Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
in Eberswalde

Regelmäßige Kiez-Termine

Kulturbund Klub "Heinrich Mann"
Cottbuser Str. 5a (hier mehr):
Malzirkel 1./3. Do 14 Uhr
Handarbeiten 2./4. Do 14 Uhr
Foto-Club 2. Di, letzt. Di 18.30 Uhr
FG Ornithologie 3. Di 18.30 Uhr
Klöppelgruppe 4. Dienstag 14 Uhr

Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ):
Mütter-Fitness-Gruppe
Mo 9.30 Uhr, SV Motor Turnhalle
Potsdamer Allee 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr
Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee

AWO Ortsverein Finow:
Nachmittag im Seniorenclub
Mi 14 Uhr, Frankfurter Allee 24

WBG-Vereinshaus, Havellandstr. 15:
Sportgruppe @ H15 Mo 18.30-20 Uhr
Offene Naehwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Repair-Café & Six-to-Zero Fr 15 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

Gemeindezentrum:
Familiennachmittag dienstags
16 - 17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Potsdamer Allee 35
Familiensport, Di 15-16 Uhr
Do 15-16.30 Uhr, SV Motor Turnhalle
Potsdamer Allee 37

WBG-Freizeitschiff:
Rommé, Skat ... Mo 14 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr
Prignitzer Str. 48



Zweimal minus 6 Grad am Anfang der Woche, und diese schöne Blütenpracht ist hinüber ...

Veranstaltungen abgesagt

Das am 21. März geplante Treffen von Kümmerern und Interessierten an der umgestürzten BücherboXX auf dem Potsdamer Platz muß leider abgesagt werden, teilte BücherboXX-Organisator Konrad Kutt mit. Die BücherboXX werde sobald wie möglich repariert und wieder aufgestellt, ggf. an einem geschützteren Ort.

Dietrich-Bonhoeffer-Haus: Der Leiter des Hauses Jörg Renell teilt mit: »Da wir hier viele Menschen im Haus zu Gast haben, ist die Gefahr einer starken Verbreitung so groß, daß wir nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt schweren Herzens entschieden haben, das Haus bis auf Weiteres zu schließen.«

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur


Corona-Virus:
Bunte Stadt in besonderen Zeiten

Das Corona-Virus stellt auch und vor allem die sozialen Einrichtungen der Stadt Eberswalde vor besondere Herausforderungen. Im Brandenburgischen Viertel werden in den vier Kindertagesstätten »Arche Noah«, »Gestiefelter Kater«, »Hort Kinderinsel« und »Kleeblatt« regulär derzeit 456 Kinder betreut. Viele von diesen sind nun durchgängig bei ihren Eltern. Um diese Eltern in die Lage zu versetzen, sich pädagogisch sinnvoll mit ihren Kindern zu beschäftigen und die gemeinsame Zeit zu gestalten, hat die Stadtverwaltung Eberswalde einige Maßnahmen und Aktionen geplant. Mit ihnen soll der soziale Zusammenhalt in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise gestützt und gefördert werden.

Jede Familie, die mindestens ein Kind in einer Kindertagesstätte im Brandenburgischen Viertel hat, erhält seit dem 25. März 2020 eine Basteltüte. Diese enthält je nach Familiengröße entsprechende Bastelbögen, Bastelanleitungen und Bastelpapier. Finanziert wurden die Materialien vom städtischen Amt für Bildung Jugend und Sport. Die Firma Kaufland hat 500 Tüten zum Verpacken der Materialien gesponsert.

Bürgermeister Friedhelm Boginski: »Die besonderen Herausforderungen der Corona-Krise treffen uns alle. Doch es gehört auch zu den Aufgaben der Stadtverwaltung nicht nur die Wirtschaft und die Kultur zu unterstützen, sondern gerade und vor allem auch die Familien und hier ganz besonders jene im Brandenburgischen Viertel. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Daher freue ich mich sehr über die enge Zusammenarbeit mit dem Buckow e.V. und der Unterstützung von Kaufland, mit dessen Hilfe wir gerade dort im Kiez so ein besonderes Angebot auf die Beine gestellt bekommen haben.«

Darüber hinaus können sich alle Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels an das eingerichtete Kummertelefon des Buckow e.V. wenden, welches unter 0174 / 99 55 006, immer von Montag bis Freitag 8 bis 15 Uhr, zu erreichen ist. Es ersetzt die soziale Beratung, welche üblicherweise vom Verein angeboten wird. Das Projekt Bildungseinrichtung Buckow e.V. verteilt mit Unterstützung durch Freiwillige und Studenten entsprechende Informationsblätter zum Kummertelefon im Quartier.

Jan Bodnar – Pressesprecher der Stadtverwaltung Eberswalde

(veröffentlicht am 27. März 2020)

Siehe auch:
»Wichtiges von Unwichtigem trennen«
»Eberswalder Corona-Maßnahmen«
»Menschen organisieren sich«
»Corona-Notstand in Eberswalde«
»Unnötige Busfahrten vermeiden!«
»Das Corona-Virus in Eberswalde«
»Corona-Virus-Sofortmaßnahmen«
»Der Virus - dein Freund und Helfer«




BücherboXX gesichert

maxe. Am 26. März, Vormittag, hat der städtische Bauhof die gestürzte BücherboXX einschließlich der zugehörigen blauen Bank vom Potsdamer Platz geborgen. Wie seitens der Kümmerergruppe zu erfahren war, wird sich der Initiator und Eigentümer Konrad Kutt nunmehr der Aufgabe widmen, die Schäden zu reparieren und Möglichkeiten für eine Neuaufstellung der BücherboXX im Brandenburgischen Viertel zu organisieren.

26. März 2020

Siehe auch:
»Jetzt erst recht!«




In der Krise:
Wichtiges von Unwichtigem zu trennen

maxe. In dieser Zeit, in der trotz umherschwirrender Corona-Viren die verliebten jungen Frauen mit ihrem Schatz turteln und ihn anhimmeln, lernt man zu unterscheiden, was im Leben einen Wert hat und was weniger wichtig ist. Wenn sogar eine Bundeskanzlerin Home Office machen kann, wieso müssen dann täglich jahraus jahrein Millionen Pendler die Strapazen des ÖPNV auf sich nehmen? Wenn Schwestern, Pflegekräfte, Polizisten, Kassiererinnen, Müllmänner, LKW-Fahrer und Bauern systemrelevant sind, warum werden sie dann nicht anständig bezahlt?

Man merkt: Urlaubsreisen, Kreuzfahrten, Restaurantbesuche, Theater, Museen, Kino ... ja sogar die Zoos sind purer Luxus, auf den man verzichten kann. Selbst Sitzungen und Konferenzen können anders ablaufen. Internationale Messen, Konzerte und sportliche Großveranstaltungen sind nichts dagegen, daß man sich vernünftig den Allerwertesten abwischen kann. Was zu essen, zu trinken, drei Schritte an die frische Luft, das Telefon griffbereit und einen Radioempfänger; mehr braucht man nicht, um glücklick zu sein.

Kontakte sind nach wie vor wichtig, aber bitte mit Abstand! Das hat etwas mit Respekt zu tun: vor der eigenen Gesundheit und der Gesundheit des anderen. Selbst virtuelle Kontakte können das Leben erleichtern. Man ist im Geiste beieinander, und das ist fast wichtiger als physischer Kontakt. Bleiben Sie gesund!!!

Jürgen Gramzow - 25. März 2020

P.S. Falls Sie jetzt nicht wissen, wohin mit dem lieben Geld, spenden Sie für den Wiederaufbau der Maria-Magdalenen-Kirche, die vom Brand stark in Mitleidenschaft genommen wurde. An: KVA Eberswalde, IBAN DE75 1009 0000 3594 1100 04 - BIC: BEVODEBBXXX, Berliner Volksbank, Zahlungsgrund: Bau Maria-Magdalenen-Kirche. Die Arbeiten werden ca. 2 Jahre dauern.

Sie mögen keine Kirche und wollen lieber handfest helfen? Dann spenden Sie an BROT FÜR DIE WELT, IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00 - BIC: GENODED1KDB - Verwendungszweck "Hunger in Afrika". In Ostafrika herrscht zur Zeit eine schreckliche Heuschreckenplage, die sämtliche Ernten und die Tierversorgung unmöglich macht. Akut sind 10 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Überweisungsträger für BROT FÜR DIE WELT auch bei Banken und Sparkassen.




IN DIESEN TAGEN ...

In diesen Tagen,
wo das Toilettenpapier knapp ist,
abonniert man am besten die lokale Tageszeitung -
dann ist man jederzeit gut versorgt ...

ein Freund in Quarantäne, 21. März 2020





Ärzte empfehlen: Viel Vitamine, viel Sonne und frische Luft. Die Stärkung des Immunsystems hilft im Falle einer Infektion, mit der Krankheit besser fertig zu werden. Eberswalder Corona-Maßnahmen

Gemeinsame Presseerklärung von einigen Stadtverordneten und der Rathausspitze

maxe. Am Donnerstag, dem 19. März 2020 trafen sich die Fraktionsvorsitzenden der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung und der fraktionslose Stadtverordnete mit Bürgermeister Friedhelm Boginski, um über die aktuelle Situation zu beraten. Anwesend waren auch die drei Dezernenten sowie die Vorsitzenden von Stadtverordnetenversammlung und Haupthausschuß Martin Hoeck und Götz Herrmann.

Der Bürgermeister informierte ausführlich zur aktuellen Lage in der Stadt, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung, die selbst keine Angaben zur aktuellen Lage in der Stadt enthält. Die anwesenden Stadtverordneten lobten »die bereits angelaufenen Maßnahmen durch die Verwaltung und sicherten parteiübergreifend ihre vollste Unterstützung zu«. Daneben machten sie weitere Vorschläge zur Verbesserung der Situation für die Eberswalder Bürgerinnen und Bürger, die bei der Verwaltungspitze »auf fruchtbaren Boden« fielen.

»Ich freue mich sehr«, wird der Bürgermeister zitiert, »daß die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung in dieser schwierigen Situation an einem Strang ziehen und wir gemeinsam Lösungen für unsere Stadt suchen«.

Alle Anwesenden seien sich zudem einig, »daß wichtige Maßnahmen zur Unterstützung der Eberswalder Bevölkerung jetzt unbürokratisch und schnell durchgeführt werden müssen«.

Folgende Punkte wurden diskutiert und beschlossen:

  1. Die Sozialarbeiter der Stadt werden in den nächsten Wochen aktiv auf der Straße präsent sein, um als Ansprechpartner vor allem für Kinder und Kinder zu fungieren und auch um die Bevölkerung insgesamt zu informieren.
  2. Die Markthändler sollen entlastet werden. Daher fallen ab sofort die Verwaltungsgebühren für die Markgilde, den Betreiber des Wochenmarktes, weg. Diese Entlastung wird direkt an die Markthändler weitergegeben werden, wodurch deren Kosten sinken. Gleichzeitig wird das Amt für Stadtmarketing und Tourismus weitere Maßnahmen planen und umsetzen, um den Wochenmarkt zu erhalten.
  3. Mit Bezug auf die Kitagebühren prüft die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Landkreis mögliche Maßnahmen zur finanziellen Entlastung der Eltern.
  4. Es wird gemeinsame Gespräche mit den in Eberswalde agierenden Wohnungsunternehmen geben, um die Eberswalder Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich zu entlasten. Die WHG erklärte bereits, daß sie in ihren Objekten im Jahr 2020 keine Kündigungen vornehmen wird.
  5. Für die Wirtschaft werden in enger Abstimmung von Politik und Verwaltung geeignete Maßnahmen erarbeitet werden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise so gut wie möglich abzufedern. Das Amt für Stadtmarketing und Tourismus hat bereits am 16. März 2020 eine Handreichung für Arbeitgeber, Arbeitgeberinnen und Selbständige inkl. Kreativwirtschaft veröffentlich, die immer tagesaktuell hier abgerufen werden kann.
  6. Zur Unterstützung der Kulturschaffenden werden die Möglichkeiten einer flexibleren Regelung der Kulturförderungsrichtlinien geprüft. Politik und Stadtverwaltung sind sich einig, daß die regionale Kultur zum Überstehen der Krise unterstütz werden muß.
  7. Um in den kommenden Wochen wichtige Entscheidungen für die Stadt treffen zu können, war sich die Runde einig, daß der Hauptausschuß als beschließendes politisches Gremium weiterhin während der Krise tagen soll. Jeweils am 7. und am 29. April 2020 wird es die nächsten Sitzungen des Hauptausschusses geben. Es wird jedoch nötig sein, aufgrund der bestehenden Verordnungen die Besucherzahl stark zu begrenzen. Zudem bestimmten die Fraktionsvorsitzenden den Vorsitzenden des Hauptausschusses Götz Herrmann als Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und als ersten politischen Ansprechpartner für den Bürgermeister während dieser Krise.
  8. Die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes sind in der Stadt unterwegs um die Bevölkerung zu den Verordnungen zu informieren und diese durchzusetzen.

