarf an Ansprechpartnern im Ortsteil interpretierte die b├╝ndnisgr├╝ne Stadtverordnete gegenteilig. Die Einwohner h├Ątten zwar Interesse an einem Ansprechpartner f├╝r ihre allt├Ąglichen Sorgen, beteiligen sich aber nicht an den daf├╝r notwendigen Wahlen. Au├čerdem k├Ânne sie als Stadtverordnete genau soviel f├╝r die B├╝rger tun, wie als Ortsvorsteherin. Im ├╝brigen, so Karen Oehler, gehe es in dem Antrag doch vor allem um die Ortsteilbudgets. Gerade die st├Ądtischen Ortsteile h├Ątten hier doch viele andere M├Âglichkeiten, an Geld zu kommen. Irgendwelche Belege f├╝hrte die Stadtverordnete f├╝r ihre Vermutung nicht an.In der Beschlu├čvorlage und auch in der Begr├╝ndung wird das nicht erw├Ąhnt.

F├╝r die Linken erkl├Ąrte Volker Passoke, da├č seine Fraktion nicht gl├╝cklich mit dieser Beschlu├čvorlage sei. Die meisten Stadtverordneten w├╝rden in den st├Ądtischen Ortsteilen wohnen. In den l├Ąndlichen Ortsteilen sei dies anders. Dort gebe es nicht so viele Stadtverordnete, weswegen hier Ortsteilvertretungen angebracht seien. Das Zuckerh├╝tchen in der Diskussion steuerte mal wieder Carsten Zinn bei ÔÇô einst selber Ortsvorsteher im Brandenburgischen Viertel. Er teile das Anliegen der Beschlu├čvorlage, sagte er. Im Jahre 2018 habe er selber mit seiner damaligen Fraktion gemeinsam mit der damaligen DIE SPD-Fraktion eine solche Vorlage initiiert. ┬╗Das war damals eine Heidenarbeit┬ź. Damals ebenfalls ohne Erfolg. Auf die ersten Initiativen in diese Richtung schon vor der Kommunalwahl von 2014 und kurz danach ging Zinn nicht ein. Auch nicht darauf, da├č die Initiative nicht auf seinem Mist aufwuchs und schon gar nicht auf seinen pers├Ânlichen Anteil am damaligen Scheitern. Obwohl er laut eigener Aussage das Anliegen, in den vier st├Ądtischen Ortsteilen Ortsbeir├Ąte einzurichten, unterst├╝tze, bezeichnet er die Beschlu├čvorlage, mit der genau dies erreicht werden soll, als ┬╗alibihaften Aktionismus┬ź. Auf Begr├╝ndungen oder Erl├Ąuterungen f├╝r diese Einsch├Ątzung warteten die Zuh├Ârer freilich vergebens.

Man erfuhr aber, da├č Zinn Mitleid mit der st├Ądtischen K├Ąmmerei hat, die den gesamten Haushaltsplan umarbeiten m├╝├čte, wenn es zu den neuen Ortsbeir├Ąten kommen w├╝rde. Das sind nachvollziehbare Gr├╝nde. Zinn schlug schlie├člich vor, da├č sich die neue Stadtverordnetenversammlung nach der Kommunalwahl im Juni 2024 ┬╗ernsthaft┬ź mit dem Thema besch├Ąftigen solle. Insofern also eine Vertagung des Problems auf das Jahr 2029 oder wohl eher auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Mit der Ablehnung der Beschlu├čvorlage der Fraktion Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur hat sich das Thema f├╝r die Kommunalwahl 2024 erledigt. Eine Beschlu├čfassung im Dezember mit anschlie├čender Hauptsatzungs├Ąnderung im Januar w├Ąre die letzte M├Âglichkeit gewesen, die Fristen nach Kommunalwahlrecht einhalten zu k├Ânnen.

Gerd Markmann ÔÇô 16. Dezember 2023

Siehe auch:
┬╗Ein Ortsbeirat f├╝r den Kiez┬ź




Vor und nach der Sanierung in der Spreewaldstra├če.

BRAND.VIER im Brandenburgischen Viertel:
Lob und Kritik

maxe. Unter dem Begriff BRAND.VIER ÔÇô eine an den Namen der vom Genossenschaftsvorstand Volker Klich gern gelesenen Monatszeitschrift ┬╗brand eins┬ź angelehnte Abk├╝rzung f├╝r das Brandenburgischen Viertel ÔÇô saniert und modernisiert die Eberswalder Wohnungsgenossenschaft seit 2020 einen betr├Ąchtlichen Teil ihrer Wohngeb├Ąude im Kiez, nachdem bis vor kurzem der Wohnungsabri├č im Vordergrund stand. Unter dem Titel ┬╗1893-Gefl├╝ster┬ź bejubelt die Gesch├Ąftsf├╝hrung der Genossenschaft regelm├Ą├čig den Baufortschritt ihres ┬╗Mega-Projekts┬ź.

Dank umfangreicher Wohnbauf├Ârderung in Form von zinsbeg├╝nstigten Darlehen konnte und kann die Genossenschaft insgesamt 57 Millionen Euro in die ┬╗Wohngeb├Ąudesanierung einschlie├člich Aufzugsanbau und Mietergemeinschaftsraum┬ź investieren, bei einem Eigenmittelanteil von nur 5 Millionen Euro.

Die Sanierung des Wohnblocks in der Havellandstra├če hatte die Genossenschaft noch ohne Wohnbauf├Ârderung realisiert. Inzwischen sind die BRAND.VIER-Aktionsr├Ąume ┬╗Cottbus┬ź und ┬╗Oderbruch┬ź zum gro├čen Teil fertiggestellt.

Viele der sanierten und modernisierten Wohnungen sind inzwischen bezogen. Von den Wohnungsnutzern, seien es neue Genossenschaftsmitglieder oder alte Bewohner, die zwischenzeitlich in Ersatzwohnungen untergebracht waren und nun zur├╝ckgezogen sind, h├Ârt man viel positive Resonanz. Da├č im erw├Ąhnten Genossenschafts-┬╗Gefl├╝ster┬ź fast ausschlie├člich im Boulevardblattstil gehaltene Panegyriken zu lesen sind, beruht also durchaus auf den Erfahrungen der Bewohner.

MAXE hat sich umgeh├Ârt und kann das best├Ątigen. Als ┬╗sehr vorteilhaft┬ź bewertete beispielsweise ein Genossenschaftsmitglied die im ┬╗Aktionsraum Cottbus┬ź nach au├čen verlagerten Fahrradunterst├Ąnde. Dies werte die Wohnblocks vom Schwedter Typ auf. Allerdings verschaffe die Zusammenlegung der Hauseing├Ąnge den Wohnungsnutzern keinen gr├Â├čeren Keller. Der winzige Kellerverschlag war schon zu DDR-Zeiten ein h├Ąufig ge├Ąu├čerter Kritikpunkt.

Die vorherigen Fahrrad- und Kinderwagenr├Ąume fielen im wesentlichen den nunmehr gro├čz├╝gig gestalteten Hausfluren im Erdgescho├č zum Opfer. Aus den Gewerber├Ąumen und behindertengerechten Wohnungen im Erdgescho├č entstanden Gemeinschaftsr├Ąume, die verschiedene Nutzungsm├Âglichkeiten bereithalten.

Diese ┬╗Zwangskollektivierung nach chinesischem Vorbild┬ź sehen nicht alle neuen Bewohner positiv. Dabei spielt wohl weniger die ┬╗Zwangskollektivierung┬ź an sich, sondern vielmehr die Bef├╝rchtung eine Rolle, da├č die Betriebskosten f├╝r diese R├Ąume gemeinschaftlich ÔÇô darin sehen manche den Sinn der Wortwahl ┬╗Gemeinschaftsraum┬ź ÔÇô auf die im Haus Wohnenden umgelegt werden.

Ein gleich von mehreren Betroffenen ge├Ąu├čerter Kritikpunkt bezieht sich auf die unzureichende Mitsprachem├Âglichkeiten ├╝ber Umfang und Form dieser verbesserten ┬╗Wohnqualit├Ąten┬ź. Der Vorstand sei an ┬╗keiner Diskussion interessiert┬ź gewesen, ├Ąu├čerte beispielsweise ein Genossenschaftsmitglied aus dem ┬╗Aktionsraum Oderbruch┬ź. Er sagte gegen├╝ber dem Kiezmagazin: ┬╗Nicht die kleinsten Details hat man den Mietern zu den Planungen mitgeteilt. Es gab nur Presse-Propaganda. Konsens einholen h├Ątte ja bedeutet, eventuell Planungen zu ├Ąndern. Demokratie vorleben? Hier Fehlanzeige!┬ź

Eine derart radikale Kritik mag eine Einzelmeinung sein. Gleichwohl m├╝ssen die Wohnungsnutzer zumindest einen Teil der Modernisierungskosten per Modernisierungsumlage tragen. Hierbei d├╝rfte die gesetzlich zul├Ąssige H├Âchstgrenze von 2 Euro je Quadratmeter bei allen Altnutzern ausgesch├Âpft werden. Die Mehrkosten gehen dann zu Lasten der Genossenschaft, die das nat├╝rlich irgendwie refinanzieren mu├č. Globale Anhebungen der Mieten bzw. Nutzungsgeb├╝hren im Bestand sind somit zu erwarten, was im besagten Mitgliedermagazin kein Thema ist. F├╝r neue Nutzungsvertr├Ąge gilt die Obergrenze ohnehin nicht.

Der ┬╗Aktionsraum Oderbruch┬ź besteht aus Wohnh├Ąusern des sogenannten Hallenser Typs. Hier hatten die DDR-Architekten die Bewohner mit Wasch-und Trockenr├Ąumen im Kellerbereich sowie Trockenpl├Ątzen an freier Luft bedacht. ┬╗Das gibt es jetzt nicht mehr!┬ź, kritisiert ein Betroffener und fragt: ┬╗Was nun? W├Ąschetrockner anschaffen? Trocknen in der Wohnung! Du sollt L├╝ften, Heizen, dem Schimmel entgegenwirken, neue Kostenfaktoren, diktatorisches Wohnen halt┬ź.

Gleich von mehreren Wohnungsnutzern in der Oderbruchstra├če gab es ├Ąrgerliche Kommentare zu den neu eingebauten K├╝chenfenstern mit waagerechtem Querrahmen, wobei man den unteren Teil nicht einmal ├Âffnen k├Ânne. Auch die kleinteilige Segmentierung der anderen Fenster st├Â├čt eher auf wenig Zuspruch. Zu der braunen Fassadengestaltung an den Aufz├╝gen und Laubeng├Ąngen waren gleich mehrere eher abf├Ąllige Bemerkungen zu h├Âren.

In einer Wortmeldung wurde kritisiert, da├č ┬╗s├Ąmtliche Gr├╝nanlagen zerst├Ârt, die meisten vorhandenen B├Ąume herausgerissen (wurden) sowie s├Ąmtliche Str├Ąucher, damit das Schlachtfeld komplett frei ist f├╝r Bauschutt jeder Art┬ź. Da├č im Umfeld der sanierten H├Ąuser diverser Bauschutt dann einfach mit neuem Boden aufgesch├╝ttet wurde, auf dem schlie├člich Rasen anges├Ąt wurde, hatten mehrere der Befragten mit einigem Stirnrunzeln registriert.

Kritische ├äu├čerungen gab es zudem wegen falsch angebauter Heizk├Ârper oder gar fehlender Waschmaschinenanschl├╝sse. Derartiger Pfusch am Bau kann bei einem so gro├čen Bauprojekt sicherlich nie g├Ąnzlich vermieden werden. L├Ąstig f├╝r die Betroffenen ist das aber allemal.

Solch ein Gro├čprojekt bedeutet zweifellos f├╝r alle Beteiligten eine riesige Herausforderung. Das in den Werbeschriften der Genossenschaft gern und viel verwendete Wort ┬╗stolz┬ź ist keinesfalls unberechtigt. Es haben aber auch die betroffenen Genossenschaftsmitglieder, die im Falle der Weiternutzung ihrer Wohnung zwei Umz├╝ge aushalten mu├čten, Respekt verdient.

┬╗Das Vor- und Nachbereiten eines Umzugs┬ź, so einer der von zwei Umz├╝gen Betroffenen, ┬╗nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Lebenszeit, die mit viel Entbehrungen einher geht. Eine pauschale Abfindungssumme f├╝r die Ummeldeprozeduren ersetzt nicht die aufgewendete Zeit.┬ź Hinzu kommen, vor allem, wenn sich der Grundri├č ihrer Wohnung ├Ąnderte, ┬╗auch recht gro├če Summen┬ź weil beispielsweise passende M├Âbel und anderer Hausrat neu angeschafft werden mu├čten, weil das Vorhandene nicht mehr pa├čte. Manche w├╝rden sich ├╝ber ein schlichtes Dankeswort des Genossenschaftsvorstandes f├╝r die durchgemachten Beschwernisse sehr freuen.

Weil gro├čer Nachholebedarf hinsichtlich der Elektrik und der Wasser- und Heizungsstr├Ąnge bestand, zeigen die meisten Doppelumzieher ohnehin gro├čes Verst├Ąndnis, denn gerade diese notwendigen Sanierungen machen ┬╗das Leben anschlie├čend sicherer und verl├Ą├člicher┬ź. Ob und wie sie nun ┬╗energetische und akustische Verbesserungen erleben┬ź, k├Ânnen die Bewohner der sanierten Wohnungen sicherlich erst nach einiger Zeit bewerten.

Die Wohnungen im letzten Block des ┬╗Aktionsraums Oderbruch┬ź, der konkret die Prenzlauer Stra├če als Adresse hat, sollen zu Beginn des kommenden Jahres fertig und dann nach und nach bezogen werden.

Im Juni 2024 soll dann im letzten Aktionsraum ┬╗Barnim┬ź mit der Sanierung der beiden Wohnh├Ąuser in der Barnimer Stra├če begonnen werden. Zumindest das Haus Barnimer Stra├če 2 bis 8 soll wie gewohnt komplett leer gezogen werden. Ein Teil der Genossenschaftsmitglieder wird sicherlich in der Prenzlauer Stra├če im Oderbruch-Quartier unterkommen und so vielleicht auf einen zweiten Umzug verzichten k├Ânnen.

Nach der urspr├╝nglichen Planung waren f├╝r die beiden Wohnblocks im ┬╗Aktionsraum Barnim┬ź mit zusammen 79 Wohneinheiten Investitionen in H├Âhe von etwa 9,3 Millionen Euro vorgesehen. Aufgrund der enorm gestiegenen Baupreise wird das bewilligte und eingeplante Geld daf├╝r nicht ausreichen. Eigenkapitalreserven f├╝r die Mehrkosten stehen der Genossenschaft nur sehr begrenzt zur Verf├╝gung. Die Modernisierung wird sich daher vermutlich auf das Haus in der Barnimer Stra├če 2 bis 8, dessen Balkonseite auf die Oderbruchstra├če zeigt, konzentrieren. In der Barnimer Stra├če 1 bis 7 d├╝rften sich die Arbeiten auf notwendige Sanierungen (Elektro/Heizung/Sanit├Ąr) beschr├Ąnken, wobei zugleich die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich W├Ąrmed├Ąmmung etc. zu erf├╝llen sind. Kein einfaches Unterfangen.

(6. Dezember 2023)




Maren Gumlich von der Stiftung SPI (5.v.l., vorn) ist neue Vorsitzende des Sprecherrates. Die Neuwahl war notwendig geworden, weil die bisherige Vorsitzende Tabea Westphal (3.v.r.) eine T├Ątigkeit in der Stadtverwaltung aufgenommen hat. Vor drei Jahren ist das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) im Brandenburgischen Viertel von der Kita ┬╗Arche Noah┬ź in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus umgezogen. Der damalige B├╝rgermeister Friedhelm Boginski war bei der offiziellen Er├Âffnung dabei. Neben ihm ist auf dem Bild die ehemalige EKiZ-Koordinatorin Tabea Westphal zu sehen, die nun eine T├Ątigkeit in der Stadtverwaltung aufgenommen hat. Ihre Nachfolgerin ist Jane Hirt, die bisher das Eltern-Kind-Zentrum in der Eberswalder Innenstadt geleitet hat.

Nach Personalwechsel im Eltern-Kind-Zentrum:
Sprecherrat mit neuer Vorsitzenden

maxe. Das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) im Dietrich-Bonhoeffer-Haus hat eine neue Leiterin. Im November stellte sich Jane Hirt im Sprecherrat des Brandenburgischen Viertels vor. Zuvor hatte sie die gleichen Aufgaben im Eltern-Kind-Zentrum am Karl-Marx-Platz in Eberswalde-Stadtmitte wahrgenommen.

Zugleich verabschiedete sich die bisherige EKiZ-Leiterin Tabea Westphal-Radisch aus dem Sprecherrat, wo sie bislang als Vorsitzende aktiv war. Seit einigen Wochen ist sie im st├Ądtischen Amt 42 (Amt f├╝r Generation, Sport und Integration) t├Ątig. Als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung kann sie nicht mehr im Sprecherrat t├Ątig sein.

Die scheidende Vorsitzende bedankte sich bei allen Sprecherratsmitgliedern und den Mitarbeiterinnen des Quartiersmanagements f├╝r die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Sie betonte, da├č sie dem Sprecherrat als Ansprechpartnerin im Bereich soziale Teilhabe und Familie auch k├╝nftig erhalten bleibe.

