Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
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Archive: gedruckte Ausgaben

Online-Artikelarchiv

Notiert

Am Mittwoch, dem 18. Mai, kommen Felice & Cortes zur 16. »Hellen Stunde mit Kultur« in das Brandenburgische Viertel von Eberswalde. Die beiden Künstler verbinden Jonglage, szenische Elemente und ihre eigenen Songs zu einem »Showkonzert« unter freiem Himmel. Die Sängerin & Songwriterin Felice und der Artist & Musiker Cortes Young zeigen das ganze Potpourri ihres Könnens, so jongliert beispielsweise Cortes schlagzeugspielend mit mehreren Sticks. Die Musik vereint Pop, Soul und Rock. Los geht es um 11 Uhr.


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Eberswalder Familienwoche an der Grundschule Schwärzesee

Grundschule Schwärzesee:
Buntes Treiben und ein Apfelbaum

»Familienapfelbaum« mit vier verschiedenen Apfelsorten

Am Dienstag, den 17. Mai, pflanzten im Rahmen der achten Eberswalder Familienwoche Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c der Grundschule Schwärzesee im Brandenburgischen Viertel ein kleines Apfelbäumchen in ihrem Schulgarten. Unterstützt wurden sie dabei von Schulleiterin Anke Billing, Eberswaldes Wirtschafts- und Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König sowie einigen Mitgliedern des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde.

Bei dem Apfelbaum handelt es sich um eine besondere Züchtung, welche irgendwann einmal vier unterschiedliche Apfelarten tragen wird. Zum Beispiel sogenannte Rosen- und Glockenäpfel. Als Symbol der Vielfalt und Gemeinschaft ziert das Bäumchen nun den Garten neben der Grundschule.

Schon vor der Pflanzung begann es im Eingangsbereich der Schule bunt herzugehen. Grund hierfür war der »Bündnisparcours«, welcher, wie auch die Pflanzung des Apfelbaumes, durch das Lokale Bündnis für Familie Eberswalde organisiert und errichtet wurde. Hier konnten sich die Kinder in den Unterrichtspausen kreativ betätigen, Seifenblasen machen, Geschicklichkeitsspiele erleben und viele andere Dinge ausprobieren. Der Eberswalder Bauhof war mit einem Dienstfahrzeug vor Ort, welches durch die Schülerinnen und Schüler laut hupend in Beschlag genommen werden konnte. In parkendem Zustand, versteht sich.

Die Eberswalder Familienwoche ist ein Projekt des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Frau Forster-König, Referentin für Generationen und Familie (Telefon: 03334 / 64- 503, eMail: ).

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde – 18. Mai 2022




Tag der Nachbarn

Am 20. Mai auf dem Spielplatz im Barnim Park

Das Quartiersmanagement (QM) Brandenburgisches Viertel lädt alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie im Kiez Agierende zum Tag der Nachbarn am 20. Mai ein.

Dieser Tag wird im Rahmen der 8. Eberswalder Familienwoche, die unter dem Motto »Familie ist alles – und noch viel mehr« läuft, veranstaltet.

Gemeinsam mit verschiedenen anderen Akteuren organisiert das QM am Freitag von 13.30 bis 17 Uhr ein Nachbarschaftspicknick mit Mitbringbuffet auf dem Spielplatz im Barnim Park.

»Gerade in Zeiten wie diesen«, so die Quartiersmanagerin Julia Klemm, »ist eine gute Nachbarschaft wichtiger denn je! Alle sind herzlich eingeladen, aus der eigenen kulinarischen Küche etwas mitzubringen und können von anderen mitgebrachten Speisen probieren. Nebenher wird es einen gemütlichen Gitarren-Workshop geben und natürlich wird für etwas musikalische Untermalung gesorgt. Wir freuen uns auf leckeres Essen, gute Gespräche und ein entspanntes Beisammensein.«

Ab 16 Uhr gibt es am gleichen Tag im »Club am Wald« ein Gaming-Angebot des ebw.esports e.V. für Jugendliche und die gesamte Familie.

Ronald Schild – 16. Mai 2022


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt / Bürgerzentrum
Schorfheidestraße 13, 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 81 82 45, Mobil: 0176 95 49 82 20
Sprechzeiten: Dienstag, 12:00 - 15:00 Uhr; Mittwoch, 15 – 18 Uhr; Donnerstag, 10 – 13 Uhr
eMail:
Internet: www.meinbrandenburgischesviertel.de




So sahen einige Standorte mit Altkleidercontainern zeitweise im vorigen Jahr aus. Zum Jahresende sind die Verträge mit dieser Altkleiderfirma gekündigt worden, während der städtische Bauhof die Standorte bereinigte.

Standorte:
Altkleidercontainer im Kiez

maxe. im vorigen Jahr waren einige Standplätze von Altkleidercontainern zum Problem geworden (siehe »Altkleider zu Müll« und »Altkleider zu Müll (2)«).

Noch im vorigen Jahr wurde hier eine Lösung gefunden, die vor allem darin bestand, daß die Container jener Firma, die die Abholung und Sauberhaltung nicht in den Griff bekam, entfernt wurden. Die Stellplätze selbst wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Bauhofes gereinigt.

Nun gab es eine Anfrage eines Kiezbewohners, der nach einem Altkleidercontainer in der Nähe der Havellandstraße fragte. Die MAXE-Redaktion wandte sich an die Pressestelle der Stadtverwaltung mit der Bitte, eine Übersicht mit den Standorten der Altkleidercontainer im Kiez zur Verfügung zu stellen.

Dies hat der Pressesprecher Johan Bodnar nun dankenswerterweise getan. Altkleidercontainer stehen im Brandenburgischen Viertel an folgenden Stellen:

  • Flämingstraße gegenüber Hausnummer 1
  • Gubener Straße gegenüber Hausnummer 5 auf dem Parkplatz
  • Lübbenauer Straße Ecke Spreewaldstraße
  • Nauener Straße gegenüber Hausnummer 4
  • Schwedter Straße gegenüber Hausnummer 34
  • Schorfheidestraße Höhe Hausnummer 14
  • Templiner Straße gegenüber Hausnummer 1
  • Zum Schwärzesee Höhe Hausnummer 45

(10. Mai 2022)

Siehe auch:
»Altkleider zu Müll« und
»Altkleider zu Müll (2)«




Moes Rockin Pickup am 14. Juli 2021 auf dem Potsdamer Platz. Das war die erste »Helle Stunde mit Kultur« auf dem Potsdamer Platz. In diesem Jahr geht es weiter. 22 Mal »Helle Stunde mit Kultur«

Die »Helle Stunde mit Kultur« ist zurück im Brandenburgischen Viertel und soll 22 Mal in 2022 stattfinden. Vom 4. Mai bis zum 28. September, immer mittwochs von 11 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt. Eintritt und Zugang sind frei.

Eröffnet wurde die Reihe, die als »kleine Schwester« von »Guten-Morgen-Eberswalde« gilt, am Mittwoch, dem 4. Mai, auf dem Wochenmarkt auf dem Potsdamer Platz im Brandenburgischen Viertel. Zu erleben gab es zum diesjährigen Auftakt Zydeco und Cajun-Music aus Louisiana sowie Blues und Boogie-Rhythmen von Colinda.

In diesem Jahr wird das Veranstaltungsformat erstmalig das Areal des Wochenmarktes verlassen und in unmittelbarer Nähe des zentralen Platzes künstlerische Darbietungen unterschiedlichster Art in das Viertel bringen. Von Konzerten über Walking Acts bis hin zu artistischen Programmen wird für jeden Geschmack etwas geboten. Die Veranstaltungsreihe hat unter anderem das Ziel, das Brandenburgische Viertel und den dortigen Wochenmarkt für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur durch die geplanten und bereits laufenden baulichen Maßnahmen attraktiver zu gestalten, sondern auch darüberhinausgehend die Lebensqualität im Viertel zu erhöhen.

