Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
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Mittwoch, 29.5., 11 Uhr ist der 2024er Saisonauftakt f├╝r die Helle Stunde mit Kultur. Fortan ist an jedem Mittwochvormittag der Potsdamer Platz der Treffpunkt der Wahl. Da das Viertel RockÔÇśnÔÇÖRoll ist, beginnen wir mit einem Konzert von The RockÔÇÖnÔÇÖRoll Trio (Foto). Die Band selbst ist seit 1992 ┬╗on the road┬ź und spielt zur fr├╝hen Stunde die fr├╝hen Songs von Elvis, Buddy Holly, Little Richard u.a. in klassischer Dreierbesetzung ohne Schlagzeug. Die Wohnungsgesellschaften (WHG, 1893, AWO, TAG), die Stadt, die Sparkasse und die Deutsche Marktgilde unterst├╝tzen die Kulturreihe. Ein absolut bemerkenswerter Verbund.


Do, 30. Mai, 14.30 Uhr: 2 neue Ausstellungen in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50): ┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź, ausgew├Ąhlte Arbeiten des Wettbewerbs zum Kinder- und Jugendillustrationspreis ┬╗Bernhard┬ź, und die Installation ┬╗Kellersession ÔÇô dirty Track┬ź von Jana Debrodt.


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Frostiger Blick ├╝ber die Brachfl├Ąchen s├╝dlich der Brandenburger Allee auf den Abri├č-Block der Wohnungsgenossenschaft in der Brandenburger Allee 15-21 (rechts). Eine Neugestaltung des Bereichs soll den ┬╗Stadtteileingang West┬ź k├╝nftig aufwerten.

Beteiligungsverfahren auf Einladung:
Den Kiezeingang West gestalten

Bereits seit Jahren wird die nach 1990 entstandene Situation an den Eingangsbereichen ins Brandenburgische Viertel im Westen wie im Osten als ┬╗st├Ądtebaulicher Mi├čstand┬ź bewertet. Durch die neuen F├Ârderstrukturen f├╝r den Stadtumbau k├Ânnen k├╝nftig daf├╝r F├Ârdermittel akquiriert werden. Dadurch gerieten diese Mi├čst├Ąnde nun auch in den Fokus konkreter Planungen der Stadtverwaltung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Frankfurter Allee wird ab Januar, sobald es das Wetter zul├Ą├čt der ├Âstliche Eingang des Brandenburgischen Viertel ÔÇô also die Einm├╝ndung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Stra├če neu gestaltet. Dabei wird inbesondere das geplante Regenwasserversickerungsbecken als neues gestalterisches Element ins Auge fallen (siehe ┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź).

Der anschlie├čende Bereich ÔÇô von der ┬╗Specht┬ź-Ruine abgesehen ÔÇô hat bereits mit dem neuen Sanit├Ątshaus eine gewisse Aufwertung erfahren. Allerdings zum Nachteil der Auslastung des Stadtteilzentrums am Potsdamer Platz und nicht zuletzt wegen fehlender Forderung und F├Ârderung auf architektonisch-gestalterischem Minimalniveau.

Am westlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel, also f├╝r den Bereich an der Brandenburgischen Allee zwischen Schw├Ąrzesee- und Lehnitzseestra├če, ist ab kommendem Jahr ├Ąhnliches geplant. Ein Planungsb├╝ro ist bereits mit der Ideenfindung beauftragt und eigentlich sollte es schon 2020 ein erstes Beteiligungsverfahren f├╝r die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes geben. Das konnte wegen der Ma├čnahmen zur Eind├Ąmmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Nun soll im Rahmen des Beteiligungsverfahren ┬╗Stadtteileingang West┬ź im I. Quartal ein Workshop stattfinden, allerdings nur eingeschr├Ąnkt auf 30 Personen, die speziell eingeladen werden. Interessenten k├Ânnen sich an das Quartiersmanagement oder direkt an das Eberswalder Baudezernat wenden.

Ob der Termin wie geplant im Januar stattfinden kann, h├Ąngt vor allem davon ab, wie sich die Ausbreitung des Covid-19-Virus nach den aktuell versch├Ąrften Kontaktsperren weiterentwickelt ÔÇô ist also ungewi├č.

Am westlichen Kiezeingang dominieren nach den Wohnungsabrissen der vergangenen Jahre s├╝dlich der Brandenburger Allee vor allem Brachfl├Ąchen das Bild. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG will f├╝r die Erweiterung der Brachen ÔÇô trotz der Proteste gegen weiteren Abri├č von Wohnungen ÔÇô einen weiteren Beitrag leisten und auch den n├Ârdlichen Teil bis zur Lehnitzseestra├če, soweit in ihrem Besitz, in eine Abri├čbrache umwandeln. Wie ├Âstlich der Lehnitzseestra├če bereits geschehen.