Anschlie├čend widmete sich der Sprecherrat der Neubesetzung des Vorsitzes f├╝r die verbleibende Amtsdauer bis zur Neuwahl des Sprecherrates im Juli 2024. Nach l├Ąngerer Diskussion erkl├Ąrte sich Maren Gumlich von der Stiftung SPI (Sozialp├Ądagogisches Institut) f├╝r die Kandidatur bereit. Sie ist bereits seit vielen Jahren im Kiez t├Ątig und geh├Ârt genauso lange schon dem Sprecherrat an. Der Schwerpunkt ihrer T├Ątigkeit im Viertel bildet die sogenannte ┬╗aufsuchende Jugendsozial- und Beratungsarbeit┬ź. Die neue Vorsitzende wurde schlie├člich mit den Stimmen aller neun anwesenden Sprecherratsmitglieder gew├Ąhlt.

(4. Dezember 2023)

Siehe auch:
Sprecherrat neu konstituiert


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Grundsteinlegung f├╝r das neue Eberswalder Wohngebiet ┬╗Max Reimann┬ź am 19. Juli 1977.

Zum 125. Geburtstag von Max Reimann:
Namensgeber f├╝r den Kiez

Max Reimann, einst Namensgeber des heute als ┬╗Brandenburgisches Viertel┬ź bezeichneten Neubaugebiets in Eberswalde, wurde am 31. Oktober 1898 geboren. Aus diesem Anla├č erinnern wir an ihn mit dem nachfolgenden Artikel, der erstmals am 3.11.2023 in der DKP-Wochenzeitung ┬╗Unsere Zeit┬ź erschienen ist:

Von den 65 Abgeordneten, die von den Westalliierten auserkoren waren, das Grundgesetz der sp├Ąteren Bundesrepublik auszuarbeiten, waren zwei unbequeme Zeitgenossen. Es waren die Kommunisten Max Reimann und Hugo Paul, Letzterer sp├Ąter vertreten von Heinz Renner, die von der KPD in das Gremium entsandt wurden. Nur drei Jahre nach der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus durch die Anti-Hitler-Koalition orientieren die imperialistischen Staaten auf die Spaltung Deutschlands. Im Westen sollte ein Separatstaat gegen den Sozialismus etabliert werden. Dazu rehabilitierten vor allem die USA das deutsche Monopolkapital und griffen auf zahlreiche Funktionstr├Ąger des deutschen Faschismus zur├╝ck. Das stellte die KPD vor eine schwierige Aufgabe. Es ging darum, sowohl f├╝r die Einheit Deutschlands zu k├Ąmpfen als auch jede Chance zu nutzen, um die Schuldigen an Faschismus und Spaltung zu entlarven und ein H├Âchstma├č an demokratischen Grundrechten f├╝r die arbeitenden Menschen zu erreichen.

Reimann schrieb ├╝ber diese Zeit:

┬╗Zu dieser Zeit trat Adenauer als Vollstrecker der Spaltung in Aktion. Am 1. April 1948 erkl├Ąrte er auf einer Vorstandssitzung der CDU, da├č die deutsche Einheit vom Westen her wieder aufgebaut werden m├╝sse (ÔÇŽ) Das entscheidende politische Geschehen spiele sich in den Westzonen ab.┬┤ Sein Plan bestand darin, den Westen Deutschlands abzuspalten, die Herrschaft der deutschen Imperialisten wiederzuerrichten, Westdeutschland wieder aufzur├╝sten, um im B├╝ndnis mit den USA dann den Osten Deutschlands wiederzuerobern und Osteuropa ,neu zu ordnenÔÇś.

Ich erinnere mich noch, wie am 7. April 1948 der konservative britische Milit├Ąrgouverneur Robertson jene Abgeordneten, unter denen sich auch Dr. Adenauer befand, die zur Spaltung bereit waren, mit den Worten ermunterte: ,Wir bieten Ihnen ÔÇŽ unsere Zusammenarbeit an. Lassen Sie sich von Unruhestiftern, die Kollaborateur schreien, nicht einsch├╝chtern.┬┤ Ich wurde damals, weil ich diese nationalen Verr├Ąter als ┬╗alliiertes Hilfspersonal┬ź bezeichnet hatte, von einem britischen Milit├Ąrgericht verurteilt. Das war zu der Zeit, als der sogenannte Parlamentarische Rat, dessen Vorsitzender Dr. Adenauer war, das Grundgesetz beriet, mit dem Deutschland politisch gespalten wurde.┬ź

Dennoch k├Ąmpften Reimann und seine Genossen f├╝r eine Erweiterung der Rechte des Volkes. Sie traten ein f├╝r die konsequente Umsetzung der b├╝rgerlichen Rechte der Menschen. Sie forderten die Gleichstellung von Mann und Frau, gleichen Lohn f├╝r gleiche Arbeit, die Mitbestimmung der Gewerkschaften, ein garantiertes Streikrecht f├╝r Arbeiter als Verfassungsgrundsatz, die Gleichstellung der Jugend, das Wahlrecht ab 18 Jahren, ein unverf├Ąlschtes Verh├Ąltniswahlrecht und nicht zuletzt die ├ächtung des Krieges. Am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz mit 53 Ja-Stimmen und 12 Nein-Stimmen beschlossen. Die Gegenstimmen setzten sich zusammen aus den Vertretern der KPD und den Abgesandten der CSU unter F├╝hrung von Franz Josef Strau├č. Letztere begr├╝ndeten ihre Ablehnung damit, da├č im Grundgesetz zu viel Demokratie enthalten sei.

Reimann und Renner verweigerten ihre Unterschrift unter das Grundgesetz mit folgenden Worten: ┬╗Sie, meine Damen und Herren haben diesem Grundgesetz, mit dem die Spaltung Deutschlands festgelegt ist, zugestimmt. Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben.┬ź

Am 18. und 21. Mai 1949 ratifizierten die westdeutschen Landtage durch Zweidrittelmehrheit das Grundgesetz. Eine geplante Volksabstimmung zur westdeutschen Verfassung wurde nie realisiert.

Mit der Spaltung Deutschlands versch├Ąrfte sich der Antikommunismus sowohl gegen die Sowjetmacht als auch gegen die KPD. Im Mittelpunkt des Wirkens von Max Reimann als Vorsitzender der KPD stand deshalb die friedliche und demokratische Wiedervereinigung Deutschlands. Das war in den Augen der KPD gleichzeitig der entscheidende Schritt zur Sicherung des Friedens in Europa. Damit eng verbunden war der Kampf gegen die Aktivit├Ąten der Regierung und der b├╝rgerlichen Parteien zur Wiederaufr├╝stung Westdeutschlands.

Dazu sagte Reimann im September 1951 im Bundestag: ┬╗Es gibt f├╝r Westdeutschland nur zwei Wege. Der eine Weg f├╝hrt mit dem Washingtoner Abkommen, der Wiederaufr├╝stung Westdeutschlands und seiner Einbeziehung in den Atlantik-Pakt zum Angriffskrieg, der damit zugleich ein Bruderkrieg gegen die Deutschen in der Deutschen Demokratischen Republik wird. Der andere Weg ist der Weg der gesamtdeutschen Verst├Ąndigung, der Weg der freien, gleichen, direkten und geheimen Wahlen in ganz Deutschland zur Nationalversammlung, der Abschluss des Friedensvertrages mit dem Abzug aller Besatzungstruppen.┬ź

Mit der Zuspitzung der Kriegsgefahr durch den Imperialismus wurde die Situation in Westdeutschland schwieriger. 1951 wurde die FDJ wegen ihres Kampfes gegen die Wiederbewaffnung verboten. Im gleichen Jahr wurde das erneute Verbot der Kommunistischen Partei im restaurierten deutschen Imperialismus beantragt. Schon 1954 wurde Reimann per Haftbefehl gesucht und mu├čte in die DDR fliehen. Von hier aus leitete er die Partei auch in der Illegalit├Ąt weiter und k├Ąmpfte f├╝r die Aufhebung des KPD-Verbots.

1968 kehrte er in die BRD zur├╝ck und war bis zu seinem Tod 1977 Ehrenvorsitzender der DKP.

Bj├Ârn Blach ÔÇô 18. November 2023

Siehe auch: Artikel in der UZ




┬╗Die Kopfw├Ąsche┬ź von Peter Fritzsche.

Kunst im Kiez:
Nasse Angelegenheit

┬╗Die Kopfw├Ąsche┬ź - eine Bronzeskulptur von Peter Fritzsche, geboren 1938 in Freital (Sachsen), die in Eberswalde seit 1983 an der Ecke Frankfurter Alle / Spreewaldstra├če steht, ist nur eines von vielen Werken dieses spezifischen DDR-K├╝nstlers, die im ├Âffentlichen Raum zu bewundern sind.

Die gleiche Skulptur steht ├╝brigens auch in Freital, seiner Heimatstadt, in die Peter Fritzsche 1972 zur├╝ckkehrte. Dort wird sie ┬╗Kopfwaschbrunnen┬ź genannt, nat├╝rlich mit flie├čendem Wasser. Auch in Chemnitz befindet sich ein Abgu├č. Leicht erotisch soll er an die kleinen Freuden des Alltags erinnern.

In Eberswalde befinden sich noch weitere Kunstwerke des Bildhauers, der im VEB Elbe-Naturstein Dresden Steinmetz gelernt und von 1959-1964 an der Hochschule f├╝r Bildene K├╝nste Dresden studiert hat, n├Ąmlich ┬╗Die Wildsau┬ź im Familiengarten (Kopien in Strausberg und Schwerin), die ┬╗Kranichgruppe┬ź von 1968, die vor dem futuristischen Tierparkgeb├Ąude steht (Kopien in Schwedt und Frankfurt/Oder) und ┬╗Der L├Âwe und die Maus┬ź von 1975, die im Park am Weidendamm aufgestellt ist und von der sich Kopien in der Nationalgalerie Berlin, in der St├Ądtischen Galerie Dresden sowie in Eisenh├╝ttenstadt und Erfurt befinden.

Insgesamt versch├Ânern 26 Fritzsche-Skulpturen aus Bronze oder Sandstein die Stadtlandschaften Ostdeutschlands. Der talentierte K├╝nstler ist am 7. November 2022, also vor knapp einem Jahr in seiner Heimatstadt verstorben.

J├╝rgen Gramzow ÔÇô 16. Oktober 2023




Beim Rundgang durch den Kiez in der Kyritzer Stra├če. Im Hintergrund das Vereinshaus der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG.

Beteiligungsprojekt im Brandenburgischen Viertel:
┬╗Allgerechte┬ź Mobilit├Ąt

maxe. Wie die Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde mitteilte, kamen am Vormittag des 25. September Vertreterinnen und Vertreter des Seniorenbeirats, des Behindertenverbands, des Stadtentwicklungsamtes, des Tiefbauamtes, des Amtes f├╝r Generationen, Sport und Integration sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eberswalde zusammen, um die Barrierefreiheit in zwei Gebieten des Brandenburgischen Viertels unter die Lupe zu nehmen und Verbesserungen zu diskutieren.

Die Teilnehmer der Veranstaltung wurden von Antonia Gergs und Katharina Brunnert vom Quartiersmanagement begr├╝├čt. Die Anwesenden tauschten Gedanken und Ideen aus, wie das Viertel noch zug├Ąnglicher, bewegungsfreundlicher und ┬╗allgerechter┬ź gestaltet werden kann. Dazu z├Ąhlen beispielsweise Bordsteinabsenkungen an Stra├čenquerungen, Rampen f├╝r Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer, taktile Leitsysteme sowie ein kontrastreicher Stra├čenraum.

Im Rahmen eines Rundgangs besichtigten die Teilnehmenden exemplarisch Teile der Kyritzer Stra├če sowie der Rathenower Stra├če. Dabei fand ein lebhafter und konstruktiver Austausch ├╝ber sichtbare Barrieren und m├Âgliche L├Âsungsans├Ątze statt. Die gesammelten Ideen sollen in einem gemeinsamen Ma├čnahmenkatalog aufgenommen und hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit im Rahmen der ohnehin geplanten Modernisierungsma├čnahmen im Viertel gepr├╝ft werden.

┬╗Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiveren und barrierefreien Gemeinschaft┬ź, hei├čt es in der Pressemitteilung. ┬╗Die Teilnehmenden sind optimistisch, da├č ihre Bem├╝hungen dazu beitragen werden, das Brandenburgische Viertel f├╝r die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die G├Ąste des Quartiers attraktiver zu machen.┬ź

(15. Oktober 2023)


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Blick auf die Wohngeb├Ąude in der Fl├Ąmingstra├če.

Abschiebungen gef├Ąhrden Leben!
Abschiebeversuch nach Ru├čland

In der Nacht von Mittwoch (20.9.) zu Donnerstag (21.9.) stand die Polizei vor der T├╝r einer tschetschenischen Familie in der Fl├Ąmingstra├če im Brandenburgischen Viertel. Die Familie lebt bereits seit 2014 in der BRD.

Die Polizisten wollten den Mann und die Frau der Familie abholen, um sie nach Ru├čland abzuschieben. Der bereits vollj├Ąhrige Sohn w├Ąre allein zur├╝ckgeblieben. Die Familie war von der Aktion v├Âllig ├╝berrascht, schien eine Abschiebung nach Ru├čland doch wegen des Krieges in der Ukraine zur Zeit als ausgeschlossen. Der Mann war in der Situation so verzweifelt, da├č er mit seinem Selbstmord drohte, daraufhin brach die Polizei die Aktion ab.

Bereits vor ein paar Tagen endete in Eberswalde ein Abschiebeversuch, nachdem ein Mann aus Angst vor der Polizei aus dem f├╝nften Stock sprang und sich dabei lebensgef├Ąhrlich verletzte.

┬╗Die Abschiebeversuche versetzen die Gefl├╝chteten die in Eberswalde leben in Angst und Schrecken. Das mu├č sofort ein Ende haben!┬ź so Thomas Janoschka von der Initiative Barnim solidarisch. ┬╗Stattdessen brauchen die Menschen Sicherheit und klare Bleibeperspektiven.┬ź

┬╗Vollkommen unverst├Ąndlich ist es auch, warum die Beh├Ârden jetzt wieder beginnen Menschen nach Ru├čland abzuschieben. M├Ąnner m├╝ssen in Ru├čland immer damit rechnen zwangsweise in den Krieg in der Ukraine geschickt zu werden┬ź, so Thomas Janoschka. ┬╗Wir fordern die Bundesregierung und die Brandenburger Landesregierung auf, sofort einen Abschiebestopp nach Ru├čland auszusprechen.┬ź

Initiative ┬╗Barnim solidarisch┬ź (refugees-welcome@so36.net) ÔÇô
24. September 2023

Siehe auch:
┬╗Wieder ein Sprung vom Balkon┬ź
┬╗Stopp Polizeigewalt! Stopp Abschiebungen!!┬ź
┬╗Abschiebung mittels Polizeigewalt┬ź
┬╗Beh├Ârdliche Unmenschlichkeit┬ź
┬╗Weihnachtsgeschenk des Landrats┬ź
Antirassismustag in Eberswalde: ┬╗Wir sind alle Salah!┬ź
┬╗B├╝rgerstiftung Barnim Uckermark: Zum Tod von Salah Tayyar┬ź
┬╗Ein Mensch springt in den Tod┬ź




┬╗Wir alle sind Salah┬ź - unter diesem Motto stand die Demo und Kundgebung am Antirassismustag 2021. Zehn Tage zuvor, am 11. M├Ąrz 2021, hatte sich Salah Tayyar aus dem Tschad aus Angst vor drohender Abschiebung in den Tod gest├╝rzt.

Abschiebungen gef├Ąhrden Leben!
Wieder ein Sprung vom Balkon

maxe. Schon wieder hat sich in Eberswalde ein von Abschiebung bedrohter Mensch vom Balkon gest├╝rzt.

Am Morgen des 5. September klingelte die Polizei in Eberswalde an der T├╝r seiner Wohnung in der Schw├Ąrzeseestra├če. Ihm war unklar, ob er oder sein Mitbewohner nach Pakistan abgeschoben werden sollte. In einer Panikreaktion springt der junge Mann vom Balkon im 5. Stock. Lebensgef├Ąhrlich verletzt kommt er ins Krankenhaus.

Das B├╝ndnis Barnimer B├╝rgerasyl sowie Freundinnen und Freunde des Betroffenen riefen daraufhin f├╝r den folgenden Freitag, den 8. September zu einer Demonstration vom Hauptbahnhof Eberswalde zum Markt auf. ┬╗Wir kritisieren das agressive und unmenschliche Vorgehen der Polizei und da├č zum wiederholten Mal bei Abschiebeversuchen im Barnim Menschen in Lebensgefahr gebracht wurden┬ź, so die Aufrufer. ┬╗Wir fordern ein sofortiges Ende aller Abschiebungen! Rassismus t├Âtet!!┬ź

Vor zweieinhalb Jahren, am 11. M├Ąrz 2021, war Salah Tayyar aus dem Tschad vom Balkon seiner ebenfalls im 5. Stock gelegenen Wohnung in der Senftenberger Stra├če aus Angst vor einer Abschiebung in den Tschad in den Tod gesprungen. An der Praxis der Barnimer Abschiebungsbeh├Ârde ├Ąnderte das nichts. Immer wieder werden Menschen, die seit vielen Jahren in der BRD leben, teilweise unter Einsatz heftiger Polizeigewalt
abgeholt und oft ohne Gep├Ąck und Geld in ihre Heimatl├Ąnder geschafft.

