Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
in Eberswalde
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Drei Geschichten aus dem märchenhaften Eberswald sind bei Guten Morgen Eberswalde als Livestream zu erleben.


Den traditionellen Kiez-Weihnachtsmarkt wird es in dieesm Jahr wegen den Beschränkungen aufgrund der Verordnungen zur Corona-Pandemie nicht geben.
Ob sich der Weihnachtsmann und Väterchen Frost dennoch auf dem Potsdamer Platz oder anderswo im Viertel sehen lassen, ist noch unklar. Jedenfalls gibt es aber einen Adventskalender, wie jetzt der ALNUS e.V. mitteilte. Und zwar zu den zwei Themen »Lebendige Flüsse und sauberes Wasser« und »Bezahlbarer Wohnraum und öffentliche Räume«.
Der Adventskalender

Ein Adventskalender teilt das Glück in 24 Portionen. Zu Weihnachten stehen einem dann alle Türen offen – so wie es eigentlich immer sein sollte!

Jeden Tag eine kleine positive Geschichte, die Mut macht, weiter zu machen. Positive Nachrichten sind doch viel schöner und werden meistens vernachlässigt. An alle Kalender-Abonnentinnen und -Abonnenten wird jeden Tag eine positive Überraschung, in Text, Foto- oder Video-Format verschickt. Soweit möglich, haben die Überraschungen einen Bezug zu Eberswalde!

Es gibt zugegeben wenig Anlaß, positiv in die Zukunft zu schauen, aber es ist nun mal unsere Zukunft und wir können uns auf die Anstrengungen freuen, die noch durchstanden werden müssen. Trotzdem: plötzliche Wendungen sind zu jeder Zeit möglich und manche Wunder wurden vielleicht nur nicht registriert, weil wir gerade mittendrin stecken... 😊

Es gibt den Kalender zu 2 Themenfeldern, die im Augenblick von gesellschaftlicher Relevanz sind und mit denen sich auch in Eberswalde Menschen auseinandersetzen:

  • Thema 1: Lebendige Flüsse und sauberes Wasser
    Beiträge zusammengestellt von der Alnus AG Wasser Eberswalde
  • Thema 2: Bezahlbarer Wohnraum und öffentliche Räume
    Beiträge zusammengestellt von Recht auf Stadt – für ein solidarisches Eberswalde

Wer den Kalender abonnieren und jeden Tag eine kleine frohe Botschaft erhalten möchte, schreibt bitte eine kurze Mail mit seinem Wunschthema (oder beide) an: alnus@hnee.de oder recht-auf-eberswalde@riseup.net.

Es wünschen euch eine frohe Weihnachtszeit.

AG Wasser Eberswalde & Recht auf Stadt – 29. November 2020




In einigen Bereichen des Viertels kann die MAXE-Seite im Freien per freiem Internetzugang gelesen werden. Entsprechende öffentliche WLAN-Hotspots werden durch die Stadt Eberswalde am Potsdamer Platz und am »Club am Wald« angeboten. Öffentliches Internet im Kiez

Im November 2017 hatten die Eberswalder Stadtverordneten die Installation öffentlicher WLAN-Hotspots im Stadtgebiet beschlossen. Für das Brandenburgische Viertel war so ein öffentlicher Internetzugang im Bereich des Potsdamer Platzes vorgesehen. Später kam der »Club am Wald« als zweiter geplanter Standort im Kiez dazu.

Anfang Oktober informierte der Eberswalder Verwaltungsdezernent Maik Behrendt im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen, daß beide Standorte im vierten Quartal 2019 mit jeweils einem Access Point (AP) realisiert wurden.

Bereits 2018 waren WLAN-Hotspots auf dem Marktplatz (1 AP) und im Bürgerbildungszentrum »Amadeu Antonio« (6 AP) installiert worden. Im zweiten Quartal 2019 wurde zudem begonnen, den Tierpark mit WLAN zu versorgen (bisher 7 AP). Ziel ist eine »flächendeckende Ausleuchtung«, wozu im Tierparkgelände noch weitere 5 bis 7 AP realisiert werden müssen. Ebenfalls bereits realisiert sind 3 AP zur Internetversorgung im Familiengarten (I. Quartal 2020). In Verantwortung der Stadt soll dann noch ein weiterer WLAN-Hotspot für den Bahnhofsvorplatz installiert werden. Realisiert werden soll dieser Zugang im Zusammenhang mit dem Bau des Fahrradparkhauses.

Alles zusammen kostet für die Hardware einschließlich der Installation knapp 28.000 Euro, von denen 15.000 Euro mittels der EU-Förderung »WiFi4EU« finanziert wird, so daß knapp nur 12.000 Euro aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt werden müssen. Hinzu kommen jährliche Kosten von 10.000 Euro für Datenleitung, Verwaltung und Service, die von der Stadt zu tragen sind.

Weitere freie Internetzugänge (17 AP) wird es in Regie des Landes Brandenburg im Rahmen der Initiative »1.500 Hotspots für BB« geben, allerdings keine davon im Brandenburgischen Viertel.

»Bürgerfreifunk« als Alternative

In der gleichen Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses nutzte Martin Knopp aus dem Brandenburgischen Viertel die Einwohnerfragestunde, um für eine weitere Möglichkeit zu werben, einen möglichst flächendeckenden freien Internetzugang in der Stadt zu erreichen. Möglich sei das mit dem sogenannten »Bürgerfreifunk«.

Für viele Einwohner gehört der Internetzugang inzwischen zur häuslichen Standardausstattung, oft als Flatrate, deren Kapazität eher selten tatsächlich ausgeschöpft wird. Mittels »Bürgerfreifunk« wäre es möglich, diese freien Kapazitäten auch anderen zugänglich zu machen.

Martin Knopp schlägt vor, daß jeder Einwohner, der sich dazu bereit erklärt, ein bestimmtes Budget und einen zusätzlichen WLAN-Router erhält, um damit seinen eigenen Internetanschluß mit de Öffentlichkeit zu teilen. Durch den zusätzlichen Router ist das Freifunknetz absolut getrennt vom privatenNetz des Anschlußeigentümers. Das sei kostengünstiger als große WLAN-Hotspots an speziellen Punkten in der Stadt aufzubauen. Mit dem »Bürgerfreifunk« könne ein über die ganze Stadt verteiltes großes öffentliches WLAN-Netz aufgebaut werden.

Lisa Rothe – 28. November 2020




Kostenloses Essen für Bedürftige zur Unterstützung der Eberswalder Gastronomiebetriebe gibt es wochentags vom 30. November bis zum 11. Dezember. Ausgabestellen im Kiez sind beim Buckow e.V. in der Spreewaldstraße 20/22 (Foto) und im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee 35. Essen für Menschen in Not

Hilfe für die Eberswalder Gastronomen in der Pandemie

In dieser Woche hat die Ministerpräsidentenkonferenz der BRD, die derzeit faktisch als eine Art gesetzgebendes Gremium agiert, die Verlängerung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis Weihnachten beschlossen.
Die Brandenburgische Landesregierung beeilte sich zu erklären, daß sie die beschlossenen Maßnahmen zeitnah umsetzen werde.

Besonders hart betroffen sind davon unter anderem die Gastronomiebetriebe. Auch in Eberswalde.