»Die beschlossenen Punkte sind ein Einstieg in die enge Zusammenarbeit« von Stadtverordneten und Stadtverwaltung, »um die Krise gemeinsam zu bestehen«.

Der Vorsitzende des Hauptausschusses Götz Herrmann (SPD | BfE) sagte laut der gemeinsamen Erklärung, daß es gerade jetzt sehr wichtig sei, daß sich Stadtverordnete und Verwaltung einig sind und einen gemeinsamen Plan haben, wie die nächsten Woche zusammen organisiert werden.

Die Stadtpolitiker und die Führungskräfte der Stadtverwaltung riefen gemeinsam erneut erneut dazu auf, die behördlichen Anordnungen zu beachten und ihnen Folge zu leisten. »Wir alle müssen in dieser Situation ernst aber auch besonnen handeln, um die Ausbreitung des Virus so gut es geht zu verlangsamen«, erinnerte der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung arbeite in einem reduzierten aber voll funktionsfähigen Modus, der auch den Weitblick auf die Situation nach der Krise nicht vernachlässige.

(20. März 2020)

Siehe auch:
»Menschen organisieren sich«
»Corona-Notstand in Eberswalde«
»Unnötige Busfahrten vermeiden!«
»Das Corona-Virus in Eberswalde«
»Corona-Virus-Sofortmaßnahmen«
»Der Virus - dein Freund und Helfer«




KITA geschlossen, Forsythien blühen trotzdem


Foto: Jürgen Gramzow (19. März 2020)



Konrad Kutt birgt beschädigte Bücher aus der umgestürzten Bücherboxx.

Trauer um die Bücherboxx auf dem Potsdamer Platz:
»Jetzt erst recht!«

An unserem Treffen an der umgestürzten BücherboXX am 14. März haben ca. 10-12 interessierte Menschen teilgenommen. Die Trauer und das Unverständnis über die beiden krminellen Attentate auf die BücherboXX und damit auf das »Buch« stand allen ins Gesicht geschrieben. Alle hatten verstanden, welche Vorteile diese kleine Straßenbibliothek für jeden Einzelnen und das Zusammenleben bringen könnte. Gerade deshalb sollte die Veranstaltung keine Beerdigung zweiter Klasse werden.

Im Gegenteil. An zwei Stehtischen mit Kaffee und Kuchen wurde besprochen, wie es weitergehen kann. Gedichte von Heinrich Heine und Erich Kästner wurden vorgetragen und Geigenmusik war auch vorgesehen. Spontanbesucher schlossen sich an und diskutierten mit. Die Stimmung war geprägt vom »Jetzt erst recht«. Und es wurden viele Geschichten erzählt vom Gebrauch und Nutzen der BücherboXX. Niemand kam auf die Idee, »aussortierte und schmutzige Bücher lesen zu müssen«.

Viele haben sich daran beteiligt, verkohlte und nasse Bücher aus der BoXX herauszufischen. Die Hälfte wurde geschafft, die andere Hälfte wird beim nächsten Mal geborgen. Die BücherboXX wurde mit Laken wieder eingehüllt und soll erst einmal bis zum 21. März liegen bleiben. Dann nämlich soll ein weiteres Treffen der Kümmerer stattfinden:

Ich möchte alle herzlich einladen, am kommenden Sonnabend, dem 21. März, wieder von 12 - 14 Uhr dabei zu sein, sofern es bis dahin kein Versammlungsverbot gibt.

Konrad Kutt - Initiator der BücherboXX
(15. März 2020)

Update am 19. März 2020:
Das Treffen ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden. Konrad Kutt informiert, daß die BücherboXX sobald wie möglich repariert und wieder aufgestellt wird, ggf. an einem sichereren Standort im Brandenburgischen Viertel.




Corona-Virus und Zivilgesellschaft:
Menschen organisieren sich

Die Verwaltungen organisieren seit Freitag auch in Eberswalde und im Landkreis Barnim die verordnete Corona-Panik. Kontaktsperren, Kita-, Schul- und Unischließungen sowie Versammlungsverbote sind sicherlich hilfreich, um eine mögliche Ausbreitung der Viren zu verlangsamen. Die flächendeckende Aushebelung von Grundrechten ist ein Nebeneffekt.

Einen anderen Nebeneffekt probieren aktuell Studentinnen und Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde aus. Sie organisieren bürgerschaftliche Solidarität und wollen Menschen, die von der Lahmlegung des öffentlichen Lebens besonders betroffen sind, helfen.

Wie diese Hilfe konkret aussehen kann, hängt zum einen vom Bedarf und zum anderen vom Potential des Helferpools ab, der seit Freitag organisiert wird.

Um im Helferpool mitmachen zu können, muß gewiß kein Studentenausweis vorgelegt werden. Die Bitte, daß sich weitere Freiwillige melden, ergeht insofern an alle Menschen in und um Eberswalde.

Gerd Markmann - 15. März 2020

Siehe auch:
»Corona-Notstand in Eberswalde«
»Unnötige Busfahrten vermeiden!«
»Das Corona-Virus in Eberswalde«
»Corona-Virus-Sofortmaßnahmen«
»Der Virus - dein Freund und Helfer«




Stadtverwaltung Eberswalde (Update vom 14.3.):
Corona-Notstand in Eberswalde

Öffentliches Leben in der Quarantäne

maxe. Die Corona-Panik hat die BRD erreicht und wird nun amtlich organisiert. Nachdem ein Mitarbeiter der Eberswalder Stadtverwaltung positiv auf den Corona-Virus getestet wurde, stehen Teile der Stadtverwaltung bereits unter Quarantäne (»Das Corona-Virus in Eberswalde«).

Auf der Liste der abgesagten bzw. verschobenen Veranstaltungen stehen »Beethoven zum 250. in E.« in der Märchenvilla und die Jugenddisko im Bollwerk (beide am 14.3.), das Kopfkino im BBZ Amadeu Antonio am 18.3., die Auftaktveranstaltung zu 50 Jahre Zusammenschluß Eberswalde und Finow im Museum am 20.3., die Festveranstaltung zu 115 Jahre Museum Eberswalde im Kreishaus am 21.3., die Stadtverordnetenversammlung am 26.3., der Künstlertalk II 40 in 40 im Museum Eberswalde am 27.3., die gemeinsame Auftaktveranstaltung zu »Sauberswalde« am 4.4. und das Kopfkino im BBZ am 15.4.

Neben der Stadtverordnetenversammlung sollen auch sämtliche Sitzungen der Fachausschüsse ausfallen. Lediglich der städtische Hauptausschuß findet statt. Der ist gemäß der Brandenburgischen Kommunalverfassung der einzige beschließende Ausschuß im Rahmen festgelegter Grenzen. Befugnisse, als eine Art »Notparlament« zu agieren, sind dem Hauptausschuß durch die Kommunalverfassung nicht gegeben.

Als weiteres Krisengremium, das über keinerlei gesetzliche Grundlage verfügt, soll die auf Einladung des Bürgermeisters tagende Versammlung der Fraktionsvorsitzenden, einschließlich des Einzelstadtverordneten Carsten Zinn, tätig werden. Dieser Personenkreis soll, so Bürgermeister Boginski auf dem ersten entsprechende Krisentreffen am 13. März, möglichst wöchentlich, bei Bedarf auch häufiger zusammenkommen.

Dringliche Beschlüsse will Friedhelm Boginski derweil per Eilentscheidung treffen, die dann der Stadtverordnetenversammlung zur Bestätigung vorgelegt werden, wenn sie wieder zusammentritt. Eine erste solche Eilentscheidung wird zur »Rekommunalisierung der Wochenmärkte in Eberswalde« fällig, weil die hierzu nötige Kündigung des Nutzungsvertrages mit der Firma Deutsche Marktgilde eG bis zum 31. März erfolgen muß, um die Kündigungsfrist bis zum 30. September 2020 einzuhalten.

Der Notstand gilt auch für die Kitas und Schulen. Brandenburgweit gilt das Schließungsgebot ab Mittwoch, dem 18. März. Wie das im einzelnen umgesetzt wird, obliegt den jeweiligen Trägern. Für dringende Fälle – insbesondere für Kinder von Eltern, die in Bereichen tätig sind, die für das öffentliche Wohl notwendig sind (Feuerwehr, Krankenhäuser etc.) will die Stadtverwaltung drei städtische Kitas offenhalten und hier vielleicht sogar falls nötig ein 24-Stunden-Angebot bereitstellen. Die drei Kitas werden im Stadtgebiet verteilt sein: Eine Kita in Nordend, eine in Stadtmitte sowie die Kita »Pusteblume« mit dem Versorgungsbereich Finow und Brandenburgisches Viertel.
Wie die Kitas in nichtstädtischer Trägerschaft den Notstand organisieren, teilte die Stadtverwaltung nicht mit.

Für Rückfragen zum Corona-Virus steht das Bürgertelefon des Landkreises Barnim unter 03334/214-1900 zur Verfügung.

Sämtliche Maßnahmen gelten zunächst bis zum 19. April 2020.

Weitere Informationen stellt die Barnimer Kreisverwaltung unter https://www.barnim.de/leben-in-barnim/gesundheit/coronavirus.html zur Verfügung.

(14. März 2020)

Siehe auch:
»Unnötige Busfahrten vermeiden!«
»Das Corona-Virus in Eberswalde«
»Corona-Virus-Sofortmaßnahmen«
»Der Virus - dein Freund und Helfer«




Corona-Pandemie:
Unnötige Busfahrten vermeiden!

maxe. Wie schon des öfteren mitgeteilt, warnen die zuständigen Behörden momentan vor einem erhöhten Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Eine Erkrankung kann besonders bei älteren Menschen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Aus epidemiologischer Sicht ist der Öffentliche Nahverkehr deshalb nicht zu empfehlen, da dort Menschen längere Zeit auf engstem Raum verweilen bzw. eine Vielzahl von ungwollten Kontakten möglich sind. Deshalb verzichten Sie, wenn möglich zur Zeit auf Busfahrten in Eberswalde! Benutzen Sie zum Beispiel das Fahrrad oder laufen Sie zumutbare Strecken. Das alles hilft, eine mögliche Epidemie einzugrenzen und stärkt das eigene Immunsystem.

Die Barnimer Busgesellschaft teilte auf ihrer Homepage mit, daß die Fahrertür ab sofort geschlossen bleibt und keine Tickets im Bus verkauft werden. Man solle sich Zeitkarten in Vorverkaufsstellen besorgen. So versucht man, die Fahrer vor einer Ansteckung zu bewahren.

(14. März 2020)




Stadtverwaltung Eberswalde (Update vom 13.3.):
Das Corona-Virus in Eberswalde

2 Infizierte und 2 Verdachtsfälle

maxe. Neben den schon gestern zwei bestätigten Fällen (siehe »Corona-Virus-Sofortmaßnahmen«) gibt es jetzt (Stand 13.3.) zwei weitere Verdachtsfälle von Personen, die sich mit dem Corona-Virus (COVID-19) infiziert haben könnten.

Vier Fälle. Grund genug, nunmehr alle möglichen Notstandsszenarien umzusetzen.

Auch im Eberswalder Rathaus gibt es bereits präventive Quarantäneanordnungen, informiert die städtische Pressestelle. »In Abstimmung mit dem Landkreis ist es nun das primäre Ziel, die Infektionskurve möglichst lang zu ziehen und einen rapiden Anstieg der Infektionen zu vermeiden um die Labore und Krankenhäuser der Region so gering wie möglich zu belasten.«

Jeder einzelne trage Verantwortung für sich aber auch für Freunde, Nachbarn und Verwandte, läßt Bürgermeister Friedhelm Boginski wissen. Wichtig sei es jetzt aber auch, »daß das Leben in Eberswalde eingeschränkt aber effektiv weitergeht. Daher werden wir nicht alles schließen, sondern stattdessen nach Alternativen suchen, um die Abläufe der städtischen Verwaltung zu gewährleisten. Dabei gilt es auch, die Wirtschaft sowie die Künstlerinnen und Künstler unserer Stadt im Blick zu haben.«

»Guten Morgen Eberswalde« werde in veränderter Form weiter stattfinden (per Livestream auf der Facebookseite von Guten-Morgen-Eberswalde). Der Eberswalder Zoo, der Familiengarten und die Schwimmhalle baff bleiben weiterhin geöffnet. Für den Übungsbetrieb von Individualsportlern bleiben auch die Freiluftsportstätten geöffnet. Die Tourist-Information wird ab Montag, dem 16. März 2020, im Eingangsbereich des Rathauses zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung »Sauberswalde« am 4. April wird individuell durchgeführt, eine zentrale Veranstaltung wird es nicht geben.

»Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger«, so der Bürgermeister, »große private Ansammlungen zu vermeiden. Eltern, die nicht berufstätig sind, bitte ich, ihre Kinder vorerst zu Hause zu betreuen, um die Kitas und Horte zu entlasten«. Am Montag, dem 16. März, werden alle städtischen Kitas, Horte und Schulen geöffnet haben. Allerdings dürften ab Mittwoch die landes- bzw. kreisweiten Vorgaben zur Schließung der Schulen und Kitas greifen.

Gänzlich geschlossen bleiben das Museum und die Stadtbibliothek. Die Funktion „Onleihe“ der Bibliothek bleibt verfügbar und die Rückgabefristen werden bis zur Wiedereröffnung verlängert.

Schließlich werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, das Rathaus nur noch in Ausnahmefällen persönlich aufzusuchen und ansonsten telefonisch oder per Internet Kontakt aufzunehmen.

Für Rückfragen zum Corona-Virus steht das neu eingerichtete Bürgertelefon des Landkreises Barnim zur Verfügung, welches ab Samstag, dem 14. März 2020, unter 03334/214-1900 zu erreichen ist.

Sämtliche Maßnahmen, heißt es in der städtischen Pressemitteilung, gelten zunächst bis zum 19. April 2020. Dann werde die Situation neu beurteilt.

Weitere Informationen stellt die Barnimer Kreisverwaltung unter https://www.barnim.de/leben-in-barnim/gesundheit/coronavirus.html zur Verfügung.

(13. März 2020)




Stadtverwaltung Eberswalde:
Corona-Virus-Sofortmaßnahmen

Keine Veranstaltung mit mehr als 30 Teilnehmern

maxe. Nach den ersten zwei bestätigten Fällen von in Eberswalde lebenden Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, rät Bürgermeister Friedhelm Boginski den Bürgerinnen und Bürgern die Situation besonnen aber mit der notwendigen Vorsicht zu behandeln.

Dies teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung heute mit. Landrat Daniel Kurth informierte, die Kreisverwaltung habe »in den letzten Wochen alle Vorkehrungen getroffen, um mit der Situation angemessen umgehen zu können«. Bürgermeister Boginski, ergänzte: »Der Verwaltungsstab der Stadtverwaltung Eberswalde arbeitet bereits seit mehreren Wochen aktiv und eng mit dem Landkreis zusammen, um die Stadt bestmöglich aufzustellen. Wir als Eberswalderinnen und Eberswalder sollten jetzt unseren Teil beitragen, indem wir uns alle an die Empfehlungen des Landkreises halten«.

Dazu zählen vor allem auch das Einhalten von hygienischen Regeln wie regelmäßiges und gewissenhaftes Händewaschen und das Einhalten von angemessenem Abstand zu den Mitmenschen. »Wenn wir als Stadtgesellschaft zusammenstehen und auf unsere Nachbarn, Familien und Freunde achten, stehen unsere Chancen gut, diese Krise zu meistern«, sagt Friedhelm Boginski.

Als vorbereitete und jetzt in Kraft tretende Sofortmaßnahme werden zunächst alle von der Stadtverwaltung organisierten Veranstaltungen bis einschließlich 18. April 2020 mit mehr als 30 Teilnehmern abgesagt. Dies wird seitens des Landkreises auch allen anderen Veranstaltern empfohlen.

Ab dem 13. März 2020 gilt im Landkreis Barnim und damit auch in der Stadt Eberswalde eine Anzeigepflicht für alle Veranstaltungen mit mehr als 30 Teilnehmern. Bis auf weiteres sind keine Schul- und Kitaschließungen vorgesehen. Glaubensgemeinschaften werden gebeten, ihre Rituale zu überprüfen. Weitere Maßnahmen sollen in den nächsten Tagen kommuniziert werden.

Weitere Informationen stellt die Kreisverwaltung unter https://www.barnim.de/leben-in-barnim/gesundheit/coronavirus.html zur Verfügung.

(12. März 2020)





Mittwochsmarkt auf dem Potsdamer Platz


Foto: Jürgen Gramzow (11. März 2020)



Bewegung am Potsdamer Platz:
Neues Staudenbeet vor der Grundschule Schwärzesee

maxe. »Der Frühling steht vor der Tür«, schreibt die Pressestelle der Eberswalder Stadtverwaltung in einer aktuellen Pressemitteilung, »und somit ist es die perfekte Zeit, um unsere Stadt mit neuem Grün aufzufrischen«.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schwärzesee mit dem Wunsch, die Grünanlagen vor der Schule aufzuwerten, an die Stadtverwaltung gewandt. Parallel dazu hatte die Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur in einem Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2020/2021 vorgeschlagen insgesamt 50.000 Euro an zusätzlichen Mitteln für »Maßnahmen im Brandenburgischen Viertel« bereitzustellen.

Die Mittel sollten einerseits eingesetzt werden, um eine »Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee« zu finanzieren. Andererseits sollte das zusätzliche Geld insbesondere für Aufwertungsmaßnahmen im Bereich des Potsdamer Platzes eingesetzt werden.

Die Stadtverordnetenmehrheit hatte den Änderungsvorschlag abgelehnt. Allerdings hatte Baudezernentin Anne Fellner zuvor bereits mitgeteilt, daß aus verschiedenen Förderprogrammen Finanzen für solche Aufwertungsmaßnahmen zur Verfügung stehen würden.

In der Pressemitteilung heißt es hierzu: »Einem dementsprechenden Änderungsantrag zum Haushalt folgend, beginnt der städtische Bauhof am heutigen Montag, dem 3. März 2020, mit den Umbaumaßnahmen des betreffenden Geländes. Auf der Grünfläche vor der Grundschule wird entlang des Verbindungsweges zwischen dem Potsdamer Platz und der Kyritzer Straße ein neues Staudenbeet entstehen.« Im Rahmen ihres Stadtentdeckerprojektes werden sich die Schwärzesee-Schülerinnen und -Schüler direkt an der Gestaltung der Fläche beteiligen.

»Daß sich die Schülerinnen und Schüler aktiv bei der grünen Gestaltung ihres Schulumfelds einbringen wollen, erfreut mich ganz besonders und dabei wollen wir sie natürlich unterstützen«, sagt die Baudezernentin.

Zunächst wird die Pflanzfläche mit einer Steinmauer eingefasst. Anschließend erfolgen diverse Arbeiten am Boden, unter anderem auch die Einbringung eines speziellen Staudensubstrats. Im April soll dann die Bepflanzung des größten Teils der Fläche erfolgen, einschließlich der Mulchung als Schutz gegen Verdunstung.

Eine kleine Teilfläche wird frei bleiben. Diese wird dann am 23. April, um 13.30 Uhr, in einer Gemeinschaftsaktion des Bauhofes mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule bepflanzt und damit die Anlage des Staudenbeets vollendet.

»Das Ergebnis wird nicht nur eine gestalterische Aufwertung sein, sondern auch eine ökologische«, weiß die städtische Pressestelle, »da das Staudenbeet viele insektenfreundliche Pflanzen enthalten wird.«

Ein weiteres Projekt ist bereits in der Planung: 2021 möchten die Schülerinnen und Schüler auf dem Staudenbeet ein Insektenhotel aufstellen.

(2. März 2020)




HART IM RAUME

Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit.
Leicht beieinander wohnen die Gedanken,
doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.

Friedrich Schiller






Freitagnachmittag in Finow


Foto: Jürgen Gramzow - (28. Februar 2020)



Ökologie in der Praxis:
Sie wollen Strom sparen?

maxe. Viele Haushalte ächzen unter steigenden Kosten: die Lebensmittel, die Miete, die Nebenkosten - alles ufert aus. Wie kann man sich etwas finanziellen Freiraum verschaffen, ohne daß die Lebensqualität darunter leidet? Maxe hilft Ihnen mit unkonventionellen, aber auch radikalen Tipps, wie man sein Leben wieder in den Griff bekommt:

Ein kleinerer Kühlschrank geht auch

Dieses Haushaltsgerät läuft immer. Eine geringere Leistung macht sich direkt in der Stromrechnung bemerkbar und: braucht man wirklich soviel Platz zum Einfrieren, oder ist es eher ein Ort, wo Lebensmittel vergessen werden?

Verschrotten Sie den Fernseher!

Mal ehrlich: Schauen Sie den Blödsinn im Fernsehen nicht nur aus Langeweile? Nehmen Sie mal ein Buch aus dem Regal oder durchstöbern Sie alte Zeitschriften! Es reicht auch, wenn man die Nachrichten einmal am Tag im Radio hört. Besondere Effekte erzielt dieser Tipp in Haushalten, wo die Glotze aus Prinzip den ganzen Tag läuft. Mit dem Kühlschrank zusammen ist das schon die halbe Miete.

Internet geht auch ohne Router!

Daß Sie Energiesparlampen eingeschraubt haben, versteht sich von selbst. Aber wissen Sie, was Ihnen noch die Groschen vom Konto frißt? Das ist der Router mit Internet-Flatrate. Das Teil sendet 24 h am Tag ein WLAN aus. An der Wärme des Gerätes identifizieren Sie einen kleinen Stromfresser. Muss alles nicht sein. Internet geht auch per Handyvertrag, indem Sie im Smartphone den Hotspot aktivieren und so nur im Bedarfsfall Ihren Computer mit dem Internet verbinden. So vermindern Sie die Strahlung eines WLAN, sparen sich die Home-Flatrate-Gebühren und den Stromverbrauch des Routers. Dann sind Sie schon ein Fortgeschrittener ...

Der Schnickschnack in der Küche ...

Es ist zwar manchmal bequem und vorteilhaft, wenn man über einen Toaster, einen Grill oder eine Mikrowelle verfügt. Doch erstens müllen Sie sich damit Ihre Miniküche zu und zweitens sind das unnötige Stromfresser. Auch ein Heizkissen ist nicht besser als eine Wärmflasche, sondern muss ständig im Auge behalten werden.

Wenn Sie diese Tipps umgesetzt haben, werden Sie auch keinen Besuch mehr von Stromfirmen-Vertretern bekommen. Sie sind dann einfach nicht mehr interessant genug!

Viel Erfolg wünscht Maxe!

25. Februar 2020




Förderantrag Soziale Stadt:
Die Wildnis vor der Haustür

maxe. Zwei zertifizierte Umweltpädagogen der HNEE möchten gerne den Schülern der Schwärzesee-Grundschule die reichhaltige Natur näherbringen, die im Brandenburgischen Viertel quasi vor der Haustür liegt. Dazu stellte die Stiftung Waldwelten einen Förderantrag über 6.900 Euro, der von den Mitgliedern des Sprecherrats Soziale Stadt gebilligt werden muss.

Die Ziele der von März bis Dezember 2020 stattfindenden wöchentlichen Unternehmungen sind die Erkundung der unmittelbaren Umgebung, die Stärkung der Naturverbundenheit durch Wildnis-Aktivitäten, freie und angeleitete Spiele, das Spurenlesen, Kennenlernen und Entdecken von Arten sowie Pflegearbeiten auf der Fläche wie bewässern bei Trockenheit und Bau von Nisthilfen für Vögel und Insekten.

Das Quartiersmanagment weist darauf hin, daß durch dieses Projekt zahlreiche Punkte des INSEK BBV erfüllt werden können wir z.B. sozialer Zusammenhalt, Aktivierung breiter Schichten, Ökologie und Steigerung der Attraktivität des Viertels. Für die Finanzierung stehen noch ausreichend Mittel zur Verfügung, wie das QM in seiner Stellungnahme vom 20.02. betonte.

21. Februar 2020




DAS WESEN DES GELDES

Geld ist das dem Menschen entfremdete
Wesen seiner Arbeit und seines Daseins,
und dieses fremde Wesen beherrscht ihn,
und er betet es an.

Karl Marx





Die GLG in Zahlen


Das Werner-Forßmann-Krankenhaus ist als regionale Schwerpunktklinik der leistungsfähige Kern des GLG-Verbundes.