»Helle Stunde mit Kultur« ist eine Veranstaltungsreihe von Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen und wird im Mai 2022 unterstützt durch: die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG, die WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs- GmbH Eberswalde, der AWO Stadtverband Eberswalde Haus- und Grundstücksverwaltungs GmbH, die TAG Wohnen und Service GmbH, die Deutsche Marktgilde eG, die Sparkasse Barnim und die Stadt Eberswalde.

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde
(veröffentlicht am 5. Mai 2022)

Siehe auch:
»Kultureller Bonus im Kiez«
»Das Dutzend ist voll«
»Straßenzauberei«
»Erdapfel – Messer – Wasser - Salz«
»Salto über eine Bank«
»Helle Stunde mit Kultur«




Heckenschnitt und Mäharbeiten

Halteverbote im Kiez

maxe. Das Frühjahr ist immer wieder auch damit verbunden, daß Hecken geschnitten und aufwachsendes Unkraut auf Gehwegen und an Straßenborden mit dem Freischneider entfernt werden. Diese Arbeiten erfolgen straßenweise. Um eine Beschädigung von parkenden Fahrzeugen zu vermeiden, gilt an den Tagen, an denen die Arbeiten stattfinden, jeweils Halteverbote, beispielsweise am 3. Mai in der Oderbruchstraße und am 4. Mai in der Prenzlauer Straße. Auch in anderen Straßen des Brandenburgischen Viertels erfolgen dieser Tage solche Arbeiten mit den hierzu notwendigen temporären Halteverboten.

Der zuständige Bauhofmitarbeiter Jan Leeske wies darauf hin, daß selbstverständlich eine verkehrsbehördliche Genehmigung für diese Halteverbote vorliegt. Zudem würden die mit den Arbeiten befaßten Bauhofmitarbeiter unmittelbar nach den Arbeiten die Verbotsschilder abschnittsweise wieder entfernen, um die Belastungen für die Anwohner in Grenzen zu halten.

(29. April 2022)




Kita »Gestiefelter Kater«:
Eine echte Spielstraße

Eine echte Straße auf dem Spielplatz – diese Idee entstand in der Ideenwerkstatt 2020/2021 der Kita »Gestiefelter Kater«. Familien und Teammitglieder wurden im Rahmen der Werkstatt befragt, welche Veränderungen sie sich für das Außengelände der Kita wünschen.

Der Spielplatz der Kita verfügte bereits über eine asphaltierte Fahrbahn für Kinderfahrzeuge mit einem leichten Gefälle und Kurven, welche sich über das Kita-Gelände erstreckt. Dort sind die Drei- bis Zehnjährigen sehr gerne mit verschiedensten Fahrzeugen unterwegs.

»Die Kinder genießen es, mit Tempo den 'Berg' hinabzufahren und sich in die Kurve zu legen. Doch wenn viele Kinder die gleiche Idee haben, kann es schon mal eng und gefährlich werden. Die jüngeren Kinder fühlen sich erst recht nicht so sicher. Da kam die Idee, die Asphaltstraße mit einer Fahrbahnmarkierung zu versehen, wie gerufen«, so die Leiterin der Kita, Dörthe Schmidt.

Mit Hilfe der Firma Straßenverkehrstechnik Thiele GmbH wurde diese Idee verwirklicht. Am 29. März 2022 war es soweit, das Wetter und die Temperaturen passend für den Farbauftrag. Richtungspfeile, Fußgängerüberwege, Haltelinien und Radwegmarkierungen machen jetzt das Fahren noch viel interessanter. Demnächst werden noch dazu passende Verkehrszeichen aufgestellt.

»So wird die Strecke auf dem Kitagelände noch authentischer und führt die Kinder noch realistischer an den realen Straßenverkehr heran. Ein guter Beitrag zum Thema Verkehrssicherheit«, so Kerstin Ladewig, Leiterin des Amtes für Bildung, Jugend und Sport.
Die Finanzierung erfolgte über Fördermittel aus dem Kiez-Kita-Programm des Landes Brandenburg in Höhe von ca. 600 Euro.

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde – 26. April 2022




Kunstfrühschoppen auf dem Hof der Galerie Fenster. DAG-Ausstellung in der Galerie Fenster.

Im und am Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft:
1. KUNST FRÜHSCHOPPEN

maxe. Am Ostersonntag, dem 17. April, hatten Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen von 11 bis 14 Uhr zum allerersten KUNST FRÜHSCHOPPEN auf den Hof der Galerie Fenster in der Prignitzer Straße 50 im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde eingeladen.

Natürlich war auch die aktuelle Ausstellung "durst" von DAG in den Räumen der Galerie zu besichtigen und alle Besucher konnten sich den geometrischen Turbulenzen, die die Räume der Galerie füllen, aussetzen. DAG selbst war auch dabei und hatte zudem die Stifte eingepackt.

Das Jay Hahn Trio spielte Blues, Dixieland & Swing und führte die Zuhörer zurück zu den Wurzeln des New Orleans Jazz. Die Klassiker des alten Jazz. Handgemacht. Dazu gab es, na klar, Bier vom Faß, Brause & Brezeln.

Die 9. Ausstellung in der Galerie Fenster, »durst« von und mit DAG, läuft seit dem 20. März und noch bis zum 22. Mai. Das Besondere, es gibt keine regulären Öffnungszeiten, sondern hier handelt es sich auf KUNST AUF ZURUF! Termine für einen exklusiven Galeriebesuch können vereinbart werden.

Weitere Kunst Frühschoppen finden am 1. Mai und am 22. Mai statt.

(18. April 2022)

Siehe auch:
»Dreiecke, Quadrate und Kreise«


Udo Muszynski · Konzerte + Veranstaltungen · Prignitzer Straße 48 · 16227 Eberswalde
Tel: 0177 3076684 · eMail: · internet: www.mescal.de




Baustelle Hort »Kinderinsel« in der Kyritzer Straße Brandenburger Allee voll gesperrt

Hortneubau erhält Wasser- und Schmutzwasseranschluß

maxe. »Aufgrund von Baumaßnahmen in der Brandenburger Allee«, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Eberswalde, »ist diese voraussichtlich in der Zeit von Dienstag, dem 19. April, bis Freitag, den 29. April, zwischen der Hausnummer 37 und der Kyritzer Straße voll gesperrt.«

Wie auf Nachfrage zu erfahren war, bleibt die Kyritzer Straße, einschließlich des Kreuzungsbereichs zur Brandenburger Allee und zur Lehnitzseestraße befahrbar.

Wegen der Vollsperrung ist es notwendig, die beiden Obus-Linien 861 und 862 umzuleiten. »Eine Umleitung ist ausgeschildert«, wird versichert. Während der Baumaßnahme nutzen die Obusse den Weg über die Schwärzeseestraße, die Flämingstraße sowie die Potsdamer Allee bis zur Frankfurter Allee.

Die jeweils beidseitigen Bushaltestellen in der Brandenburger und auf dem Potsdamer Platz können nicht mehr angefahren werden. Dafür gibt es Ersatzhaltestellen in der Flämingstraße (zwischen Nauener und Havellandstraße) und in der Potsdamer Allee in Höhe der Hausnummern 67/69.
Die Ausweichroute samt Ersatzhaltestellen wurde bereits während des grundhaften Ausbaus der Frankfurter Allee in den beiden vergangenen Jahren genutzt.

Die Pressemitteilung schließt mit der Bitte: »Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Verkehrseinschränkung zu beachten«.