Der Hauptausschuß der Stadt Eberswalde hatte daher bereits am 19. November das Maßnahmenpaket »EBERSWALDE HANDELT – EINFACH, WIRKSAM, HILFREICH« beschlossen. Eine der Maßnahmen firmiert unter dem Namen »Eberswalde genießen – Gastro bleibt!«.

»Diese Aktion soll helfen, die Einnahmeverluste der gastronomischen Betriebe aufgrund der aktuellen Schließung aber auch gleichzeitig die Einschränkungen in der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger abzumildern«, heißt es dazu in einer aktuellen Pressemitteilung der Eberswalder Stadtverwaltung.

Es soll also vor allem den notleidenden Gastronomiebetrieben geholfen werden. Das wird ausdrücklich betont. Deshalb kauft die Stadt in den zwei Wochen der Aktion je Wochentag bis zu 200 Portionen bei verschiedenen Gastronomieeinrichtungen der Stadt ein. Dabei werden jeden Tag ein oder mehrere andere Anbieter kochen, um den Betrieben durch die jeweils hohe Auslastung der vorhandenen Kapazitäten möglichst effektiv helfen zu können. Pro Portion zahlt die Stadt eine vereinbarte Pauschale, die über den Einsatzkosten, aber unter dem normalen Preis im Lokal liegt.

Quasi als Nebeneffekt können Eberswalderinnen und Eberswalder in Not oder in schwieriger Lage eine kostenlose warme Mahlzeit erhalten, wenn sie rechtzeitig in einer der Ausgabestellen erscheinen.

Das wird ab Montag, dem 30. November, mindestens bis zum 11. Dezember realisiert. Das Angebot richtet sich an alle Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen (ein entsprechender Nachweis soll mitgebracht werden).
Jeweils in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13 Uhr erhalten die Berechtigten kostenfrei ein abholbereites Mittagessen (solange der Vorrat reicht). Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.

Im Brandenburgischen Viertel gibt es zwei Ausgabestellen:

  • das Spreewaldcafé der Bildungseinrichtung Buckow e.V. in der Spreewaldstraße 20/22
  • das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee 35

Weitere Ausgabestellen in Eberswalde gibt es im Sozialkaufhaus – SPEICHER in der Leibnizstraße 37 und in der Suppenküche des Vereins Brot & Hoffnung in der Eisenbahnstraße 84.

Eine Übersicht der bisher beteiligten Gastronomen sowie Hinweise und das Antragsformular für weitere interessierte Gastronomen befinden sich auf der Internetseite der Stadt.

Für das Maßnahmenpaket »EBERSWALDE HANDELT – EINFACH, WIRKSAM, HILFREICH« haben die Hauptausschußmitglieder insgesamt ein Finanzvolumen von 300.000 Euro bewilligt. Die Bereitstellung dieser Mittel erfolgt aus dem laufenden Ergebnishaushalt. Insgesamt stellt die Stadt Eberswalde damit im Jahr 2020 zur Unterstützung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zusätzlich 450.000 Euro zur Verfügung.

Möglich wird das nicht zuletzt durch die finanziellen Zuschüsse des Landes Brandenburg an die Kommunen, mit denen deren Einnahmeausfälle und Mehrausgaben infolge der Coronapandemie kompensiert werden.
Bis zum 31. Oktober hat die Stadt Eberswalde etwa drei Millionen Euro an Zuwendungen aus dem sogenannten Rettungsschirm des Landes erhalten.

Ronald Schild – 27. November 2020




Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich in der Potsdamer Allee an die dort vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Forderung für die Potsdamer Allee:
Barrieren gegen Raserei

Am 10. November berichtete MAXE über eine Anfrage des fraktionslosen Stadtverordneten Carsten Zinn zu einem Zebrastreifen in der Potsdamer Allee.

Dazu muß ich anmerken, daß es der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur bei dem im Herbst 2019 eingereichten Vorschlag um eine generelle Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee ging, nicht bloß um einen sicheren Übergang, wie das jetzt von Herrn Zinn aufgegriffen wurde.

Wir brauchen in dieser Straße eine generelle Verkehrsberuhigung zumindest auf der gesamten Länge des Spielplatzes.

Um eine effektive Art der Verkehrsberuhigung zu gewährleisten, reicht kein Schild mit der Aufschrift »Spielstraße« oder einer Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern es bedarf des Einbaus von Bremsschwellen, die Autofahrer dazu nötigen, langsamer zu fahren.

Wir sehen es an der Straße zwischen dem Potsdamer Platz und dem Einkaufszentrum Heidewald, daß Verbotsschilder faktisch wirkungslos sind. Diese Straße ist für den privaten Autoverkehr gesperrt. Also fahren diejenigen, die sich nicht daran halten wollen, einfach mal mit 80 Sachen durch, damit sie schnell wieder woanders sind, wo das Fahren wieder erlaubt ist.

Solches Fahrverhalten gefährdet Fußgänger, Hunde, Katzen und vor allem spielende Kinder.

Notwendig sind Maßnahmen, die so ein schnelles Fahren verhindern.

Peggy Siegemund – 26. November 2020

Siehe auch:
»Gefahrloser Übergang gefordert«




Bereits seit vielen Jahren beschäftigt sich der Hebewerk e.V. intensiv mit der Lastenradproblematik. Im Jahr 2016 hatte der Verein beispielsweise in ihrem Quartier im Genossenschafts-Vereinshaus H15 einen Workshop zum Selberbauen von Lastenrädern durchgeführt.

Ein Angebot des Hebewerk e.V.:
Lastenrad-Lieferservice Eberswalde

Jetzt buchen unter: info@lastenrad-eberswalde.de

maxe. Das Quartiersmanagement im Brandenburgischen Viertel informiert darüber, daß wegen der Covid-19-Einschränkungen jetzt wieder der Lastenradverleih-Lieferservice gebucht werden kann. Gefördert wird die Aktion durch den Bund, das Land und die Stadt Eberswalde, einschließlich des Quartiesmanagements im Brandenburgischen Viertel.

Essen und Einkäufe kommen per Lastenrad ins Brandenburgische Viertel.Aktuell übernehmen vier Freiwillige jetzt Einkäufe und Lieferdienste in der ganzen Stadt. Sie können den Service kostenlos in Anspruch nehmen – ein Anruf genügt. Die Zustellung erfolgt auf den Transprdrädern des Hebewerk e.V. (www.Lastenrad-Eberswalde.de).

Wie funktioniert's?

  1. Bestellung Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr per Anruf oder eMail
  2. Einkauf Freiwillige übernehmen Einkauf
  3. Lieferung Montag bis Freitag von 12 bis 16 Uhr per Lastenrad

(22. November 2020)

Siehe auch: »Lastenräder werden präsentiert«


Bestellungen (Hebewerk e.V.Lastenrad-Lieferservice (Hebewerk e.V.):
Tel.: 0151/54394941 (Mo-Fr 10-12 Uhr)
Adresse: Zwischenraum H15/Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde
eMail: info@lastenrad-eberswalde.de

Weiterer Kontakt über Akademie 2. Lebenshälfte: Tel. 03334/237520




Wettbewerb für Hortneubau

maxe. Am 10. November fand in der Stadthalle im Familiengarten Eberswalde die Preisverleihung des Wettbewerbes des Neubaus für das Hortgebäude und die Neugestaltung der Außenanlagen in der Kyritzer Straße statt. Statt der geplanten öffentlichen Feier fand die Veranstaltung im kleinen Kreis statt. Eingeladen waren die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt, der im Anschluß an gleicher Stelle tagte, sowie Vertreter der Presse, der Jury und die Preisträger.