Kennzahlen Krankenhaus
Angermünde
Kreiskrankenhaus
Prenzlau
Forßmann-Krankenhaus
Eberswalde
Gropius-Krankenhaus
Eberswalde
Fachklinik
Wolletzsee
Ambulante
Pflege & Service
Beschäftigte 240 262 1185 807 206 167
Betten 112 116 484 256 182 582*
Durchschnittlicher
Aufenthalt
10 Tage 9 Tage 7 Tage 14 Tage 24 Tage -
Personal pro Patient 2,1 2,3 2,4 3,2 1,1 0,3

Quelle: GLG Jahresbericht 2019 - (5. Februar 2020)
* Fälle pro Jahr





Das Eberswalder Rathaus wird erschüttert


Foto: Jürgen Gramzow - (4. Februar 2020)



WHG-Objektbetreuer André Nitsche ist nun mit dem Lastenfahrrad im Kiez unterwegs.

WHG Eberswalde:
Mit dem Lastenrad unterwegs

Endlich ist es da! Was haben wir lange darauf gewartet. Und wir hatten auch die Qual der Wahl. Wir haben einen Klassiker von BABBOE gewählt. Bei Insidern der erfahrenste Lastenradler schlechthin – ganz klar aus dem Land der Räder – aus den Niederlanden.

Im WohnQuartier im Brandenburgischen Viertel fährt unser Objektbetreuer André Nitsche nun seine Quartiersrunden. Natürlich haben wir ein Elektrobike gewählt. So kann das Equipment für Sauberkeit und Ordnung bequem transportiert werden, ohne die Kräfte schon beim Radeln verbraucht zu haben.

Lastenräder sind in Eberswalde ja mittlerweile auch schon eine wichtige und nachgefragte Alternative für Transport und Bewegung um von A nach B zu kommen. Was da alles reinpaßt. Ein wahres Platz- und Raumwunder. Von Kind, Hund, Einkauf, Getränkekisten, Werkzeugkis-ten und Kleinmöbel – paßt alles rein.

Neugierig? Oder Sie wollen selbst mal Platz nehmen auf’m Lastenrad? In Kürze startet unser Ausleihprojekt für Lastenräder im Wohnquartier Brandenburgisches Viertel zusammen mit BARshare. Ein weiteres tolles Angebot für die Mieterinnen und Mieter, nachhaltige Mobilität im Alltag zu nutzen.

Doreen Boden, WHG Eberswalde - 23. Januar 2020




GLAUBE UND TAT

Was auf das Leben folgt, deckt tiefe Finsternis;
was uns zu tun gebührt, des nur sind wir gewiß.
Dem kann kein Mißgeschick, kein Tod die Hoffnung rauben,
der glaubt, um recht zu tun, recht tut, um froh zu glauben.

Immanuel Kant






Gewachsene Natur nicht schön genug?
Bäume und Gräser bilden das perfekte Biotop - auch ohne Eingriffe des Menschen


maxe. Die Eberswalder Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) und die Wohnungsgenossenschaft 1893 e.G. beabsichtigen als Eigentümer der Brachflächen an der Prignitzer Str. den nördlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel attraktiver zu gestalten. Nach Ansicht der großen Vermieter bietet dieser Quartierseingang kein schönes Bild und soll ökologisch mit neuen Anpflanzungen umgestaltet werden. Sowohl Herr Aßmann von der WHG als auch Herr Reinhardt von der 1893 bestätigten entsprechende Pläne auf der jüngsten Einwohnerversammlung. Dazu soll in nächster Zeit mithilfe von Experten ein Konzept erarbeitet werden. Das Problem dabei sei, wie Herr Reinhardt betonte, daß auf den entsprechenden Flächen so gut wie nichts wachse, jedenfalls nicht die Pflanzen und Bäume, die die Experten vorschlagen. Die Kiefern und Essigbäume sowie verschiedenste Gräser und Moose wachsen, wie man auf dem Foto sieht, jedoch sehr gut und in Eintracht

nebeneinander - ohne jede teure Einwirkung von außen. Die Öko-Experten empfehlen jedoch eine Zurückdrängung der Kiefer und wie Herr Reinhardt mitteilte, seien im Abschnitt Cottbuser Straße schon 60 Kiefern gefällt worden. Daß damit wertvoller Lebens- und Rückzugsraum für die Vogelwelt des Viertels wegfällt, wurde dabei offenbar übersehen. Die intelligenten Rabenvögel nutzen gerne die geschützten bewaldeten Innenhöfe als Schlaf- und Brutquartier. Bevor großflächig Kiefern abgeholzt werden und nicht sicher ist, ob andere Bäume auf diesem märkischen Boden überhaupt wachsen, sollten alle Auswirkungen auf Fauna und Flora, sowie das Mikroklima und den Schall- und Sichtschutz, den die Kiefern bieten, bedacht werden. Ein funktionierendes Biotop zu zerstören, ist eine Sache einer halben Stunde durch Bauarbeiter, aber es braucht Jahrzehnte, bis ein solches wiederhergestellt ist. Am Ende bezahlt der Bürger die Zeche.

(jg) - 28. Oktober 2019




Bürgermeister Boginski erläutert Fakten zur aktuellen Lage der Stadt

Bürgermeister auf Einwohnerversammlung:
Eberswalde - Zahlen und Fakten der Stadt

maxe. Friedhelm Boginski begrüßte auf dem diesjährigen Zusammentreffen die anwesenden 50 Gäste, davon ca. die Hälfte Vertreter der Verwaltung, der Vermieter, der ansässigen Institutionen und einige Volksvertreter. Als erstes präsentierte der Bürgermeister ein paar aktuelle Zahlen der Barnimer Kreisstadt:

41.898 Einwohner
davon
13.962 Beschäftigte
davon
5.962 Auspendler

Das bedeutet, daß die Stadt eine Beschäftigungsquote von 33 Prozent hat, d.h. zwei Drittel der Eberswalder gehen keiner Arbeit nach. Trotzdem beträgt die

Arbeitslosenquote nur 8,2 %

Wie kommt das, fragen sich jetzt einige? Der Grund:

31 Prozent der Eberswalder sind älter als 61 Jahre. Dazu kommt ein erheblicher Prozentsatz von Kindern und Jugendlichen, sowie von in Ausbildung befindlichen Einwohnern.

Zu den 8.000 in Eberswalde arbeitenden Eberswaldern kommen 8.413 Einpendler hinzu, sodaß insgesamt 16.413 Brandenburger und Berliner eine Arbeit in der Waldstadt haben.

Ungeklärt bleibt, ob die Pendlerzahlen auch Schüler und Studenten einschließen. Demnach arbeiten

43 Prozent der Eberswalder auswärts, die meisten davon in Berlin. Ein großer Teil dieser 5.962 Arbeitnehmer wird wohl morgens mit dem Zug zur Arbeit fahren, entsprechend sind die Bahnsteige immer voll, wenn der Regionalexpress einfährt.

Seit 2014, so der Bürgermeister, verzeichnet Eberswalde einen konstanten Einwohnergewinn, d.h. es gibt mehr Zuzüge als Wegzüge, und die Zuzügler gleichen auch die negative Bilanz der Sterbefälle/Geburten aus.

Im Brandenburgischen Viertel wohnen aktuell

6683 Menschen

und Bürgermeister Boginski betonte, er ziehe seinen Hut vor den Einwohnerinnen und Einwohnern des Viertels, die im gesamten Landkreis die größte Last bei der Integration Geflüchteter auf sich nehmen.

Er habe das als Lehrer immer wieder hören müssen, aber er betonte das damals und sagt es immer wieder: das Brandenburgische Viertel ist kein Ghetto und er glaube fest an die gute Zukunft des Stadtteils.

21. September 2019




Fotograf: Daniels, Gene (record: Environmental Protection Agency) Titel: VOLKSWAGENS ON PIER, Terminal Island (Los Angeles, California) May 1972

Weltgeschichte:
Der Mensch - eine Abrechnung

Als der noch leblose Klumpen Lehm vor seinem Schöpfer stand und Gott dem ersten Menschen Atem, Seele und Sprache einhauchte, begriff das neue Geschöpf dies als sein erstes Personalgespräch und stellte Forderungen: "Lieber Gott, mach mich so stark wie zehn Elefanten!" Gott lehnte dankend ab. Er wußte um die Begrenztheit seiner Schöpfung. Doch der Mensch ließ nicht locker: "Lieber Gott, gib mir tausend Augen!" Gott lehnte wieder ab, denn diese hatten schon die Libellen und das reichte für diesen Planeten. Der Mensch versuchte es noch einmal: "Lieber Gott, gib mir tausend Ohren!" Da wurde Gott wütend und verbannte diesen Möchtegern Libellenelefant aus seinem Paradies in eine trockene Wüstenlandschaft, wo er für zehntausende von Jahren sein karges Brot fristen mußte.

Gott wurde alt und müde und übergab die Schöpfung seinem Sohn Jesus, der bis dahin in seinem Kinderzimmer nur Fantasy-Romane gelesen hatte und schärfte ihm ein: "Pass auf diesen Menschen auf! Dem ist nicht zu trauen!" Dann verabschiedete er sich ins himmlische Pflegeheim. Jesus fand es eine gute Idee, wenn die Menschen auch lesen könnten wie er, und schenkte ihnen die Bibel. Damit sie aber nicht auf dumme Gedanken kämen, sollten sie nur die Bibel lesen und sonst nichts. Das klappte zwei Jahrtausende ganz gut und zu Ehren von Jesus und seiner Mutter errichteten die Menschen große Bethäuser, die in ihrer Pracht an Gottes Schöpfung erinnern sollten.

Doch als die Menschen lesen konnten, konnten sie auch schreiben und sie schrieben alles auf, was nur denkbar war: wieviele Taler in des Königs Truhen waren, wieviele Säcke Mehl man noch dem Grafen schuldete und wieviele Hellebarden in der Rüstkammer lagerten. Doch damit nicht genug. Der Mensch begann die Schöpfung zu analysieren und zu kategorisieren. Nacktsamer und Bedecktsamer. Wirbeltiere und Gliederlose. Weiße und Wilde. Dann begann der Mensch mit der Schöpfung zu experimentieren. Nicht nur Pflanzen und Tiere wurden gekreuzt und gezüchtet, auch die göttlichen Ur-Elemente wurden auf alle nur erdenklichen Arten zusammengeschüttet und die sich ergebenden Reaktionen schriftlich festgehalten. So stieg das Wissen des Menschen von Jahr zu Jahr und auf einmal besaß er wirklich tausend Augen. Es entwickelten sich Berufe, die nur einem ganz bestimmten Schöpfungsfeld gewidmet waren: der Apotheker, der Physiker, der Chemiker, der Prediger, der Konditor und die Putzfrau.

Noch wurden Personen mit hoher Würde per Sänfte getragen, damit sie sich im Straßenschmutz nicht die Füßlinge einsauten, doch irgendwann zu Beginn des 13. Jahrhunderts - Jesus übersah das, weil er gerade die Sarazenen missionierte - entwickelte ein teuflisch schlauer Mensch das Rad und mit ihm die Schubkarre. Jetzt mussten die Müllersleute keine störrischen Esel mehr beschäftigen, sondern konnten Hungerlöhner einstellen, die die Mehlsäcke wegkarren konnten. Bald nach der Schubkarre, etwa dreihundert Jahre später, kamen die ersten Postkutschen und mit ihnen nicht nur die internationale Korrespondenz, sonders erste wohlhabende Touristen erkundeten Europa und das Mittelmeer.

Weil die königlichen Herrscher in ihren barocken Gärten die größere Fontäne besitzen wollten als das andere Adelsgeschlecht, kam es zwangsläufig zur Entwicklung der Dampfmaschine. Nun hatte der Mensch wirklich die Kraft von zehn Elefanten und die konnte ihm keiner mehr nehmen, dafür sorgten die Akademien und Patentbüros. Von den Springbrunnen ging die Kraft über auf die Bergwerksentwässerung, denn die Dampfmaschinen brauchten immer mehr Kohle. Dann sprangen die Kräfte in die Textilindustrie, die soviel Baumwolle verbrauchte, daß man gar nicht genug Sklaven in den Südstaaten beschäftigen konnte. Für den Seeweg brauchte man neue wetterunabhängige Dampfschiffe und auch für den Landweg konnte die Dampfmaschine eingesetzt werden. Stählernde Bänder umschlangen ganze Länder und letzte paradiesisch lebende Völker. Das Industrie-Zeitalter begann.

