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Gro├čeinsatz von Polizei, Rettungskr├Ąften und Feuerwehr:
Weihnachtsgeschenk des Landrats

Familie aus Ru├čland erhielt Abschiebungsbeschlu├č

maxe. Wie die Pressestelle der auch f├╝r Eberswalde zust├Ąndigen Polizeidirektion Ost mitteilte, hat es am Montagabend (20. Dezember) in der Fl├Ąmingstra├če einen Gro├čeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gegeben.

Ausl├Âser des Gro├čeinsatzes war ein ┬╗Weihnachtsgeschenk┬ź der Barnimer Ausl├Ąnderbeh├Ârde, die einer vierk├Âpfigen aus Ru├čland stammenden Familie kurz vor dem Fest einen Beschlu├č zur Abschiebung beschert hatte, den die Polizei nun umzusetzen hatte.

Zu den Hintergr├╝nden, warum die Eltern und ihre beiden 16 und 20 Jahre alten S├Âhne abgeschoben werden sollten, wurde nichts bekannt. Glaubt man der allgegenw├Ąrtigen Berichterstattung ├╝ber Ru├čland, dann sollte es gen├╝gend Gr├╝nde f├╝r einen berechtigten Asylanspruch geben. Aber vielleicht handelt es sich bei der ├╝blichen russophoben Hetze in den hiesigen Medien auch um eine gro├čangelegte L├╝genkampagne. Zumindest keimen Zweifel, wenn unser demokratischer Rechtsstaat gefl├╝chtete Menschen aus Ru├čland abschiebt. Um hier Klarheit zu schaffen, wird MAXE mal bei den zust├Ąndigen Stellen der Kreisverwaltung Barnim anfragen.

Die 53j├Ąhrige Frau jedenfalls scheint einen ordentlichen Schrecken bekommen zu haben, als pl├Âtzlich die Polizei mit dem Abschiebungsbeschlu├č vor der T├╝r stand. Laut Polizeibericht kam sie mit einem K├╝chenmesser auf die Beamten zu, richtete aber anschlie├čend das Messer gegen sich selbst.

┬╗Durch umsichtiges Vorgehen┬ź, so die Polizei, ┬╗und unter Mitwirkung von Mitgliedern der Verhandlungsgruppe der Spezialeinheiten des Landes Brandenburg konnte die Frau letztlich zur Aufgabe bewegt werden. Ihr 54 Jahre alter Mann erlitt bei dem Geschehen einen Schw├Ącheanfall und wurde durch Rettungskr├Ąfte medizinisch versorgt.┬ź Das vorsichtshalber angeforderte Sprungpolster der Freiwilligen Feuerwehr Finow kam nicht mehr zum Einsatz.

Der Abschiebungsversuch wurde abgebrochen. Laut Polizei liege es nun wieder in der Entscheidung der Ausl├Ąnderbeh├Ârde, wie es mit der Familie weitergeht. Ein Ermittlungsverfahren sei trotzdem eingeleitet worden. Dabei werde dem Vorwurf der Bedrohung nachgegangen.

Gegen wen sich das Ermittlungsverfahren richtet, geht aus dem Polizeibericht nicht hervor. Ob die menschenverachtende Praxis der Ausl├Ąnderbeh├Ârde des Landkreises Barnim Gegenstand der Ermittlungen sein wird, wird von Beobachtern der Szene als unwahrscheinlich angenommen. Vielmehr werde wohl gegen die Opfer der staatlichen Willk├╝r ermittelt, die in ihrer Not keinen anderen Ausweg wissen, als das Messer gegen sich selbst zur richten.

(23. Dezember 2021)




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