(12. April 2022)
(bearbeitet, 12. April 2022)

Siehe auch:
»Amtierende auf Baustellenvisite«
»Das Märchen von Kiefern im Innenhof«
»Kloppe« für die Baudezernentin
»Hortneubau in 30 Monaten«
»Straßenbaumaßnahme Frankfurter Allee: Öffnung und Sperrung«
»Wettbewerb für Hortneubau«
MAXE Nr. 17, Februar 2014




Der »Schorfheideplatz« im Brandenburgischen Viertel Neuer Platz mit alten Bäumen

Entwurfsplanung für Einmündung Beeskower/Schorfheidestraße

maxe. Die Bezeichnung »Schorfheideplatz« hatte nie einen offiziellen Status. Nun fällt in der überarbeiteten Entwurfsplanung auch der größere gepflasterte Platz weg, der diesen Namen gerechtfertigt hätte.

Das Baudezernat der Stadtverwaltung hat auf die öffentliche Kritik, die hier im Kiezmagazin MAXE und zu den Beratungen im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (ASWU) geäußert wurde, positiv reagiert. Nachdem die ursprüngliche Variante im Februar vom Einreicher zurückgezogen wurde, entwickelte das Tiefbauamt nun gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro Weiland aus Gransee eine alternative Planvariante. Die Versickerung des Regenwassers an Ort und Stelle in den als flache und begehbare Mulden gestalteten Grünflächen blieb Bestandteil des Entwurfsplans. Der Versiegelungsanteil wird durch den Verzicht auf die gepflasterte Platzfläche weiter reduziert. Die veränderte Gestaltung erlaubt nun auch, daß alle vorhandenen Bäume erhalten bleiben. Zusätzlich sollen 13 Bäume neu gepflanzt werden.

Die Beeskower Straße dient als Zufahrt zum Wirtschaftshof und Parkplatz des AWO Pflegeheims »Im Wolfswinkel« sowie zum Innenhof und Parkplatz der Studentenwohnheime an der Prenzlauer und Strausberger Straße. Die Beläge der Fahrbahnen und Gehwege bestehen derzeit aus verschiedenen Materialien wie Asphalt, Pflaster und Betonplatten und sind stellenweise stark beschädigt. Nur wenige Borde sind abgesenkt, was die Barrierefreiheit sehr eingeschränkt. Die unübersichtliche Wegeführung trägt ihren Teil dazu bei, daß die Verkehrssituation in dem Bereich vor allem für Fußgänger und Radfahrer recht unübersichtlich ist.

Im neuen Entwurfsplan bleibt die jetzige Straßenführung erhalten. Lediglich die Fahrbahnbreiten sollen in der Schorfheidestraße auf 4,75 m und in der Beeskower Straße auf 4,50 m reduziert werden. In der Schorfheidestraße werden im Spielplatzbereich zudem gepflasterte Rampen zur Verkehrsberuhigung gebaut. Die Zufahrten für PKW, LKW, Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge zu den anliegenden Grundstücken wird auch nach dem Umbau sichergestellt sein, wird in der neuen Planung versprochen.

Die Gestaltung der Wege und damit die Führung des Fuß- und Radverkehrs soll die bestehenden Wegeverbindungen aufgreifen und durch breitere Absenkungen der Bordsteine sowie erneuerter Wegebeläge die Barrierefreiheit verbessern. Die Gehwege erhalten eine wassergebundene Decke, was den Versiegelungsgrad weiter senkt. Lediglich im Bereich oberhalb des Kollektors der EWE soll wieder eine Asphaltdeckschicht aufgebracht werden, da hier eine Befahrung für Wartungs- und Reinigungsarbeiten, nicht zuletzt am Lüftungsbauwerk des Kollektors, möglich sein muß.

Die vorhandenen Alt- und Jungbäume können erhalten bleiben, weil die bisherige Straßenführung beibehalten wird. Die geplanten zusätzlichen Bäume sollen die Durchgründung der Straßenzüge optimieren. Unter den Baumscheiben sollen Rigolen zur Wasserspeicherung eingebaut werden, um den Wasserbedarf der Bäume auch bei Trockenheit und Hitze zu gewährleisten.

Schließlich soll eine neue Beleuchtungsanlage entlang der Gehwege gebaut werden, um die Orientierung und das Sicherheitsgefühl auch im Dunkeln zu stärken.

Für die Neugestaltung der insgesamt etwa 1.770 Quadratmeter großen Fläche sollen circa 355.000 Euro ausgegeben werden. Die Finanzierung der der Maßnahme soll zu zwei Dritteln über Fördermittel des Bundes und des Landes erfolgen.

Der Beginn der Baumaßnahme ist Anfang 2023 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich zehn Monate betragen.

Am 5. April beraten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt über die erneuerte Entwurfsplanung bevor am 26. April die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung fällen wird.

(5. April 2022)

Siehe auch:
Beschlußvorlage zur geänderten Entwurfsplanung vom April 2022
»Bäume bleiben erstmal stehen«
»Erstmal alle Bäume fällen«




Wahlen im April

maxe. Blütenpracht an der Sporthalle »Heidewald«, die am ersten Aprilsonntag als Wahllokal 20 fungierte. Insgesamt 120 Wählerinnen und Wähler fanden zur Bürgermeister-Stichwahl den Weg hierher, um 116 gültige Stimmen abzugeben. Mit 70 Stimmen (60,3 %) lag der Gewinner Götz Herrmann auch hier vor seinem Konkurrenten Christian Mehnert, der 46 Stimmen errang (39,7 %). Die Wahlbeteiligung hier lag bei 13,9 % und hätte somit nicht zum Erreichen des nötigen Quorums gereicht.

In allen anderen Wahllokalen im Kiez blieb die Wahlbeteiligung noch unter diesem Wert. Mit der niedrigsten Beteiligung in ganz Eberswalde glänzte der Wahlbezirk 22 (Grundschule Schwärzesee), wo nur 6,2 % der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten.

Für das Quorum reichte auch die Einbeziehung der Briefwahlstimmen nicht, obwohl hier die vergleichsweise wahlagilen dörflichen Stadtteile im gleichen Briefwahllokal ausgezählt wurden. Alles in allem votierten hier 12,2 % der Wahlberechtigten für den neuen Chef im Rathaus.

(4. April 2022)




Christian Vahrson, Prokurist der Kreiswerke Barnim (li.) und Johannes Schlößer (re.), Projektmanager Barnimer Energiegesellschaft mbH überreichen Informationstafeln zu den installierten Solaranlagen auf den Dächern der Grundschule Schwärzesee und der Turnhalle Heidewald an die Stadt Eberswalde, vertreten durch Bert Bessel (Leiter des Amtes Hochbau und Gebäudewirtschaft, 2.v.l.) und Kerstin Ladewig (Leiterin Amt für Bildung, Jugend und Sport, 2.v.r.).

Grundschule »Schwärzesee« und Sporthalle »Heidewald«:
Sonnenstrom für‘s Klassenzimmer

Kreiswerke Barnim betreiben Solaranlagen im Kiez

maxe. Gemeinsam mit der Stadt Eberswalde haben die Kreiswerke Barnim zwei Solaranlagen auf den Dächern der Grundschule Schwärzesee (Leistung: 138 kWp) und der dazugehörigen Sporthalle Heidewald (Leistung: 190 kWp) realisiert. Diese sind bereits im Dezember 2020 in Betrieb gegangenen Anlagen haben schon gute Arbeit geleistet. Die gebührende öffentlichkeitswirksame Einweihung fiel damals den Einschränkungen der Coronamaßnahmen zum Opfer. Am 8. März wurde das nachgeholt.