Das Preisgericht hatte am 27. Oktober in fast zwölfstündiger Sitzung den Sieger des Wettbewerbs bestimmt. Insgesamt gab es 15 Wettbewerbsbeiträge.

»Es gab eine ganze Anzahl von ambitionierten und überzeugenden Vorschlägen, was zeigt, wie gut es ist, sich eines solchen Themas über das Format des Wettbewerbs zu nähern«, so Baudezernentin Anne Fellner. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge bestanden jeweils aus Vorschlägen für den Bau des Hortgebäudes sowie den dazugehörigen Außenanlagen, so daß die Einreichungen aus gemeinsamen Vorschlägen von Architekturbüros mit Landschaftsplanern bestanden.

Im Ergebnis gewann das Projekt nach dem Entwurf der Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin in Zusammenarbeit mit der KuBuS Freiraumplanung GmbH & Co. KG den ersten Preis.

»Mit dem Wettbewerbsbeitrag wurde eine herausragende Lösung präsentiert, die zu einer deutlichen Aufwertung des Stadtraumes beiträgt und eine dem Nutzungsziel Hort besonders gerecht werdende und gestalterisch prägende Planung präsentiert«, so Prof. Heinz Nagler, Leiter der Jury des Wettbewerbs. Nun schließlich steht ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern an, welches noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Die drei bestplatzierten Architekturbüros/ Bieter müssen dafür Angebote abgeben und weiterführender Unterlagen einreichen. Ziel ist es, den neuen Hort mit seinen Freiflächen bereits im Jahr 2022 zu beziehen. Der Wettbewerb war ein Teil des Vergabefahrens für das Projekt.

Den zweiten Preis belegte die AV1 Architekten GmbH in Kooperation mit METTLER Landschaftsarchitektur. Dieser, ebenfalls aus Berlin stammende Vorschlag, konnte durch eine klare städtebauliche Setzung und städtebauliche Eleganz punkten. Den dritten Platz belegten die KA Keller Architekten aus Cottbus, mit einem gemeinsamen Vorschlag mit der LOCODROM Landschaftsarchitekten GbR, der vor allem in den Bereichen Funktionalität und klarer Gestaltung. Darüber hinaus wurde die Einreichung von PETZI+PETZI Architekten PartGmbB aus Oranienburg in Zusammenarbeit mit der Henningsen Landschaftsarchitekten GmbH anerkennend erwähnt, welches sich durch eine geschickte räumliche Gliederung sowie durch Variabilität auszeichnete.

Mit der Auslobung des Wettbewerbs, welcher im Juni 2020 europaweit ausgeschrieben wurde, hat die Stadt Eberswalde auf die schnelle Umsetzung gedrängt, denn der Bedarf an Hortplätzen ist im Brandenburgischen Viertel groß. Die Bauausführung wird in Holzmodulbauweise erfolgen, was einerseits auf die Eberswalder Holzbauoffensive abzielt und andererseits durch standardisierte, vorgefertigte Abläufe zu einer Zeitersparnis führt.

Eine Aufzeichnung der Preisverleihung sowie eine digitale Ausstellungsschau wird ab Donnerstag, dem 12. November 2020, auf der Homepage der Stadt Eberswalde (www.eberswalde.de) zur Verfügung stehen. »Dies ersetzt dann leider auch die Ausstellung«, so Anne Fellner, »die wir sehr gerne im Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Brandenburgischen Viertel durchgeführt hätten. Dies ist uns aber unter den Maßgaben der verschärften Umgangsverordnung nicht möglich.«

(16. November 2020, ergänzt am 22. November 2020)


Eine Aufzeichnung der Preisverleihung kann hier angesehen werden.
Folgender Link führt zur Digitalen Ausstellungsschau.

Weitere Informationen hat die Stadtverwaltung als PDF bereitgestellt:





»Lastenrad im Selbstbau« war eine der Initiativen des Hebewerk e.V. im Vereinshaus der Eberswalder Wohnungsgenossenschaft in der Havellandstraße 15. Hebewerk e.V. bekommt 5.800 Euro

maxe. Der Verein Hebewerk, der seinen Sitz im Vereinshaus der Wohnungsgenossenschaft in der Havellandstraße 15 hat, bekommt eine Bundesförderung in Höhe von 5.805 Euro. Darüber informierte jetzt der Barnimer SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke.

»Herzlichen Glückwunsch nach Eberswalde. Ich freue mich sehr, daß der Aufruf geholfen hat. Der Verein Hebewerk bekommt für seine Initiative 'Lebensmittel mit Lastenräder' zurecht einen schönen Zuschuß vom Bund. Im Rahmen der Corona-Sondermaßnahme 'Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.' fördern wir ehrenamtliche Projekte im ländlichen Raum, die die nachbarschaftliche Lebensmittelversorgung sicherstellen«, lobt sich der Bundestagsabgeordnete.

»Gerade jetzt, wo wieder mehr Vorsicht, Abstand und Rücksicht geboten sind, ist es eine tolle Idee, die nachbarschaftliche Lebensmittelversorgung ökologisch mit dem Lastenrad zu stärken. Ehrenamtliches Engagement und der Zusammenhalt in der Nachbarschaft sind enorm wichtig. Daher freue ich mich, daß wir dieses Projekt finanziell unterstützen können. Ich wünsche den aktiven Leuten vor Ort alles Gute und spreche meinen Respekt und Dank aus«, so Zierke.

Mit dem Sonderprogramm leiste der Bund vor Ort konkrete Hilfe, um gut durch die Pandemie zu kommen. Hier werden diejenigen unterstützt, meint der Bundestagsabgeordnete, die sich der herausfordernden Situation stellen und sich im Ehrenamt dafür einsetzen, daß alle gut versorgt sind.

(15. November 2020)




Gehwegsanierung im Kiez

maxe. Kürzlich legte das Tiefbauamt der Eberswalder Stadtverwaltung die Prioritäten- und Maßnahmeliste zur Geh- und Radwegsanierung für die kommenden Jahre vor. Die Stadtverordneten erhalten diese Liste zur Information, haben darüber also nicht abzustimmen. Dies ist Sache der Verwaltung, der dafür als Beratungsorgan den sogenannten Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung zur Verfügung steht, in der die Fraktionen in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung, die Ortsteilvertretungen sowie verschiedene Lobbyvereine (Senioren, Behindertenverbände, Fahrrad-Initiativen etc.) ihre Vertreter entsenden können.