Rauchende Schlote kündeten von Reichtum, sowie auch von Lohnsklaverei und in jeder Stadt gab es nun mehr Schornsteine als Kirchtürme. Weil die Luft natürlich in den Städten nicht besonders gut war, zogen die Reichen in die Vororte, vornehmlich nach Westen, woher der Wind kam, damit man den Gestank der Schlote und der Öfen nicht mehr ertragen musste. Die Armen blieben im Elend und im Ruß; nur manchmal konnten sie die Reichen in der Stadt sehen, wie sie in ihren neuartigen Personenkraftwagen vor der Bank vorfuhren, um ihre Dividende abzuholen. Der Kapitalismus stand in vollster Blüte.

Die Reichen wollten noch reicher werden, mit mehr Bodenschätzen und mit mehr Kolonien und gönnten den anderen Reichen in anderen Ländern nicht die Butter auf dem Brot. So entstanden die Legenden vom "Erbfeind" und vom "Dolchstoß" - mit bitteren Konsequenzen und Millionen von Toten. Jesus konnte nichts dafür, denn er war gerade ins Zölibat vertieft. So verfiel also Europa in Schutt und Asche und die ersten Spielplätze für die neue Jugend waren Ruinen und Bombentrichter. Doch dann kam das Wunder von Wolfsburg. Der "Volkswagen", der zu Anfang nur ein Nazi-PR-Gag war, verbreitet sich wirklich wie eine Epidemie im Nachkriegseuropa und jedes Land entwickelte seinen eigenen Typ, inclusive Industrie. So kam der Wohlstand in die "zivilisierte Welt" und aus den Smogwarnungen im Radio konnte man den Reichtum einer Stadt ablesen.

Durch einen Betriebsunfall der Industriegeschichte kam es 1990 zur Auflösung der Wirtschaft eines ganzen Landes, was regierungstreue Klimastatistiker heutzutage gerne zum Anlaß nehmen, die CO2-Bilanz schönzurechnen. Zum guten Ton für die reichen Leute allerorten gehört ein Häus-chen fernab vom Lärm der Stadt, nicht dort, wo der Plebs sich in den überfüllten ÖPNV drängen mag. Dort riecht es ja muffig und man müßte den Anblick anderer Leute ertragen - nein, man kann sich ja selber im Spiegel kaum anschauen. Also muß es der neueste SUV sein, der zwar die Komplexe etwas kaschieren mag, aber immerhin die Wirtschaft ankurbelt. Die neue Tarifrunde läßt grüßen ...

Der andere Betriebsunfall passierte 2001 in "God's own country", als das Symbol einer Supermacht in Schutt und Asche versank. Nach dem alttestamentarischen Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" rächt sich die freieste Demokratie dieses Planeten nun seit Jahrzehnten an seinen Widersachern und auf feierliche Begräbnisse wird keinen Wert gelegt. Das eigentlich demokratische Internet mutierte zu einer riesigen Abhörmaschine und plötzlich besaß der Mensch wirklich tausend Ohren, mit denen ihm nichts mehr entging. Die Datenberge wachsen von Stunde zu Stunde, das Internet verbraucht immer mehr Ressourcen und selbst die Aufmerksamkeit des Menschen gehört nur noch seinen Daten und nicht mehr der Schöpfung an sich. Jesus ist es müde, sich um diese verrückte Menschheit zu kümmern und nun haben neue Propheten und Welterklärer leichtes Spiel mit neuen Sekten und Religionen.

Der Mensch hat nun Kräfte wie tausend Elefanten, Augen Millionen an der Zahl und jedes Smartphone hört überall mit - das sind Milliarden Ohren. Gott würde sagen, diese Schöpfung ist leider mutiert und ob es der Heimatplanet verkraftet, das weiß selbst der liebe Gott nicht.

Jürgen Gramzow - 23. September 2019




Ökologische Wende:
Grüner Vorzeigebezirk
im Herzen der Waldstadt

maxe. Verzweifelt versucht die Bundesrepublik und ihre Regierung die Klimaziele des Pariser Abkommens zu verwirklichen. Ohne durchgreifende Schritte hin zu einer ökologischen Wende in der Gesellschaft wird dies nicht zu erreichen sein. Viele fragen sich: "Was kann ich persönlich tun für die Rettung des Weltklimas?"

Man mag es kaum glauben, aber Anleitung dafür gibt es aus der gelebten Wirklichkeit des Brandenburgischen Viertels in Eberswalde:

Kein Bezirk des Stadt ist grüner und lebenswerter

Von drei Seiten durch die Wälder des Naturparks Barnim umschlossen, hat das Brandenburgische Viertel die beste Luft von ganz Eberswalde. Es gibt wenig Autoverkehr, dafür viel Spielplätze, ein Einkaufscenter, eine Apotheke, eine Grundschule und mehrere Arztpraxen. Mit dem umweltfreundlichen ÖPNV ist man schnell am Bahnhof, um in die Metropole zu fahren.

Enorme Einsparung bei fossilem Ressourcenverbrauch

Nur die wenigsten Einwohner des Wohngebiets benutzen das Auto, um damit weite Strecken zur Arbeit zu pendeln. Viele verzichten sogar ganz auf die Anschaffung, was zusätzlich unseren Planeten entlastet. Auch gibt es, prozentual gesehen, hier die meisten Menschen, die den Öffentlichen Nahverkehr benutzen. Ganz Umweltbewußte verzichten sogar darauf und tragen so für eine Entspannung in den Bedarfsspitzen bei. Das Fahrrad ist das hier am meisten empfohlene Fortbewegungsmittel und in 5 min ist man damit am Zoo und beim Krankenhaus. Auch die großen Vermieter gehen mit gutem Beispiel voran: Nicht genutzte Kapazitäten von Fernwärmeleitungen werden konsequent stillgelegt, was nicht nur Kosten spart, sondern auch bei der Ökobilanz punktet.

Überhaupt ist die Nutzung von mehrgeschossigem Wohnraum, der in Schnellbauweise errichtet wurde, eindeutig einer zersiedelten Vorstadtlandschaft vorzuziehen, weil durch das enge Zusammenleben vieler Menschen die Synergien erst richtig zum Tragen kommen, beispielsweise bei der Heizungswärme. Auch die Nutzung des ÖPNV läßt sich so effektiver gestalten.

Umweltbewußter Einkauf und klimaschonende Ernährungsweise

Die Bewohner des Brandenburgischen Viertels verzichten in ihrem Konsumverhalten ganz bewußt auf die sinnlose Verschwendung von Ressourcen. Es wird nur das gekauft, was auch wirklich benötigt wird. Viele sind sehr bescheiden und bestehen darauf, dass sie auch mit zwei Paar Schuhen gut zurechtkommen. In den Regalen des Supermarkts sieht man hier keine ausgefallenen Spezialitäten vom anderen Ende der Welt. Vorrang haben regionale Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, und auch die Verpackung ist meist zu 100 Prozent recyclebar.

Viele Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen

Im Brandenburgischen Viertel gibt es so viele Beschäftigungsverhältnisse im sozialen Bereich, wie sonst kaum in der Kreisstadt. Nebem dem Quartiersmanagement sorgen drei Kitas für die Erziehung unserer Erdenbürger. Desweiteren gibt es unzählige Trägervereine im Bildungs- und Integrationsbereich, und sogar einen, der sich die Ökologie auf die Fahnen geschrieben hat: das Hebewerk-Team um Christoph Gäbler. Ein Musterbeispiel für täglich gelebte Integration ist die Grundschule Schwärzesee, in der Schüler von allen Kontinenten gemeinsam die deutsche Sprache erlernen. Auch der Gesundheitssektor ist im Viertel stark vertreten und sorgt mit Millionen-Investitionen für den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Die Natur erobert den Stadtraum

Neben Gräsern und Moosen, die überall anzutreffen sind, und den großzügig bewaldeten Innenhöfen, ist es vor allem die lokale Fauna, die Besucher immer wieder beeindruckt. Man wähne sich in einem großen Tierpark, nur ohne Gitter. Singvögel der verschiedensten Arten und Größen bereichern mit ihrer lautstarken Anwesenheit das tägliche Leben der Menschen. Obwohl sie komplett selbständig sind, sind viele von ihnen so zahm, daß sie bereitwillig Spenden unterschiedlichster Natur annehmen und das mit einer lebenslangen Treue belohnen. Den Mangel an Insekten, wie auf vielen landwirtschaftlichen Nutzflächen, können die Bewohner des Brandenburgischen Viertels ebenfalls nicht beklagen. Sogar die seltensten Kräuter wachsen auf Flächen, die vorher großflächig versiegelt waren und nun der Natur zurückgegeben worden sind.

Vorbildwirkung für ganz Eberswalde

Betrachtet man die Umweltbilanz pro Einwohner, liegt das Brandenburgische Viertel weit vorn im Wettbewerb der städtischen Ortsteile für ein besseres Weltklima. Hier, bei den Einwohnern des ökologischen Vorzeigebezirks, kann sich die Verwaltung Tipps geben lassen, wie man mit dem geringsten Ressourcenverbrauch auf diesem Planeten überleben kann. Das ist heute dringlicher denn je.

6. Juli 2019





Magische Zeichen im Wald


Foto: Jürgen Gramzow - (1. Juli 2019)



Information des Quartiersmanagement:
Ansprechpartner
im Brandenburgischen Viertel

Bürgerzentrum (Schorfheidestraße 13)

Migrationsfachdienst Fr. Holzmann Tel. 03334 / 81 82 53
Quartiermanagement Brandenburgisches Viertel
Frau Klemm und Frau Truttmann Tel. 03334 / 81 82 45
Integrationsmanager Herr Moiseenko Tel. 03334 / 81 82 45
Revierpolizei Herr Jasiszek Tel. 03334 / 81 82 51
SPI - Sozialpädagogisches Institut Mobile Jugendsozialarbeit in Eberswalde
Frau Gumlich Tel. 03334 / 81 83 02

Gemeindezentrum "Dietrich-Bonhoeffer-Haus" (Potsdamer Allee 35)

Kirchendienste Herr Renell und Frau Sänger Tel. 03334 / 38 39 30
(u.a. mit Mittagessen für Schulkinder, Familiensport, Elternfrühstück, Krabbelgruppe, Seniorenkreis und Gottesdienst)

WBG-Vereinshaus (Prignitzer Straße 44-50)

Seniorentreff Frau Führlich Tel. 0173 / 740 44 78
Eberswalder Modelleisenbahner e.V. Frau Freund Tel. 0176 / 381 42 913
Kinderschach, Meditation Frau Barna und Herr Grothe Tel. 0173 / 79 99 701
K4 Zentrum für Kampfkunst & Gesundheit Herr Pausch Tel. 0172 / 32 31 103

Vereinshaus "Havellandstraße 15"

Makerspace des Hebewerk e.V. Hr. Christoff Gäbler www.hebewerk-eberswalde.de
(u.a. mit Nähwerkstatt, Modellbau, Repaicafé und 3D-Druck)
Hoffnungstaler Stiftung Lobetal (Migrationsberatung für Jugendliche und Erwachsene)
Fr. Goldschmidt, Fr. Schäfer, Fr. Steinberg Tel. 03334 / 27 99 97
Kontakt e.V. Frau Holzmann und Frau Dessert Tel. 03334 / 38 30 70
(u.a. mit Russischkurs, Computernachhilfe, Schachklub, Deutschkurs und Chor)
Kreisverkehrswacht Barnim e.V. mit anschließendem Verkehrsgarten
Herr Sternbeck Tel. 03338 / 70 06 57

Erziehungseinrichtungen

Bildungseinrichtung Buckow e.V. (Spreewaldstraße 20-22)

Allgemeine Soziale Beratung (z.B. Miet-, Wohnungs-, berufliche und gesundheitliche Probleme), Angebote zur beruflichen Integration
Frau Pauli Tel. 03334 / 38 35 42
Berufliche Schule Buckow Tel.: 03334 / 38 35 44
Integrationsbegleitung Frau Knöfel und Frau Melzow
Tel. 03334 / 38 35 588 oder 0174 / 99 55 005
Spreewaldcafé Frau Schneemilch Tel. 03334 / 38 35 47 oder 0174 / 99 55 018
Familienzentrum Frau Malik 0174 / 99 55 030
KITA "Kleeblatt" Frau Schadow 03334 / 38 35 43

KITA "Arche Noah" (Cottbuser Straße 26-28)
Frau Wörpel Tel. 03334 / 330 30
Eltern-Kind-Zentrum BBV (ebenda)
Frau Westphal Tel. 03334 / 38 16 15
(u.a. mit Elterncafé, Krabbelgruppe, Kreativzeit)

