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Frühling

An geschützten Stellen entfalten sie inzwischen ihre Farbenpracht, in diesem Jahr etwas später als im allgegenwärtigen Klimawandel zu erwarten war. Leider ist die Blütenpracht nur etwas für das Auge. Als Futter für die Bienen und andere Insekten taugen die Forsythien leider nicht. Hier besitzen die Weidenkätzchen oder andere heimische Frühblüher deutliche Vorteile.

Den Monatsplan März der Begegnungsstätte »Silberwald«
(Spreewaldstr. 1) gibt es hier (PDF, 2,7 Mb) und die Vorausschau auf den April hier (PDF, 1,9 Mb).


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Das neue Regenwasserversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße hat gegenüber der ursprünglichen Planung eine der Landschaft angepaßte Form gefunden. Allerdings bleibt es im wesentlichen ein »technisches Bauwerk«, das wegen der steilen Böschungen aus Sicherheitsgründen auch mit einem Zaun versehen wurde. Mit der erhofften naturnahen Gestaltung hat das leider nur sehr ansatzweise etwas zu tun. Klimaanpassung im Kiez

Ein Konzept zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes

Am 8. Juni berichtete die Stadtverwaltung im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde über das Thema »Klimaanpassung Brandenburgisches Viertel«.

Konkret ging es um die Umsetzung von Maßnahmen des Energie- und Klimaschutzkonzeptes der Stadt, die dort unter der Nummer HF07-04 »Wasser in der Stadt – Förderung einer wassersensiblen Stadtentwicklung« enthalten sind. Festgeschriebene Ziele sind die Rückhaltung und Versickerung des Niederschlagswassers sowie die Entkoppelung der Stadtentwässerung von der Vorflut, das ist für das Regenwasser aus dem Brandenburgischen Viertel bisher das Drehnitzfließ, das in Höhe der Schleuse Eisenspalterei in den Finowkanal mündet.

Durch die dezentrale Rückhaltung und Versickerung soll eine Reduzierung des oberirdischen Abflusses erreicht sowie die Regenwasserkanalisation, einschließlich des Regenrückhaltebeckens am Drehnitzfließ und der Vorfluter selbst entlastet werden. Bei Starkregen kam es verschiedentlich zum Überlaufen des Rückhaltebeckens und zu Überschwemmungen im Bereich des Drehnitzfließes (vgl. »Das allerletzte Thema«). Schließlich wird sich vom Zurückhalten des Regenwassers eine Kühlwirkung in der Stadt versprochen.

In den Jahren 2019/20 hat die Verwaltung zur Umsetzung der Maßnahmen des Energie- und Klimaschutzkonzeptes ein Konzept »Entsiegelungsmaßnahmen Brandenburgisches Viertel« erstellt. Im gesamten Gebiet stehen sandige Böden mit einer guten Wasserdurchlässigkeit an. Bis zu 4 Meter Tiefe gibt es kein Grund- oder Schichtenwasser. Als das damalige Max-Reimann-Viertel in den 70er und 80er Jahren erbaut wurde, sind sind die 25 Hektar an versiegelten Flächen, also die Gebäude sowie die Straßen und Wege, über ein Leitungssystem (DN 300 bis 1.200) in das Regenrückhaltebecken am Drehnitzfließ entwässert worden.

Die geplanten Entsiegelungsmaßnahmen betreffen mit 13,3 Hektar etwa die Hälfte der an die Entwässerung angeschlossenen Flächen. Für ungefähr 3,3 Hektar soll eine seitliche Versickerung in neu anzulegende Mulden oder unterirdische Rigolen erfolgen, wobei zugleich die Bordsteine (Hochborde) zurückgebaut werden. Auf 300 Meter der Lausitzer Straße ist dies bereits im Jahr 2018 realisiert worden (vgl. »Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut«).

Auf 1,1 Hektar sollen die Versiegelungen vollständig abgebrochen werden. Neben einigen Straßenabschnitten in den stark vom Abriß heimgesuchten Teilen des Viertels betrifft dies vor allem die großzügigen Autoparkflächen in den Randbereichen, wie in der Gubener, der Prignitzer, der Flämingstraße sowie der Straße Zum Schwärzesee. daß inzwischen wieder mehr Menschen im Viertel wohnen und vor allem die Wohnungsgenossenschaft in ihren Innenhöfen das Parken nicht mehr gestattet, bleibt dabei bislang unberücksichtigt. Bereits jetzt sind beispielsweise die Parkflächen in der Lübbenauer Straße, die ebenfalls zurückgebaut werden sollen, vor allem in den Abendstunden zum großen Teil belegt.

Für 8,9 Hektar versiegelte Fläche sollen die Kanalabschnitte von der bestehenden Regenentwässerung getrennt werden. Statt dessen soll der Regen in drei neuen Versickerungsbecken geleitet werden. Neben dem bereits fertiggestellten Beckens an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße sind zwei weitere Regenversickerungsbecken zwischen der Uckermarkstraße und der Spechthausener Straße sowie an der Neuruppiner Straße entstehen. Ob diese Becken als schmucklose »technische Bauwerke« oder doch etwas naturnaher entstehen, wurde noch nicht kommuniziert.

Der Umbau der Entwässerung auf den 13,3 Hektar Flächen, wo das Regenwasser zukünftig an Ort und Stelle verbleibt, sind Kosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro eingeplant, die über das Programm Stadtumbau-Aufwertung und Folgeprogramme gefördert werden. Da jährlich zwischen 50.000 und 100.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen sind (Untersachkonto 09613.40033), kann von einem Realisierungszeitraum von gut zehn Jahren ausgegangen werden.

Aktuell in der Planung befindet sich das Versickerungsbecken in der Neuruppiner Straße, das im Jahr 2022 realisiert werden soll. Ab 2023 ist der Beginn von Maßnahmen im westlichen Bereich des Viertels geplant.

Anna Fröhlich – 10. Juni 2021

Siehe auch:
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«
»Das allerletzte Thema«
»Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut«




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