Insgesamt 30 Baumaßnahmen zur Sanierung von Geh- und Radwegen sind für die Jahre 2021 bis 2023 aufgelistet. Von den 13 für 2021 vorgesehenen Projekten liegt keines im Brandenburgischen Viertel. Erst auf der Liste für 2022/23 findet sich mit Maßnahme 11 »Schorfheidestraße 6-24 (Kollektor)« ein Projekt, das einen Gehweg im Kiez betrifft. Die dafür geplanten 63.000 Euro entsprechen einem Anteil von 5,3 % an den 2021-23 für die Geh- und Radwegsanierung zur Verfügung stehenden Mittel. Allerdings kommen auch die Maßnahmen in der Prignitzer Straße zwischen Schwärzesee- und Ringstraße sowie in der Spechthausener Straße nördlich des ehemaligen Bahnübergangs der Erreichbarkeit des Brandenburgischen Viertels zugute. Hier sollen weitere 153.000 Euro investiert werden. Insgesamt wird also der Kiez durchaus entsprechend seiner Einwohnerzahl bei der Geh- und Radwegsanierung angemessen berücksichtigt.

Der im Viertel wohnende fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn moniert indes die späte Aufnahme der Maßnahme in die Liste. Zumal die hohe Listenposition auf eine Realisierung erst im Jahr 2023 oder gar später hoffen lasse. Die Sanierung des Gehwegs in der Schorfheidestraße habe er bereits in seiner Amtszeit als Ortsvorsteher von 2008 bis 2014 gefordert. Und auch in der Einwohnerversammlung von 2019 habe dieser Dauerbrenner zu den Themen gehört, die von den Einwohnern hinterfragt wurden. Zinn bat daher die Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler zu prüfen, »ob es nicht doch noch möglich ist, diese mehr als überfällige Sanierungsmaßnahme in das Kalender-und Haushaltsjahr 2021 vorzuziehen«. Vielleicht sei es auch kurzfristig möglich, gegebenenfalls anderweitig eingesparte finanzielle Mittel innerhalb des Baudezernates für eine vorfristige Sanierung dieses Gehwegabschnittes umzuschichten, wie es beispielsweise vor einigen Jahren in der Spreewaldstraße in Höhe der Bildungseinrichtung Buckow e.V. möglich war.

Wie die Baudezernentin inzwischen der MAXE-Redaktion auf Anfrage mitteilte, wurden und werden im Brandenburgischen Viertel aktuell folgende Maßnahmen entsprechend der vom Runden Tisch Geh- und Radwege vorgeschlagenen Prioritätenliste durchgeführt:

  • In den vergangenen Jahren Sanierung mehrere Teilabschnitte im Brandenburgischen Viertel
  • 2020 ein Teil des Gehweges in der Prignitzer Straße von Schwedter Straße bis Potsdamer Allee
  • 2021/2022 Teilstück Prignitzer Straße von Am Schwärzesee bis Ringstraße, Teilstück Spechthausener Straße, Teilstück Schorfheidestraße.

Diese Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen werden ohne externe Förderung aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Zusätzlich wird entsprechend dem vom Stadtentwicklungsamt erarbeiteten Wegenetzkonzept für den Kiez 2021/22 eine erste aus Fördermitteln finanzierte Maßnahme im Bereich Schorfheidestraße durchgeführt. Zur Zeit läuft die Planungsausschreibung.

Anne Fellner weist zudem auf weitere Maßnahmen hin, die im Brandenburgischen Viertel durchgeführt werden: die Erneuerung der Frankfurter Allee (2020/21) und die bereits realisierte Erneuerung der Potsdamer Allee im Bereich des Potsdamer Platzes.

(12. November 2020)

Siehe auch: hier




Potsdamer Allee verkehrsberuhigt. Inzwischen ist die Straße wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben.

Potsdamer Allee:
Gefahrloser Übergang gefordert

maxe. Der fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn hat jetzt die bereits vor einem Jahr im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/22 vorgebrachte Forderung der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur nach einer Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee aufgegriffen und eine »Anfrage zur Herrichtung eines Zebrastreifens zum gefahrlosen Übergang von Klein(st)Kindern auf das Gelände des Barnimparks ... in der Potsdamer Allee auf Höhe des Wohneingangs Nr. 57« an Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler geschickt. Der Vorschlag von Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur war 2019 abgewiesen worden, weil die Stadtverordneten für verkehrsbehördliche Angelegenheiten nicht zuständig seien. Infolge der aktuellen Baumaßnahmen in der Frankfurter Allee gab es in diesem Jahr die geforderte Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee zumindest zeitweise ganz nebenbei. Eine grundlegende Lösung des Problems jedoch steht nach wie vor aus. Der Barnim-Park ist eine »beliebte Freizeit- und Spielplatzanlage«, so Zinn. Auch er weist darauf hin, daß sich gegenüber dem Barnim-Park die Wohnverbünde für Geflüchtete des Landkreises und des Berufsbildungsvereins Eberswalde befinden, in denen auch Familien mit Kindern untergebracht sind, die rege den Spielplatz im Barnimpark nutzen und im Spiel häufig die Straße queren. Zinn vermißt auch eine Aussage dazu im Wege-Konzept für das Brandenburgische Viertel, das im Oktober von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

(10. November 2020)




»Digitaler LearningSpace«

»Der Umbau des Lern- und Familienzentrums Spreewaldstraße der Bildungseinrichtung Buckow e.V. ist nun so gut wie abgeschlossen und der Umzug steht bevor«, informiert die Projektleiterin Angela Beier. In diesem Zentrum soll zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der sozialen Teilhabe ein offener Raum etabliert werden, »der generationsübergreifend für Familien mit Kindern aber auch ebenso für Senioren eine Plattform für Begegnung bietet«. Als Highlight will die Bildungseinrichtung einen für jedermann frei zugänglichen Digitalen LearningSpace installieren.

Um dieses Projekt umzusetzen, hat der Verein Bildungseinrichtung Buckow e.V. jetzt einen Förderantrag zur »Einrichtung eines Digitalen Learning Spaces« beim Sprecherrat Soziale Stadt im Brandenburgischen Viertel eingereicht. Für insgesamt 7000 Euro sollen bis zum Jahresende Computer, Ausgabegeräte und Software angeschafft werden.

»Die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir bereits arbeiten«, so Beier, stammen aus extrem sozial benachteiligten oder aus geflüchteten Familien. Die meisten Kinder sind sehr interessiert und wißbegierig, erfahren zu Hause oftmals wenig oder keine Unterstützung im Bereich der Bildung und Beschäftigung.« Dies liege zum Teil daran, daß den meisten Familien die nötigen Mittel für Technik und Internet im eigenen Haushalt fehlen. Deshalb soll im Familienzentrum ein offener Raum etabliert werden, in dem Medien zum eigenständigen Lernen zur Verfügung stehen. Dieser Raum soll allen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern und Großeltern frei zur Verfügung stehen.

»Eins unserer Anliegen ist es, den Kindern des Viertels einen Digitalen LearningSpace mit Möglichkeiten, Mitteln und Medien zu bieten, der dazu anregt, sich eigenständig mit den durch uns bereitgestellten Inhalten zu beschäftigen oder frei im Internet zu recherchieren. So möchten wir Kindern, die zuhause keine digitalen Medien zur Verfügung haben, die Möglichkeit bieten, zum Beispiel am Online-Unterricht teilnehmen zu können oder ihre Arbeiten kostenfrei auszudrucken bzw. einzuscannen. Die freie Nutzung von digitalen Medien und einem gut funktionierenden Internetzugang gibt es hier im Viertel nicht. Diese Lücke möchten wir schließen und somit den Kindern einen innovativen Begegnungsraum bieten, zu dem sie gerne und regelmäßig kommen können.«

Bis zum Ende des Jahres soll der »Digitale LearningSpace« eingerichtet und die dafür benötigten Medien erworben werden. Laptops mit Mikrofon und Kamera sollen zur Nutzung von Lernprogrammen für alle Unterrichtsfächer und Klassenstufen, mit Office- und Bildbearbeitungsprogrammen sowie einem Drucker mit integrierter Scanfunktion frei genutzt werden können. Außerdem sind verschiedene Angebote zum Thema Medienkompetenz, wie Vortragsreihen, Workshops und andere Projekte geplant.

