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An jedem Mittwoch, gibt es auf dem Wochenmarkt im Brandenburgischen Viertel eine neue »Helle Stunde mit Kultur«. Wer am aktuell auf dem Potsdamer Platz zu Gast sein wird, gibt der Veranstalter einige Tage vorher bekannt. Los geht es am Mittwoch immer um 11 Uhr am Vormittag auf dem Potsdamer Platz.

Derzeit führt die Landesweite Planungsgesellschaft mbH (LPG) eine Haushaltsbefragung für eine Sozialstudie im Brandenburgischen Viertel durch. Alle Haushalte im Kiez haben einen Fragebogen erhalten. Bis Mitte Juli sind etwa 300 Bögen zurückgesandt worden.


Hilfestellung zum Ausfüllen gibt es im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (evangelisches Gemeindezentrum, Brandenburger Allee 35), beim SPI und im Quartiersmanagement (beide im Bürgerzentrum, Schorfheidestraße 13).

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Die Fläche an der Einmündung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Straße - der östliche Eingangsbereich des Brandenburgischen Viertels - ist derzeit als Blumenwiese ausgewiesen. Mittendrin wächst eine Eiche. Blumenwiese und Baum sollen nach aktuellen Planungen einem »technischen Bauwerk« weichen, in dem ökologisch verträglich das gesammelte Regenwasser aus der Frankfurter Allee versickern soll. In der bisherigen ingenieurtechnischen Planung stand die Funktionalität im Vordergrund. Die Gestaltung spielte in der Diskussion keine Rolle. Die Stadtfraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur fordert eine ästhetische, der Landschaft angepaßte und möglichst naturnahe Gestaltung der Versickerungsanlage.

Neu: Regenwasserversickerung an der Frankfurter Allee
Warum nicht zur Landschaft passend?

maxe. Im Juni kam nach längerer Pause der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel zu einer Beratung zusammen. Die Mitglieder wollten wissen, was es in ihrem Kiez an neuen Baumaßnahmen gibt. Um aus erster Quelle informiert zu werden, hatte das Quartiersmanagement Gunther Wolf vom Eberswalder Stadtentwicklungsamt eingeladen.

Im Mittelpunkt seiner Informationen stand der Anfang Juni begonnene Ausbau der Frankfurter Allee. Dabei werde auch die ma­rode Regenentwässerung erneuert, betonte der Stadtplaner.

Neu werde sein, daß das Regenwasser nicht mehr über lange Rohrleitungen bis zum Drehnitzfließ und dann in den Finowkanal geleitet werde, sondern innerhalb des Wohngebietes versickern soll. Langfristiges Ziel sei, die gesamte Regenentwässerung sukzessive umzustellen. Dafür sollen insgesamt drei Versickerungsbecken im Viertel gebaut werden.
Wolf bedauerte, daß im Rahmen der Planungen zur Frankfurter Allee nur ein »technisches Bauwerk« errichtet werde. Ein schmuckloses eingezäuntes rechteckiges Becken.

Frank Neumann, der als Vertreter der Kirchengemeinde zum Sprecherrat gehört, wies darauf hin, daß es einst drei Teichanlagen im Brandenburgischen Viertel gab, von denen nur noch eine existiere. Zuletzt sei der Teich vor dem Freizeitschiff der Genossenschaft planiert worden. Dies sei nötig gewesen, schilderte Marko Reinhardt von der Genossenschaft, weil der Teich eine Gefahrenquelle für Kleinkinder war, die häufig über den Zaun kletterten.

Außerdem habe man den Platz benötigt, um künftig Veranstaltungen wie aktuell Guten-Morgen-Eberswalde durchführen zu können. Umbau und Gestaltung seien damals im übrigen vollständig durch die Genossenschaft finanziert worden. Frank Neumann hofft nun wenigstens, daß der dritte Teich erhalten wird. Zum »technischen« Versickerungsbecken machte er den Vorschlag, wenigstens den Zaun zu begrünen.

Das Versickerungsbecken steht auch im Zusammenhang mit einem anderen Projekt, über das Gunther Wolf informierte. So werde ein Ingenieurbüro beauftragt, sich Gedanken zum »Stadtvierteleingang Ost« zu machen. Gerade dort soll das Regenwasserversickerungsbecken für die Frankfurter Allee entstehen. Gesunde Bäume stehen auch im Wege. So ein »technisches Bauwerk« trägt gewiß wenig zur Aufwertung des Stadtteileingangs bei und außer Kostengründe gibt es keine Argumente gegen eine landschaftsangepaßte und naturnähere Gestaltung des Regenversickerungsteiches.

»Das Bauwerk wird erst im Rahmen des zweiten Bauabschnittes realisiert, mit dem frühestens im Januar 2021 begonnen werden soll«, meint dazu Peggy Siegemund, die von der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur als sachkundige Einwohnerin in den Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt entsandt wurde. »Es ist also noch Zeit vorhanden, dem Versickerungsbauwerk eine ansprechendere zeitgemäße Gestaltung zu gönnen.«

Sie werde gemeinsam mit der Fraktion in der verbleibenden Zeit versuchen, eine der exponierten Lage am Stadtteileingang entsprechende ästhetische, der Landschaft angepaßte und möglichst naturnahe Lösung für den Bau des Regenwasserteiches zu finden.

Der Entwurf für eine entsprechende Beschlußvorlage für die Stadtverordnetenversammlung liege inzwischen vor, heißt es seitens der Fraktion, die Kontakt zu anderen interessierten Fraktionen aufgenommen hat, um im September mit einer gemeinsamen Vorlage in die Beratungen der Eberswalder Stadtverordneten gehen zu können.

(20. Juli 2020)




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