(24. September 2023)

Siehe auch:
┬╗Stopp Polizeigewalt! Stopp Abschiebungen!!┬ź
┬╗Abschiebung mittels Polizeigewalt┬ź
┬╗Beh├Ârdliche Unmenschlichkeit┬ź
┬╗Weihnachtsgeschenk des Landrats┬ź
Antirassismustag in Eberswalde: ┬╗Wir sind alle Salah!┬ź
┬╗B├╝rgerstiftung Barnim Uckermark: Zum Tod von Salah Tayyar┬ź
┬╗Ein Mensch springt in den Tod┬ź




Das Brandenburgische Viertel. ┬╗Sozialraumkonferenz┬ź im Kiez

Angebote b├╝ndeln und Zusammenarbeit entwickeln

maxe. Anfang Juli fand im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee ein vierst├╝ndiger Dialog der Stadtverwaltung mit den Akteuren verschiedener Vereine, Einrichtungen und Institutionen im Brandenburgischen Viertel statt. Zu dieser ┬╗Sozialraumkonferenz┬ź hatte das Eberswalder Amt f├╝r Generationen, Sport und Integration eingeladen. Organisiert wurde dies vom Berliner ┬╗B├ťRO BLAU ÔÇô r├Ąume. bildung. dialoge. gemeinn├╝tzige GmbH┬ź, das daf├╝r von der Stadtverwaltung beauftragt worden war.

Bernd Schl├╝ter, Dezernent f├╝r Soziales, Bildung und Kultur, begr├╝├čte die Teilnehmenden und wies auf die im Jahr 2022 erarbeitete Sozialstudie hin. Darin seien ┬╗die Problemlagen im Brandenburgischen Viertel┬ź definiert und das Zusammenspiel zwischen den Angeboten und Einrichtungen sozialer Infrastruktur dem Bedarf der Wohnbev├Âlkerung gegen├╝bergestellt worden. ┬╗Darauf aufbauend┬ź, so der Dezernent, ┬╗hat die Sozialraumkonferenz das Ziel, unterschiedliche Angebote zu b├╝ndeln, ├ťberschneidungen sowie L├╝cken festzustellen und Ideen zur k├╝nftigen Zusammenarbeit zu entwickeln┬ź.

Sandra Schneider vom B├ťRO BLAU gab dann zun├Ąchst einen kurzen ├ťberblick ├╝ber die Ergebnisse der Sozialstudie, die 2022 von der Landesweiten Planungsgesellschaft mbH (LPG) zum Brandenburgischen Viertel erstellt wurde. Infolge der Aufnahme von Fl├╝chtlingen und durch Investitionen von Wohnungsunternehmen wuchs die Bev├Âlkerung im Kiez. Die Studie gibt mit 2,8 Prozent bis 2030 auch f├╝r die Zukunft eine positive Bev├Âlkerungsprognose ab. Dadurch und durch den Abri├č weiterer Wohnbl├Âcke verringerte sich der Wohnungsleerstand auf 13 Prozent (2021). Die Mehrheit der Einwohner sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden und plant keinen Umzug.

Gegen├╝ber den anderen Stadtteilen weist der Kiez einen h├Âheren Anteil j├╝ngerer Menschen auf und zugleich einen deutlich h├Âheren Anteil an ausl├Ąndischen Staatsb├╝rgern. Viele Menschen sind arbeitslos und ein hoher Anteil lebt in sogenannten Bedarfsgemeinschaften nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II ÔÇô ┬╗B├╝rgergeld┬ź, ehem. ┬╗Hartz IV┬ź). Die H├Ąlfte aller Kinder im Kiez lebt in solchen ┬╗Bedarfsgemeinschaften┬ź ÔÇô Ausdruck f├╝r eine verbreitete Kinderarmut im Kiez.

Sandra Schneider wies darauf hin, da├č die Studie ├╝berwiegend mit den sozialen, sportlichen und kulturellen Angeboten im Kiez zufrieden sind. Fehlende Angebote wurden vor allem im Bereich Kunst und Kultur, Kino und Theater, Sport und Freizeit sowie altersspezifische Angebote f├╝r Jugendliche gesehen. Aber auch Betreuungsm├Âglichkeiten f├╝r Kinder unter 14 Jahren wurden bem├Ąngelt. Insbesondere besteht ein gro├čer Bedarf an Angeboten f├╝r die von Armut betroffenen Kinder im Kiez. Schlie├člich fehle es auch an sozialen Treffpunkten, Begegnungsst├Ątten f├╝r die verschiedenen Altersgruppen. Dazu geh├Âren auch Caf├ęs, Bars oder Kneipen sowie Fitne├čangebote, die f├╝r die Menschen hier auch bezahlbar sind.

In der anschlie├čenden Diskussionsrunde aktualisierten die Teilnehmer die sozialen Angebote und tauschten sich dar├╝ber aus, welche Ankn├╝pfungspunkte f├╝r eine Zusammenarbeit bestehen. Danach ordneten sie die bestehenden Angebote f├╝nf Zielgruppen zu (Familien und Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie schwer erreichbare Gruppen wie Obdachlose und Suchterkrankte) und identifizierten ├ťberschneidungen und L├╝cken. Die so entstandene ├ťbersicht bildete die Grundlage f├╝r die anschlie├čende Diskussion in f├╝nf moderierten Kleingruppen.

In diesen Gruppen wurden jeweils an einem separaten Tisch nacheinander drei Fragestellungen diskutiert:

  1. Welche Konsequenzen ergeben sich aus ├ťberschneidungen und L├╝cken bei den Angeboten?
  2. Wie kann eine st├Ąrkere Zusammenarbeit oder die gemeinsame Nutzung von Ressourcen erreicht werden?
  3. Wie kann die Sichtbarkeit der Angebote verbessert werden?

Am Tisch 1 zum Thema ┬╗Familien und Kinder┬ź ├╝bernahm Frank Baumann, Gesch├Ąftsf├╝hrer von B├ťRO BLAU, die Moderation.

Mit der Jugend besch├Ąftigte man sich am zweiten Tisch, den Maike Herbst vom B├ťRO BLAU moderierte.

Am Tisch 3 ging es um die ├Ąlteren Menschen. Hier fungierte Sandra Schneider, ebenfalls vom B├ťRO BLAU, als Moderatorin.

Den Tisch 4 ┬╗Menschen mit Migrationsgeschichte┬ź moderierte die Amtsleiterin f├╝r Generationen, Sport und Integration Sarah Schmidt.

Die Quartiersmanagerin Katharina Brunnert ├╝bernahm die Maderation am f├╝nften Tisch f├╝r die ┬╗schwer erreichbare Gruppen (Obdachlose, Suchterkrankte)┬ź.

Mehr zu den Diskussionen an den Tischen in einem weiteren Beitrag.

(23. September 2023)

Siehe auch: ┬╗Alles wird besser┬ź


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Weltfriedenstag 2023

maxe. Der im Kiez ans├Ąssige Chor IWUSCHKA lie├č es sich nicht nehmen, am 1. September, dem Weltfriedenstag, seinen Beitrag zur traditionellen Friedenskundgebung auf dem Eberswalder Marktplatz zu leisten. Mit dem ├ťberfall des faschistischen Deutschland auf Polen am 1. September 1939 begann der 2 Weltkrieg, der mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter allein 27 Millionen Einwohner der Sowjetunion. Das heutige Ru├čland sieht sich in der Tradition des opferreichen Kampfes gegen den deutschen Faschismus. Im blutigen Krieg in der Ukraine beziehen sich die ukrainischen Machthaber hingegen auf die Traditionen der Bandera-Nationalisten, die offen mit den deutschen Faschisten kollaborierten und u.a. viele Tausende Juden und Polen ermordeten.

An der diesj├Ąhrigen Veranstaltung zum Weltfriedenstag nahmen etwa f├╝nfzig bis hundert Menschen teil, die meisten hielten allerdings, warum auch immer, einen gewissen Abstand ein und sa├čen auf den B├Ąnken unter den Platanen oder am Springbrunnen (┬╗Pi├črinne┬ź) und trauten sich nur sporadisch ins ┬╗Zentrum des Geschehens┬ź.

Zeitgleich feierte sich das regionale Establishment im wunderlichen Kreishaus selbst. Wie zu erfahren war, ging es wohl um ┬╗30 Jahre Landkreis Barnim┬ź. Eingelassen wurden nur geladene G├Ąste. Unter anderen wurde der Eberswalder B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann gesehen, der daher keine Zeit fand, mal bei der Weltfriedenstags-Kundgebung vorbeizuschauen. Durch die Glasw├Ąnde des wunderlichen Eingangsbereiches waren wei├čgedeckte Tafeln zu sehen, an denen u.a. f├╝r die eingelassenen G├Ąste Sekt ausgeschenkt wurde...

(1. September 2023)




Altkleider zu M├╝ll (3)

maxe. Die Serie ┬╗Altkleider zu M├╝ll┬ź findet leider seine Fortsetzung. Diesmal traf es Altkleidercontainer auf dem ┬╗Heidewald┬ź-Parkplatz. Hier findet sich eine ├ťbersicht ├╝ber die Standorte der Altkleidercontainer im Kiez.

(31. August 2023)

Siehe auch:
┬╗Altkleidercontainer im Kiez┬ź
┬╗Altkleider zu M├╝ll (2)┬ź
┬╗Altkleider zu M├╝ll┬ź




Das Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź.

B├╝rgermeister spricht mit Investor ÔÇô ohne NETTO:
Nahversorgung im Kiez gesichert

Am 28. August 2023 trafen sich auf Einladung von B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann Herr Sahin Sanli (Eigent├╝merseite) sowie Herr Marco Bauer (Vertreter des Projektentwicklers Bechtolsheim Real Estate) mit dem Stadtoberhaupt und der Ersten Beigeordneten Anne Fellner im Rathaus. Ziel des Gespr├Ąchs war nichts weniger als die durchg├Ąngige Sicherung der Nahversorgung im Brandenburgischen Viertel.

┬╗Wir als Verwaltung ÔÇô vor allem aber die Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels ÔÇô brauchen eine klare Perspektive f├╝r die Entwicklung des Einkaufszentrums ÔÇÜHeidewaldÔÇś als Versorgungszentrum des Ortsteils. Wir verstehen, da├č es kein hinnehmbarer Zustand sein kann, f├╝r ein St├╝ckchen Butter oder Brot erst l├Ąngere Fahrwege mit Bus oder Auto in Kauf nehmen zu m├╝ssen┬ź, so er├Âffnete und formulierte B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann die Erwartungen und die Zielsetzung der Stadt.

Sahin Sanli und seine Partner haben mit dem in die Jahre gekommenen Objekt Gro├čes vor: Sie planen die dringend erforderliche Sanierung des Komplexes. Dabei soll ein moderner, zeitgem├Ą├čer Lebensmittler entstehen, welcher ÔÇô erg├Ąnzt um weitere Gesch├Ąfte ÔÇô auch Imbi├čangebote sowie einen Drogeriemarkt beherbergen soll. Verhandlungen mit den jeweiligen Ketten laufen bereits auf Hochtouren. Durch die umfassenden Umbauarbeiten am Haus will man nicht nur heutigen Einkaufsgewohnheiten entsprechen, sondern auch modernen baulichen Anforderungen gen├╝gen. Erstmalig soll es auch eine direkte Anbindung vom Parkplatz an die Einkaufsmall geben.

Dabei verspricht Sahin Sanli: ┬╗Auch in der ├ťbergangszeit wird es einen kleinen Nahversorger im Heidewald geben. Daf├╝r k├Ânnen Fl├Ąchen genutzt werden, die nicht von den gro├čen Umbauma├čnahmen betroffen sind.┬ź

Einziger sprichw├Ârtlicher Wermutstropfen: Aktuell ist es leider nicht m├Âglich, einen genauen Zeitplan f├╝r die Entwicklungen aufzustellen, da damit zu rechnen ist, da├č der bisherige Filialist unter Umst├Ąnden gegen das am 18. August 2023 verk├╝ndete, bisher noch nicht rechtskr├Ąftige Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) in Berufung gehen wird. Darin wurde das Unternehmen zur R├Ąumung und Herausgabe der Fl├Ąchen sowie zur Zahlung von Nutzungsentsch├Ądigung verurteilt. Die Kl├Ąrung dieser juristischen Auseinandersetzung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Dieser Zeitraum wird aber nicht ungenutzt verstreichen. Er soll zur Arbeit an einem neuen Bauantrag, der Abstimmung ├╝ber die Zwischennutzung f├╝r den Nahversorger und gegebenenfalls f├╝r die Anpassung des Bebauungsplans genutzt werden. Letztere ist au├čerdem mit der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung abzustimmen.

┬╗Ich bin zufrieden, da├č es die offene und konstruktive Aussprache ├╝ber den Fahrplan zur Erneuerung des Heidewaldes mit dem Eigent├╝mer gegeben hat. Wir werden den Proze├č als Stadt eng begleiten und k├Ânnen optimistisch sein, da├č es trotz der unvermeidlichen Einschr├Ąnkungen w├Ąhrend der Bauzeit immer eine L├Âsung f├╝r die Nahversorgung im Brandenburgischen Viertel geben wird┬ź, so der B├╝rgermeister nach dem Termin.

Pressestelle der Stadt Eberswalde ÔÇô 29. August 2028

Siehe auch:
┬╗Wie schnell wird es gehen?┬ź
┬╗Nun soll┬┤s schnell gehen┬ź
┬╗Entscheidung vor Gericht┬ź
┬╗Einfach zum kotzen┬ź
Bebauungsplan f├╝r den ┬╗Specht┬ź
Neue Pl├Ąne f├╝r den Kiez
Ortsteil ohne Lebensmittelmarkt?
Hoffnung im ┬╗Sozialen Brennpunkt┬ź
┬╗Specht┬ź hat neuen Eigent├╝mer
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik




├ťber den ┬╗Schwarzen Weg┬ź verl├Ąuft bereits jetzt eine viel befahrene S├╝droute vom Brandenburgischen Viertel in Richtung der Eberswalder Innenstadt. Eine kurze und sichere Verbindung zum Bahnhof m├╝├čte die Wege entlang der Drehnitzwiese und durch die Wohngebiete Westends erschlie├čen.

Neue Radfahr-Route im S├╝den Eberswaldes:
Online-Beteiligung f├╝r ┬╗S├╝droute┬ź

maxe. ┬╗Die Stadt Eberswalde hat sich zum Ziel gesetzt┬ź, schreibt das Berliner Planungsb├╝ro Gertz Gutsche R├╝menapp GbR, ┬╗den Umweltverbund und damit auch den Radverkehr zu st├Ąrken┬ź. In diesem Sinne werde ┬╗die Umsetzung einer S├╝droute f├╝r den Radverkehr geplant, die die Stadtteile Finow, Brandenburgisches Viertel und Westend mit dem Zentrum bzw. den Hauptbahnhof von Eberswalde verbinden soll, um so auch im S├╝den eine Alternative zur B167 zu schaffen. N├Ârdlich der B167 gibt es bereits mit dem Treidelweg eine attraktive Verbindung, die auch bestehen bleiben soll.┬ź

Die neue S├╝droute soll ┬╗eine weitere attraktive Radverbindung┬ź schaffen und zudem den Tierpark und das Krankenhaus besser an das Radverkehrsnetz anschlie├čen. Mit einer entsprechenden Machbarkeitsstudie hat die Eberswalder Stadtverwaltung nun das genannte Planungsb├╝ro beauftragt.

Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie gibt es eine sogenannte ┬╗Online-Beteiligung┬ź, die seit Juli freigeschaltet ist. Noch bis zum 3. September k├Ânnen dort Vorschl├Ąge gemacht, Ideen eingebracht oder Hinweise gegeben werden.

Das Planungsb├╝ro bittet zudem darum, sich an der ┬╗Umfrage┬ź zu beteiligen. ┬╗Hier m├Âchten wir zum Beispiel erfahren┬ź, hei├čt es auf der Internetseite, ┬╗wie h├Ąufig Sie das Fahrrad nutzen und auf welchen Wegen Sie am liebsten fahren┬ź.

Seitens der B├╝rgerinitiative ┬╗Radwege in Eberswalde┬ź, deren Klage gegen die Ablehnung ihres B├╝rgerbegehren seit vier Jahren in einer Schublde des Frankfurter Verwaltungsgerichtes vor sich hin schmort, begr├╝├čt die Suche nach einer vern├╝nftigen S├╝droute. Die Stadtverwaltung folge damit den Vorschl├Ągen der B├╝rgerinitiative, die sie 2017/18 im Rahmen ihrer Aktionen gegen die chaotische und gef├Ąhrliche Radstreifen-Regelung in der Heegerm├╝hler Stra├če gemacht hatte.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 9. August 2023

Siehe auch:
B├╝rgerbegehren ┬╗Heegerm├╝hler Stra├če┬ź ist zul├Ąssig,
Gro├če Resonanz beim B├╝rgerbegehren Heegerm├╝hler Stra├če,
B├╝rgerbegehren auf dem Weg und
Internetseite der BI ┬╗Radwege in Eberswalde┬ź




Die Quartiersmanagerinnen im Brandenburgischen Viertel Julia Klemm, Antonia Gergs (beide S.T.E.R.N. GmbH) und Katharina Brunnert (Stadt Eberswalde). Personalwechsel im Stadtteilb├╝ro

maxe. Seit dem 1. Juni geh├Ârt ein neues Gesicht zum Kollektiv des Quartiersmanagements (QM) im Brandenburgischen Viertel. Antonia Gergs nahm die Stelle von Julia Hantke ein, die sich nach drei Jahren bei der S.T.E.R.N. GmbH und fast zweieinhalb Jahren im Brandenburgischen Viertel k├╝nftig neuen beruflichen Herausforderungen widmet.