»Die Anlagen produzierten in ihrem ersten Betriebsjahr zusammen mehr als 300.000 kWh Strom und konnten den Strombedarf von Schule und Sporthalle zu 100% decken«, sagt Christian Vahrson, der Prokurist der Kreiswerke Barnim. »Das ist eine gelungene Investition an diesem Bildungsstandort und ein tolles Signal an die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Hier finden sie ein weiteres Stück gelebte Nachhaltigkeit in der Stadt Eberswalde vor.«

Um die »grünen Kraftwerke« auf dem Dach für alle Nutzer der Gebäude sichtbar zu machen, überreichte Christian Vahrson zwei Informationstafeln mit den wichtigsten Daten der Anlagen und einem Blick aus der Vogelperspektive. Kerstin Ladewig, Leiterin des Eberswalder Amtes für Jugend, Bildung und Sport nahm die Informationstafeln im Namen der Grundschule Schwärzesee entgegen und zeigte sich begeistert: »So lassen sich die Solaranlagen gut in den Unterricht integrieren. Ganz direkt können die Kinder einen Bezug zur Solarenergie herstellen und haben diese Art der Energieerzeug täglich im Blick.«

Installiert und betrieben werden die Solaranlagen durch die SUN:BAR GmbH, ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim. Die Stadt Eberswalde hat die Dachflächen langfristig an die SUN:BAR verpachtet. »Wir konnten hier am Standort gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen«, freut sich auch Bert Bessel, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Eberswalde. »Im Zuge des Solaranlagenbaus wurden die Dächer beider Gebäude erneuert oder ertüchtigt, finanziert durch die eingenommene Pacht.«

Alle Beteiligten sind sich einig: Dieses Modell kann im wahrsten Sinne weiter Schule machen. Gemeinsam mit der Stadt Eberswalde werden aktuell weitere Dächer öffentlicher Einrichtungen auf solare Nutzbarkeit überprüft. Neben den Anlagen auf dem Schulkomplex im Brandenburgischen Viertel konnten die Kreiswerke im letzten Jahr auch Solarstromprojekte auf dem neuen Gebäude der Ahrensfelder Grundschule und dem Dach des Begegnungszentrums in Lunow realisieren. Die Kreiswerke, mit ihrer beratenden Tochtergesellschaft der Barnimer Energiegesellschaft GmbH (BEG) unterstützt die Barnimer Kommunen, Unternehmen, Vereine sowie öffentliche Institutionen bei der Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen auf geeigneten Dach- oder Freiflächen.

Die Stadt Eberswalde hätte solche Hilfe eigentlich nicht nötig, verfügt sie doch mit der SSGE Solarstrom GmbH Eberswalde, einem Tochterunternehmen der stadteigenen WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft, selbst über die Strukturen, solche Projekte umzusetzen. Wieso die Stadtverwaltung dennoch auf die Kreiswerke als Partner zurückgreift, wurde weder in den zuständigen Gremien besprochen noch beschlossen.

(14. März 2022)




Fellner: »Erhöhte Lebensqualität« durch Wohnungsabriß.

Das neue Hortgebäude sollte ursprünglich mit Schuljahresbeginn 2022/23 in Betrieb gehen. Später nannte man den Herbst 2022 als Fertigstellungstermin.
Vom Baustellenbesuch der amtierenden Bürgermeisterin am 1. März liegen MAXE keine Fotos vor.

Amtierende auf Baustellenvisite

maxe. »Ein Ziel der Stadt Eberswalde und der großen Wohnungsunternehmen der Stadt ist es«, hieß es kürzlich in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung, »die Lebensqualität im Brandenburgischen Viertel zu erhöhen und das Quartier dauerhaft attraktiv für die Bewohnerinnen und Bewohner zu machen.«

Daher seien bereits viele Maßnahmen vor Ort getroffen worden, wie zum Beispiel der kürzlich realisierte Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21. Für die ukrainischen Flüchtlinge stehen diese Wohnungen nun leider nicht mehr zur Verfügung.
Letzteres steht natürlich nicht in der städtischen Pressemitteilung. Dort wird vielmehr auf den in der Kyritzer Straße entstehenden neuen Hort hingewiesen und »ein neues Ärztehaus wurde ebenfalls im letzten Jahr eröffnet. Auch an den Grünflächen und den Spielplätzen wurde bereits viel bewegt, so daß sich alle Einwohnerinnen und Einwohner wohl fühlen können.« Auch der Verweis auf die Sanierung der Frankfurter Allee im Jahr 2021 fehlt selbstverständlich nicht.

Sodann wird berichtet: »Am 1. März 2022 traf die Erste Beigeordnete Anne Fellner mit den Vorständen der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG, Volker Klich und Guido Niehaus, zusammen, um sich über den Sanierungsfortschritt bei den ambitionierten Bauvorhaben der Genossenschaft im Brandenburgischen Viertel zu informieren. Beim Baustellenbesuch in der Cottbuser Straße konnte Frau Fellner (Baudezernentin und amtierende Bürgermeisterin – maxe) sich einen umfassenden Eindruck über die im Quartier modernisierten und teilweise mit sehr individuellen Grundrissen versehenen Wohnungen machen. Dabei traf Frau Fellner auch die beiden Familien Weller und Mundt, welche gerade ihre frisch sanierten Wohnungen in der Cottbuser Straße bezogen haben.«

Die umfangreichen Aktivitäten der 1893er im Brandenburgischen Viertel seien ein positiver Impuls für die ganze Stadt, sagt Anne Fellner. »Die Wohnungen hier in der Cottbuser Straße sind großzügig und modern und haben durch die innovativen Grundrisse einen ganz besonderen Charme. Gleichzeitig sind die auf dem neuesten Stand der Technik und locken Menschen aller Altersgruppen und sozialen Hintergründe in den Kiez. Das belebt den Kiez und ist Ausdruck des Aufschwungs, den das ganze Viertel erlebt und der positiv in die ganze Stadt ausstrahlt«, so Anne Fellner.

Per Kooperationsvereinbarung hat die Stadt Eberswalde dazu beigetragen, daß der Wohnungsgensossenschaft 1893 eG Landesfördermittel in Höhe von insgesamt 57 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden. Seitens der Wohnungsgenossenschaft war geplant, insgesamt elf Blöcke mit 468 genossenschaftlichen Wohnungen zu sanieren sowie 284 belegungsgebundene Wohneinheiten neu zu schaffen. Dabei werden 33 barrierefreie bzw. -arme Wohnungszugänge für insgesamt 340 Wohnungen geschaffen. Ob das Geld tatsächlich für alles reicht, ist angesichts der steigenden Baupreise allerdings nicht sicher.

Der zweite Schwerpunkt, wird mitgeteilt, ist die Aufwertung des öffentlichen Raums, des Wohnumfeldes und der sozialen Infrastruktur über die Städtebauförderung.

(14. März 2022)




Weidenkätzchen gehören zur ersten Bienennahrung nach dem Winter. Imkern im Quartier

Sprecherrat bewilligte 4.500 Euro aus Projektfonds

maxe. Bereits 2021 hat Bernd Pfeifer im Brandenburgischen Viertel begonnen, ein Imkerprojekt aufzubauen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Einschränkungen infolge der Corona-Maßnahmen konnte das Projekt allerdings nicht fertiggestellt werden. Das soll nun nachgeholt werden. Bernd Pfeifer hat in diesem Zusammenhang beim Quartiersmanagement einen Förderantrag gestellt, über den am 17. Februar der Sprecherrat in einer Online-Beratung befunden hat.

»Ziel ist es«, so Pfeifer, »Interessenten und Mitwirkende aus dem Quartier und der Umgebung den Umgang mit Honigbienen theoretisch und praktisch nahezubringen. Dabei steht der Umgang mit Insekten im allgemeinen und speziell mit der Honigbiene im Vordergrund.« Ganz nebenbei soll mit dem Projekt auch das Interesse für Holzarbeiten geweckt und vorhandenes Wissen im Quartier für jedermann unter professioneller Anleitung zugänglich gemacht werden. »Die bereits sechs Interessierten bauen die noch nötigen Utensilien selber und lernen gemeinsam, wie mit Honigbienen umgegangen wird.« Mittelfristig sei es das Ziel, auch Schulen und Kitas für das Thema zu interessieren.