Zur Einführung erhalten jedes Kind und jeder Erwachsene, die den »Digitalen LearningSpace« nutzen wollen, von einem Mitarbeiter der Bildungseinrichtung eine Einweisung in alle Geräte. Anschließend dürfen diese frei genutzt werden, wobei ständig ein Mitarbeiter als Ansprechpartner vor Ort ist. In einer dritten Phase soll beobachtet werden, wie der »Digitale LearningSpace« angenommen wird. »Es wird ein partizipativer Prozeß eingeleitet«, so Angela Beier, »bei dem die Kinder Wünsche zu Angeboten und Verbesserungsvorschläge rund um den 'Digitalen LearningSpace' äußern können. Konstruktive Vorschläge werden wenn möglich unmittelbar in die Tat umgesetzt.«

Im weiteren soll es Angebote zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien geben. Möglich seien Vorträge zum Thema Medienkonsum, Workshops zum Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Nutzung von Office-Software oder auch Projekte, wie eine Fortführung des Foto-Projektes mit einem Bildbearbeitungs-Workshop. Eine fünfte Phase soll schließlich der Auswertung und Weiterentwicklung dienen. Der »Digitale LearningSpace« und die damit verbundenen Angebote sollten sich etabliert haben und gut und regelmäßig genutzt werden. Dabei werde der partizipative Prozeß auf jeden Fall aufrechterhalten.

Insgesamt sollen 5 Laptops samt Software für zusammen 5.500 Euro angeschafft werden, ein Drucker mit Scanfunktion für 500 Euro, ein Beamer für 250 Euro sowie ein Medienschrank und diverses Zubehör für 750 Euro. Zusammen 7.000 Euro.

Die Mitglieder des Sprecherrates, die angesichts der neuen Corona-Verordnungen keine Präsenzveranstaltung durchführen, übermittelten ihre Zustimmung oder Ablehnung bis zum 6. November per eMail.

Lisa Rothe – 7. November 2020




Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bei den Reparaturarbeiten. Schadhafter Gehweg repariert

maxe. Bei Arbeiten am Kanalnetz, die Mitte Oktober im Brandenburgischen Viertel durchgeführt wurden, mußte eines der schweren Spülfahrzeuge in der Prenzlauer Straße ein Stück des Gehweges befahren. Mit der Folge, daß einige Gehwegplatten eingedrückt oder gelockert wurden und Unfallgefahren für die Gehwegbenutzer entstanden.

Ein aufmerksamer Einwohner meldete den Schaden über das hierfür auf der städtischen Internetseite bereitgestellte Portal »Maerker Eberswalde« der Stadtverwaltung. Noch in der gleichen Woche prüften Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Schadens- und Gefahrenstelle. Am 5. November schließlich reparierten Mitarbeiter des Eberswalder Bauhofes die schadhafte Stelle. Wie sich zeigt bietet das Portal »Maerker Eberswalde« eine unkomplizierte Möglichkeit, Mißstände, wie diesen Schaden am Gehweg aber auch beschädigte Verkehrsschilder, defekte Straßenbeleuchtung oder gefährliche Schlaglöcher schnell und vor allem rund um die Uhr per Internet an die Stadtverwaltung Eberswalde zu übermitteln.

Die Meldungen selbst und der aktuelle Bearbeitungsstand kann für jeden auf der Maerker-Seite eingesehen nachvollzogen werden.

(5. November 2020)




KiK-Filiale schließt wegen Umbau

maxe. Die Filiale des Bekleidungsdiscounters KiK im Einkaufszentrum »Heidewald« hat nur noch bis zum 20. November 2020 offen. Die Verkäufsräume im »Heidewald« sollen umgebaut und wie es heißt auch vergrößert werden. Wann der Umbau fertiggestellt und die Filiale wieder eröffnet werden soll, wurde noch nicht bekannt gegeben. Während des Umbaus, so das Unternehmen, stehe den Kundinnen und Kunden die KiK-Filiale in Ostende (Freienwalder Straße 30c) für ihren Einkauf zur Verfügung.

(5. November 2020)




Zur Neugestaltung der Ausstellung in Maschas Galerie in der Potsdamer Allee 61 soll auch ein neues Banner für den Balkon gestaltet werden.

Neugestaltung einer Ausstellung in der Potsdamer Allee 61:
»Die Platte neu Auflegen«

maxe.Die Ausstellung »Die Platte neu Auflegen: Die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels und die Geschichten seiner Bewohner« wird verlängert und neu gestaltet.

Im Rahmen des Projektes hatte sich eine Kooperation mit der städtischen Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) ergeben, die in der Potsdamer Allee 61 eine Wohnung zur Verfügung stellte, die sich noch im originalen DDR-Zustand befindet.

Das Kooperationsverhältnis habe sich sehr positiv entwickelt, berichtet die Ausstellungsmacherin Mascha Heß. Die Ausstellung wurde sowohl im Viertel als auch von vielen Interessierten von außerhalb sehr gut angenommen und auch gerne für kommunalpolitische Meetings genutzt. Die WHG hat sich daher bereit erklärt, den Kooperationsvertrag und somit auch die Existenz der Ausstellung bis zum 31. Mai 2021 zu verlängern.

Bestandteil der Ausstellung ist ein Sonderausstellungsraum, in dem momentan Fotografien von Kindern aus dem Viertel zu sehen sind. Die Bilder entstanden bei dem Projekt »Kiez, Kids, Kameras: Fotografien vom Brandenburgischen Viertel«. Nun, ein Jahr nach der Eröffnung, sei es an der Zeit, der Ausstellung neuen Glanz zu verleihen, sagt die Ausstellungsmacherin Mascha Heß. Die Bilder sollen wie geplant den Kindern überreicht werden, während der Sonderausstellungsraum neu gestaltet wird. »Da ich selber hier im Brandenburgischen Viertel wohne, habe ich in den vergangenen Jahren viel fotografiert. Von diesen Fotografien möchte eine kleine Auswahl großformatig präsentieren.« Um der Stimmung der Fotografien gerecht zu werden, will die Galeriekünstlerin drei Fotografien in Tapetenform über die gesamte Wandfläche des Raumes anbringen. Entsprechende Angebote hat sie inzwischen eingeholt und beim Sprecherrat »Soziale Stadt« eine Förderung beantragt.

Zugleich entscheidet der Sprecherrat in der ersten Novemberwoche per eMail-Abstimmung über den Antrag, die Fertigung eines neuen Werbebanners zu fördern. Das alte Plakat enthält nicht mehr die korrekten Ausstellungsdaten und hatte zudem den Nachteil, »vom Winde verweht« zu werden. Das künftige Banner soll aus stabilem Material angefertigt werden und natürlich die aktuellen Kontaktdaten und die ab Januar gültigen regelmäßigen Öffnungszeiten enthalten.
Für die beiden Maßnahmen sind Kosten von zusammen 2.660 Euro beantragt worden, die auch kurz vor Jahresende noch im Projektfonds vorhanden sind.

