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An jedem Mittwoch, gibt es auf dem Wochenmarkt im Brandenburgischen Viertel eine neue »Helle Stunde mit Kultur«. Wer am aktuell auf dem Potsdamer Platz zu Gast sein wird, gibt der Veranstalter einige Tage vorher bekannt. Los geht es am Mittwoch immer um 11 Uhr am Vormittag auf dem Potsdamer Platz.

Derzeit führt die Landesweite Planungsgesellschaft mbH (LPG) eine Haushaltsbefragung für eine Sozialstudie im Brandenburgischen Viertel durch. Alle Haushalte im Kiez haben einen Fragebogen erhalten. Bis Mitte Juli sind etwa 300 Bögen zurückgesandt worden.


Hilfestellung zum Ausfüllen gibt es im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (evangelisches Gemeindezentrum, Brandenburger Allee 35), beim SPI und im Quartiersmanagement (beide im Bürgerzentrum, Schorfheidestraße 13).

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Großeinsatz von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr:
Weihnachtsgeschenk des Landrats

Familie aus Rußland erhielt Abschiebungsbeschluß

maxe. Wie die Pressestelle der auch für Eberswalde zuständigen Polizeidirektion Ost mitteilte, hat es am Montagabend (20. Dezember) in der Flämingstraße einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gegeben.

Auslöser des Großeinsatzes war ein »Weihnachtsgeschenk« der Barnimer Ausländerbehörde, die einer vierköpfigen aus Rußland stammenden Familie kurz vor dem Fest einen Beschluß zur Abschiebung beschert hatte, den die Polizei nun umzusetzen hatte.

Zu den Hintergründen, warum die Eltern und ihre beiden 16 und 20 Jahre alten Söhne abgeschoben werden sollten, wurde nichts bekannt. Glaubt man der allgegenwärtigen Berichterstattung über Rußland, dann sollte es genügend Gründe für einen berechtigten Asylanspruch geben. Aber vielleicht handelt es sich bei der üblichen russophoben Hetze in den hiesigen Medien auch um eine großangelegte Lügenkampagne. Zumindest keimen Zweifel, wenn unser demokratischer Rechtsstaat geflüchtete Menschen aus Rußland abschiebt. Um hier Klarheit zu schaffen, wird MAXE mal bei den zuständigen Stellen der Kreisverwaltung Barnim anfragen.

Die 53jährige Frau jedenfalls scheint einen ordentlichen Schrecken bekommen zu haben, als plötzlich die Polizei mit dem Abschiebungsbeschluß vor der Tür stand. Laut Polizeibericht kam sie mit einem Küchenmesser auf die Beamten zu, richtete aber anschließend das Messer gegen sich selbst.

»Durch umsichtiges Vorgehen«, so die Polizei, »und unter Mitwirkung von Mitgliedern der Verhandlungsgruppe der Spezialeinheiten des Landes Brandenburg konnte die Frau letztlich zur Aufgabe bewegt werden. Ihr 54 Jahre alter Mann erlitt bei dem Geschehen einen Schwächeanfall und wurde durch Rettungskräfte medizinisch versorgt.« Das vorsichtshalber angeforderte Sprungpolster der Freiwilligen Feuerwehr Finow kam nicht mehr zum Einsatz.

Der Abschiebungsversuch wurde abgebrochen. Laut Polizei liege es nun wieder in der Entscheidung der Ausländerbehörde, wie es mit der Familie weitergeht. Ein Ermittlungsverfahren sei trotzdem eingeleitet worden. Dabei werde dem Vorwurf der Bedrohung nachgegangen.

Gegen wen sich das Ermittlungsverfahren richtet, geht aus dem Polizeibericht nicht hervor. Ob die menschenverachtende Praxis der Ausländerbehörde des Landkreises Barnim Gegenstand der Ermittlungen sein wird, wird von Beobachtern der Szene als unwahrscheinlich angenommen. Vielmehr werde wohl gegen die Opfer der staatlichen Willkür ermittelt, die in ihrer Not keinen anderen Ausweg wissen, als das Messer gegen sich selbst zur richten.

(23. Dezember 2021)




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