»Als Unterstützer habe ich das Quartiersmanagement, die Wohngenossenschaft 1893 e.G. und den Hebewerk e.V. gefunden, die uns den schon vorhandenen Unterstand für die 2 Bienenvölker und einen Raum für Imkerutensilien in der Havellandstr. 15 ermöglichen. Der dort ansässige Verein Hebewerk e.V. gestattet uns die Benutzung der vereinseigenen Holzwerkstatt.«

Die sechs Projektmitglieder haben bereits begonnen, die vorhandenen Trogbeuten vorzubereiten und die notwendigen Waben bauen. Um weiterzumachen werden nun die beantragten Fördergelder für die weiteren Material- und Personalkosten benötigt, sagt Bernd Pfeifer. »Für die Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation möchten wir die Internetpräsenz des Quartiermanagements nutzen. Der Start der Bienenhaltung beginnt mit der Beutenbelegung und wird voraussichtlich Anfang April erfolgen.«

Die Materialkosten betragen 1.700 Euro. Neben Materialien für die Bienenstöcke sind das Imkerutensilien (z.B. Honigschleuder), Schutzkleidung sowie Schulungsmaterial und Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakate, Prospekte...). Als Honorar werden 2.800 Euro veranschlagt, wobei eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro Stunde zugrunde gelegt wird. Kalkuliert sind je 60 Stunden Tätigkeit von vier Menschen sowie jeweils eine Person mit 30 Stunden bzw. 10 Stunden.
Der Sprecherrat stimmte der Finanzierung der beantragten 4.500 Euro aus den Mitteln des Quartiersprojektfonds zu.

(28. Februar 2022)


Hebewerk e.V.
Adresse: Zwischenraum H15/ Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde




Mit »Kinderhände machen Kunst« hatte Lady Understone im Vorjahr bereits ein ähnliches Mit-Mach-Projekt organisiert. Wer bin ich?

Lady Undertone sammelt Selbstbildnisse

maxe. Mit einem ganz speziellen Aufruf wird sich in den nächsten Tagen Lady Untertone an die Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels wenden. Sie werden aufgefordert, Portraits von sich zu malen und diese Lady Untertone zuzusenden. Vielen Einwohnern des Kiezes ist die Künstlerin als DJane und Moderatorin der Kiezweihnachtsmärkte und des Stadtteilfestes Fête de la Viertel bekannt.

»Male Dein Gesicht«, heißt es in ihrem Aufruf, »versuche, Deine Wünsche und Gefühle auszudrücken. Wer bist Du? Wer willst Du sein?« Lady Understone bittet, das Bild auf ein helles DIN A4-Blatt zu malen. Und selbstverständlich soll der Name des Künstlers auf dem Bild nicht vergessen werden. Ihr Tip: »Malt Eurer Gesicht kleiner als lebensgroß, also in etwa so groß wie Eure Hand, dann gelingt es am besten«.

Das Ziel ist ein großes Kunstwerk, bestehend aus den Gesichtern der Malerinnen und Maler. Lady Undertone möchte aus den Portraits ein großes buntes Bild montieren, das die teilnehmenden Bewohner des Brandenburgischen Viertels in ihrer Vielfalt, mit ihren Träumen, Wünschen und ihrer Realität zeigt, um dem Viertel ein gemeinsames ganzes Gesicht zu geben, in dem jede und jeder im Fokus ihres und seines Potentials mitwirkt. Auf einem separaten Bild werden die Namen der beteiligten Künstler aufgelistet.

Die Fahrt- und Materialkosten für das Projekt »Wer bin ich – ein Viertel zeigt Gesicht« zusammenstellen, um das Miteinander, das »WIR« des Viertels auszudrücken und zu stärken und ganz nebenbei die Kreativität der Beteiligten anregen.

Mit Zustimmung des Kiez-Sprecherrats werden die Fahrt- und Materialkosten im Zusammenhang mit dem Projekt »Wer bin ich« in Höhe von 200 Euro aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements gefördert. Projektbeginn ist am 1. März, das Gesamtkunstwerk wird, wenn alles klappt, im September vorliegen.

(27. Februar 2022)

Siehe auch: Seite des Quartiersmanagements




Das Regenwasserversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße. Neues Grün am Sickerbecken

maxe. Die Grünfläche am entstandenen Regenrückhaltebecken an der Ecke der Frankfurter Allee/Spechthausener Straße wurde bereits im letzten Jahr mit Seniorinnen und Senioren der AWO und Kindern der Kita »Gestiefelter Kater« erfolgreich bepflanzt. »Bereits im letzten Jahr planten wir mit den Beteiligten eine weitere Aktion im Jahr 2022«, schreibt der Initiator Frank Neumann in einem weiteren Projektantrag, mit dem er sich jetzt an das Quartiersmanagement im Kiez wandte. »Dabei ist es mir immer noch wichtig«, so Neumann, »Pflanzenarten aus dem Brandenburger Land auszuwählen und weiterhin auf insekten- und vogelfreundliche Sträucher zu achten. Hier möchte ich Kindern das Setzen und Pflegen der Sträucher nahebringen und eine Kommunikation zwischen verschiedenen Altersgruppen und deren Erfahrungen anregen.« Ein weiterer wichtiger Punkt sei es, eine angenehme Aufenthaltsqualität für alle an diesem Ort zu schaffen. Aus diesem Grund wurde 2021 bereits eine Bank vom Bauhof gesetzt.

»Im vergangenen Jahr mußten wir die Erfahrung machen«, sagt der Naturliebhaber, der selbst im Brandenburgischen Viertel wohnt, »daß Pflanzenarten wie Himbeere, Brombeere und Rhododendron gestohlen werden«. Daher habe er sich diesmal für andere Blühsträucher entschieden (Schneeball, Forsythie, Schlehe, Sanddorn und Falscher Jasmin). Auch das erneute Sähen von Regiosaatgut ist geplant. Die Auswahl der Pflanzensorten wurden bereits mit dem Tiefbauamt besprochen. Die weitere Pflege der Pflanzen und die Mäharbeiten übernimmt ab 2022 der Bauhof. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wird Frank Neumann aber auch in diesem Jahr nach der Anpflanzung immer mal wieder vorbeischauen und für die Bewässerung der Pflanzen sorgen.

Insgesamt soll das Projekt mit 240 Euro aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements gefördert werden. Mit Geldern aus dem Aktionsfonds können kleine Projekte und Initiativen von Einwohnern des Brandenburgischen Viertels oder hier Aktiven bis zu einer Höhe von 250 Euro einfach und unbürokratisch gefördert werden. Der Sprecherrat gab auf seiner Online-Sitzung am 17. Februar dem Projekt und der Förderung seine Zustimmung.

(27. Februar 2022)

Siehe auch:
»Quadratisch, praktisch, häßlich«
»Regenwasserversickerung Nr. 2 «
»Klimaanpassung im Kiez«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«




Udo Muszynski »Kunst-am-Bau-Festtag«

maxe. »Kunst-am-Bau-Festtag«, so nannte Udo Muszynski den 22. Februar, als die Arbeiten von Ina Abuschenko-Matwejewa in der Cottbuser Straße 1 bis 7 installiert wurden. Der aktuelle Videonewsletter next 3/2022 wurde aus diesem Anlaß an Ort und Stelle im Brandenburgischen Viertel gedreht. Die Ergebnisse, auch mit einem kleinen Blick auf die Kunstwerke, sollen demnächst auf dem Mescal Youtube Kanal zu sehen sein. Dort gibt es demnächst auch für die »Galerie Fenster« ein Interview mit dem Architekten und leidenschaftlichen Dokumentaristen baubezogener Kunst Martin Maleschka.