(3. November 2020)

Siehe auch: »Lebensgeschichten-Projekt«

Siehe auch: »Lebensgeschichten gesucht«




Fast zwei Monate waren die GLG-Allgemeinarztpraxen im neuen Sanitätshaus in der Frankfurter Allee 18 geschlossen. Inzwischen wurde bekannt, daß die Allgemeinmedizinerin Elisabeth Klapproth ihren Job beim Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des landkreiseigenen Gesundheitskonzerns gekündigt hat. Seit dem 20. Oktober tritt nun zunächst zweimal in der Woche die Fachärztin für Allgemeinmedizin Barbara Schulz an ihre Stelle.

Erfahrene Medizinerin übernimmt
Ab 20. Oktober soll GLG-Allgemeinarztpraxis wieder öffnen

Seit Wochen herrscht im Brandenburgischen Viertel mal wieder Ärztenotstand. Nun gibt es Hoffnung auf Besserung.

Nachdem Ende 2015 die langjährige Hausärztin im Kiez Irene Jordan in den Ruhestand ging, hatte sich die GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH darum bemüht, Ersatz zu schaffen. Zunächst mit Erfolg. Vor einem Vierteljahr boten mit Elisabeth Klapproth und Sandy Luther sogar zwei Hausärztinnen in der GLG-Gemeinschaftspraxis ihre Dienste an.

Als die Gemeinschaftspraxis im Sommer 2020 in das neue Sanitätshaus der Firma Koeppe in der Frankfurter Allee umzog, war aber schon klar, daß Sandy Luther Ende Juli die Praxis verläßt, um künftig anderswo einer stationären Tätigkeit nachzugehen. Die GLG bemühe sich um eine Nachfolge, hieß es schon damals.

Statt dessen standen die Patientinnen und Patienten im Viertel ab Anfang September vor gänzlich geschlossenen Türen. Aus gesundheitlichen Gründen sei die Praxis voraussichtlich bis 25. September geschlossen, verkündete ein Zettel an der Tür. Bald wurde klar, daß die Praxis auch nach dem 25. September geschlossen blieb. Unter der Hand hörte man in den Vertretungspraxen davon, daß Elisabeth Klapproth wohl nicht mehr wiederkomme, es aber ab Oktober Ersatz geben werde

Anfang Oktober hatte sich dann der Stadtverordnete Carsten Zinn, vielen Einwohnern noch als Ortsvorsteher bekannt, obgleich der Ortsteil seit 2014 keine Ortsteilvertretung mehr hat, an den GLG-Geschäftsführer Dr. Jörg Mocek gewandt. Die aktuelle Situation rufe »viel Frust und großes Unverständnis hervor«, schilderte Zinn. Dies sei »auf Dauer nicht hinnehmbar« appellierte er an den Geschäftsführer des landkreiseigenen Gesundheitskonzerns.

Am 14. Oktober erhielt der Stadtverordnete Antwort aus der GLG-Zentrale.

»Bedauerlicherweise sind die beiden Allgemeinmedizinerinnen der Praxis Frankfurter Allee 18 abwesend«, informiert Dr. Mocek. »Frau Luther hat bereits das MVZ verlassen, um einer stationären Tätigkeit nachzugehen. Frau Klappoth hat gekündigt und will in Berlin weiter als Allgemeinmedizinerin tätig sein.«
In der Zwischenzeit sei durch Allgemeinmediziner des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) der GLG und niedergelassene Allgemeinmediziner der Region die Vertretung übernommen worden. Allerdings sei es bei 8 offenen Ärztestellen im Mittelbereich Eberswalde klar, räumt Dr. Mocek ein, »daß die Vertretungen keine vollständige Versorgung durchführen können«.

Der GLG-Chef versicherte dem Stadtverordneten, daß man bestrebt sei, die Stellen nachzubesetzen. Und die GLG hatte Erfolg. Am 9. Oktober sei es gelungen, »abschließend eine erfahrene Allgemeinmedizinerin aus der Region für die Tätigkeit in der Praxis Frankfurter Allee 18 zu gewinnen. Am 20.10.2020 startet die Kollegin, zunächst 2 Tage in der Woche, um dann spätestens nächstes Jahr die Sprechstundenzeiten zu erweitern.«

Die Suche nach Allgemeinmedizinern für die MVZ der GLG werde auf jeden Fall weiter verfolgt werden, so Dr. Mocek.

Die Allgemeinarztpraxis von Ginalie Friedrich in der Potsdamer Allee 41 war von den Turbulenzen nicht betroffen. Allerdings waren deren Kapazitäten zur Aufnahme neuer Patienten bereits bei ihrem Ende 2016 erfolgten Umzug in den Kiez sehr beschränkt, so daß sie den Wegfall der GLG-Ärztinnen nicht ausgleichen konnte.

Ronald Schild – 15. Oktober 2020




Ausschnitt aus dem Lageplan der Stadtverwaltung Eberswalde. Platz für 5 Fahrradbügel am Potsdamer Platz, westliche Seite, zur Schule hin. 2 Fahrradbügel könnten neben der Bushaltestelle neben der Sparkasse aufgestellt werden. Ebenfalls 2 Fahrradbügel sollen neben der gegenüberliegenden Bushaltestelle am »Heidewald« installiert werden. Vorm Heidewald haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Platz für 4 Fahrbügel ausgemacht. Hier könnte der erste Bügel in der Flucht des Baumes aufgestellt werden, während 3 weitere im Abstand von jeweils 1,50 Metern folgen. Fahrradbügel am Potsdamer Platz

maxe. Der Stadtverordnete Carsten Zinn hatte kürzlich Sören Bauer vom Eberswalder Stadtentwicklungsamt gebeten, »zu prüfen inwieweit auf beide Seiten des Potsdamer Platzes zeitnah moderne zertifizierte bzw. standardisierte Fahrradabstellanlagen installiert werden können«.

Dieser Vorschlag sei mehrfach von Nutzern des Wochenmarktes im Brandenburgischen Viertel an ihn herangetragen worden. Derzeit bleibe der »radelnden Kundschaft« nur die Alternative, ihre Fahrräder an den Bäumen am Potsdamer Platz abzustellen.

Amtsleiterin Silke Leuschner reagierte unverzüglich: »Wir werden zusammen mit dem Tiefbauamt prüfen, wo, was und wann im Bereich des Potsdamer Platzes an Radabstellanlagen installiert werden könnte«. Den Markttag am 30. September nutzten Vertreter der Stadtverwaltung, um sich den Potsdamer Platz bezüglich möglicher Fahrradbügel anzusehen. Ihre Standortvorschläge hielten sie auf einem Luftbild fest.

»Direkt vor dem Heidewald«, informierte Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler, »können wir keine Bügel aufstellen, da die Flächen uns nicht gehören. Bezüglich Realisierung können wir wahrscheinlich erst im Haushaltsjahr 2021 reagieren. Falls zum Jahresende doch noch Mittel vorhanden sind, versuchen wir es natürlich früher.«

»Persönlich kann ich mit den Standortvorschlägen sehr gut leben«, sagt dazu Carsten Zinn. »Trotzdem ist es mir wichtig diesbezüglich ein größeres Stimmungs- und Meinungsbild zu bekommen.« Er bittet die »fahrradaffinen« Besucher des Wochenmarktes, aber auch anderweitige Nutzer des Potsdamer Platzes sowie die unmittelbaren Anlieger, sich zeitnah zu den Vorschlägen zu äußern.

