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Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Die Fl├Ąche an der Einm├╝ndung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Stra├če - der ├Âstliche Eingangsbereich des Brandenburgischen Viertels - ist derzeit als Blumenwiese ausgewiesen. Mittendrin w├Ąchst eine Eiche. Blumenwiese und Baum sollen nach aktuellen Planungen einem ┬╗technischen Bauwerk┬ź weichen, in dem ├Âkologisch vertr├Ąglich das gesammelte Regenwasser aus der Frankfurter Allee versickern soll. In der bisherigen ingenieurtechnischen Planung stand die Funktionalit├Ąt im Vordergrund. Die Gestaltung spielte in der Diskussion keine Rolle. Die Stadtfraktion Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur fordert eine ├Ąsthetische, der Landschaft angepa├čte und m├Âglichst naturnahe Gestaltung der Versickerungsanlage.

Neu: Regenwasserversickerung an der Frankfurter Allee
Warum nicht zur Landschaft passend?

maxe. Im Juni kam nach l├Ąngerer Pause der Sprecherrat ┬╗Soziale Stadt┬ź im Brandenburgischen Viertel zu einer Beratung zusammen. Die Mitglieder wollten wissen, was es in ihrem Kiez an neuen Bauma├čnahmen gibt. Um aus erster Quelle informiert zu werden, hatte das Quartiersmanagement Gunther Wolf vom Eberswalder Stadtentwicklungsamt eingeladen.

Im Mittelpunkt seiner Informationen stand der Anfang Juni begonnene Ausbau der Frankfurter Allee. Dabei werde auch die ma┬şrode Regenentw├Ąsserung erneuert, betonte der Stadtplaner.

Neu werde sein, da├č das Regenwasser nicht mehr ├╝ber lange Rohrleitungen bis zum Drehnitzflie├č und dann in den Finowkanal geleitet werde, sondern innerhalb des Wohngebietes versickern soll. Langfristiges Ziel sei, die gesamte Regenentw├Ąsserung sukzessive umzustellen. Daf├╝r sollen insgesamt drei Versickerungsbecken im Viertel gebaut werden.
Wolf bedauerte, da├č im Rahmen der Planungen zur Frankfurter Allee nur ein ┬╗technisches Bauwerk┬ź errichtet werde. Ein schmuckloses eingez├Ąuntes rechteckiges Becken.

Frank Neumann, der als Vertreter der Kirchengemeinde zum Sprecherrat geh├Ârt, wies darauf hin, da├č es einst drei Teichanlagen im Brandenburgischen Viertel gab, von denen nur noch eine existiere. Zuletzt sei der Teich vor dem Freizeitschiff der Genossenschaft planiert worden. Dies sei n├Âtig gewesen, schilderte Marko Reinhardt von der Genossenschaft, weil der Teich eine Gefahrenquelle f├╝r Kleinkinder war, die h├Ąufig ├╝ber den Zaun kletterten.

Au├čerdem habe man den Platz ben├Âtigt, um k├╝nftig Veranstaltungen wie aktuell Guten-Morgen-Eberswalde durchf├╝hren zu k├Ânnen. Umbau und Gestaltung seien damals im ├╝brigen vollst├Ąndig durch die Genossenschaft finanziert worden. Frank Neumann hofft nun wenigstens, da├č der dritte Teich erhalten wird. Zum ┬╗technischen┬ź Versickerungsbecken machte er den Vorschlag, wenigstens den Zaun zu begr├╝nen.

Das Versickerungsbecken steht auch im Zusammenhang mit einem anderen Projekt, ├╝ber das Gunther Wolf informierte. So werde ein Ingenieurb├╝ro beauftragt, sich Gedanken zum ┬╗Stadtvierteleingang Ost┬ź zu machen. Gerade dort soll das Regenwasserversickerungsbecken f├╝r die Frankfurter Allee entstehen. Gesunde B├Ąume stehen auch im Wege. So ein ┬╗technisches Bauwerk┬ź tr├Ągt gewi├č wenig zur Aufwertung des Stadtteileingangs bei und au├čer Kostengr├╝nde gibt es keine Argumente gegen eine landschaftsangepa├čte und naturn├Ąhere Gestaltung des Regenversickerungsteiches.

┬╗Das Bauwerk wird erst im Rahmen des zweiten Bauabschnittes realisiert, mit dem fr├╝hestens im Januar 2021 begonnen werden soll┬ź, meint dazu Peggy Siegemund, die von der Fraktion Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur als sachkundige Einwohnerin in den Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt entsandt wurde. ┬╗Es ist also noch Zeit vorhanden, dem Versickerungsbauwerk eine ansprechendere zeitgem├Ą├če Gestaltung zu g├Ânnen.┬ź

Sie werde gemeinsam mit der Fraktion in der verbleibenden Zeit versuchen, eine der exponierten Lage am Stadtteileingang entsprechende ├Ąsthetische, der Landschaft angepa├čte und m├Âglichst naturnahe L├Âsung f├╝r den Bau des Regenwasserteiches zu finden.

Der Entwurf f├╝r eine entsprechende Beschlu├čvorlage f├╝r die Stadtverordnetenversammlung liege inzwischen vor, hei├čt es seitens der Fraktion, die Kontakt zu anderen interessierten Fraktionen aufgenommen hat, um im September mit einer gemeinsamen Vorlage in die Beratungen der Eberswalder Stadtverordneten gehen zu k├Ânnen.

(20. Juli 2020)




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