(26. Februar 2022)




»Ich danke für die Unterstützung für unsere offene Kulturarbeit«, sagt Udo Muszynski nicht nur bezogen auf die Ausstellungen im Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft in der Prignitzer Straße 50, sondern auch auf die wöchentlichen Guten-Morgen-Eberswalde-Veranstaltungen. »In dieser Woche möchte ich den beiden großen Wohnungsgesellschaften unserer Stadt für Ihre gerade erneut bestätigte Partnerschaft hinsichtlich Guten-Morgen-Eberswalde danken. Sowohl die WHG Wohnungsbau-und Hausverwaltungs-GmbH, als auch die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG sind zwar erst im zweiten Jahrzehnt der Geschichte von Guten-Morgen dazu gestoßen, nun aber seit einigen Jahren fest an unserer Seite. Hier kam ganz offensichtlich zusammen, was zusammengehört.« Der Dank gehe natürlich auch an alle privaten Unterstützer. Udo Muszynski verweist dabei auf das Guten-Morgen-»Schenkungskonto« bei der Sparkasse Barnim (IBAN: DE48 1705 2000 0940 0122 43, Kontoinhaber: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen, Zahlungsgrund: Luftkur). »Unterstützern«, so Muszynski, »die eigene Firmen führen, können wir Werbekostenrechnungen ausstellen und gegebenenfalls auch ihre Werbung in unseren Formaten, beispielsweise bei den WERFT TV Produktionen, ausspielen. Sprechen Sie mich an.«

Galerie Fenster mit Ausstellung No. 9:
Dreiecke, Quadrate und Kreise

Die Galerie Fenster avisiert Ausstellung No. 9! Ab 20. März 2022 werden die Räume in der Prignitzer Straße 50 im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde mit den Arbeiten von DAG geflutet sein. Weiße Flächen sind dann ein Spielplatz für Dreiecke, Quadrate und Kreise. Der Besuch kann zu geometrischen Turbulenzen führen.

DAG, 1964 in Eberswalde geboren, ist nach einem Studium der Kunsterziehung an der Humboldt Universität und Studien der Malerei und Druckgrafik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee in den achtziger Jahren, in den neunziger Jahre tief in die Kunstszenen Londons und Berlin eingetaucht und hat sich damals überregional u.a. in der Zusammenarbeit mit Jim Avignon einen Namen gemacht. Seine Solokarriere als Maler begann er 2001, Ausstellungen seiner Werke seither beispielsweise in Hongkong, Mexico-City, Singapur, Tel Aviv, Tokio und Chicago.

Diese Ausstellung in der Galerie Fenster wird als »Kunst auf Zuruf« organisiert, d.h. ohne reguläre Öffnungszeiten. Wir versuchen, Ihre Besuchswünsche auch zu den ungewöhnlichsten Zeiten zu realisieren. Exklusivität für Alle und in Zeiten, in denen der bedingungslose Zugang zur öffentlichen Kultur schon lange nicht mehr selbstverständlich ist.

Udo Muszynski – 16. Februar 2022

Siehe auch:
»Gemeinsam Lesen in der Galerie«


Udo Muszynski · Konzerte + Veranstaltungen · Prignitzer Straße 48 · 16227 Eberswalde
Tel: 0177 3076684 · eMail: · internet: www.mescal.de




Die Bäume bleiben erstmal stehen. Wie der Stadtverordnete Carsten Zinn die MAXE-Redaktion informierte, hat die Stadtverwaltung die Entwurfsplanung samt Baubeschluß für den sogenannten "Schorfheideplatz" vorerst zurückgezogen.

Keine »Kloppe« für die Baudezernentin:
Bäume bleiben erstmal stehen

maxe. Auf dem Plan stand, über die Entwurfsplanung und den Baubeschluß zur Neugestaltung des Kreuzungsbereiches der Schorfheidestraße und der Beeskower Straße am 8. Februar im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) zu beraten und dann gut eine Woche später am 17. Februar im städtischen Hauptausschuß die Sache per Beschluß auf dem Weg zu bringen.

Daraus wird nun erst einmal nichts. Nach heftigen Einwänden, die unter anderem die sachkundige Einwohnerin Peggy Siegemund in der ASWU-Sitzung vorgebracht hatte, zog die Stadtverwaltung die Vorlage zurück, um sie nach Überarbeitung erneut in die Diskussion einzubringen.

Zu den Hauptkritikpunkten von Peggy Siegemund, die selbst im Viertel wohnt und 2019 auf Vorschlag der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur, nich zuletzt wegen ihrer Sachkunde in Sachen Natur und Umwelt in den ASWU entsandt wurde, gehörte die Tatsache, daß in der Entwurfsplanung zwar von Begründung und dem Pflanzen zahlreicher Bäume gesprochen wurde, als Voraussetzung jedoch zunächst alle vorhandenen Bäume beseitigt werden sollten. Darunter auch mehrere Bäume, die erst vor wenigen Jahren - wahrscheinlich im Rahmen des von der Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag der SPD-Fraktion beschlossenen 100-Bäume-Programms - gepflanzt und mit viel Mühe und Aufwand durch die trockenen Jahre 2018 bis 2020 gebracht worden waren.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatten Anwohner die Stadtverwaltung auf nicht beachtete Wegebeziehungen von Fußgängern hingewiesen. Über den Platz verlaufe eine wichtige und vielgenutzte Fußverbindung zwischen dem EKZ »Heidewald« über die Beeskower Straße zum Wohnquartier Choriner Straße und weiter zur Spechthausener Straße mit den Märkten an der Kreuzung Eberswalder Straße. Dem werde die verwinkelte Wege- und Straßenführung nicht gerecht. Die Baudezernentin und amtierende Bürgermeisterin Anne fellner hatte bereits vorab signalisiert, daß die Verwaltung diese Hinweise aufnehmen werde.

(9. Februar 2021)

Siehe auch: »Erstmal alle Bäume fällen«




Konzert vor dem AWO-Pflegeheim mit Tobias Emmerich.

Konzert vor dem Pflegeheim:
Hab Dank für Deine Zeit

maxe. Vom Veranstalter des Konzerts vor dem AWO-Pflegeheim »Wolfswinkel« war am 21. Januar wenig zu sehen. Das Fehlen von Bürgermeisterwahlkampf war keineswegs ein Mangel. Die von Tobias BIA Emmerich vorgetragenen Lieder wirkten umso mehr, gingen in die Seele der knapp 50 Zuhörenden, zu denen neben Bewohnern und Mitarbeitern des Pflegeheims auch mehrere Bewohner aus dem Viertel gehörten, die auf der MAXE-Seite oder aus anderen Quellen von dem Konzerttermin gehört hatten.

Trotz beißender Kälte, die das Gitarrenspiel zur Tortur werden ließ, begeisterte BIA seine Zuhörer mit Liedern von Hannes Wader und Reinhard Mai. Sein Lied zum Abschluß, »Hab Dank für Deine Zeit«, widmete er ganz konkret den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegeheim.

(27. Januar 2022)




Das Versickerungsbecken soll laut Planung eine Größe von rund 20 mal 30 Metern und eine Tiefe von circa 3,5 Metern haben. Die seitlichen Wände des Beckens werden mit Rasenmatten befestigt und die Sohle mit Rasengitterplatten. Aufgrund der Tiefe und der steilen Böschung ist es erforderlich, zur Verkehrssicherung einen Zaun um das »technische Bauwerk« zu errichten.