Grundschule "Schwärzesee" (Kyritzer Straße 29)
Schulleiterin Frau Billing Tel. 03334 / 320 25
Hort "Kinderinsel" Frau Müller Tel. 03334 / 33 106

KITA "Gestiefelter Kater" (Schorfheidestraße 11)
Frau Schmidt Tel. 03334 / 320 92

Märkische Schule
Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" (Rheinsberger Straße 36)
Frau Krauß Tel. 03334 / 320 69

Sport und Freizeit

Eberswalder Sportclub e.V. (ESC) (Schorfheidestraße 30)
Herr Oesterling Tel. 03334 7 38 55 05
(u.a. mit Selbstverteidigung, Tanzen und Kegeln)

Jugendclub "Club am Wald" (Senftenberger Straße 16)
Frau Barz und Herr Lathan Tel. 03334 / 33 00 4
(u.a. mit Spielen, Fußball, Kino, Anti-Gewalt-Training und gesunder Ernährung)
inkl. Aktionsfläche "FUN-PARK" (BMX, Beachvolleyballfeld, Skateranlage)

Sporthalle Reki e.V. (Schorfheidestraße 30)
Tanz und REHA-Sport, Herr Toron Tel. 03334 / 38 55 05

Sporthalle "SV Motor Eberswalde" (Potsdamer Allee 37)
Herr Hoeck Tel. 03334 / 212 703
(u.a. mit Gewichtheben, Badminton, Volleyball, Inlineskaten, Ringen und Leichtathletik)

Sporthalle "Am Heidewald" (Frankfurter Allee 44)
Amt für Bildung, Jugend und Sport: Hr. Kuhnke Tel.: 03334 / 64 408
(u.a. mit Basketball, Fußball, Volleyball und Badminton)

Eberswalder Kulturbund e.V. (Cottbuser Straße 5a)
Herr Laffin Tel.: 03334 / 22 320
(u.a. mit Fotoclub, Klöppelgruppe, textiles Gestalten und Malzirkel)

Gesundheitseinrichtungen

Drogenberatungsstelle "Experience" (Gubener Straße 29)
Fr. Landerbarthold und Hr. Graupner Tel. 03334 / 38 30 52

Logopädische Praxis (Spreewaldstraße 13)
Herr Ronny Stolle Tel. 03334 / 27 80 58

Physiotherapiepraxis / Podologie (Spreewaldstraße 2)
Frau sylvia Liedtke Tel. 03334 / 34 491

Sanitätshaus Koeppe (Frankfurter Allee 51)
Herr Lars Koeppe Tel. 03334 / 35 42 06
(u.a. mit orthopädischen Hilfen, Bandagen, Rollatoren und Rollstühlen)

Waldapotheke (Potsdamer Allee 43)
Herr Lars Koeppe Tel. 03334 / 32 17 2

Zahnarztpraxis Kubin (Brandenburger Allee 17)
Herr Dipl.-Stom. Torsten Kubin Tel. 03334 / 3 28 38

Zahnarztpraxis Pankow (Potsdamer Allee 41)
Frau Dr. med. Sigrun Pankow Tel. 03334 / 3 51 50

Praxis für Naturheilverfahren und Schmerzlinderung (Potsdamer Allee 41)
Frau Dipl.-Med. Genalie Friedrich Tel. 03334 / 3 47 83

Praxis für Allgemeinmedizin (Frankfurter Allee 64)
Frau Dipl.-Med. Elisabeth Klappoth und Frau Dipl.-Med. Sandy Luther
Mo - Fr 8-12 Uhr, Mo 13 - 18 Uhr und Do 13-16 Uhr
Tel. 03334 / 3 20 40 - E-Mail: zweigpraxisbbv@glg-mbh.de

Pflegeeinrichtungen

AWO Pflegewohnheim "Im Wolfswinkel" (Beeskower Straße 1)
Fau Bastian-Dietze Tel. 03334 / 38 11 83
mit öffentlicher Mittagskantine

AWO Pflegewohnheim "An der Barnimer Heide" (Schorfheidestraß 34)
Frau Wilhelmi Tel. 03334/ 496 136 30

DRK Seniorenwohnanlage "Barnimpark" (Potsdamer Allee 40)
Frau Kienast Tel. 03334 / 55 55 02
mit Mittagstisch

Vermieter

AWO Haus- und Grundstücksverwaltung (Frankfurter Allee 24)
Hr. Schmidt, Fr. Schleinitz, Fr. Hennig Tel. 03334 / 37 604 17

Studentenwerk - Frankfurt (Oder) (Beeskower 7-13, Strausberger Straße 1-9)
Frau Zühlke Tel. 37 604 17

TAG Immobilien (Frankfurter Allee 13)
Mo 9-12 Uhr und 14-16.30 Uhr, Mi 13-18 Uhr
Fr. Schirrmann und Fr. Michaela Klein Tel. 03334/ 27 58 100

Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 e.G. (Ringstraße 183)
Mo-Do 8 - 12 Uhr und 13-16.30 Uhr, Fr 8-12 Uhr und Do 13-15 Uhr
Tel. 03334 / 30 40

WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH (Dorfstraße 9)
Mo und Mi 10-15.30 Uhr, Di 10-18 Uhr, Do 10-17 Uhr, Fr 10-12 Uhr
Tel. 03334 / 30 20

Versorgung

Einkaufszentrum "Heidewald" (Potsdamer Allee 41)
Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 8-14 Uhr (Bäcker sonntags 7-11 Uhr)
mit NETTO Discounter, Apotheke, Presse- und Tabakshop, NKD-Filiale, Kik-Filiale und Gülüm-Bistro (mit Kaffee, Bier, Döner, Currywurst, Eis und Mittagsgerichten)

Onlinezeitung Kiez-Magazin "Maxe"
Herr Markmann Tel. 03334 /
E-Mail: redaktionsbuero (AT) maxe-eberswalde.de
www.maxe-eberswalde.de

Poststelle (Frankfurter Allee 55)
Frau Ahlisch: Mo-Fr 9-18 Uhr und Sa 9-11.30 Uhr

Sparkasse Barnim und Geldautomat (Potsdamer Allee 38)
Mo-Fr 9-13 Uhr, Di und Do 14-16 Uhr
mit Beratung (zu den Öffnungszeiten), Kontoauszugsdrucker und Bankterminal

Mittwochsmarkt von 8-13 Uhr (Potsdamer Platz)
mit Obst, Gemüse, Wurst und Fleisch, Fisch, Schuhen, Taschen, Tischdecken und 1000 kleinen Dingen

ASIA-Imbiß (Potdamer Allee 39)
täglich geöffnet (mit Hühnchen, Ente, Gemüse, Reis oder Nudeln)

Barbierstube - Friseur (Frankfurter Allee 59)
Frau Doreen Höhr Tel. 03334 / 38 46 21

4. Juni 2019




Maxe untersucht dieses Land:

Bundesrepublik Deutschland in Zahlen

SachverhaltBarnimBerlinGelsenkirchenMünchenBördeRügen
Einwohner in 1000 180,93.613,5260,31.456,0172,6225,1
Ausländeranteil 3,8%17,6%19,1%25,5%3,1%3,9%
durchschn. HH-Einkommen im Jahr je Ew in Euro 19.70719.71916.20329.68519.77818.259
Bruttoinlandsprodukt je Ew in Euro 21.05536.79829.28475.18627.73322.706
Flüchtlinge je 1000 Ew 11,225,427,522,812,312,4
Wohnungen je 1000 Ew 505535534544531583
Quadratmeter je Ew 44,639,240,039,448,346,3
KFZ je 1000 Ew 690394530576749651
Abiturienten 2017 39,8%47,6%30,7%35,3%29,0%28,8%
KITA-Quote 58,643,919,335,662,156,0
Unternehmen je 1000 Ew 40,949,727,663,531,743,5
soz.vers.pflicht. Beschäftigte je 1000 Ew 276408310600357331
Empfänger SGB II je 1000 Ew 67144203504086
darunter Ausländer 16,0%34,1%41,3%51,3%12,8%12,9%
Arbeitslosenquote 5,78,112,83,85,910,9
davon Ältere 6,28,211,55,66,512,3

Quelle: Strukturdaten der Kreise, Bundeswahlleiter

30. Mai 2019





Praxis für Allgemeinmedizin - Öffnungszeiten

Frau Klappoth hat in der Woche nach Ostern Urlaub.





»Grüne Infrastruktur« nichts als schöne Worte?



maxe. In Sonntagsreden wird ein Loblied auf die »lebenswerte Stadt« angestimmt, wenn es aber um knallharte Fakten geht, ist die Baudezernentin doch eher dafür, daß Bäume in der Innenstadt nichts zu suchen haben, zumal auf potentiellen Baugrundstücken und wenn Investoren zahlungskräftige Argumente dagegen vorbringen können. Genießen Sie noch einmal einen Frühling mit Birken an der Puschkinstraße, bevor ein Parkhaus aus seelenlosem Beton die Friedrich-Ebert-Straße zur Schlucht macht ...

16. März 2019




Planungen für den Nahverkehr:
Obushaltestelle für die Waldsportanlage

maxe. Die einstige Tankstelle in der Schönholzer Straße ist längst abgebaut. Der Wald holt sich die Fläche zurück. Die jungen Kiefern, die dort aufschießen, haben mittlerweile die Setzlinggröße längst hinter sich gelassen. Indes - die Fahrbahnmarkierungen, die einst das gefahrlose Abbiegen zur Tankstelle ermöglichten, gelten weiterhin. Der Verkehr aus Finow in Richtung Brandenburgisches Viertel macht weiterhin einen völlig unnötigen Schlenker. Die dortige Aufweitung der Straße soll auch künftig erhalten bleiben, informierte die Baudezernentin Anne Fellner auf Nachfrage. »Dort sollen die neuen Bushaltestellen für die Waldsportanlage entstehen, die ja einen neuen Zugang für alle Verkehrsteilnehmer bekommt und auch mit dem ÖPNV gut erreichbar sein soll.« Wie die Bushaltestellen genau aussehen werden, sei noch nicht klar. Die entsprechenden Entwürfe würden rechtzeitig der Öffentlichkeit bekannt gemacht, um eine Verständigung mit den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen.

11. März 2019





Das Brandenburgische Viertel von oben. Viele Probleme sind im einst größten DDR-Neubaugebiet der Stadt Eberswalde zu lösen. Das Viertel feiert schon 40 Jahre seines Bestehens und ist noch immer wichtig für die Lösung der Wohnungsfrage.

Info-Abend zum Integrierten Entwicklungskonzept:
Mitreden im Viertel!

maxe. Knapp 60 Zuhörer kamen am 28. Januar 2019 ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus zur Vorstellung des Integrierten Entwicklungskonzepts für das Brandenburgische Viertel mit dessen Fortschreibung derzeit das Berliner Stadtentwicklungsbüro S.T.E.R.N. arbeitet, deren Mitarbeiterinnen Patricia Berndt und Ute Truttmann zugleich das derzeitige externe Quartiersmanagement bestreiten. Neben Stadtverwaltungsmitarbeitern, Stadtverordneten, Vertretern der hiesigen Wohnungsunternehmen, Mitgliedern des Sprecherrates »Soziale Stadt« und einigen Akteuren sogenannter Träger, waren auch etwa 20 Bürgerinnen und Bürger des Viertels vor Ort.

Der Abend begann mit einer Präsentation dessen, was mit den Mitteln aus dem Programm »Soziale Stadt« seit Anfang des Jahrtausends so alles umgesetzt wurde, wie es nach dem ursprünglichen Auslaufen des Programms vor knapp fünf Jahren weiterging und welche Arbeit das Quartiersmanagement in alter und neuer Besetzung geleistet hat: Weihnachtsmarkt, Sommerfest, der Hundeauslaufplatz, die Mitarbeit der Schwärzeseeschule und nicht zuletzt die zum Teil erfolgreiche Aktivierung von Trägern und Bürgerschaft sind hierbei die Stichpunkte.

Der Bilanz folgte ein Ausblick auf die künftigen Projekte und Maßnahmen im Viertel. Im Fokus standen dabei insbesondere der aktuelle Rückbau von Wohnungen im Verantwortungsbereich der Wohnungsgenossenschaft, die zugleich einen anderen Teil ihres unsanierten Wohnungsbestandes im Viertel mittels beträchtlicher Investitionen deutlich aufwerten will. Ziel dieser Maßnahmen ist eine deutliche Verringerung der aktuellen Leerstandsquote. Hier liegt die Verantwortung hauptsächlich in den Händen der Genossenschaft.

