Hilfe für Brandopfer
maxe. Im Zusammenhang mit dem Brand in der Frankfurter Allee müssen die etwa 120 betroffenen Bewohner längere Zeit in Notunterkünften ausharren. Die AWO als Eigentümerin des Wohnhauses mit insgesamt 62 Wohnungen veranschlagt inzwischen mindestens fünf Monate für die notwendigen Reparaturarbeiten. Zwei Wohnungen wurden durch den Brand komplett zerstört. Die anderen Wohnungen müssen wegen der Wasserschäden infolge der Löscharbeiten meist von Grund auf saniert werden. Neben den Schäden durch Ruß und Wasser wurde inzwischen auch heftiger Schimmelbefall festgestellt.
Während der Bauarbeiten müssen die Möbel der Bewohner anderweitig untergestellt werden. Der im Nachbarwohnhaus lebende Stadtverordnete Carsten Zinn hatte den AWO-Mitarbeitern geraten, Kontakt zum Regionalen Förderverein Eberswalde aufzunehmen, der vor mehreren Jahren auch eine Filiale ihres im Leibnikzviertel ansässigen Sozialkaufhauses im EKZ »Heidewald« betrieb. Auch die Firma Container-Wrensch, so Zinn, könne in ihren Hallen an der Coppi-Straße kurzfristig Lagerräume für ausgelagerte Wohnmöbel zur Verfügung stellen.
Der Stadtverordnete wies zudem darauf hin, daß der AWO-Stadtverband Eberswalde zu Spenden aufgerufen habe (IBAN: DE53 19705 2000 3160 0133 23, Verwendungszweck: »Spende Brandhilfe«). An der Spendenaktion beteiligt sich auch die Hoeck-Stiftung, die im nicht vom Brand betroffenen AWO-Block ihren Sitz hat (IBAN: DE97 1705 2000 0940 0360 96, Verwendungszweck »Spende für die Opfer des Brandes«).
Die Hoeck-Stiftung hat inzwischen einen ersten symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.600 Euro an die AWO übergeben. Überwiegend seien Kleinspenden zwischen 10 und 15 Euro eingegangen, berichtete Martin Hoeck von der Hoeck-Stiftung der lokalen Tageszeitung.
Die eigene Spendensammlung der AWO habe bisher etwa 5.000 Euro eingebracht, die unter anderem dafür verwendet werden, um Räumlichkeiten zur Zwischenlagerung des aus den Brandwohnungen geretteten Inventars anzumieten.
Inzwischen seien nur noch Mieter, die über eine Hausratsversicherung verfügen, in Hotels untergebracht. Allein in der ersten Woche habe die AWO 20.000 Euro für die Hotelkosten bereitstellen müssen. Mittlerweile sind einige der betroffenen Mieter in anderen AWO-Wohnungen oder in leerstehenden Zimmern der AWO-Pflegeheime untergekommen. Einige hatten sich auch privat Unterkünfte besorgt.
Allerdings sind bei den meisten Hausratsversicherungen die Unterbringungskosten in Hotels zeitlich begrenzt. Auch die Betroffenen mit Versicherung benötigen somit demnächst andere Notunterkünfte.
(1. April 2025, aktualisiert am 2. April 2025)
Siehe auch:
»Nach dem Brand« und
»Flammen über dem Kiez«
|