»Kloppe« für die Baudezernentin Nr. 3:
Quadratisch, praktisch, häßlich

Das »technische Bauwerk« an der Neuruppiner Straße

Beim ersten Regenversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße war die ursprüngliche Planung des bloß »technischen Bauwerks« noch geändert und zumindest die Form der Landschaft angepaßt worden. Entsprechende Hinweise hatte es schon zeitig im Planungsverlauf auch für das zweite Versickerungsbecken an der Neuruppiner Straße gegeben.

So hatte sich Carolin Schlenther von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Projektmanagerin »Vielfalt findet Stadt – Gemeinsam Natur wagen«, die zusammen mit sozioökonomisch 'Benachteiligten eine Fläche an der Neuruppiner Straße für den Schutz der biologischen Vielfalt gestaltet, schon im Frühjahr 2021 dem Eberswalder Tiefbauamt eine naturnahe Gestaltung des Regenversickerungsbeckens vorgeschlagen. Dies habe dort »gemischte Reaktionen verursacht«.

Eine Nachfrage bei der städtischen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) hatte damals, daß sich die entsprechenden Grundstücke zwar der WHG gehören, sie allerdings in keiner Weise an den Planungen beteiligt sei.

Die »gemischten Reaktionen« im Tiefbauamt hatten letztlich keinerlei Auswirkungen auf die weitere Planung. Die Hinweise und Wünsche wurden im weiteren schlicht ignoriert. Am 2. November begannen die Arbeiten an dem zweiten Becken, das erneut zeige, »daß wir das auch mit der notwendigen Energie und Tatendrang angehen«, wie die Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner laut der damals veröffentlichten städtischen Pressemitteilung sagte (siehe: »Regenwasserversickerung Nr. 2 «).

Zunächst führten die Bauarbeiten allerdings erst einmal im Dezember zu einer großflächigen Abschaltung von Telefon und Internet für zahlreiche Nutzer im Brandenburgischen Viertel. Bei der Ausbaggerung der Grube war ein wichtiges Kabel der Telekom zerstört worden. Die Arbeiten, um die Leitung wieder flicken und allen Betroffenen wieder den Zugang zu Telefon und Internet zu ermöglichen, dauerten bis Ende des Jahres.

Aufgrund des Winters ruhen derzeit die weiteren Arbeiten an dem Becken. Bei entsprechendem Wollen wären noch Änderungen möglich. Zumindest in bestimmtem Rahmen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, daß das seitens der Stadtverwaltung jemand tatsächlich will.

Immerhin wird mit dieser Maßnahme ein Großteil des anfallenden Regenwassers der Verkehrsflächen und der Gebäude westlich der Potsdamer Allee, im sogenannten 3. Bauabschnitt des Wohngebietes, vor zurückgehalten werden und dann in dem Becken versickern. Insgesamt handelt es sich um rund 31.200 Quadratmeter Flächen (davon 17.500 Quadratmeter Verkehrsflächen und 13.700 Quadratmeter Dachflächen) die dann von der vorhandenen leitungsgebundenen Regenentwässerung ins Drehnitzfließ abgetrennt werden.

»Versickerungsbecken versorgen die Umgebung mit Regenwasser als natürlicher Wasserressource und stabilisieren den Grundwasservorrat. Darüber hinaus verbessern sie die Entwässerung bei starkem Regen. Die Maßnahme ist also in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung des Mikroklimas im Brandenburgischen Viertel« so damals die Leiterin des zuständigen Tiefbauamtes Heike Köhler. Warum über diese technischen Zwecke hinaus nicht auch für ein ästhetisch ansehnliches und in die Landschaft ein- und angepaßtes Bauwerk gesorgt werden konnte, schweigen sich sowohl die Baudezernentin als auch die Tiefbauamtsleiterin aus.

Die Firma Gala Tiefbau GmbH aus Schwedt führt den Auftrag aus. Die Maßnahme soll bis zum März 2022 fertig gestellt werden. Die Gesamtkosten werden bei rund 200.000 Euro liegen und werden aus dem Förderprogramm »Stadtumbau-Aufwertung« finanziert.

Anna Fröhlich – 16. Januar 2022

Siehe auch:
»Kloppe 2: Ein Innenhof mit Kiefern drin«
»Kloppe« für die Baudezernentin
»Regenwasserversickerung Nr. 2 «
»Klimaanpassung im Kiez«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«
»Das allerletzte Thema«
»Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut«




Das Baustellenschild verspricht noch die Illusion. Die Realitäten sind längst geschaffen. Die Baustelle ist »beräumt«. An der Stelle der Baustellencontainer und davor sollten eigentlich, so hatte es der Architektenpreisträger in seiner Planung beschrieben, zumindest einige Kiefern des einstigen Waldstreifens erhalten bleiben.

Illusionäres Wintermärchen in Eberswalde:
Ein Innenhof mit Kiefern drin

»Kloppe« für die Baudezernentin Nr. 2

maxe. Am 24. November feierten die Stadtverwaltung, die beauftragte Baufirma und die Gewinner des Architektenwettbewerbs den »ersten Spatenstich« für den Neubau des Gebäudes für den Hort »Kinderinsel«. In einer Pressemitteilung hieß es, der Bau solle im November 2022 fertig sein. Die Baudezernentin und amtierende Bürgermeisterin Anne Fellner hatte tags zuvor erklärt, sie werde »die Kloppe« einstecken, wenn der Bau nicht bis zum Schuljahresbeginn in Betrieb gehe.

»Kloppe« verdienen die Baudezernentin und die Planer des neuen Hortgebäudes allerdings auch noch für anderes.

Der Preisgewinner Arthur Numrich beschreibt sein Projekt u.a. wie folgt: »Eine ganz andere räumliche Qualität haben die Höfe des Gebäudes. Die den Gruppenräumen zugeordneten Außenräume sind mit Hochstämmen — teils vorhandenen Kiefern — Schattenstauden und Gräsern als introvertierte, geschützte Gärten konzipiert und bilden nicht zuletzt die grüne Kulisse für die Innenräume.«

Schön, daß da sogar im Innenhof Baumbestand erhalten bleibt – konnte man denken.

Die Realität ist anders. Entgegen den Versprechungen und dem Siegervorschlag, der aktuell noch auf den am Bauplatz aufgestellten Schildern angeschaut werden kann, wurde sämtlicher Kiefernbestand im Gebäudebereich abgeholzt worden. Im Bereich der Außenanlagen der Grundschule Schwärzesee war das bereits im Januar 2014 erledigt worden. Von dem einst das Stadtbild prägenden Kiefernwaldstreifen an der Brandenburger Allee bleibt nun nur noch ein kläglicher Rest.

(14. Januar 2022)

Siehe auch:
»Kloppe« für die Baudezernentin
»Hortneubau in 30 Monaten«
»Wettbewerb für Hortneubau«
MAXE Nr. 17, Februar 2014




Die behördliche Unmenschlichkeit ist systematisch. Es ist erst ein dreiviertel Jahr her, als sich am 11. März 2021 Salah Tayyar aus Angst vor der drohenden Abschiebung von seinem Balkon in der Senftenberger Straße in den Tod stürzte.

Initiative Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim:
»Behördliche Unmenschlichkeit«

Des Landrats Ausländerbehörde agierte gesetzeswidrig

maxe. Am 20. Dezember kam es in der Flämingstraße zu einem Großeinsatz der Polizei. Inzwischen sind weitere Einzelheiten bekannt geworden.

Wie es in einer Pressemitteilung der Initiative Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim heißt, galt die Abschiebeaktion nicht nur der Familie, sondern auch einem im gleichen Haus wohnenden 20jährigen, der seit acht Jahren gemeinsam mit seiner Mutter in der BRD lebt. Dieser junge Mann, der im Sommer seine Schulausbildung abgeschlossen und sich aktuell intensiv um einen Ausbildungsplatz beworben hatte, wurde nach Rußland abgeschoben. Aktuell hält er sich in Moskau auf, ohne Aussicht, auf absehbare Zeit seine Mutter wiederzusehen. Frau Osmajewa, seine Mutter, arbeitet als Erzieherin und hat im Herbst einen Aufenthaltstitel erhalten. Für sie brach eine Welt zusammen. Sie hatte nicht damit gerechnet, daß ihr Sohn, weil nun volljährig, abgeschoben werden könne. Für sie brach eine Welt zusammen.