Das städtische Entwicklungskonzept hat darüber hinaus beispielsweise die Aktivierung, Um- bzw. Andersnutzung der infolge des Abrisses entstandenen Brachflächen im Fokus. Auf dem Programm stehen auch der Umbau von Teilen des Vereinshauses H15 - früher Kita »Spatzennest« - zur Nutzung als Kita (notabene!) sowie der Neubau einer Kita auf den Brachflächen der früheren Schwärzesee-Grundschule und der Albert-Einstein-Gesamtschule. Auf dem Programm stehen weiterhin die Aufwertung des Potsdamer Platzes, ein Wegweisersystem für die vielen sozialen und kulturellen Einrichtungen im Kiez und schließlich auch die Idee, ein Logo für den Stadtteil zu entwickeln, um damit das negative Image des Viertels zu überwinden.

Sodann hatten die Teilnehmer der Veranstaltung Gelegenheit, sich an aushängenden Projektplakaten eingehender mit den Projekten vertraut zu machen und auf leeren Blättern spontan eigene Ideen einzubringen. Darunter beispielsweise der Vorschlag, die Wohnungen vom Schwedter Typ künftig mit Küchen- und WC-Fenstern zu versehen. Diese Bürgerbeteiligung wird in die Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzepts des Brandenburgischen Viertels einfließen. Weitere Vorschläge brachte in der anschließenden Diskussion der frühere Ortsvorsteher Carsten Zinn ein. Es müsse »Feten geben, bei denen auch mal abgedanced werden kann«. Zinn kritisierte zudem die mangelnde Werbung für das Treffen und die ungünstige Uhrzeit für Alte und Berufstätige.

Anschließend ergriff Mirko Wolfgramm von den Zonenboys Eberswalde das Wort. Er bedauerte, daß die Aktivitäten seines Vereins, der seit mehr fast zehn Jahren im Viertel regelmäßig das »Völkerballturnier der Toleranz« veranstaltet, seitens der Stadtverwaltung bisher nicht zur Kenntnis genommen wurde. Weiteren Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern, die außerhalb der bestehenden Förderstrukturen unternommen werden, gehe es ebenso.

Um mehr Wirksamkeit zu erreichen, sagte Mirko Wolfgramm, engagiere er sich seit einiger Zeit nicht nur in verschiedenen Bürgerinitiativen, sondern auch in der Partei Die PARTEI. Seit Frühjahr 2018 ist er der Vorsitzende des Eberswalder Ortsverbandes. Die PARTEI will mittels Satire auf bestehende Probleme hinweisen. »Ich bin mir allerdings keineswegs sicher«, so Mirko Wolfgramm, »inwieweit einige der heute vorgebrachten Vorschläge als Satire, oder doch vielmehr als schlechter Witz zu bezeichnen sind«. Konkret verwies er auf den Teilabriß und dem mit vielen Fördermitteln realisierten Umbau der einstigen Kita »Spatzennest« zum Vereinshaus, das »nun wieder zur Kita werden soll«.

Ihm fehle auch »in Gänze die Einsicht, wie man vor einigen Jahren eine Schule abreißen konnte, nur um jetzt Schüler in einem Bankgebäude zu beschulen und festzustellen, daß auch dieser Platz künftig nicht reichen« werde. Wohnungsunternehmen, die heute Wohnungen abreißen, sollten daran denken, daß »die Kita-Kinder von Heute, die Schüler von Morgen und die Mieter von Übermorgen sein werden«. Der Abriß sei »die destruktivste Form des Umbaus und garantiert keine Aufwertung des Viertels«.

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger applaudierten, während sich Baudezernentin Anne Fellner zum Widerspruch genötigt sah. Sie polemisierte lautstark gegen Populismus und den Mißbrauch der Veranstaltung für Wahlkampf. Die nachfolgenden Redner, Irina Dessert vom Kontakt e.V. und Jörg Renell vom evang. Gemeindezentrum, folgten der Baudezernentin nicht. Letzterer gab laut dem Bericht der Lokalzeitung zu bedenken, »Konzepte, die vielleicht 2020 bis 2023 umgesetzt werden, bringen hier niemandem etwas.« Es müsse sofort etwas passieren.

Ob sich die Kritik auch in dem künftigen Integrierten Entwicklungskonzept für das Brandenburgische Viertel wiederfindet, wird man sehen. Es wäre auch zu hinterfragen, warum so viele aus dem Programm »Sozialen Stadt« geförderte Maßnahmen gescheitert sind: Pokerclub, Braune Piraten, Bürgerzeitung »WIR«, Gemeinschaftsgarten, Rentnerspielplatz Reki und wohl jetzt auch das Freizeitschiff? Möglicherweise werden die Ergebnisse der Kommunalwahlen im Mai darauf Einfluß haben, wie das Konzept im Viertel umgesetzt wird. Insofern war es vielleicht nicht das Schlechteste, diese Informationsveranstaltung auch für den »Wahlkampf zu mißbrauchen«.

30. Januar 2019




Nach der Aktion der Alternativen Liste Eberswalde & der Partei Die PARTEI zum Stadtteilfest am 8. September auf dem Potsdamer Platz, sollen anläßlich der WHG-Mieterhöhungs-Veranstaltung am Dienstag, dem 18. September, ab 17 Uhr im Familiengarten weitere Protestaktionen gegen die aktuelle Mietpreisentwicklung folgen. Dazu haben inzwischen auch andere Gruppen aufgerufen.

Alternative Liste Eberswalde & Die PARTEI:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung

maxe. Mit einer gemeinsamen Aktion am Rande des Stadtteilfestest im Brandenburgischen Viertel »Fête de la Viertel« am 8. September machten die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI auf ein Problem aufmerksam, das seit einiger Zeit auch Eberswalde erreicht hat.

Mietpreissteigerungen und Mangel an bezahlbaren Wohnungen schienen lange Zeit ein Thema der großen Metropolen zu sein. In Eberswalde herrschte seit Mitte der 1990er Jahre ein Mieter-Markt. Die Menschen verließen die Stadt und Wohnungsleerstand wurde zunehmend zu einem Problem, das durch staatlich subventionierten Wohnungsabriß gelöst werden sollte. Dabei hatte die Privatisierungspolitik der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft im Zusammenhang mit der sogenannten Altschuldenhilfe dazu geführt, daß der Abriß in einer städtebaulich katastrophalen Art und Weise erfolgte.

Während die Fördermittel für den Abriß sprudelten, blieb das Fördergeld für Sanierungen eher knapp bzw. wurde in Bereiche des sogenannten »hochwertigen« Wohnungsbaus umgeleitet (Michaelisgärten).

Inzwischen steigen die Mietpreise auch in Eberswalde rasant an. Dennoch hält es die Wohnungsgenossenschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen für erforderlich, weitere Wohnungen abzureißen.

Die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI wollten mit ihrer Aktion zum Stadtteilfest auf den Zusammenhang von Wohnungsabriß und steigenden Mieten aufmerksam machen.

Am Dienstag, den 18. September, lädt die größte Eberswalder Wohnungsgesellschaft, die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH, um 18 Uhr in die Hufeisenfabrik im Familiengarten ein, um über ihr aktuelles Mieterhöhungs-Konzept zu informieren (mehr Informationen dazu hier).

Inzwischen haben mehrere Gruppen dazu aufgerufen, diese Veranstaltung zu nutzen, um gegen die Mietpreissteigerungen, die nun auch Eberswalde erreicht haben, zu protestieren. Die Proteste im Familiengarten sollen gegen 17 Uhr beginnen.

(17. September 2018)


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Vor 40 Jahren Grundsteinlegung Wohnkomplex "Max Reimann"
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik

maxe. Am 28. Januar 1976 beschloß der Rat des Kreises Eberswalde die "Gesellschaftspolitischen und volkwirtschaftlichen Zielstellungen für den Wohnkomplex »Spechthausener Weg«", wie das Neubaugebiet in der Planungsphase genannt wurde. (1) Die Beschäftigten des neu gebauten SVKE benötigten Wohnraum, und so wurde, ganz in der Nähe, auf einem 82 ha großen forstwirtschaftlich genutzten Gebiet südlich der Chemischen Fabrik ein Wohnkomplex von der Größe einer Kleinstadt konzipiert.

Das vom VIII.Parteitag der SED beschlossene Wohnungsbauprogramm bildete das Kernstück des sozialpolitischen Programms der DDR-Regierung. Die Lebensbedingungen der Menschen, gerade auch in der Freizeit, sollten mit komfortablen Wohnungen verbessert werden. So wurde an einem Dienstagnachmittag, am 19. Juli 1977 in der Nähe des Spechthausener Weges der Grundstein für das größte Neubaugebiet von Eberswalde gelegt.


Der Vorsitzende des Rates des Kreises, Genosse Horst Copitzky, schwang symbolisch den Hammer, um eine Kassette mit dem Lageplan des Neubaugebietes sowie mit einem "Neuen Deutschland" und einem "Neuen Tag" einzumauern. Mit folgenden Worten taufte er das neu zu bauende Wohngebiet:

"Dieses Wohngebiet soll den Namen unseres unvergessenen Max Reimann tragen. Max Reimann, Arbeiterführer, Kommunist und Ehrenbürger unserer Kreisstadt, wird damit ein ehrendes Denkmal erhalten. Wir möchten damit all die Antifaschisten ehren, die durch ihre unbeugsame Haltung in der finsteren faschistischen Vergangenheit, durch ihre Tat dem Finowtal den Beinamen »Rotes Finowtal« verliehen."(2)
Einen Monat früher, am 22. Juni 1977 fasste der Rat des Kreises Eberswalde den Grundsatzbeschluß (5) zu den Investitionsaufwendungen für die Errichtung der Neubauten: die Summe für den 1. Bauabschnitt betrugen 57 Mio Mark und für den 2. Bauabschnitt 49 Mio Mark der DDR. Insgesamt waren 6672 Wohnungen geplant, in denen 18.000 bis 21.000 Menschen leben sollten. Laut einem Politbürobeschluss vom 24. April 1973 kam dabei ein ganz bestimmter Wohnungsschlüssel zur Anwendung, mit dem folgende Wohnraumgrößen gebaut werden sollten:

   665 1-Raum-Wohnungen = 11,1 %
1101 2-Raum-Wohnungen = 18,3 %
3194 3-Raum-Wohnungen = 52,1 %
1036 4-Raum-Wohnungen = 17,2 %
     76 5-Raum-Wohnungen =   1,3 %

H. Kliche vom Autorenkollektiv des Geschichtswissenschaftlichen Institutes Eberswalde bewertete 2010 die Entscheidung zum Bau des Wohngebietes: "Die günstigen topographischen Verhältnisse und die technisch unklomplizierte Erschließung wegen des geringsten Abrisses und der Verlagerungskosten und der guten Anbindungen zu den nördlich gelegenen Arbeitstätten gaben schließlich den Ausschlag zur Standortwahl."(3)

Mit den gleichen Worten erläuterte Kreisarchitekt Heinz Maske im Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979 die Standortentscheidung. In dieser Publikation stellte er zurückblickend auch die Bebauungskonzeption für das Max-Reimann-Viertel vor:

"Hierbei wurden eindeutige Straßenräume mit den technisch und stadthygienisch maximalen Raummaßen in Kontrast zu den vorgesehenen intimen Wohninnenhöfen gesetzt, die großräumig ca. 60 x 60 bis 130 x 130 Meter angelegt werden, um eine sinnvolle Nutzung und den zusammenhängenden Baumbestand erhalten zu können. Um eine Monotonie in der Raumgestaltung zu vermeiden, weist jede Wohngruppe ihre eigene und typische Raumproportion auf."(4)
In der Endausbaustufe, nach Fertigstellung aller Bauabschnitte, seien folgende Einrichtungen geplant gewesen:
  • Mehrzwecksaal, Zirkelräume
  • Wohngebietsgaststätte
  • Fachverkaufseinrichtungen
  • Zweigbibliothek und Volksbuchhandlung
  • Blumenverkaufshalle
  • Dienstleistungsbereiche
  • Sparkasse / Post
  • Poliklinik / Apotheke
  • Jugendklub
  • Hallenbad und Sauna (4)(5)
Heinz Maske, der Architekt legte 1979 weiter dar, daß im Wohngebiet durch Komposition, Zuordnung, Farb- und Materialauswahl eine gestalterische Einheit und Differenziertheit der einzelnen Bereiche erreicht wird, die zu einem höheren Niveau der Stadtgestaltung führt. Erstmals im Bezirk Frankfurt/Oder und darüber hinaus wurde der vorhandene Waldbestand in die Wohngebietskonzeption einbezogen.(4)