Antonia Gergs war bisher als Werksstudentin bei der S.T.E.R.N. GmbH t├Ątig und sammelte als solche unter anderem im Quartiersmanagement Strausberg erste Erfahrungen. Im Sommer schlie├čt sie ihren Master in Stadt- und Regionalplanung ab. Bereits seit dem 1. Juni widmet sie sich als Projektmitarbeiterin voll und ganz dem Brandenburgischen Viertel und ist neben Katharina Brunnert und Julia Klemm nunmehr die dritte Ansprechpartnerin des QM im Kiez.

Das Eberswalder Quartiersmanagement ist dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr im B├╝rgerzentrum in der Schorfheidestra├če 13 zu erreichen. Au├čerhalb der Sprechzeiten stehen die Quartiersmanagerinnen telefonisch und via eMail zur Verf├╝gung.

(30. Juli 2023)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel ┬Ě Stadtteilb├╝ro im B├╝rgerzentrum
Schorfheidestra├če 13 ┬Ě 16227 Eberswalde
Telefon: 03334/818245 ┬Ě mobil: 0176/95498220
eMail: , , , , ┬Ě internet: www.meinbrandenburgischesviertel.de




Das Brandenburgische Viertel von oben. Baujahr 2023 im Kiez

Es gibt im sozialen Kiez von Eberswalde von vielf├Ąltigen Aktivit├Ąten zu berichten, bei denen in Beton-, Holz- oder Metall-Bauwerke investiert wurde, um die Infrastruktur umfassend zu ert├╝chtigen. Zum einen hat 50-Hertz die Stromtrasse erneuert, mit leistungsst├Ąrkeren Masten, die allerdings in der Einflugschneise des Finower Flughafens nicht so hoch ausfielen.

Die neuen Leitungen der 380-kV-Hochspannungstrasse werden derzeit genutzt, um den Strom der alten 220-kV-Trasse durch das Eberswalder Stadtgebiet zu leiten, denn hier wurden die Masten der alten Strom-Trasse bereits abgebaut. Derzeit arbeitet der Netzbetreiber 50-Hertz eifrig daran, die 380-kV-Trasse im Biosph├Ąrenreservat Schorfheide-Chorin fertig zu bauen.

Das neue Betongold ist in der Cottbuser- und Spreewaldstra├če zu finden, wo im vergangenen Jahr neue Wohnungsnutzer einzogen oder die alten wieder zur├╝ckkamen, nachdem die vier Wohnbl├Âcke general├╝berholt wurden. Dort sind inzwischen auch die Au├čenanlagen so gut wie fertig, nur am ┬╗Spreewaldpark┬ź im Hof wird noch gewerkelt. Dort entsteht ein Spielplatz mit neuen Klettert├╝rmen und H├╝gellandschaften.

Gleich gegen├╝ber befindet sich auch eine nagelneue Goldgrube, ein halboffenes zweist├Âckiges Parkdeck, dessen Stellpl├Ątze angemietet werden k├Ânnen. Kontrolliert wird per Kamera, die die Kfz-Kennzeichen erfa├čt. Wenn das nicht schon KI ist!?

Weiteres Betongold entsteht gerade im ┬╗Quartier Oderbruch┬ź, wo f├╝nf Bl├Âcke der Genossenschaft umfassend saniert werden, nachdem s├Ąmtliche Mieter in alle Winde verstreut wurden. Voraussichtlich im September ziehen hier in einigen Wohnungen die ersten (oder alten) Mieter wieder ein, teilweise mit Au├čengang am Haus und Fahrstuhl. Bis die Au├čenanlagen wieder gr├╝n sind, kann es noch ein Weilchen dauern, bestimmt bis 2024, wenn der Ukrainekrieg vorbei ist.

Ganz fix ging es allerdings mit dem sogenannten Schorfheideplatz. In nur wenigen Wochen wurden die alten Betonplatten der Beeskower Stra├če entfernt, die Abdeckung des Kollektors erneuert, die Stra├čenkreuzung grundhaft ausgebaut und asphaltiert, die vorgesehenen Wege plaziert, Mulden f├╝r die Wasserversickerung angelegt und neue B├Ąume gepflanzt. Respekt!

Ob es auch so schnell mit der Sanierung der Cottbuser Stra├če geht, wird sich zeigen. Dort m├╝ssen auch Betonplatten entfernt werden, die noch DDR-Standard waren und im 1. Bauabschnitt ist man noch nicht einmal bei der Asphaltierung. Es entstehen wieder Parkbuchten, allerdings mit viel weniger Stellpl├Ątzen als fr├╝her. Daf├╝r gibt es ja jetzt das Parkhaus (siehe oben).

Im Bereich des III. Bauabschnittes gibt es auch Bewegung. Die M├Ąrkische Schule bekommt einen gro├čen Anbau, damit der erweiterte Betreuungsbedarf der dortigen Kinder auch Platz findet. Wenn Sie sich fragen: Wo ist nur diese Schule? ÔÇô Sie sto├čen direkt mit der Nase auf sie, wenn sie in der Potsdamer Allee Nord durch den gestalteten Durchgang nach Westen gehen und so zur Rheinsberger Stra├če gelangen.

Weiter s├╝dlich, einen Katzensprung weiter, direkt angrenzend an den Hof der Grundschule, haben wir jetzt unser neues Holzhaus: einen nagelneuen Kinderhort, der auch baulich den Schwerpunkt auf k├Ârperliche Bewegung der J├╝ngsten setzt, die sich dort in vielf├Ąltigster Hinsicht austoben k├Ânnen. Platz ist f├╝r 150 Kinder und zw├Âlf Erzieher. Die Bauma├čnahme dauerte 33 Monate und kostete rund acht Millionen Euro. Nun hat die Stadt Eberswalde kein Geld mehr.

J├╝rgen Gramzow ÔÇô 30. Juni 2023




Die Gestaltung des gro├čz├╝gigen Au├čenbereichs stellte den letzten verbliebenen Bauabschnitt des Neubauprojekts dar. Am 25. Mai 2023 konnte auch dieser feierlich er├Âffnet werden. B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann gab hierzu den sprichw├Ârtlichen Startschu├č, bevor das neue Au├čengel├Ąnde durch die Kinder des Hortes in Beschlag genommen wurde. Einen brandneuen Easy Rider-Roller hatte das Stadtoberhaupt daf├╝r ebenfalls im Gep├Ąck. ┬╗Kinderinsel┬ź mit Au├čenanlage

maxe. Seit Ende Mai sind nun auch die Au├čenanlagen des neuen Hortes ┬╗Kinderinsel┬ź fertig. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, dauerte der Bau insgesamt, einschlie├člich der halbj├Ąhrigen Planungsphase und dem Gestaltungswettbewerb nur 33 Monate. Nach der offiziellen Er├Âffnung im Februar kamen noch vier Monate hinzu, in denen die 4.660 Quadratmeter gro├če Au├čenanlage hergestellt wurden.

┬╗Dieser neue Hort in Holzbauweise┬ź, so die st├Ądtische Pressestelle, ┬╗bietet Platz f├╝r 150 Hortkinder plus zw├Âlf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die modernen und hellen Innenr├Ąume haben den Kindern verschiedene M├Âglichkeiten der Besch├Ąftigung zu bieten. So gibt es unter anderem eine Kinderk├╝che, einen Sport- und Bewegungsraum, einen Forscherraum sowie einen Entspannungsraum. Die Einrichtung zeichnet sich durch ein bewegungsorientiertes Profil aus.┬ź

Dies k├Ânnen die Kinder seit Ende Mai nun auch im Freien, um nach Herzenslust zu spielen, zu toben und ihrem nat├╝rlichen Bewegungsdrang nachzugehen. ┬╗Bewegung ist gesund und Kinder brauchen sie ganz besonders, um sich ad├Ąquat entwickeln zu k├Ânnen, sagte B├╝rgermeister G├Âtz Herrmann zur ├ťbergabe der Au├čenanlage am 25. Mai. Neben gen├╝gend Raum zum ┬╗auspowern┬ź finden sie auf dem Gel├Ąnde auch R├╝ckzugs- und Ruheorte an der frischen Luft. ┬╗Ich bin begeistert und stolz, da├č wir dieses Bauvorhaben so erfolgreich und zufriedenstellend abschlie├čen konnten. Allen Beteiligten m├Âchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen┬ź, so der B├╝rgermeister.

Bei der Planung und Gestaltung des Au├čenbereichs wurden die W├╝nsche der Kinder erfragt und weitestgehend ber├╝cksichtigt. So finden sich dort nun eine Kletterinsel, ein Wasserspielplatz, eine Rollerstrecke, eine Spielwiese, ein ┬╗Strand┬ź mit Spielsand, H├Ąngematte und Holzdeck sowie gesch├╝tzte Pergolag├Ąrten.

┬╗Die Anmutung der neuen Au├čenanlagen l├Ądt nicht nur zur Bewegung ein, sie befl├╝gelt auch die kindliche Fantasie┬ź, meint die Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner. ┬╗Durch ihre suggestive Beschaffenheit liefert die Anlage spannende Motive und ein inspirierendes Umfeld f├╝r die Spiele der Kinder. So besticht der Hort 'Kinderinsel' nicht nur durch seine generell nachhaltige Bauweise sowie die St├Ąrkung der sozialen Infrastruktur im Viertel, auch f├╝r die geistige Entwicklung der Kinder wird buchst├Ąblich spielerisch ein Beitrag geleistet.┬ź

Durch die unmittelbare N├Ąhe zur Grundschule Schw├Ąrzesee bilden Hort und Schule eine r├Ąumliche und funktionale Einheit. Das finanzielle Auftragsvolumen der Au├čenanlagen liegt bei rund 735.000 Euro. Auftragnehmer war die Firma Brodmann Garten- und Landschaftsbau aus Biesenthal. Die Fachplanung oblag der Kubus Freiraumplanung GmbH & Co. KG Berlin.

(16. Juni 2023)

Siehe auch:
┬╗Kinderinsel┬ź eingeweiht,




Bev├Âlkerung6.720
Bev├Âlkerungswachstum seit 2012420 (6,7 %)
Bev├Âlkerung unter 16 Jahre alt1.236 (18,4 %)
Bev├Âlkerung ab 65 Jahre1.371 (20,4 %)
nicht-deutsche Bev├Âlkerung1.435 (21,4 %)
Anteil der sozialversicherungspflichtig Besch├Ąftigten an der Bev├Âlkerung im erwerbsf├Ąhigen Alter zwischen 20 und 641.897 (49,6 %)
Anteil der Arbeitslosen an der Bev├Âlkerung im erwerbsf├Ąhigen Alter zwischen 20 und 64637 (16,7 %)
Anteil der Transferleistungsbeziehenden nach SGB II1.791 (26,7 %)
Wohnungsbestand4.029
Leerstand522 (13,0 %)

Quelle: Stadt Eberswalde, Abfrage der Daten zu Demografie und Wohnen 2012ÔÇô2021

Stand: 31.12.2021.

Inzwischen liegen l├Ąngst neuere Daten vor. Mit Stand vom 30.04.2023 lebten 6.826 Menschen mit Hauptwohnsitz im Brandenburgischen Viertel, weitere 78 mit Nebenwohnsitz ÔÇô insgesamt also 6.904.
Davon sind 1.691 (24,8 %) ausl├Ąndische Staatsb├╝rger (im Unterschied zur obigen Tabelle wurden hier Einwohner mit doppelter Staatsb├╝rgerschaft mitgez├Ąhlt). 1.272 (18,6 %) sind unter 16 Jahre und 1.394 (20,4 %) ├╝ber 65 Jahre alt.

Alles wird besser

Neue Sozialstudie zum Brandenburgischen Viertel

Nach den Jahren 1999 und 2012 wurde im Jahr 2022 erneut eine Sozialstudie vom B├╝ro LPG ÔÇô Landesweite Planungsgesellschaft mbH aus Berlin f├╝r das Brandenburgische Viertel erstellt. In der aktuellen Studie werden die Entwicklungen der Wohnbev├Âlkerung, die Identit├Ąt und das Image des Quartiers sowie die Ausstattung und Nachfrage nach sozialer Infrastruktur den vorherigen Studien vergleichend gegen├╝bergestellt. Schwerpunktm├Ą├čig soll dabei die Ermittlung von Problemlagen im Brandenburgischen Viertel gelingen. Insbesondere wird dabei das Zusammenspiel von Angeboten und Einrichtungen sozialer Infrastruktur mit den Bedarfen der Wohnbev├Âlkerung analysiert, um Optimierungspotentiale abzuleiten.

In den letzten Jahren wurde im Brandenburgischen Viertel eine positive Entwicklung angesto├čen, die auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren im Rahmen einer Befragung in Zusammenhang mit der Studie wahrgenommen wird.

Etwa 52 Millionen Euro aus der Wohnraumf├Ârderung stellt das Land Brandenburg bis 2024 f├╝r die Sanierung von Wohnungen der Genossenschaft 1893 eG bereit. F├╝r den gleichen Zeitraum (2020 bis 2024) erh├Ąlt die Stadt Eberswalde etwa 7,5 Millionen Euro aus der St├Ądtebauf├Ârderung f├╝r die soziale Entwicklung im Viertel. Diese wurden unter anderem f├╝r den Neubau des Hortes ┬╗Kinderinsel┬ź in der Kyritzer Stra├če sowie die Arbeit des Quartiersmanagements aufgewendet.

Durch solche Ma├čnahmen wird das Brandenburgische Viertel zunehmend als Wohnstandort f├╝r neue Bev├Âlkerungsgruppen interessant. Dennoch bestehen gro├če Herausforderungen f├╝r das Viertel fort. Aus gutachterlicher Sicht ergeben sich auf Grundlage der Sozialstudie insbesondere folgende Handlungserfordernisse, die priorit├Ąr bearbeitet werden sollten:

  1. Die Versorgungssituation im Brandenburgischen Viertel mu├č verbessert werden. Der Ausbau der Nahversorgung w├Ąre ein wesentlicher Schritt zu mehr Zufriedenheit und w├╝rde die Attraktivit├Ąt des Viertels ma├čgeblich steigern.
  2. Der ├Âffentliche Raum im Brandenburgischen Viertel mu├č entwickelt werden, soda├č er seine Funktion als sozialer Begegnungsort besser erf├╝llen kann. Aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner ist insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung und die Ausstattung mit Sitzb├Ąnken und anderem Stadtmobiliar sowie attraktiver Bepflanzung Optimierungsbedarf gegeben.
  3. Das Brandenburgische Viertel weist eine Vielzahl von Einrichtungen und Angeboten, insbesondere im sozialen Bereich auf. Ohne das Engagement ehrenamtlich t├Ątiger Personen w├Ąre ein Gro├čteil dieser Angebote in der jetzigen Form nicht zu betreiben. Die Sichtbarkeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure mu├č als zentrale Aufgabe verbessert werden.
  4. Anders als f├╝r Kinder gibt es im Brandenburgischen Viertel kaum altersspezifische Angebote f├╝r Jugendliche. Das ergibt sich sowohl aus der Haushaltsbefragung als auch aus den Erkenntnissen aus den Gespr├Ąchen mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort. Die Gruppe der Unter-16-J├Ąhrigen bildet derzeit rund 18 % der Gebietsbev├Âlkerung im Vergleich zu rund 14 % im Jahr 2012.
  5. Aus der vielf├Ąltigen Bev├Âlkerungsstruktur im Brandenburgischen Viertel ergeben sich auch besondere Herausforderungen, insbesondere f├╝r die Integrationsarbeit. Es ist besonders wichtig, da├č sich Neuank├Âmmlinge gut und schnell eingliedern k├Ânnen, um ihre Teilhabe-Chancen zu erh├Âhen und um das Zusammenleben im Viertel zu f├Ârdern. Sprach- und Integrationskurse sind daf├╝r essentiell, aber auch niedrigschwellige Beratungsangebote vor Ort und die ehrenamtlichen Netzwerke.
  6. Auch hier w├Ąre ein Gro├čteil der bestehenden Angebote ohne das Engagement ehrenamtlich t├Ątiger Personen in der jetzigen Form nicht zu betreiben. Die Erhaltung, St├Ąrkung sowie finanzielle Absicherung bestehender Strukturen sind somit wesentlich f├╝r ein attraktives Brandenburgisches Viertel.

Seitens der Verwaltung haben Sarah Schmidt, die kommissarische Amtsleiterin des Amtes f├╝r Generationen, Sport und Integration und Katharina Brunnert, die Quartiersmanagerin im Brandenburgischen Viertel, die Erarbeitung der Studie begleitet.

┬╗Noch vor den Sommerferien wird es eine Sozialraumkonferenz mit Akteurinnen und Akteuren im Viertel geben, um insbesondere die Punkte Sichtbarkeit der Angebote, Ausbau der Angebote f├╝r Jugendliche und Integrationsarbeit aufzugreifen und gemeinsam Optimierungen und positive Entwicklungen voran zu treiben┬ź, berichtet Sarah Schmidt.