(7. Oktober 2020)




Seit Anfang September befindet sich das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) im Brandenburgischen Viertel in den einst als Wohnung genutzten Räumen des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses.

Eltern-Kind-Zentrum ab jetzt im Bonhoefferhaus:
»Offene Kommunikationskultur«

Fehlende Kita-Plätze und zu hohe Klassenstärken in der Kritik

maxe. Das Eltern-Kind-Zentrum – kurz: EKiZ – hat kürzlich seine neue Heimstatt im Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Evangelischen Kirchengemeinde Finow in der Potsdamer Allee 35 gefunden. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung am 8. September, berichtet die Pressestelle der Stadtverwaltung, übergab Bürgermeister Friedhelm Boginski einen Förderbescheid in Höhe von knapp 17.500 Euro zur Unterstützung der Arbeit des EkiZ an die EkiZ-Leiterin Tabea Westphal.

Die kommunalen Mittel ermöglichen die Aufstockung der wöchentlichen Arbeitszeit der Einrichtungsleiterin, so daß noch mehr und insbesondere neue Angebote den Familien und Kindern zugute kommen können. So zum Beispiel musische, musikalische und kreative Angebote oder solche, die sich explizit auch an Väter richten.

»Ein wesentliches Anliegen für mich ist die weitere Öffnung ins gesamte Quartier, so daß möglichst viele Familien aus dem Brandenburgischen Viertel hier im Haus mit ihren Anliegen einen Platz finden«, sagt Tabea Westphal.

Bei dem anschließenden Elternfrühstück kamen auch Sorgen und Wünsche der Eltern zur Sprache, die über die Möglichkeiten des EKiZ hinausgehen. So waren es zum einen infrastrukturelle Probleme wie eine gute Beleuchtung des öffentlichen Raums und das Bedürfnis nach mehr Sicherheit im Viertel, was die Eltern beschäftigten.

Zum anderen wurde die mangelnde Versorgung mit Kita-Plätzen und die Klassenstärken an der Schwärzesee-Grundschule von zum Teil nahezu 30 Kindern kritisiert.

Alle diese Bedürfnisse, so versicherte der Bürgermeister, würden in der Stadtverwaltung mit größtmöglicher Sorgfalt berücksichtigt. »Insgesamt freue ich mich über das freundliche Miteinander und die offene Kommunikationskultur hier im Eltern-Kind-Zentrum Brandenburgisches Viertel. Für mich ist es sehr wichtig, vor Ort zu sehen und zu erleben, daß wir in Eberswalde diejenigen Orte haben, die dem Austausch miteinander, der sozialen Teilhabe und damit der Stärkung unseres Wir-Gefühls gewidmet sind. Für uns als Stadt, für die Familienfreundlichkeit längst kein weicher Standortfaktor mehr ist, sondern eine essentielle Querschnittsaufgabe, für uns sind solche Netzwerke und Angebote von enormer Bedeutung und verdienen jede Unterstützung«, so der Bürgermeister.

(3. Oktober 2020)




Freuen sich über die neue Kooperation: Stephanie Gideon (WHG Kundenbetreuung), Christine Schink (Projektleiterin BARshare der BEBG) und Sebastian Mertinkat (stellv. Leiter der WHG Kundenbetreuung) am neuen BARshare BIKE-Standort in der Frankfurter Allee 61 in Eberswalde. Ein Elektrolastenrad zum Ausleihen

Am 9. September konnte in der Frankfurter Allee 61 im Brandenburgischen Viertel Eberswalde ein neuer BARshare BIKE-Standort eingeweiht werden. Ein E-Lastenrad der Marke Babboe wird dort künftig für Mieter der städtischen WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH und alle anderen Einwohner des Viertels zur Nutzung bereitstehen. Es ist das vierte Leih-Lastenrad der Kreiswerke im Barnim.

»Es ist uns wichtig, in Sachen Nachhaltige Mobilität mit gutem Beispiel voranzugehen und unseren Mieterinnen und Mietern die Teilhabe an entsprechenden Mobilitätslösungen zu erleichtern«, betont Kathleen Aßmann, Teamleiterin für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit und Ansprechpartnerin für die BARshare BIKE-Standortpartnerschaft seitens der WHG. »Wir verfolgen das Vorhaben eines gemeinsam nutzbaren Mieter-Lastenrads schon seit längerem. Die Lösung einer Standortpartnerschaft mit BARshare BIKE im Brandenburgischen Viertel finden wir optimal: So steht unseren Mieterinnen und Mietern das Rad vor der eigenen Haustür zur Verfügung, ist aber auch für alle anderen Menschen vor Ort sicht- und nutzbar.«

Die WHG übernimmt für ihre Mieter mit einem laufenden Mietvertrag die einmalige Anmeldegebühr in der App sowie die Buchungsgebühr pro Fahrt. Hierfür wird in der App die individuelle Mieternummer hinterlegt. Andere können das Lastenrad nutzen, indem sie sich auf www.barshare.de oder über die BARshare-App für eine einmalige Gebühr von 10 Euro registrieren. Im Gegensatz zu BARshare ist für die Nutzung von BARshare BIKE kein Führerschein notwendig. Das Lastenrad kann für eine einmalige Buchungsgebühr von 1 Euro sowie einen Stundenpreis von 2 Euro bzw. einen Tagespreis von 12 Euro gebucht werden. Die Buchung ist sowohl über die BARshare-Webseite als auch über die App möglich.

Neben den mittlerweile 27 E-Autos von BARshare, die an derzeit sechs Standorten im Landkreis Barnim von BARshare-Hauptnutzern und Mitnutzern geliehen werden können, gehören Lastenräder seit Beginn mit zum BARshare-Fuhrpark. Zwei Lastenräder der Marke i:sy konnten bereits im Sommer 2019 im Fahrradparkhaus Bernau aufgestellt werden, ein E-Trike der Marke Babboe in Spechthausen dient seit Januar 2020 dem Nachbarschaftsverein »Zur Schlechten Gesellschaft« als tägliche Unterstützung für Fahrten ins nahe Eberswalde.

Mit dem Babboe-Lastenrad in der Frankfurter Allee sollen nun auch die Bewohner des Brandenburgischen Viertels die Möglichkeit erhalten, kleinere Transporte klimafreundlich per elektrisch verstärktem Dreirad zu erledigen.

Anja Neumann, Kreiswerke Barnim GmbH
(veröffentlicht am 3. Oktober 2020)


Weitere Infos: www.barshare.de




Das »Wimmelbild« von Sophia Schrade steht hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Zum Ausmalen:
Ein Wimmelbild für den Kiez

maxe. Quartiersmanagerin Julia Klemm informierte am 17. September den Sprecherrat »Soziale Stadt« über die Fertigstellung eines »Wimmelbildes« vom Brandenburgischen Viertel. Das Bild zum Ausmalen kann vervielfältigt werden und wird vom Quartiersmanagment bereitgestellt.