Zu dem st├Ądtebaulichen Desaster hatte zuvor schon die Stadt Eberswalde beigetragen, indem sie die beiden Schulgeb├Ąude s├╝dlich der Brandenburger Allee (Albert-Einstein-Schule und die alte Schw├Ąrzeseeschule) unmittelbar nach Schlie├čung bzw. Umzug abrei├čen lie├č. Auf dieser Fl├Ąche soll nun, sozusagen als erster Akt der Wiederaufwertung des Stadtteileingangs West, der Neubau eines Hortes entstehen (siehe ┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź).

Auf der bislang als wilder Parkplatz genutzten Freifl├Ąche s├╝dlich des aktuellen Abri├čblocks und n├Ârdlich der ehemaligen Kaufhalle wird nach aktuellen ├ťberlegungen im Rahmen eines Kunstprojekts ein Wasserspielplatz entstehen. Daneben k├Ânnte auf dem Grundst├╝ck zwischen Havelland- und Schw├Ąrzeseestra├če ein neues ├ärztehaus gebaut werden, in das dann auch der jetzt noch im beanchbarten Genossenschafts-Abri├čblock in der Brandenburger Allee 15-21 praktizierende Zahnarzt einziehen k├Ânnte.

Da├č es zum Abri├č des Wohnblocks keine genossenschaftsinterne Alternative gibt, hatte die Genossenschaftsgesch├Ąftsf├╝hrung zuletzt im Fr├╝hsommer nachdr├╝cklich gegen├╝ber anfragenden Kaufinteressenten klar gemacht. In der virtuellen Sprecherratssitzung am 19. November erl├Ąuterte die Mitarbeiterin f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft Claudia Riethbaum die Gr├╝nde. Das Sprecherratsmitglied Frank Neumann hatte zuvor sein Bedauern zu den Abrissen von Wohnungen ge├Ąu├čert. ┬╗Wir nennen es nicht Abri├č, sondern R├╝ckbau┬ź, stellte sie klar. Die Zusagen zum ┬╗R├╝ckbau┬ź von drei Wohnbl├Âcken sei notwendig gewesen, ┬╗damit uns Banken ├╝berhaupt angucken┬ź.

Zwei Wohnh├Ąuser in der Cottbuser Stra├če und in der Brandenburger Allee sind bereits ┬╗zur├╝ckgebaut┬ź. Der ┬╗R├╝ckbau┬ź der Brandenburger Allee 15-21, so die Genossenschaftsmitarbeiterin, soll im Herbst 2021 erfolgen.

Mitarbeiter des st├Ądtischen Stadtentwicklungsamtes reden unverbl├╝mt von den st├Ądtebaulichen Chancen, die sich durch den Abri├č und die dadurch entstandenen und entstehenden Brachfl├Ąchen ergeben.

Sowohl Abri├č als auch Neubau generiert zus├Ątzliches Bruttosozialprodukt und sorgt damit f├╝r den notwendigen Aufschwung ÔÇô und f├╝r teurere Mieten.
Diese Chancen sollen unter anderem bei der Gestaltung des ┬╗Stadtteileingangs West┬ź umgesetzt werden.

Nicht zuletzt deshalb ist bei den jetzt angelaufenen Planungen eine m├Âglichst breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner notwendig.

Die Einschr├Ąnkungen wegen der Pandemiebek├Ąmpfung erschweren das, soweit bisherige Beteiligungsformate beibehalten werden. Es entstehen aber zugleich Chancen f├╝r eine erweiterte B├╝rgerbeteiligung, wenn auf Streams, Chats und andere Onlinebeteiligungsm├Âglichkeiten zur├╝ckgegriffen wird. Wichtig f├╝r eine Beteiligung ist vor allem eine gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz in der Diskussion. Wer sich beteiligen will mu├č schlie├člich wissen, woran sie oder er sich beteiligt und was zu bef├╝rworten oder zu kritisieren ist.

Man darf gespannt sein, wie sich das ┬╗Beteiligungsverfahren Stadtteileingang West┬ź entwickelt und inwieweit dabei tats├Ąchlich die Interessen und W├╝nsche der Kiez-Bewohner Ber├╝cksichtigung finden.

Gerd Markmann ÔÇô 25. Dezember 2020

Siehe auch:
┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź und
┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź




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