Katharina Brunnert erg├Ąnzt dazu: ┬╗Noch w├Ąhrend der Erarbeitung der Studie wurden bereits von der Stadtverwaltung eine Bank am Eingang Prignitzer Stra├če und eine ├Âffentliche Toilette im M├Ąrkischen Park installiert. Am 13. Mai wurde im Rahmen des Freiwilligentages auf dem sogenannten Jugendplatz im Barnim Park damit begonnen, einen Work-Out-Bereich zu installieren. Damit wird gemeinsam mit Jugendlichen und weiteren Engagierten ein attraktives Angebot zentral im Viertel geschaffen werden┬ź.

Die Sozialstudie finden Sie auf der Homepage der Stadt Eberswalde unter diesem Link.

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde ÔÇô 17. Mai 2023


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Im Viertel nach Zw├Âlf

Jahreszeiten kommen und gehen im Brandenburgischen Viertel. Vieles ver├Ąndert sich im Laufe der Zeit. Aber der Kiez bleibt bei seinem Rhythmus, egal welche Wohltaten oder Plagen ├╝ber die Bewohner hereinbrechen.

Am Mittwoch gab es wieder ┬╗Tote Oma┬ź im Zentralimbi├č des Heidewald-Centers. Im G├╝l├╝m-Bistro kann man sch├Ân gem├╝tlich drinnen sitzen, seinen Kaffee trinken oder ein Pils, oder aus den t├Ąglich wechselnden Tagesgerichten ausw├Ąhlen. Wenn man das n├Âtige Kleingeld hat. Ehrlicherweise mu├č man sagen, die Portionen werden immer kleiner und die Preise immer gr├Â├čer. Das ist aber im angrenzenden Supermarkt genauso, und wenn man von dort seine Waren bezieht, mu├č man das nat├╝rlich einkalkulieren. Einzig die Tasse Kaffee bei M├Ąrkisch Edel gleich um die Ecke ist immer noch bei einssiebzig und das ist die gro├če Ausnahme beim sonstigen Angebot.

Mit ┬╗Doppelwumms┬ź bekommen jetzt viele schlechtergestellte Leute mehr oder zum ersten Mal Wohngeld und k├Ânnen das Preisdesaster etwas ausgleichen. Was die Nebenkostenabrechnungen bringen werden, wird sich zeigen im Laufe des Jahres. Aber nicht nur zentral bei ├ťmit kann man zu Mittag speisen, sondern auch beim DRK-Heim gegen├╝ber am Potsdamer Platz oder in der gro├čen AWO-Kantine, die t├Ąglich zwei unterschiedliche warme Mahlzeiten f├╝r die 80 Bewohner des gro├čen Pflegeheims kocht und eben auch f├╝r G├Ąste, darunter Stammkunden oder gelegentliche. Die Preise sind moderat. Donnerstags gibt es oft Fisch und samstags meist nur einen Eintopf. Man kann schon von Gl├╝ck sagen, da├č man jetzt, nach zwei Jahren Restriktionen, wieder drinnen sitzen und speisen kann und nicht wie ein r├Ąudiger Hund vor der Eingangst├╝r abgefertigt wird.

Wenn das Mittagsmahl geschafft ist, erfolgt in vielen H├Ąusern der n├Ąchste Gassigang. Die lieben Vierbeiner wollen sich wieder entleeren und schn├╝ffeln und Frauchen oder Herrchen haben ausgiebig Zeit, mit anderen Hundeausf├╝hrern zu palavern: ├╝ber den M├╝ll, der herumliegt, ├╝ber den Krach der Sanierungs-Baustellen, ├╝ber die S├Ąufer, ├╝ber die Preise, ├╝ber die Mieten oder ├╝ber die explodierenden Tierarztkosten. Alles explodiert zur Zeit. Nicht nur fernab im Osten. Die Fl├╝chtlinge werden immer mehr und finden kaum noch Wohnraum. Einhundertachtzig Wohnungen wurden in den letzten Jahren dem Erdboden gleichgemacht. Nun fehlen sie. Hinzu kommen momentan f├╝nf Bl├Âcke aus denen im letzten Jahr 200 Bewohner vertrieben wurden und die jetzt mit Bauarbeiten belegt sind. Wenn die einmal voll vermietet sind, steigt automatisch das Mietniveau f├╝r Plattenbauten der ganzen Gegend.

Die neu sanierten Wohnungen kann sich nicht jede Familie, nicht jeder Arbeitsloser leisten. Noch kamen die Vormieter ein paar Stra├čen weiter unter, in nur teilsanierten H├Ąusern. Aber irgendwann geht da der Sanierungszirkus weiter und dann die Frage: Wohin? Wir retten das Weltklima aber bleiben sozial auf der Strecke. Mit WBS und Wohnungsf├Ârderung kommt man auch auf 500,- warm. Da hilft nur noch, die Heizung auszulassen. Die Wohnung ist ja dann gut ged├Ąmmt. Dadurch sinkt auch der internationale Gaspreis und wir brauchen weniger von diesen umweltsch├Ądlichen Fracking-Tankern. Soweit die Theorie bei 16 Grad im Fr├╝hling.

Die Gassigeher sind beh├Ârdlich angehalten, immer ein schwarzes T├╝tchen dabeizuhaben, und mit einem geschickten Griff, der die Finger w├Ąrmt, wird das ├äu├čere nach innen gest├╝lpt und das T├╝tchen in der n├Ąchsten Abfallbox entsorgt. Soweit die Theorie. Der Theorie nach sollen die Mieten der neusanierten Wohnungen im ┬╗Quartier Oderbruch┬ź nicht ├╝ber 8 EUR kalt gehen. Man kann jetzt schon wetten: es werden viele Ausw├Ąrtige herziehen, aus Gegenden, wo die Preise schon jetzt unbezahlbar sind. Gro├če Wohnungen sollen Familien anlocken, oder Mieter mit Luxusanspruch. Aber Luxus hier im Kiez? Das ist irgendwie fehl am Platze und die Fluktuation der n├Ąchsten Jahre wird wieder die Spreu vom Weizen trennen.

Man hat gro├če Pl├Ąne. Die Genossenschaft mit ihrem BRAND VIER und die st├Ądtische Gesellschaft mit der Cottbuser und Finsterwalder. Gleich nebenan befindet sich die gr├Â├čte Fl├╝chtlingsunterkunft des Landkreises, der Wohnverbund an der Potsdamer Allee, f├╝r die sogar ein Wachschutz sorgt. Menschenkinder aller Herren L├Ąnder hoffen auf eine Zukunft in einem friedlichen Land. Unsere ukrainischen G├Ąste k├Ânnen sich mittlerweile beim B├Ącker gew├Ąhlter ausdr├╝cken und m├╝ssen nicht mehr mit dem Finger zeigen; privat bleiben sie nat├╝rlich weiterhin beim Russisch und finden auch Hilfe und Unterst├╝tzung bei etlichen Russlanddeutschen, die hier seit Jahrzehnten zu Hause sind. Sprache verbindet. Die gegenw├Ąrtige Politik entzweit.

Unsere Br├╝der und Freunde sollen jetzt Kindersch├Ąnder und Vergewaltiger sein? Jedenfalls dr├Ąngt sich einem dieser Eindruck auf, wenn man Fernsehen schaut oder die Zeitung liest. Aber die Kontakte werden abgeschnitten und untersagt. Man kann sich nicht mehr objektiv informieren. Es gibt nur noch eine Einheitsmeinung, die sagt: unsere Freunde sind jetzt die B├ľSEN ├╝berhaupt. Viele glauben das. Wissenschaftler glauben, unsere ganze Welt steht nur noch Sekunden vor Zw├Âlf. Bis zum gro├čen Bimbam. Einmal diese unvers├Âhnliche Hetze und Aufr├╝stung, die zum Atomkrieg f├╝hren kann, und zum anderen das Klima. Die Kipp-Punkte sind bald erreicht, so die Auffassung, und die extremen Wetterereignisse werden dramatisch zunehmen. Mit ihnen D├╝rren, ├ťberschwemmungen, Hungersn├Âte und Fluchtwellen. Kriege dazu.

Wenn bei uns im Viertel die ├Ąlteren Jahrg├Ąnge die ewigen Jagdgr├╝nde aufsuchen, wird wieder Platz f├╝r die n├Ąchste Generation. Einheimische Kinder werden dann in den Wohnungen spielen oder Familien gr├╝nden, oder auch Zugezogene von nah und fern sichern sich hier ihre Existenz. Und um Viertel nach Zw├Âlf holen sich im Viertel wie eh und je die Bauarbeiter ihre Bockwurst im Laden und Herrchen und Frauchen wissen wieder, was sie an ihren treuen Vierbeinern haben: einen gesunden Gang an frischer Luft!

J├╝rgen Gramzow ÔÇô 20. M├Ąrz 2023




Wird der Wohnblock in der Rheinsberger Stra├če demn├Ąchst aus dem Dornr├Âschenschlaf geholt?

Ehemaliger Bahn-Wohnblock in der Rheinsberger Stra├če:
Ende des Dornr├Âschenschlafs?

Seit vielen Jahren besticht der inzwischen einsam in der Flur stehende Wohnblock in der Rheinsberger Stra├če vor allem durch seinen Leerstand. Einst hatte die Deutsche Bahn das Haus aus den Best├Ąnden der DDR-Reichsbahn ├╝bernommen ÔÇô und sich nicht weiter darum gek├╝mmert, nichtmal um um eine Abri├čf├Ârderung. Irgendwann war dann auch der letzte Mieter ausgezogen.

Schlie├člich erbarmte sich die Chorona-Immobiliengesellschaft von Steffen Branding und erwarb den Wohnblock, vermutlich zu sehr g├╝nstigen Konditionen. Doch bevor hier Pl├Ąne zur weiteren Nutzung heranreifen konnten, entschied sich Branding f├╝r einen grunds├Ątzlichen Wandel seiner Gesch├Ąftspolitik. Bereits seit 2018 geh├Ârt Chorona zur Stiftung Preu├čischer Liegenschaften, die sich 2021 weitgehend aus Eberswalde zur├╝ckzog und einen Gro├čteil des Eberswalder Wohnungsbestandes an die Unternehmensgruppe Becker & Kries ver├Ąu├čerte. Ob der leerstehende Wohnblock in der Rheinsberger Stra├če in diesem Zusammenhang ebenfalls an Becker & Kries ging, wurde nicht kommuniziert.

Inzwischen ist zumindest klar, da├č auch hier der Eigent├╝mer wechselte. Dies best├Ątigte die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner im Februar auf Nachfrage des Stadtverordneten Carsten Zinn. Die Verwaltung habe ┬╗bereits mit dem neuen Eigent├╝mer Kontakt aufgenommen┬ź, so Fellner. Dieser plane, ┬╗den Wohnblock f├╝r Wohnen zu reaktivieren und Mittel f├╝r den sozialen Wohnungsbau zu beantragen┬ź. Namen nannte die Dezernentin nicht.

Becker & Kries zeichnen f├╝r den Wohnblock in der Rheinsberger Stra├če nicht verantwortlich, fand Carsten Zinn heraus. Im Internet sei hingegen eine Rheinsberger Stra├če GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin zu finden.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 19. M├Ąrz 2023 (bearbeitet am 20.3.23)




Der Weg zwischen dem Kiez und dem Bahn├╝bergang am Tierpark wird wegen der F├Ąrbung des feinschluffigen Untergrunds "schwarzer Weg" genannt. Regen und schwarzer Schlamm

maxe. Die Beleuchtungsanlage am ┬╗schwarzen Weg┬ź zwischen Brandenburgischem Viertel und Tierpark ist inzwischen wie angek├╝ndigt erneuert worden. Der Weg selbst ist noch im alten Zustand.

Der Regen, der der Landschaft gut tut, verwandelt den Schwarzen Weg zuweilen in einen Schwarzen Schlammweg. Der Ausbau zu einem Allwetter-Rad-und-Fu├čweg w├╝rde vieles mehr kosten als das Malen von Markierungen f├╝r sogenannte Radschutzstreifen auf vorhandenem Asphalt und ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

(10. Januar 2023)

Siehe auch:
┬╗Mehr Licht im Wald┬ź




Antworten kamen nach einem Vierteljahr:
E-Autos und Balkonkraftwerke

Wie k├Ânnen Alternative Energien im Kiez genutzt werden?

maxe. Der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Brandenburgischen Viertel Carsten Zinn hatte zur 1. Sitzung der st├Ądtischen informellen Arbeitsgruppe (AG) Wohnen am 23. August mehrere Fragen gestellt. Am 2. Dezember antwortete schlie├člich die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes Silke Leuschner. Eine ┬╗ehere Beantwortung war leider aufgrund von Krankheit nicht m├Âglich┬ź, entschuldigte sich die Amtsleiterin, auf das Verst├Ąndnis des Stadtverordneten hoffend. MAXE dokumentiert nachfolgend die Fragen und die Antworten:

Wo und wie werden in Zukunft E-Autos im Brandenburgischen Viertel geladen?

Aktuell sind im Brandenburgischen Viertel sechs ├Âffentliche Ladepunkte verf├╝gbar. Die Auslastung dieser ist derzeit als geringf├╝gig einzustufen. Im weiteren Umfeld sind zus├Ątzliche 12 Ladepunkte verf├╝gbar, womit in einem ca. 2 Kilometerradius insgesamt 18 Ladepunkte verf├╝gbar sind. Diese wurden durch die Kreiswerke Barnim in Kooperation mit unterschiedlichen Standortpartnern errichtet. Die aktuellen Standorte sind unter folgendem Link einzusehen: www.ladenetz-barnim.de.

In einem Wohngebiet ist insbesondere das wohnungsnahe Laden von Interesse. Daher werden beim Aufbau von Ladeinfrastruktur in Zukunft auch verst├Ąrkt Wohnungsmarktakteure aktiv. Die Kreiswerke Barnim stehen dazu bereits im Austausch mit den Wohnungsunternehmen.

Werden zuk├╝nftig Windr├Ąder eine st├Ąrkere Rolle als bisher f├╝r die Energiegewinnung spielen?

Mit dem neuen ┬╗Wind-an-Land-Gesetz┬ź ist davon auszugehen, da├č der Anteil Windenergie an der Gesamtenergieerzeugung weiter zunehmen wird. Inwiefern ein Ausbau innerhalb des Eberswalder Stadtgebietes erfolgen wird, ist abh├Ąngig von der Umsetzung des neuen Gesetzes und der Ausweisung von entsprechend geeigneten Fl├Ąchen. Abgesehen davon, ist auch die Errichtung von Kleinwindkraftanlagen m├Âglich. Diese sind, unter bestimmten Voraussetzungen, auch ohne Baugenehmigung zu errichten.

D├╝rfen Mieterinnen und Mieter ihren Balkon f├╝r kleinteilige Photovoltaik-Anlagen nutzen?

Beim Aufstellen steckerfertiger PV-Anlagen spielen neben den baulichen Gegebenheiten die privatrechtlichen Vertragsverh├Ąltnisse des Mieters und Vermieters, das Haftungsrisiko z.B. f├╝r unsachgem├Ą├če Installation, Netz├╝berlastung, Leitungsbrand, Abst├╝rzen der Balkon-Module (Verkehrssicherung), die Anmeldung beim Netzbetreiber und letztendlich auch das Stadtbild eine Rolle. Daher ist f├╝r jedes Objekt eine Einzelfallentscheidung notwendig und mu├č mit dem Vermieter abgestimmt werden. Mehr Informationen zur Zul├Ąssigkeit von Balkonkraftwerken gibt es hier.

Bleibt die Abh├Ąngigkeit der Mieter/Vermieter am Fernw├Ąrmenetz bestehen?

Die Wahl der W├Ąrmeversorgung seiner Liegenschaften obliegt dem Eigent├╝mer. Dabei steht es ihm frei andere W├Ąrmeversorgungsoptionen zu w├Ąhlen, welche aber gesetzeskonform sein m├╝ssen (s.a. Geb├Ąudeenergiegesetz). Ein Anschlu├č- und Benutzungszwang an die Fernw├Ąrmeversorgung ist in Eberswalde nicht mehr gegeben.

Wird das einstige Projekt ┬╗Fernw├Ąrme vom Holzkraftwerk┬ź wieder ins Leben gerufen?

Derzeit ist unklar, in welcher Art und Weise der Betrieb des Holzkraftwerkes nach 2026 fortgesetzt wird, da ab diesem Zeitpunkt die garantierte Einspeiseverg├╝tung nach EEG entf├Ąllt. Die Stadt Eberswalde hat keinen unmittelbaren Einflu├č auf die Betreibung und Nutzung. Dies f├Ąllt in die Zust├Ąndigkeit des Eigent├╝mers.

K├Ânnten die Stauschleusen des Finowkanals als Energielieferanten umfunktioniert werden?

Das Gesamtpotential aller Staustufen im Eberswalder Stadtgebiet betr├Ągt ca. 326 kW elektrische Leistung. Die zu erwartenden Leistungen reichen hierbei von unter 5 kW (Spechthausen) bis zu 72 kW (Stadtschleuse). Verglichen mit der Leistungsf├Ąhigkeit einer einzigen Windkraftanlage (3-6 MW) ist das energetische Potential als relativ gering einzusch├Ątzen.

Bereits in den Jahren 2011/12 gab es Bem├╝hungen an der Stadtschleuse eine Wasserkraftanlage zu installieren. Die bereits sehr konkreten Planungen des Investors scheiterten letztendlich an der fehlenden Wirtschaftlichkeit, welche auch in den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes bzw. der Europ├Ąischen Wasserrahmenrichtlinie begr├╝ndet war.