Gezeichnet wurde das »Wimmelbild« von der Eberswalder Grafikerin Sophia Schrade (www.sophiaschrade.com). Sophia Schrade arbeitet derzeit an einem Malbuch über die Fête de la Viertel 2020, in das weitere »identitätsstiftende Bauwerke« im Kiez, wie das Freizeit-Schiff in der Prignitzer Straße.

(30. September 2020)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt / Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: (Di) 03334 81 82 45, (Mo, Mi-Fr) 030 44 36 36-85
Mobil: 0176 95 49 82 20
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 16 Uhr, Donnerstag, 10 – 13 Uhr
eMail: quartiersmanagement@eberswalde.de"




Lageplan des Regenwasserversickerungsbeckens an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße entsprechend der aktualisierten Ausführungsplanung. Die vier zu fällenden Bäume (angekreuzt) befinden iam Nordufer des Beckens. Regenentwässerung angepaßt

maxe. Statt das Regenwasser in die Finow und damit letztlich in die Ostsee abzuleiten, kann das Wasser mittels Regenversickerung in der Landschaft gehalten werden. Dies ist in Eberswalde erklärtes Ziel. Solche Versickerungsanlagen sollten möglichst ästhetisch, der Landschaft angepaßt und naturnah gestaltet werden. Das forderte nicht zuletzt die Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur (siehe »Warum nicht zur Landschaft passend?«).

Wie die Baudezernentin Anne Fellner informierte, wird dieses Ziel bei dem geplanten Versickerungsbecken an der Frankfurter Allee im Rahmen der Ausführungsplanung berücksichtigt. Ging die im November 2019 beschlossene Entwurfsplanung noch von einem puren »technischen Bauwerk« aus, wurde das Versickerungsbecken nun »in seiner Form und Lage der örtlichen natürlichen Gegebenheit angepaßt. Der Baumbestand wurde weitestgehend bis auf 4 Bäume erhalten«, erklärte die Baudezernentin.

Erhalten bleibt auch die markante Eiche in der Mitte der Fläche. »Auf der Fläche neben dem Becken», so Fellner, »werden auch weiterhin Bäume, Sträucher und Gräser und Blumen wachsen.« Aus Sicherheitsgründen müsse das Becken nach Fertigstellung mit einem Zaun gesichert werden. Das Becken selbst werde oberhalb der Versickerungsfläche naturnah mit Oberboden angedeckt und mit Rasen begrünt.

(28. September 2020)


Siehe auch: »Warum nicht zur Landschaft passend?«




Am Rande des großen Events zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Land, Stadt und Wohnungsgenossenschaft gab es Proteste gegen den Abriß der Brandenburger Allee 15-21. Es wird abgeräumt. Für Andersdenkende und Protestierer, einschließlich deren Kinder, standen die für die Eventgäste bereitgestellten Getränke, wie ausdrücklich bestätigt wurde, selbstverständlich nicht zur Verfügung. Der »Brausediebstahl«

maxe. Der Kooperationsvertrag zwischen Wohnungsgenossenschaft, Land und Stadt ist unterschrieben. Die Wohnungsgenossenschaft erhält Förderungen für die Sanierung von elf Wohnblocks mit insgesamt 368 Wohnungen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 57 Millionen Euro. Davon werden rund 52 Millionen Euro gefördert – durch zinslose oder zinsbegünstigte Kredite.

Als Bestandteil des Pakets wurde auch der Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 vereinbart. Hier werden von den 250.000 Euro Gesamtkosten 181.500 Euro gefördert – wobei hier die Fördersumme als nicht rückzahlbarer Zuschuß gewährt wird. Nur dadurch gewinnt der Abriß die nötige betriebswirtschaftliche Attraktivität für die Genossenschaft.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wurde als großer Event zelebriert. Die Genossenschaft hatte neben dem aktuellen Sanierungsobjekt in der Havellandstraße auf der Brachfläche eines vor etwa 15 Jahren abgerissenen Wohnblocks durch ein Cateringunternehmen Pavillions und Stehtische aufbauen lassen. Um die Reden des Ministers, des Bürgermeisters, des Landrates und des Genossenschaftsvorstandes anzuhören, waren als Publikum zahlreiche Genossenschaftsmitarbeiter, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und einige Stadtverordnete erschienen.

Das ursprünglich auf 15.30 Uhr angesetzte Event begann dann – wie zwei Tage vorher mitgeteilt wurde - eine Stunde vorher. Die Veranstalter und ihr geladenes Publikum blieben so zunächst unter sich. Erst ab 15 Uhr, der Minister war gerade abgefahren, fanden sich auch Einwohner des Viertels ein, unter ihnen Mitglieder und Sympathisanten der Wählergruppe Die PARTEI Alternative Liste Eberswalde. Sie entfalteten u.a. ein Plakat »Kein Abriß mehr von Wohnraum – Für bezahlbares Wohnen«. Etwa ein Dutzend Einwohnerinnen und Einwohner des Brandenburgischen Viertels beteiligten sich an dem stillen Protest.

Bürgermeister, Baudezernentin und die Genossenschaftsvorstände spendeten böse Blicke. Ansonsten war Ignoranz angesagt und mangelnde Souveränität im Umgang mit den Protesten. Dies gipfelte schließlich in dem makabren und lächerlichen »Brausediebstahl«.

Die Protestierenden hatten auch Kinder dabei. Auf den Tischen für die Eventgäste standen Flaschen mit Brause herum. Tristan (7 Jahre) schnappte sich eine der Flaschen und nahm einen Schluck. Als er seiner kleinen Schwester nachjagte, um auch ihr ein Schlückchen Brause zukommen zu lassen, kam eine Angestellte des Cateringdienstes, den die Genossenschaft für die Veranstaltung mit dem Minister engagiert hatte, und nahm der Mutter die Flasche aus der Hand mit den Worten: Sie sind dagegen. Auf Nachfrage bestätigte die Catering-Mitarbeiterin, daß sie dies auf Anweisung tue. Der Flascheninhalt wurde kurz darauf weggekippt.

Dabei richteten sich die Proteste, wie Mirko Wolfgramm (Fraktionsvorsitzender von Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur) gegenüber MAXE betonte, keineswegs pauschal gegen den abgeschlossenen Kooperationsvertrag, sondern explizit gegen den geplanten Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21. Zumal hier Lösungen möglich wären, die den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen der Genossenschaft entsprechen und die Abrißkosten sparen würden.

gm – 5. Juni 2020

Siehe auch:
»Initiative: Denkmalschutz für einen Plattenbau!«
»Abriß abgesegnet«
»Denkmalschutz für Abrißblock«
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«
»Großprojekt BRAND.VIER«
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«
»Unglaublich! – Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)Höhen«




Die zwölf neuesten Artikel im Direktzugriff:

29.11.2020 - Der Adventskalender zum Artikel ...
28.11.2020 - Öffentliches Internet im Kiez zum Artikel ...
27.11.2020 - Essen für Menschen in Not zum Artikel ...
26.11.2020 - Barrieren gegen Raserei zum Artikel ...
22.11.2020 - Lastenradverleih-Lieferservice Eberswalde zum Artikel ...
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15.11.2020 - Hebewerk e.V. bekommt 5.800 Euro zum Artikel ...
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Archiv der MAXE-Druckausgaben

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