Am 1. April 1978 wurden die ersten Wohnungen im 1. Bauabschnitt an 40 Bewohner übergeben.(3) Im Juli 1978 beschloss die 24. Tagung des Rates der Stadt Eberswalde die ersten Straßenbenennungen im Wohngebiet "Max Reimann". Bis 1979 enstanden dann 1100 Wohnungen für SVKE-Beschäftigte. Am 25. November 1986 meldete der "Neue Tag" die vorfristige Eröffnung der zweiten Kaufhalle (die Öffnungszeiten beschloss der Rat der Stadt), und einen Monat später die Fertigstellung von 586 neuen Wohnungen im Jahr 1986. (1)(6)

Am 8. November 1987, zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, rollten die ersten Obusse durch den Kiez. Die bisher eingesetzten Kraftomnibusse wurden durch elektrifizierte Busse des Typs IKARUS 280 T ersetzt. Hierbei unterstützten der Kraftverkehr Weimar und Potsdam die Eberswalder mit zwei Bussen. Um 3.50 Uhr fuhr die erste reguläre Fahrt von der Allendestraße bis Nordend. Die Taktung der Obusse war dabei alle 6 min (5-8 Uhr), alle 15 min (8-14.30 Uhr) und am Nachmittag alle 8 min (14.30-17.30 Uhr). Später am Abend dann alle 15 bzw. 20 min. (7)

Zwei Jahre später sollte die Mauer fallen und so kam es nicht mehr zur Fertigstellung des Wohngebietes. Am 2. März 1990 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde die Überarbeitung der Bebauungskonzeption für den Stadtteil "Max Reimann". Mit dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Nr. 16 - 103/91 vom 13. Juni 1991, unterzeichnet von Dr. Hans Mai (Bürgermeister), vollzog die Stadt Eberswalde einen Schlusstrich unter 40 Jahre Arbeiter- und Bauern-Staat:

Neben der Leninstraße (Eberswalder Str.), dem Platz der Freundschaft, der Ernst-Thälmann-Straße (Heegermühler Str.) und der Umbenennung des gesamten Wohngebietes in "Brandenburgisches Viertel", wurden sämtliche Straßen des DDR-Neubaugebietes per Dekret umbenannt, allerdings erst anderthalb Jahre später aus Kostengründen umgesetzt. (1)

Aus der Walter-Ulbricht-Straße wurde die Rathenower Straße, aus der Georg-Ewald-Straße die Cottbusser Straße, aus der Dr.-Salvador-Allende-Straße die Potsdamer Allee, aus der Max-Reimann-Straße die Frankfurter Allee, aus der Karl-Maron-Straße die Beeskower Straße, aus der Otto-Winzer-Straße die Nauener Straße - usw. usf.

Mit rotem Klebestreifen wurden die Namen von Antifaschisten und Sozialisten überklebt, solange bis neue Schilder und Ständer installiert waren, die die Stadt Eberswalde mit der neuen harten Währung bezahlen konnte.

Zur weiteren Entwicklung des Viertels ab 1990 verweisen wir auf diesen Artikel.

(jg) - 1. August 2017

(1) Quelle: Kreisarchiv Barnim
(2) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 22. Juli 1977 (Kreisarchiv)
(3) "Von der Bodenreform zur Wurstfabrik" - Wege zur industriellen Produktion in der Landwirtschaft im Raum Eberswalde / 1. Auflage Eberswalde 2010 / Autorenkollektiv unter Leitung von H. Kliche
(4) "Ein neues Wohngebiet entsteht" - Städtebauliche Betrachtungen zum Wohnkomplex "Max Reimann" in der Kreisstadt Eberswalde-Finow von Heinz Maske, Architekt BDA/DDR - Kreisarchitekt - / Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979; Herausgeber: Rat des Kreises, Abteilung Kultur
(5) Grundsatzbeschluß des Rates des Kreises Eberswalde vom 22. Juni 1977 zu den Investitionen im 1. und 2. Bauabschnitt des WK "Max Reimann" - Quelle: Kreisarchiv Barnim
(6) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 25. Nov. 1986 und vom 2. Dez. 1986 (Kreisarchiv)
(7) Tageszeitung "Neuer Tag" vom (ohne Angabe). November 1987 (Kreisarchiv)

Bildnachweis:
Grundsteinlegung am 19.7.1977 (Autor unbekannt)
Foto aus der Bauphase am 1.10.1979 - Herbert W. Brumm, Gramzow
(Quelle: Kreisarchiv Barnim)




Die Einwohnerversammlung 2016, die erstmals als Einwohnerforum organisiert war, bildete den Startschuß zur Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes. Im September 2017 sollen auf einem weiteren Einwohnerforum die Ergebnisse vorgestellt werden.

Vom 26. Juni bis 14. Juni findet im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzepts eine Bewohnerbefragung statt. Die ersten Umfragebögen wurden bereits verteilt.
ACHTUNG! Es handelt sich um weiße Umschläge im Format A5, die trotz der Aufschrift "Achtung: Keine Werbung" leicht mit Werbung verwechselt werden können.
Daher aufpassen und lieber die Werbestapel vor dem Wegwerfen nochmal durchgucken!

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel

Fortführung des Programms Soziale Stadt

maxe. Seit 1999 werden mit dem Förderprogramm Soziale Stadt im Eberswalder Ortsteil »Brandenburgisches Viertel« ganz unterschiedliche Maßnahmen realisiert – von investiven Maßnahmen in die Infrastruktur bis zu Beteiligungs- und Aktivierungsangeboten.

Das Verstetigungskonzept von 2012, mit dem ein langsamer Ausstieg aus dem Programm Soziale Stadt gesichert werden sollte, wird derzeit evaluiert. Dabei zeigt sich, erläutert Baudezernentin Anne Fellner, »daß eine Vielzahl an Maßnahmen noch keine Verstetigungsreife erlangt hat, zudem haben sich neue Herausforderungen durch den Zuzug von geflüchteten Menschen ergeben. Eine Fortführung des Programms Soziale Stadt wird demzufolge sinnvoll und erforderlich sein.«

Die aktuelle Entwicklung war für die Stadtverwaltung Anlaß, über die Stadtteilentwicklungsstrategie des Brandenburgischen Viertels neu nachzudenken. Hierzu erarbeitet die Verwaltung derzeit ein neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK).

»Mit diesem Konzept«, so die Dezernentin, »wird ein Strategiewechsel für das Quartier eingeleitet, der eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung zum Ziel hat.« Bisher war das Quartier Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus - und hat mit diesem »negativen Image« auch die Bemühungen der Wohnungsmarktakteure erschwert, den Wohnungsleerstand zu verringern. Das soll nun anders werden.

Die Stadtverwaltung verfolgt dabei vier Strategien:

  • Schaffung vielfältiger Wohnungsqualitäten (Bestandsanpassung, Neubau und langfristige Rückbauziele, Barrierefreiheit, bezahlbar)
  • öffentliche und private Räume/Freiflächen pflegen und gezielt aufwerten (Wegenetze, Barrierefreiheit, Stadtteileingänge, Parkanlagen pflegen)
  • sozialen Zusammenhalt stärken (Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Integration/Inklusion, Nachbarschaften)
  • (Nah)Versorgung sichern (Einzelhandel, medizinische Versorgung).

In einem ersten Bürgerforum am 25. Oktober 2016 wurden Ideen diskutiert und ausgetauscht. Auf einem zweiten, für den Herbst 2017 vorgesehenen Bürgerforum, soll der Entwurf des Stadtteilentwicklungskonzeptes in den Diskussionsfokus gestellt werden.

Aus den vier Strategien ergeben sich laut Anne Fellner eine Reihe von Handlungsansätzen. So stehe z.B. die weitere Sanierung des Wohnraums durch die Wohnungsunternehmen auf der Agenda.
Hier haben die Akteure vor allem den veränderten Wohnbedarf vor Augen: Mit Grundrißveränderungen, dem Auf- bzw. Anbau von Aufzügen, der barrierearmen bzw. -freien Gestaltung von Zugängen, Wohnungen und Außenanlagen werden die Unternehmen darauf reagieren – was an sich nichts neues ist.

»Auf kommunaler Seite besteht Handlungsbedarf bei der weiteren barrierefreien Gestaltung von Wegebeziehungen, der Beseitigung von städtebaulichen Mißständen – insbesondere in den Eingangsbereichen zum Quartier – sowie in der Sanierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen«, informiert die Baudezernentin. Dringlicher Handlungsbedarf bestehe bei der Realisierung zusätzlicher Kita-, Hort- und Schulplätze. »Hier sind rasche Lösungen gefragt«.

Bei der Umsetzung des Handlungsbedarfs, betont Anne Fellner, ist die Stadt auf die weitere Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Ziel sei, auch künftig einen Fördermittelmix aus Stadtumbau, Wohnraumförderung und Sozialer Stadt einzusetzen. Diese Kombination unterschiedlicher Fördermittel habe sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und sollte auch künftig fortgesetzt werden.

(23. Juni 2017)

Siehe auch: hier




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Barnimer Bürgerpost: Ausgabe Juli 2019

bbp. Schwerpunktthemen der Juli-Ausgabe sind die militärische Eskalation der USA am Persischen Golf, die Forderung nach Umwandlung der WHG in einen städtischen Eigenbetrieb sowie das Gedenken an die letzten russischen Streitkräfte, die das Land vor 25 Jahren als Freunde verließen.

Weitere Themen:

  • Kommentar: Die gespaltene Welt (Seite 2)
  • Mietpreistreiber im gesetzlichen Rahmen (Seite 3)
  • Biesenthaler fordern stündlichen Halt des RE3 (Seite 5)
  • Von »nur unfreundlich« bis mörderisch (Seite 6)
  • RECHT AUF STADT Aktionswoche: Das ist unsere Stadt! (Seite 7)
  • »Berliner Miete« getestet (Seite 8)
  • »Schädlinge« sind Teil der Natur (Seite 11)
  • Mathematik: Das Räuber-Beute-System (Seite 12)
  • Für mehr Frauen in der Politik: »Ich misch’ mich ein« (Seite 14)
  • Die Rote Oma: Sanktionen (Seite 16)

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Barnimer Bürgerpost: Ausgabe April 2019

bbp. Schwerpunktthemen der April-Ausgabe sind der Verlust einer stattlichen Grünfläche in der Eberswalder Innenstadt durch Investorenpläne, das Kirchenasyl im Würgegriff der Behörden sowie die Frage, ob Eberswalde noch seinem Anspruch als Waldstadt gerecht wird.

Weitere Themen:

  • Der achte Zwerg - ein Kommentar zum Britischen Parlament (Seite 2)
  • »Flussgöttin Finow« in Eberswalde (Seite 5)
  • Kein Bericht aus Syrien - zum Abriß in der Cottbuser Straße (Seite 7)
  • Für sozial gerechte Mieten in Eberswalde (Seite 7)
  • Keine Gefühle? - Der psychologische Rat (Seite 10)
  • Mathematik: Die harmonische Reihe (Seite 12)
  • Aktive Christen sind eine religiöse Minderheit (Seite 13)
  • Cienfuegos - die Perle des Südens (Seite 15)
  • Lastenräder als Transportmittel in der Stadt (Seite 16)

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Barnimer Bürgerpost: Ausgabe Januar/Februar 2019

bbp. Schwerpunktthemen der Doppelausgabe sind die Zweifel, ob die Bäume vor dem alten Polizeigebäude in der Pfeilstraße stehen bleiben können im Zuge der Neubebauung des Areals, die Konstituierung der Listenvereinigung Die PARTEI Alternative Liste Eberswalde, die Analyse der Frage, wie eigentlich Mietpreise für Wohnungen zustandekommen sowie ein Reisebericht einer Kuba-Touristin.

Weitere Themen:

  • Erfolgreichste Volksinitiative » Straßenausbaubeiträge abschaffen!« (Seite 2)
  • Eberswalde: Eine Trauerstunde der Demokratie (Seite 5)
  • Mietpreise in Eberswalde: Genossenschaft zieht nach (Seite 6)
  • Datenschutz und Jugendämter (Seite 11)
  • Aufnahme von Jesidinnen ab April (Seite 13)
  • Gesundheit ist keine Ware! (Seite 16)
  • 50Hertz probiert Quadratur des Kreises (Seite 18)
  • Die Psychopathen sind unter uns (Seite 21)
  • Verkehrsaudit Heegermühler Straße: Ein Glaubensbekenntnis (Seite 22)
  • »Altparteien« und AfD - eine Sippschaft (Seite 25)
  • Geburtstagsgruß für die Rote Oma (Seite 29)

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