Diese geben vor, da├č die Nutzung von Wasserkraft nur zugelassen werden darf, wenn auch geeignete Ma├čnahmen zum Schutz der Fischpopulation und f├╝r die Durchg├Ąngigkeit f├╝r aquatische Organismen, z.B. durch geeignete Fischtreppen, ergriffen werden. In diesem Zusammenhang spielen am Finowkanal insbesondere der begrenzt zur Verf├╝gung stehende Platz und die geringe nutzbare Wassermenge eine Rolle. Nach Ansicht des Landesumweltamtes Brandenburg sind neue Anlagen auch nur dann genehmigungsf├Ąhig, wenn ausgeschlossen werden kann, da├č diese weiteren ├Âkologischen Sch├Ąden an den Gew├Ąssern verursachen. Die notwendigen Investitionskosten zur Vermeidung bzw. Verminderung ├Âkologischer Sch├Ąden liegen bei Kleinwasserkraftanlagen in der Regel so hoch, da├č der Betrieb trotz F├Ârderung ├Âkonomisch f├╝r den Betreiber keinen Sinn machen w├╝rde.

Das f├╝r den Finowkanal zust├Ąndige Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) hatte somit in den zur├╝ckliegenden Jahren keine genehmigungsf├Ąhigen Antr├Ąge oder Anfragen zur Installation von Anlagen zur Wasserkraftnutzung am Finowkanal vorzuliegen.

Ist bei einem notwendigen Stra├čenumbau oder einer dringenden notwendigen Stra├čensanierung vorgesehen, diese mit Rohren zu best├╝cken, in denen das erw├Ąrmte Medium f├╝r Warmwassergewinnung durchflie├čen kann?

Sofern die Fragestellung auf den Ausbau der Fernw├Ąrmenetze abzielt, wird darauf hingewiesen, da├č die Stadtverwaltung selbst keine Fernw├Ąrmenetze betreibt, verbaut und auch vorsorglich keine Leerrohre f├╝r Fernw├Ąrme beim Stra├čenbau ber├╝cksichtigt. Dies erfolgt nur auf Antrag des jeweiligen Netzbetreibers.

(2. Dezember 2022)




Im Hintergrund ist der U-f├Ârmige Bauk├Ârper des geplanten Wohngeb├Ąudes gut zu erkennen. Der Bereich des Bebauungsplanes Nr. 518 ┬╗Wohnquartier Frankfurter Allee┬ź umfa├čt neben dem eigentlichen ┬╗Specht┬ź-Grundst├╝ck (Flurst├╝ck 226) weitere 400 Quadratmeter, die der Stadt Eberswalde geh├Âren (Teile des Flurst├╝cks 978).

Im Dezember in der Stadtverordnetenversammlung:
Bebauungsplan f├╝r den ┬╗Specht┬ź

In der Sprecherratssitzung am 17. November war es bereits kurz angedeutet worden. Nun wird es Realit├Ąt. Es geht voran mit dem ┬╗Specht┬ź. In ihrer Sitzung am 13. Dezember entscheiden die Eberswalder Stadtverordneten ├╝ber die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 518 ┬╗Wohnquartier Frankfurter Allee┬ź.

Im November 2020 hatte der Berliner Sahid Sanli das nach jahrelangem Leerstand zur Ruine verkommene Mehrzweckgeb├Ąude mit der einstigen Wohngebietsgastst├Ątte ┬╗Zum Specht┬ź erworben. Ein Jahr sp├Ąter kaufte Sanli auch das Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź.

Im Sp├Ątsommer trat dann mit der Bechtolsheim Real Estate ein neuer Projekttr├Ąger in Erscheinung, der k├╝nftig auch als neuer Eigent├╝mer fungieren sollte. Letzteres ist jedoch, wie sich inzwischen herausstellte, noch in der Schwebe. Aktuell geh├Âren sowohl der ┬╗Specht┬ź als auch das EKZ ┬╗Heidewald┬ź weiterhin der Sanli-Firmengruppe und Becholtsheim agiert lediglich im Auftrag.

Dennoch soll zumindest in Sachen ┬╗Specht┬ź nun erstmal alles sehr schnell gehen. Zwischen Bekanntmachung und Beschlu├čfassung liegen keine drei Wochen. Eine Woche vor der Entscheidung der Stadtverordneten gibt zun├Ąchst noch am 6. Dezember eine Vorberatung im st├Ądtischen Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt.

Auch die Aufstellung des Bebauungsplanes selbst soll ┬╗im beschleunigten Verfahren┬ź erfolgen. Insbesondere soll auf die Durchf├╝hrung einer Umweltpr├╝fung gem├Ą├č Paragraph 2 Absatz 4 Baugesetzbuch ebenso verzichtet werden, wie auf die Durchf├╝hrung einer ┬╗fr├╝hzeitigen Beteiligung der ├ľffentlichkeit┬ź und ┬╗der Beh├Ârden und Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange┬ź (┬ž┬ž 3, 4 und 13 BauGB).

Das Plangebiet umfa├čt das ehemalige Mehrzweckgeb├Ąude mit Wohngebietsgastst├Ątte einschlie├člich der Au├čenanlagen sowie die unmittelbar angrenzenden Fl├Ąchen. Es hat eine Gr├Â├če von 0,48 Hektar. Darin eingeschlossen sind auch 400 Quadratmeter st├Ądtischer Fl├Ąche, die zur ┬╗Arrondierung des Grundst├╝ckszuschnittes und zur Erf├╝llung baurodnungsrechtlicher Vorschriften (Abstandsfl├Ąchen)┬ź n├Âtig sind.
Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes soll hier ┬╗eine geordnete st├Ądtebauliche Entwicklung abgesichert werden┬ź, hei├čt es im Beschlu├čtext. Ziel sei die ┬╗Neuerrichtung einer mehrgeschossigen Wohnbebauung.

Nach dem R├╝ckbau aller baulichen Anlagen soll eine kompakte Wohnbebauung bis sieben Vollgeschosse errichtet werden. F├╝r den ruhenden Verkehr ist eine Tiefgarage vorgesehen. Entsprechend den bereits ver├Âffentlichten Vorstellungen bildet die geplante dreiseitige Bebauung einen U-f├Ârmigen Bauk├Ârper mit einer ├ľffnung nach Westen zur Abendsonne. Zur Wahrung der Privatsph├Ąre der Bewohner soll das Erdgescho├č als Hochparterre ausgebildet werden. Insgesamt sind etwa 130 Wohnungen vorgesehen, gemischt f├╝r Alleinstehende und Familien.

Seitens der Stadtverwaltung werden diese Entwicklungsabsichten begr├╝├čt. ┬╗Die zus├Ątzlichen Wohnungen werden den Wohnstandort Brandenburgisches Viertel stabilisieren und zur Aufwertung und Attraktivierung des Viertels beitragen. Neben den Aktivit├Ąten der anderen ans├Ąssigen Wohnungsbauunternehmen und der Stadt selber im Viertel erg├Ąnzen diese Entwicklungsabsichten┬ź nach Auffassung der Verwaltung, ┬╗das Bestreben, das Brandenburgische Viertel als guten Wohnort zu qualifizieren┬ź.

Ma├čnahmen zur Ber├╝cksichtigung von Klimaschutzbelangen werden im weiteren Planverfahren gepr├╝ft und festgelegt. Erl├Ąuterungen dazu werden dann erst im Begr├╝ndungsteil zum Bebauungsplanentwurf erfolgen. Sie k├Ânnen dann als Festsetzungen im Bebauungsplan selbst oder im zugeh├Ârigen st├Ądtebaulichen Vertrag gesichert werden. Hierzu geh├Âren beispielsweise Festsetzungen zum Ma├č der baulichen Nutzung, zur Bauweise, zur Geb├Ąudeausrichtung, zur Vegetation und zur Begr├╝nung von Dachfl├Ąchen, zur Nutzung erneuerbarer Energien, zum Regenwasserr├╝ckhalt oder zu klimafreundlicher Mobilit├Ąt.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 23. November 2022

Siehe auch:
Neue Pl├Ąne f├╝r den Kiez
Ortsteil ohne Lebensmittelmarkt?
Hoffnung im ┬╗Sozialen Brennpunkt┬ź
┬╗Specht┬ź hat neuen Eigent├╝mer
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik




Die ┬╗Promenade Brandenburgisches Viertel┬ź verl├Ąuft von der Spechthausener Stra├če zwischen den AWO-W├╝rfelh├Ąusern und der Specht-Ruine bis zum EKZ ┬╗Heidewald┬ź und weiter ├╝ber den Potsdamer Platz an Schule, Hort und 1893-Vereinshaus vorbei bis zur Stra├če Zum Schw├Ąrzesee. Die Kiez-Promenade

Die wenigsten Bewohner des Brandenburgischen Viertels wissen, da├č ihr Kiez ├╝ber eine offiziell so benannte Promenade verf├╝gt. Im Brandenburg-Viewer ist die Promenade zu finden, wenn man auf das Brandenburgische Viertel in Eberswalde zoomt und in der Auswahl ┬╗Liegenschaftskataster┬ź die Ansicht ┬╗Flurst├╝cke + Geb├Ąude┬ź aktiviert.

Dort ist zu sehen, da├č sich die Kiez-Promenade von der Spechthausener Stra├če n├Ârdlich der ┬╗Specht┬ź-Ruine und des neuen Sanit├Ątshauses, dann s├╝dlich des AWO-Altersheims und weiter n├Ârdlich der ┬╗Heidewald┬ź-Sporthalle und des Parkplatzes des Einkaufszentrums ┬╗Heidewald┬ź bis zum Hintereingang des EKZ in der Schwedter Stra├če erstreckt.

Diese zentrale Wegachse des ├Âstlichen Wohngebiets setzt sich westlich des EKZ ┬╗Heidewald┬ź ├╝ber den Potsdamer Platz auf den Wegen s├╝dlich des Schul-/Hortkomplexes in der Kyritzer Stra├če fort und wird weitergef├╝hrt mit dem Weg n├Ârdlich des Vereinshauses der Wohnungsgenossenschaft an der Havellandstra├če und weiter bis zur Schw├Ąrzeseestra├če.

Westlich des Potsdamer Platzes tr├Ągt die Promenade im Brandenburgischen Viertel allerdings laut Brandenburgviewer nicht mehr diesen Namen. Das hat sicherlich damit zu tun, da├č die st├Ądtischen Planungsbeh├Ârden irgendwann zur Jahrtausendwende die gesamtheitliche Gestaltung des Viertels aus dem Auge verloren hatten. Fast zwei Jahrzehnte lang stand der Abri├č von Wohngeb├Ąuden im Kiez im Vordergrund des planerischen Interesses. Etwa ein Drittel der einstigen Wohngeb├Ąude im Viertel fielen der Abri├čbirne zum Opfer.

Inzwischen ist die ganzheitliche Planung des Viertels wieder mehr oder weniger aktuell. Daher sollte an die alten Planungen erinnert werden, aus denen sicherlich die eine oder andere Anregung gesch├Âpft werden kann.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 6. November 2022

Siehe auch:
Der ┬╗Schorfheideplatz┬ź
Den Kiezeingang West gestalten




Wie die ├ťberpr├╝fung im Juni ergab, halten sich 13 Prozent der Verkehrsteilnehmer in der Potsdamer Allee nicht an die dort vorgeschriebene H├Âchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Verkehrssicherheit im Kiez

87 Prozent der Verkehrsteilnehmer haben die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Potsdamer Allee eingehalten. Wie die Leiterin des Eberswalder Tiefbauamtes Heike K├Âhler Anfang Oktober den Mitgliedern des Ausschusses f├╝r Stadtentwicklung, Wohnung und Umwelt (ASWU) berichtete, stand das stadteigene Dialogdisplay vom 1. bis 29. Juni in der Potsdamer Allee in Nordrichtung vor der Nummer 54. Die gro├če Mehrheit der Fahrzeugf├╝hrer hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit im Wohngebiet. Mit welchen Geschwindigkeiten sich die registrierten ┬╗Verkehrsrowdies┬ź die Stra├če entlang bewegten und zu welchen Zeiten, wurde nicht mitgeteilt.

M├Âglicherweise beschr├Ąnkt sich die Me├čm├Âglichkeit von Geschwindigkeits├╝berschreitungen auch auf den Wert Ja oder Nein. Auf dem Display des Ger├Ątes wird jedenfalls mittels rotem oder gr├╝nem ┬╗Smily┬ź nicht mehr angezeigt. Geahndet werden Geschwindigkeitsverst├Â├če mittels solch einem Dialog Display nicht.

Das Haus Nummer 54 sucht man in der Potsdamer Allee vergeblich. In diesem Bereich gibt es nur auf der ├Âstlichen Seite H├Ąuser, die mit ungeraden Nummern benannt sind. Etwa gegen├╝ber den Nummern 53 und 55 befindet sich der Eingang zum Spielplatz des sogenannten Barnim-Parks. Insofern machte die Wahl des Display-Standorts einigen Sinn.

Hier gibt es von Eltern, deren Kinder diesen Spielplatz nutzen, bereits seit l├Ąngerem Forderungen nach verkehrsberuhigenden Ma├čnahmen. Nicht zuletzt weil auch die nur 13 Prozent Raser f├╝r die dort spielenden Kinder eine Gefahr darstellen und sehr wahrscheinlich auch 30 km/h f├╝r so manche Situation zu schnell sein kann.

Laut Informationen, die die MAXE-Redaktion nachtr├Ąglich erhielt, sollen in einem Fall sogar 100 km/h gemessen worden sein.

Wie die Tiefbauamtsleiterin Heike K├Âhler informierte, wird es im Bereich des Spielplatzes k├╝nftig tats├Ąchlich verkehrsberuhigende Ma├čnahmen geben. Zwei ┬╗Berliner Kissen┬ź, also Schwellen, die auf der Fahrbahn angebracht werden und eine niedrige Geschwindigkeit erzwingen, sind bestellt und ┬╗werden unmittelbar nach der Lieferung eingebaut┬ź, so Heike K├Âhler, ┬╗um damit f├╝r mehr Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu sorgen┬ź.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 1. November 2022, letzte ├änderung: 10. November 2022

Siehe auch:
┬╗Barrieren gegen Raserei┬ź




Hier soll die k├╝nftige Kita entstehen. Das Foto stammt aus dem Jahr 2012, also bevor die Sporthalle ihre kreative Graffiti-Fassadengestaltung erhielt.

Neue AWO-Kita im Kiez:
Der Bau verz├Âgert sich

Vor einem Jahr, am 1. Oktober 2021, hatte sich der Verein f├╝r Rehabilitations- und Kindertagesst├Ąttensport (REKI e.V.) formal aufgel├Âst und war als Abteilung in den Stadtverband Eberswalde der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aufgenommen worden. Zugleich ├╝bernahm die AWO auch die Sporthalle in der Schorfheidestra├če 30 samt dem umfangreichen Au├čengel├Ąnde.

Mit den Grundst├╝cken der beiden Schulen, die einst dort standen, und der ├╝briggebliebenen Sporthalle rundete die AWO ihren Grundst├╝cksbesitz ab. Dieser erstreckt sich nun von den beiden W├╝rfelh├Ąusern an der Spechthausener Stra├če bis zum Pflegeheim ┬╗Wolfswinkel┬ź (fr├╝her ┬╗Max Reimann┬ź), das ebenfalls von der AWO Eberswalde betrieben wird.

Die AWO verf├╝gt damit ├╝ber einen betr├Ąchtlichen Fl├Ąchenvorrat. Schon im Zusammenhang mit der ├ťbernahme der REKI-Sporthalle durch die AWO gab es Ger├╝chte, da├č auf der Brachfl├Ąche zwischen der Sporthalle und dem Neubau des Sanit├Ątshauses, dort wo einst die Rosa-Luxemburg-Oberschule stand, im Zusammenwirken der AWO Eberswalde mit der AWO Bernau eine Integration-Kita mit etwa 160 Pl├Ątzen entstehen soll.

Kurze Zeit sp├Ąter wurde best├Ątigt, da├č dies der eigentliche Anla├č der Fusion war, wenngleich dann nur noch von 100 Pl├Ątzen die Rede war. Folgerichtig wurde die neue Kita durch Beschlu├č des Barnimer Jungendhilfeausschusses auch in den Kitabedarfsplan des Landkreises f├╝r 2022 bis 2027 aufgenommen.

Seither wurde wenig an Fortschritten bekannt. An Ger├╝chten, wonach die Eberswalder Stadtverwaltung ┬╗massiv blockieren┬ź w├╝rde, ist jedoch nichts dran. Dar├╝ber informierte der fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn. Von der f├╝r Bauordnung zust├Ąndigen Amtsleitung habe er erfahren, da├č bislang weder eine Bauvoranfrage noch ein Bauantrag dazu vorliege. Selbst der n├Âtige Vorstandsbeschlu├č soll noch offen sein, war aus AWO-Kreisen zu erfahren.

Urspr├╝nglich sollte der Bau 2023 beginnen. Die Inbetriebnahme war f├╝r 2024 angestrebt. Bedarf ist mehr als genug vorhanden. Trotz der bisherigen Erweiterungen an Kitapl├Ątzen fehlen seit l├Ąngerer Zeit st├Ąndig bis zu 200 Pl├Ątze in Eberswalde. Im Brandenburgischen Viertel kommt der erh├Âhter Integrationsbedarf vieler nichtdeutscher Kinder hinzu. In den 1990er Jahren hatte das bei der damals verst├Ąrkten Einwanderung von meist russischsprachigen Ru├članddeutschen noch relativ gut funktioniert. Damals gab es allerdings auch noch eine ausreichende Zahl an Kitapl├Ątzen. In unserem Kiez wurden nach 1990 von f├╝nf Kindertagesst├Ątten drei geschlossen, zuletzt 2006 die Kita ┬╗Spatzennest┬ź, sowie eine (Kita ┬╗Gestiefelter Kater┬ź r├Ąumlich halbiert).

Aktuell sind wieder vier Kitas im Brandenburgischen Viertel am Netz. Neben den Kitas ┬╗Arche Noah┬ź und ┬╗Gestiefelter Kater┬ź gibt es seit mehreren Jahren beim Buckow e.V. die Kita ┬╗Kleeblatt┬ź. Das Geb├Ąude in der Spreewaldstra├če war zu DDR-Zeiten als Kinderkombination gebaut worden. Und der Schulhort ┬╗Kinderinsel┬ź der ┬╗Schw├Ąrzesee┬ź-Grundschule wird voraussichtlich im November sein neues Geb├Ąude auf dem fr├╝heren Schulstandort an der Kyritzer Stra├če beziehen.

Ronald Schild ÔÇô 21. Oktober 2022

Siehe auch:
┬╗REKI e.V. hat sich aufgel├Âst┬ź




Oben sehen Sie den aktuellen Zustand des von den neuen Investoren f├╝r ihre Pl├Ąne in Anspruch genommenen Areals. Unten sind die visualisierten Vorstellungen der Projektentwickler f├╝r das EKZ ┬╗Heidewald┬ź und das ┬╗Specht┬ź-Grundst├╝ck zu sehen. Leider werden nach der vorliegenden Grobplanung f├╝r die Neugestaltung der Fl├Ąche zwischen dem EKZ und der Sporthalle ┬╗Heidewald┬ź alle vorhandenen B├Ąume weichen m├╝ssen. Hier sollten seitens die st├Ądtischen Gremien ihren Einflu├č geltend machen, um das vorhandene Gr├╝n m├Âglichst zu erhalten.

┬╗Heidewald┬ź und ┬╗Specht┬ź:
Neue Pl├Ąne f├╝r den Kiez

maxe. Im vergangenen Jahr wurde vermeldet, da├č sowohl die ┬╗Specht┬ź-Ruine als auch das Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź mit dem t├╝rkischst├Ąmmigen Gesch├Ąftsmann Sahin Sanli einen neuen Eigent├╝mer haben. In der Sitzung des st├Ądtischen Ausschusses f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) stellte sich nun als Projekttr├Ąger f├╝r die beiden Objekte ┬╗Specht┬ź und ┬╗Heidewald┬ź die Bechtolsheim Real Estate vor, die beide Immobilien von dem Berliner Gesch├Ąftsmann Sahin Sanli erworben hat. Sanli war selbst erst vor kurzem neuer Eigent├╝mer der Grundst├╝cke geworden. Ende 2020 hatte er die ┬╗Specht┬ź-Ruine und im Herbst 2021 den ┬╗Heidewald┬ź erworben. F├╝r die Projekte in Eberswalde gr├╝ndete Sahin Sanli die Projekt Specht Eberswalde GmbH und die Projekt HDW Eberswalde GmbH. Daneben geh├Âren zu der als Muttergesellschaft fungierenden LIRIK Real Estate GmbH Sanlis noch mehrere andere Projektgesellschaften.

Zun├Ąchst war die Entwicklung von ┬╗Specht┬ź und ┬╗Heidewald┬ź als Kooperationsprojekt geplant, bevor die Entscheidung zur vollst├Ąndigen ├ťbernahme der beiden Projektgesellschaften durch die Bechtolsheim Real Estate fiel.

Bei dem neuen Neu-Eigent├╝mer handelt es sich um ein inhabergef├╝hrtes Immobilienunternehmen der Br├╝der Philipp und Matthias von Bechtolsheim. Die Gesellschaft investiert seit ├╝ber 20 Jahren BRD-weit ┬╗in Entwicklungsprojekte in diversen Bereichen┬ź, erfuhren die Ausschu├čmitglieder.

In einer Pr├Ąsentation wurden Bilder mit den Vorstellungen der Projektentwickler gezeigt. Demnach soll das Dach vom EKZ ┬╗Heidewald┬ź mit Photovoltaikanlagen best├╝ckt werden. Auf dem derzeitigen Parkplatz sollen neben der Heidewald-Sporthalle zwei siebengeschossige Wohnh├Ąuser entstehen, die ├╝ber Laubeng├Ąnge mit dem EKZ verbunden werden. Auch das ┬╗Specht┬ź-Grundst├╝ck ist f├╝r eine Wohnbebauung vorgesehen, U-f├Ârmig und ebenfalls mit sieben Geschossen. Insgesamt d├╝rften etwa 150 neue Wohnungen geplant sein, die dem Kiez etwa 400 bis 500 neue Bewohner bescheren.

Bei den dargestellten Planungen handelt es sich sicherlich zun├Ąchst um sehr grobe ├ťberlegungen, die sp├Ąter zu konkretisiern sind. Die Pr├Ąsentation kann von der Internetseite des Sitzungsdienstes der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung als PDF heruntergeladen werden.

Wenn infolge von Sanierung und Neubau wieder mehr Menschen im Brandenburgischen Viertel wohnen, wird es f├╝r die Stadt Eberswalde wichtig sein, auch mit der Entwicklung der Infrastruktur Schritt zu halten. Sofern nicht ausschlie├člich Seniorenwohnen angestrebt wird, sondern auch junge Familien angelockt werden, ist beispielsweise die entsprechende Bereitstellung von Kita- und Schulpl├Ątzen notwendig. Da bereits jetzt die Schw├Ąrzeseeschule aus allen N├Ąhten platzt, sollte dar├╝ber nachgedacht werden, den geplanten Oberschulneubau von dem ung├╝nstigen Standort in der N├Ąhe der 380-kV-Hochspannungsleitung in den Kiez zu holen und dies zugleich mit einer Erweiterung des Grundschulangebotes zu verbinden.

(14. September 2022, Foto-Update am 16. September 2022, letzte Änderung: 25. September 2022)

Siehe auch:
┬╗Hei├čer Herbst┬ź im Kiez?
Ortsteil ohne Lebensmittelmarkt?
Hoffnung im ┬╗Sozialen Brennpunkt┬ź
┬╗Specht┬ź hat neuen Eigent├╝mer
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik




Die ┬╗Dialogbox┬ź an der Frankfurter Allee. ┬╗Dialogbox┬ź er├Âffnet

Zeitweiliger Beratungscontainer der Wohnungsgenossenschaft

maxe. Seit Anfang Juli steht gegen├╝ber der Einm├╝ndung der Spreewaldstra├če in die Frankfurter Allee ein B├╝ro-Container. Nun ist auch der Innenausbau abgeschlossen und am 1. August folgte die offizielle Er├Âffnung des zeitweiligen Werbe- und Beratungsb├╝ros der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG. Die Anlaufstelle f├╝r Mitarbeiter und Mieter soll bis Ende 2024 in Betrieb sein.

┬╗Wir wollen da sein, wo unsere Mieter leben┬ź, wird Caroline Breit vom Marketing-Team der Genossenschaft in der lokalen Tageszeitung zitiert. Zumindest, solange das Brandenburgische Viertel die gr├Â├čte Baustelle der Genossenschaft darstellt. Der Container sei die ┬╗kleine Schwester des gro├čen Lofts┬ź im Hauptsitz der Genossenschaft in der Ringstra├če 183.

Das vom Namen des Kiezes abgeleitete Projekt ┬╗Brand Vier┬ź basiert auf einer Kooperaktionsvereinbarung mit dem Land Brandenburg und der Stadt Ebereswalde sieht vor, bis 2024 elf Wohnblocks mit insgesamt 468 Wohnungen saniert werden. 33 Aufg├Ąnge sollen barrierefrei gestaltet werden, wodurch 340 Wohnungen stufenlos erreichbar werden. Mindestens 284 Wohnungen sollen als Sozialwohnungen (mit Kaltmieten von 4,90 ÔéČ oder 6,00 ÔéČ) ausgewiesen werden.

Mit dem ┬╗Aktionsraum Cottbus┬ź steht der erste Bauabschnitt mit drei neu gestalteten Wohnblocks und 168 Wohnungen in der Cottbuser und Spreewaldstra├če kurz vor der Fertigstellung. In Bau sind noch die Au├čenanlagen im Innenhof sowie eine Parkgarage mit rund 80 Stellpl├Ątzen auf zwei Etagen, die f├╝r 35 bis 40 ÔéČ pro Monat gemietet werden k├Ânnen. Zugleich werden vorhandene Stellpl├Ątze an den Stra├čen zur├╝ckgebaut.

In diesem Jahr soll mit dem ┬╗Aktionsraum Oderbruch┬ź der zweite Bauabschnitt begonnen werden. Derzeit ist der Leerzug der zu sanierenden f├╝nf Wohnblocks in der Oderbruchstra├če und der Prenzlauer Allee in vollem Gange. Einige Bewohner beziehen sanierte Wohnungen im ┬╗Aktionsraum Cottbus┬ź, andere wollen wieder zur├╝ck in ihre bisherige Wohnung und beziehen Ausweichwohnungen in den erst teilsanierten Wohnungen in der n├Ąheren Umgebung. Wieder andere verlassen den Kiez, bleiben aber meist in der Genossenschaft.

Als dritter Bauabschnitt soll 2024 der ┬╗Aktionsraum Barnim┬ź folgen. Angesichts der gestiegenen Baupreise und der Kapazit├Ątsprobleme im Bausektor bleibt allerdings fraglich, ob das Geld und nicht zuletzt auch die eingeplante Zeit ausreichen. Urspr├╝nglich sollten bis 2030 weitere 16 Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel eine Grundsanierung erhalten.

Die nun ├╝bergebene ┬╗Dialogbox┬ź entstand aus drei alten Baucontainern und soll, so hei├čt es, dem Mietergespr├Ąch, der Beratung, f├╝r die Unterzeichnung von Vertr├Ągen oder f├╝r Teambesprechungen dienen. Auch Kooperationen mit Partnern, wie dem Quartiersmanagement, seien angedacht. Feste ├ľffnungszeiten wird es nicht geben. Vielmehr k├Ânnten Genossenschaftsmitglieder bei Gespr├Ąchsbedarf Termine vereinbaren.

(3. August 2022)

Siehe auch:
┬╗Der Genossenschaftscontainer┬ź ┬╗Baustart mit ┬╗Sprechblasen┬ź und "Maskottchen"┬ź
┬╗Der Brausediebstahl┬ź
┬╗Initiative: Denkmalschutz f├╝r einen Plattenbau!┬ź
┬╗Abri├č abgesegnet┬ź
┬╗Denkmalschutz f├╝r Abri├čblock┬ź
┬╗Unser Viertel wird weiter zerst├Ârt!┬ź
┬╗Gro├čprojekt BRAND.VIER┬ź
┬╗Aktionen gegen Wohnungsabri├č und Mietsteigerung┬ź
┬╗Unglaublich! ÔÇô Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)H├Âhen┬ź




Die sogenannte ┬╗Uckermarkleitung┬ź verl├Ąuft in unmittelbarer N├Ąhe zu Wohnh├Ąusern im Brandenburgischen Viertel und in Finow-Ost. Einige der Masten, die die H├Ąuser deutlich ├╝berragen stehen bereits und werden aktuell mit den Stromseilen bespannt. Die Gef├Ąhrdung der hier wohnenden Menschen spielte in der Entscheidungsfindung schon lange keine Rolle mehr. Nun ging das Gericht auch ├╝ber den Schutz von V├Âgeln hinweg. Die Stromleitung darf gebaut werden.

380kV-Freileitung Bertikow ÔÇô Neuenhagen (┬╗Uckermarkleitung┬ź)
Skandal├Âse Fehlentscheidung

Bundesverwaltungsgericht Leipzig verk├╝ndete sein Urteil

Am 21. Juni 2022 ist ├╝ber die Klage des NABU-Brandenburg gegen den Beschlu├č des Landesbergamts im Planerg├Ąnzungsverfahren f├╝r die von 50 Hertz geplante Leitung m├╝ndlich verhandelt worden. Am Montag, den 5.7.2022, wurde das Urteil des 4. Senats des Bundesverwaltungsgerichts verk├╝ndet.

Das Gericht hat die Klage abgewiesen und auch nicht einen der Beweisantr├Ąge, die unser Anwalt gestellt hatte f├╝r den Fall da├č die Klage abgewiesen w├╝rde, bef├╝rwortet. Dieses Urteil ist aus unserer Sicht ein glattes Fehlurteil, das weder juristisch noch fachlich gerechtfertigt ist.

Es ist eine skandal├Âse Fehlentscheidung mit schweren Folgen f├╝r unsere Region, nicht nur f├╝r die Vogelwelt, sondern f├╝r den Natur- und Landschaftsschutz, f├╝r die unmittelbaren Trassenanwohner und auch f├╝r die ├Âkonomische Entwicklung der Region. Der naturnahe Tourismus wird die Orte, die in Sichtweite der Trasse liegen meiden, die Immobilien in Trassenn├Ąhe werden einen erheblichen Wertverlust erleiden und der Imageschaden f├╝r Anbieter und Verarbeiter von Lebensmitteln in der Region ist nicht abzusch├Ątzen. Die B├╝rgerinitiative hat von schon zu Beginn des Konflikts auf diese Risiken hingewiesen.

Das Urteil wird f├╝r die Vogelwelt im Biosph├Ąrenreservat und im Randow-Welse-Bruch verheerende Folgen haben. Beim Herbst- und Fr├╝hjahrszug wird man das, wenn die Leitung steht, sehen k├Ânnen. Denn die Freileitung durchschneidet den Nordosten Brandenburgs, das Gebiet mit dem hochwertigsten Vogelaufkommen in Deutschland.

Hier leben auch viele gef├Ąhrdete Arten, deren Lebensbedingungen durch die 380kV-Freileitung erheblich beeintr├Ąchtigt werden.
Es ist nicht nachvollziehbar, wie der 4. Senat dazu kommt, festzustellen, da├č eine erhebliche Beeintr├Ąchtigung der gesch├╝tzten Arten im Gebiet des Landiner Haussees und des Felchowsees, zwischen denen die Freileitung verlaufen wird, ausgeschlossen ist. In den verschiedenen Schrifts├Ątzen und in der m├╝ndlichen Verhandlung haben unsere Experten, ausgewiesene und anerkannte Ornithologen, dargelegt, weshalb eine erhebliche Gef├Ąhrdung der gesch├╝tzten Vogelarten nicht auszuschlie├čen ist, wie der gesetzliche Auftrag lautet.
Mit dem heutigen Urteil werden diese Argumente vom Tisch gewischt.

Auch die Ausf├╝hrungen zum zweiten Schwerpunkt in der m├╝ndlichen Urteilsbegr├╝ndung sind nicht akzeptabel, denn hier bezieht das Gericht, ohne auf die Details der Problematik einzugehen, einen komfortablen rechtspositivistischen Standpunkt, indem es ÔÇô ungeachtet der Tatsache, da├č in Europa seit gut zehn Jahren 1000 km Erdkabel im Hoch- und H├Âchstspannungsbereich in Betrieb sind ÔÇô feststellt, da├č der Einsatz von Erdkabeln im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) nur in den im EnLAG genannten Pilotprojekten vorgesehen sei.
Da├č die Verfassungskonformit├Ąt des EnLAG ┬╗zweifelhaft┬ź ist (so das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutsche Bundestags) und das EnLAG durch die Begrenzung des Einsatzes von Erdkabeln auf die Pilotprojekte im Falle von Abweichungspr├╝fungen in europ├Ąischen Schutzgebieten m├Âglicherweise mit EU-Recht kollidiert, diese Hinweise werden vom Gericht ignoriert bzw. nicht f├╝r relevant erachtet. Eine Vorlage der Klage beim EuGH hat der 4. Senat abgelehnt.

Als Konsequenz der Abweisung der Klage ergibt sich auch, die Kostenentscheidung, die allein zu Lasten des Kl├Ągers geht.

Juristisch ist also das letzte Wort gesprochen, ein b├Âses Wort, das das Vertrauen in den Rechtsstaat untergr├Ąbt, gerade weil es nicht nachvollziehbar ist, vor allem weil es im Vorfeld der m├╝ndlichen Verhandlung eine Reihe von Entscheidungen gab, die zu unseren Gunsten ausgefallen sind. Immerhin hat das Gericht einen teilweisen Baustopp f├╝r 2/3 der Trasse verf├╝gt und uns im Eilverfahren Rechtsschutz gew├Ąhrt. Nachvollziehbar ist allerdings, da├č 50 Hertz durch seine Bauma├čnahmen ┬╗auf eigenes Risiko┬ź (Beschlu├č des BVerwG) Fakten geschaffen hat, die das Gericht offenkundig nicht unbeeindruckt gelassen haben.

Es gibt keine M├Âglichkeit, dieses Urteil durch einen andere Instanz ├╝berpr├╝fen zu lassen. Das BVerwG ist hier ÔÇô eine Konsequenz des EnLAG ÔÇô erste und letzte Instanz. Ich sehe auch keine M├Âglichkeit, da├č wir den Konflikt vor das Bundesverfassungsgericht tragen. Der Rechtsweg ist ersch├Âpft und es ist bitter, festzustellen, da├č man nicht Recht bekommen hat.

Wir werden die schriftliche Urteilsbegr├╝ndung abwarten und dann noch einmal ausf├╝hrlich diese ┬╗Rechtsfindung┬ź w├╝rdigen.

So bitter das Urteil ist, das heute gesprochen wurde, so bitter es ist, festzustellen, da├č die B├╝rgerinitiative ihr Ziel, den Schutz von Mensch und Natur im Einzugsbereich der Trasse nicht erreicht hat, so ziehe ich dennoch f├╝r die B├╝rgerinitiative eine positive Bilanz.
Wir haben, getragen vom Engagement der B├╝rger, den Vorhabentr├Ąger und die Genehmigungsbeh├Ârde gezwungen, ihr Planungen wiederholt zu ├╝berarbeiten und damit das Verfahren entschleunigt. Wir haben zwei gerichtliche Baustopps erfochten und den Vorhabentr├Ąger zu einer F├╝lle von Vermeidungs- und Ausgleichsma├čnahmen veranla├čt. Abschlie├čend m├Âchte ich noch erw├Ąhnen, da├č wir durch das in diesem Konflikt erfochtene Urteil aus dem Jahr 2016 den Artenschutz erheblich und nachhaltig pr├Ągen und verbessern konnten, denn die Pflicht einer artbezogenen Pr├╝fung, die heute gang und gebe ist, haben wir damals durchgesetzt.

Senftenh├╝tte, 5. Juli 2022

Hartmut Lindner, Sprecher der B├╝rgerinitiative:
Biosph├Ąre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!

Siehe auch:
┬╗Masten wachsen gen Himmel┬ź
┬╗50Hertz schafft Tatsachen┬ź
┬╗Licht f├╝r alle ÔÇô und das kostenlos!┬ź
┬╗Beschleunigungszuschl├Ąge┬ź
┬╗Eine breite Schneise im Wald...┬ź
B├╝rgerinitiative ┬╗Biosph├Ąre unter Strom ÔÇô keine Freileitung durchs Reservat!┬ź
Barnimer B├╝rgerpost: ┬╗So banal wie die Realit├Ąt┬ź




Auf dem Areal s├╝d├Âstlich der Spechthausener Kreuzung sollen neue Gewerbe- und Wohngeb├Ąude mit bis zu 80 Wohnungen entstehen. (Karte aus dem Bericht zur St├Ądtebaulichen Machbarkeitsstudie f├╝r die Grundst├╝cke Eberswalder Stra├če Ecke Spechthausener Stra├če in Eberswalde)

Vor den Toren des Brandenburgischen Viertels:
Ein neues Zentrum f├╝r Eberswalde

maxe. Im Dezember haben die Eberswalder Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 527 ┬╗Finowtal┬ź aufzustellen. Der Bebauungsplan befa├čt sich mit dem etwa anderthalb Hektar gro├čen Gel├Ąnde s├╝dlich der Eberswalder Stra├če zwischen dem Toom-Baumarkt und der Spechthausener Stra├če einschlie├člich des ehemaligen Friedhofs Eisenspalterei. Auch das Bethaus neben dem Friedhof ist einbezogen. Nach eigenen Aussagen des Bautr├Ągers konnte er das Grundst├╝ck allerdings noch nicht wie beabsichtigt erwerben.

Bei dem Bautr├Ąger handelt es sich um die IZ GmbH & Co. KG mit Sitz in der Coppistr. 3 in Eberswalde. Die IZ arbeitet eng mit der Anevix Union GmbH aus der Drehnitzstra├če zusammen. Aktuelle Projekte in Eberswalde sind das einstige Bahnhofshotel, ein Doppelhaus am Finowkanal, vier Doppelh├Ąuser in Finow (am Ortsausgang Richtung Finowfurt) und ein Mehrfamilienhaus in der Spechthausener Stra├če (ehemaliger Lindenhof).

Bereits 2007 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Aufstellung eines Bebauungsplanes f├╝r das Areal s├╝d├Âstlich der Spechthausener Kreuzung beschlossen. Damals sollten ┬╗weitere st├Ądtebaulich unerw├╝nschte Ansiedlungen von Discountern im Kreuzungsbereich ausgeschlossen werden und eine Lenkung dieser in das EKZ Heidewald unterst├╝tzt werden┬ź. Nun gilt eine ┬╗ge├Ąnderte Zielsetzung┬ź, die mit der Stadtverwaltung abgestimmt wurde.

Von einer ┬╗Lenkung┬ź beabsichtigter Gewerbeansiedlungen in das EKZ Heidewald ist keine Rede mehr. Vielmehr sollen ┬╗Wohnen und Arbeiten am Standort Eisenspalterei gest├Ąrkt werden. Generelle Ziele der Stadtentwicklung Eberswalde wie die St├Ąrkung der Erwerbsgrundlage, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie eine auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklung wurden in die Standortentwicklung integriert.┬ź

Laut der st├Ądtebaulichen Machbarkeitsstudie, die am 1. Dezember im Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt pr├Ąsentiert wurde, beabsichtigt die IZ GmbH & Co. KG eine Neubebauung f├╝r B├╝ro-, Service- und Dienstleistungsnutzungen (Gewerbe), vielleicht auch mit einem Hotel und einer integrierten Kindertagesst├Ątte sowie f├╝r Wohnungen.

Der Gewerbeteil soll in zusammenh├Ąngender viergeschossigen Blockrandbebauung an der Eberswalder Stra├če zwischen dem alten Friedhof und der Kreuzung sowie in etwa gleicher L├Ąnge von der Kreuzung entlang der Spechthausener Stra├če entstehen. Dem soll sich, baulich mit dem Gewerbeteil verbunden, ein Mehrfamilienhaus anschlie├čen. Weitere Wohnh├Ąuser sind im hinteren Bereich des Grundst├╝ckes vorgesehen. Die Studie schl├Ągt in einer Variante 80 Wohnungen mit Fl├Ąchen zwischen 41 und 108 Quadratmetern vor. Eine zweite Variante beschr├Ąnkt den Mietwohnungsbau auf den vorderen Bereich mit insgesamt 32 Wohnungen. Im hinteren Bereich w├Ąre dann Platz f├╝r 19 ┬╗Townh├Ąuser┬ź (Reihenh├Ąuser) mit Wohnfl├Ąchen zwischen 181 und 214 Quadratmetern.

Letzteres k├Ânnten sich sicherlich nur Menschen mit h├Âherem Einkommen leisten. F├╝r die Linksfraktion ist die Mietpreisentwicklung bei Neuvermietungen in Eberswalde ┬╗besorgniserregend┬ź. Daher setzte sie eine ├änderung des Aufstellungsbeschlusses durch. Als Ziel wird nun festgeschrieben, da├č f├╝r 25 Prozent des Gesamtwohnbestandes gef├Ârderter sozialer Wohnraum vorzusehen ist. Davon abgesehen begr├╝├čen die Linken ┬╗die Entwicklung des Gel├Ąndes und die grunds├Ątzlichen Planungen┬ź.

Nach diesen ┬╗grunds├Ątzlichen Planungen┬ź wird sich die bisherige Ansammlung von Lebensmittel- und Fachm├Ąrkten sowie Kfz-Werkst├Ątten in profanen Zweckbauten mit zugeh├Ârigen Parkpl├Ątzen zu einem neuen Zentrumsbereich in Eberswalde entwickeln.

Wie sich dies auf die bisherigen Zentren (Innenstadt, Finow und Brandenburgisches Viertel) auswirken wird, ist in der Machbarkeitsstudie nicht untersucht worden. Nachteilig d├╝rfte das neue Zentrum vor allem f├╝r das Brandenburgische Viertel und hier insbesondere f├╝r das Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź wirken, das dann m├Âglicherweise bald billig zu haben ist.
Im Viertel selbst hat zuletzt der Neubau eines Sanit├Ątshauses mit zwei Arztpraxen zur weiteren Angebotsdezentralisierung innerhalb des Ortsteils beigetragen, was dem seit zwanzig Jahren faktisch verfolgten st├Ądtebaulichen Prinzip entspricht.

Die Stadtverwaltung wurde von den Stadtverordneten beauftragt, ┬╗die fr├╝hzeitige Beteiligung der ├ľffentlichkeit┬ź zu gew├Ąhrleisten. Zu diesem Zweck soll der Bebauungsplan ├Âffentlich ausgelegt werden. Dabei soll auch bekannt gemacht werden, da├č der Bebauungsplan ┬╗im beschleunigten Verfahrung ohne Durchf├╝hrung einer Umweltpr├╝fung aufgestellt werden soll┬ź.

(27. Dezember 2020)




Frostiger Blick ├╝ber die Brachfl├Ąchen s├╝dlich der Brandenburger Allee auf den Abri├č-Block der Wohnungsgenossenschaft in der Brandenburger Allee 15-21 (rechts). Eine Neugestaltung des Bereichs soll den ┬╗Stadtteileingang West┬ź k├╝nftig aufwerten.

Beteiligungsverfahren auf Einladung:
Den Kiezeingang West gestalten

Bereits seit Jahren wird die nach 1990 entstandene Situation an den Eingangsbereichen ins Brandenburgische Viertel im Westen wie im Osten als ┬╗st├Ądtebaulicher Mi├čstand┬ź bewertet. Durch die neuen F├Ârderstrukturen f├╝r den Stadtumbau k├Ânnen k├╝nftig daf├╝r F├Ârdermittel akquiriert werden. Dadurch gerieten diese Mi├čst├Ąnde nun auch in den Fokus konkreter Planungen der Stadtverwaltung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Frankfurter Allee wird ab Januar, sobald es das Wetter zul├Ą├čt der ├Âstliche Eingang des Brandenburgischen Viertel ÔÇô also die Einm├╝ndung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Stra├če neu gestaltet. Dabei wird inbesondere das geplante Regenwasserversickerungsbecken als neues gestalterisches Element ins Auge fallen (siehe ┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź).

Der anschlie├čende Bereich ÔÇô von der ┬╗Specht┬ź-Ruine abgesehen ÔÇô hat bereits mit dem neuen Sanit├Ątshaus eine gewisse Aufwertung erfahren. Allerdings zum Nachteil der Auslastung des Stadtteilzentrums am Potsdamer Platz und nicht zuletzt wegen fehlender Forderung und F├Ârderung auf architektonisch-gestalterischem Minimalniveau.

Am westlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel, also f├╝r den Bereich an der Brandenburgischen Allee zwischen Schw├Ąrzesee- und Lehnitzseestra├če, ist ab kommendem Jahr ├Ąhnliches geplant. Ein Planungsb├╝ro ist bereits mit der Ideenfindung beauftragt und eigentlich sollte es schon 2020 ein erstes Beteiligungsverfahren f├╝r die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes geben. Das konnte wegen der Ma├čnahmen zur Eind├Ąmmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Nun soll im Rahmen des Beteiligungsverfahren ┬╗Stadtteileingang West┬ź im I. Quartal ein Workshop stattfinden, allerdings nur eingeschr├Ąnkt auf 30 Personen, die speziell eingeladen werden. Interessenten k├Ânnen sich an das Quartiersmanagement oder direkt an das Eberswalder Baudezernat wenden.

Ob der Termin wie geplant im Januar stattfinden kann, h├Ąngt vor allem davon ab, wie sich die Ausbreitung des Covid-19-Virus nach den aktuell versch├Ąrften Kontaktsperren weiterentwickelt ÔÇô ist also ungewi├č.

Am westlichen Kiezeingang dominieren nach den Wohnungsabrissen der vergangenen Jahre s├╝dlich der Brandenburger Allee vor allem Brachfl├Ąchen das Bild. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG will f├╝r die Erweiterung der Brachen ÔÇô trotz der Proteste gegen weiteren Abri├č von Wohnungen ÔÇô einen weiteren Beitrag leisten und auch den n├Ârdlichen Teil bis zur Lehnitzseestra├če, soweit in ihrem Besitz, in eine Abri├čbrache umwandeln. Wie ├Âstlich der Lehnitzseestra├če bereits geschehen.

Zu dem st├Ądtebaulichen Desaster hatte zuvor schon die Stadt Eberswalde beigetragen, indem sie die beiden Schulgeb├Ąude s├╝dlich der Brandenburger Allee (Albert-Einstein-Schule und die alte Schw├Ąrzeseeschule) unmittelbar nach Schlie├čung bzw. Umzug abrei├čen lie├č. Auf dieser Fl├Ąche soll nun, sozusagen als erster Akt der Wiederaufwertung des Stadtteileingangs West, der Neubau eines Hortes entstehen (siehe ┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź).

Auf der bislang als wilder Parkplatz genutzten Freifl├Ąche s├╝dlich des aktuellen Abri├čblocks und n├Ârdlich der ehemaligen Kaufhalle wird nach aktuellen ├ťberlegungen im Rahmen eines Kunstprojekts ein Wasserspielplatz entstehen. Daneben k├Ânnte auf dem Grundst├╝ck zwischen Havelland- und Schw├Ąrzeseestra├če ein neues ├ärztehaus gebaut werden, in das dann auch der jetzt noch im beanchbarten Genossenschafts-Abri├čblock in der Brandenburger Allee 15-21 praktizierende Zahnarzt einziehen k├Ânnte.

Da├č es zum Abri├č des Wohnblocks keine genossenschaftsinterne Alternative gibt, hatte die Genossenschaftsgesch├Ąftsf├╝hrung zuletzt im Fr├╝hsommer nachdr├╝cklich gegen├╝ber anfragenden Kaufinteressenten klar gemacht. In der virtuellen Sprecherratssitzung am 19. November erl├Ąuterte die Mitarbeiterin f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft Claudia Riethbaum die Gr├╝nde. Das Sprecherratsmitglied Frank Neumann hatte zuvor sein Bedauern zu den Abrissen von Wohnungen ge├Ąu├čert. ┬╗Wir nennen es nicht Abri├č, sondern R├╝ckbau┬ź, stellte sie klar. Die Zusagen zum ┬╗R├╝ckbau┬ź von drei Wohnbl├Âcken sei notwendig gewesen, ┬╗damit uns Banken ├╝berhaupt angucken┬ź.

Zwei Wohnh├Ąuser in der Cottbuser Stra├če und in der Brandenburger Allee sind bereits ┬╗zur├╝ckgebaut┬ź. Der ┬╗R├╝ckbau┬ź der Brandenburger Allee 15-21, so die Genossenschaftsmitarbeiterin, soll im Herbst 2021 erfolgen.

Mitarbeiter des st├Ądtischen Stadtentwicklungsamtes reden unverbl├╝mt von den st├Ądtebaulichen Chancen, die sich durch den Abri├č und die dadurch entstandenen und entstehenden Brachfl├Ąchen ergeben.

Sowohl Abri├č als auch Neubau generiert zus├Ątzliches Bruttosozialprodukt und sorgt damit f├╝r den notwendigen Aufschwung ÔÇô und f├╝r teurere Mieten.
Diese Chancen sollen unter anderem bei der Gestaltung des ┬╗Stadtteileingangs West┬ź umgesetzt werden.

Nicht zuletzt deshalb ist bei den jetzt angelaufenen Planungen eine m├Âglichst breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner notwendig.

Die Einschr├Ąnkungen wegen der Pandemiebek├Ąmpfung erschweren das, soweit bisherige Beteiligungsformate beibehalten werden. Es entstehen aber zugleich Chancen f├╝r eine erweiterte B├╝rgerbeteiligung, wenn auf Streams, Chats und andere Onlinebeteiligungsm├Âglichkeiten zur├╝ckgegriffen wird. Wichtig f├╝r eine Beteiligung ist vor allem eine gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz in der Diskussion. Wer sich beteiligen will mu├č schlie├člich wissen, woran sie oder er sich beteiligt und was zu bef├╝rworten oder zu kritisieren ist.

Man darf gespannt sein, wie sich das ┬╗Beteiligungsverfahren Stadtteileingang West┬ź entwickelt und inwieweit dabei tats├Ąchlich die Interessen und W├╝nsche der Kiez-Bewohner Ber├╝cksichtigung finden.

Gerd Markmann ÔÇô 25. Dezember 2020

Siehe auch:
┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź und
┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź




Das ┬╗Wimmelbild┬ź von Sophia Schrade steht hier zum Herunterladen zur Verf├╝gung.

Zum Ausmalen:
Ein Wimmelbild f├╝r den Kiez

maxe. Quartiersmanagerin Julia Klemm informierte am 17. September den Sprecherrat ┬╗Soziale Stadt┬ź ├╝ber die Fertigstellung eines ┬╗Wimmelbildes┬ź vom Brandenburgischen Viertel. Das Bild zum Ausmalen kann vervielf├Ąltigt werden und wird vom Quartiersmanagment bereitgestellt.

Gezeichnet wurde das ┬╗Wimmelbild┬ź von der Eberswalder Grafikerin Sophia Schrade (www.sophiaschrade.com). Sophia Schrade arbeitet derzeit an einem Malbuch ├╝ber die F├¬te de la Viertel 2020, in das weitere ┬╗identit├Ątsstiftende Bauwerke┬ź im Kiez, wie das Freizeit-Schiff in der Prignitzer Stra├če.

(30. September 2020)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktb├╝ro Soziale Stadt / B├╝rgerzentrum ┬Ě Schorfheidestra├če 13 ┬Ě 16227 Eberswalde
Telefon: (Di) 03334 81 82 45, (Mo, Mi-Fr) 030 44 36 36-85
Mobil: 0176 95 49 82 20
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 16 Uhr, Donnerstag, 10 ÔÇô 13 Uhr
eMail: quartiersmanagement@eberswalde.de"




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