Das gilt auch für die besonders vom Großeinsatz der Polizei und der Ausländerbehörde betroffene Familie. Die Initiative Bürgerasyl Barnim verurteilt die Abschiebung des 20jährigen und die versuchte Abschiebungen der Familie auf das schärfste. Sowohl der junge Mann und seine nun allein zurückbleibende Mutter als auch die Familie seien vor der Bedrohung durch die brutale Diktatur in der russischen Teilrepublik Tschetschenien geflohen. Die Abschiebung der Familie mußte zwar abgebrochen werden, aber die Betroffenen stehen unter Schock. Die Angst vor weiteren Abschiebungen ist groß, auch unter den vielen anderen geflüchteten Tschetschenen, die in Eberswalde leben.

»Wir haben mit einigen der Betroffenen gesprochen und möchten der offiziellen Darstellung die der betroffenen Familien gegenüberstellen«, erklärt Thomas Janoschka vom Barnimer Bürgerasyl. »Der Einsatz war organisiert, als gälte es bewaffnete Schwerverbrecher oder Terroristen festzunehmen. Die Betroffenen wollten aber nichts anderes, als hier in Sicherheit leben. Abschiebungen sind unmenschlich – wir fordern dagegen ein Bleiberecht für alle!«

Wie Frau Kukijewa berichtete, kamen Polizisten mit Maschinengewehren bewaffnet in die Wohnung ihrer Familie und blieben dort für die Dauer des Einsatzes. Aus Verzweiflung wollte Frau Kukieva ein Messer gegen sich selbst verwenden um sich zu verletzen, aber die Polizei hat sich kurzzeitig selbst bedroht gefühlt. Inzwischen hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen »Nötigung« gegen sie eingeleitet. Glücklicherweise war der 16-jährige Sohn der Familie nicht zu Hause, vermutlich wurde auch deshalb die Abschiebung der Familie abgebrochen.

Die Familie, die schon seit 9 Jahren in der BRD lebt, hatte nicht mit einer Abschiebung gerechnet. Laut Gesetz muß diese angekündigt werden, wenn die Betroffenen schon mehr als ein Jahr lang geduldet werden. Dabei wird den Betroffenen nicht der genaue Termin mitgeteilt, aber die Absicht in nächster Zeit abzuschieben. Weil die Ausländerbehörde die Abschiebung nicht wie vorgeschrieben angekündigt hatte, hat die Anwältin der Familie eine Einstweilige Verfügung bei Gericht beantragt. Zunächst hat die Barnimer Ausländerbehörde dem Gericht mündlich zugesagt, in den nächsten vier Wochen keine Abschiebeversuche zu unternehmen. Außerdem ist ein Antrag auf Bleiberecht wegen guter Integration für den 16jährigen Sohn anhängig.

Für den Vater der Familie, Herrn Tschechojew, hatte die Familie der Ausländerbehörde ein mehrseitiges ärztliches Gutachten vorgelegt. Wegen einer Krebserkrankung ist er nicht reisefähig. Eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde soll bei Vorlage des Attestes gesagt haben: »Selbst wenn Sie daliegen wie ein Toter, ist mir das egal und Sie werden abgeschoben werden.«

Frau Kukijewa wird immer noch schlecht, wenn sie an die Anspannung dieses Polizeieinsatzes denkt. Auf die Frage: »Wie fühlt es sich an, so lange schon mit einer ,Duldung‘ zu leben?« sagt sie: »Wir sind immer im Streß. Wir haben immer Angst, daß eine Abschiebung kommen könnte. Wir haben keine Chance, eine Arbeit zu finden, weil die Duldung nur 3 Monate gilt. Wir können fast nie entspannen.«

Der 20jährige aus demselben Haus, der tatsächlich nach Rußland abgeschoben wurde, hatte für Anfang Januar einen OP-Termin, den er nun nicht mehr wahrnehmen kann. »Für mich ist das ein großer Schock.«, sagt Frau Osmajewa. »Ich war seit 2013 mit meinem Sohn in Deutschland. Ich war immer alleinerziehend. Im Herbst habe ich den Aufenthaltstitel bekommen und nicht geahnt, daß mein Sohn trotzdem abgeschoben werden kann, weil er volljährig ist.« Jetzt sei er in Moskau und es sei unklar, ob er jemals wieder her kommen könne. »In Rußland hat er nur gelebt bis er 12 Jahre alt war. Er hat 8 Jahre in Deutschland gelebt – er ist hier viel besser integriert als in Rußland.«

»Wir fordern die sofortige Erlaubnis der Rückkehr des abgeschobenen 20jährigen«, so Thomas Janoschka vom Barnimer Bürgerasyl, »und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, daß es keine weiteren Abschiebungen aus dem Barnim gibt.«

(9. Januar 2022)

Siehe auch:
»Weihnachtsgeschenk des Landrats«
Antirassismustag in Eberswalde: »Wir sind alle Salah!«
»Bürgerstiftung Barnim Uckermark: Zum Tod von Salah Tayyar«
»Ein Mensch springt in den Tod«


Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim
internet: www.b-asyl-barnim.de
eMail:




Großeinsatz von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr:
Weihnachtsgeschenk des Landrats

Familie aus Rußland erhielt Abschiebungsbeschluß

maxe. Wie die Pressestelle der auch für Eberswalde zuständigen Polizeidirektion Ost mitteilte, hat es am Montagabend (20. Dezember) in der Flämingstraße einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gegeben.

Auslöser des Großeinsatzes war ein »Weihnachtsgeschenk« der Barnimer Ausländerbehörde, die einer vierköpfigen aus Rußland stammenden Familie kurz vor dem Fest einen Beschluß zur Abschiebung beschert hatte, den die Polizei nun umzusetzen hatte.

Zu den Hintergründen, warum die Eltern und ihre beiden 16 und 20 Jahre alten Söhne abgeschoben werden sollten, wurde nichts bekannt. Glaubt man der allgegenwärtigen Berichterstattung über Rußland, dann sollte es genügend Gründe für einen berechtigten Asylanspruch geben. Aber vielleicht handelt es sich bei der üblichen russophoben Hetze in den hiesigen Medien auch um eine großangelegte Lügenkampagne. Zumindest keimen Zweifel, wenn unser demokratischer Rechtsstaat geflüchtete Menschen aus Rußland abschiebt. Um hier Klarheit zu schaffen, wird MAXE mal bei den zuständigen Stellen der Kreisverwaltung Barnim anfragen.

Die 53jährige Frau jedenfalls scheint einen ordentlichen Schrecken bekommen zu haben, als plötzlich die Polizei mit dem Abschiebungsbeschluß vor der Tür stand. Laut Polizeibericht kam sie mit einem Küchenmesser auf die Beamten zu, richtete aber anschließend das Messer gegen sich selbst.

»Durch umsichtiges Vorgehen«, so die Polizei, »und unter Mitwirkung von Mitgliedern der Verhandlungsgruppe der Spezialeinheiten des Landes Brandenburg konnte die Frau letztlich zur Aufgabe bewegt werden. Ihr 54 Jahre alter Mann erlitt bei dem Geschehen einen Schwächeanfall und wurde durch Rettungskräfte medizinisch versorgt.« Das vorsichtshalber angeforderte Sprungpolster der Freiwilligen Feuerwehr Finow kam nicht mehr zum Einsatz.

Der Abschiebungsversuch wurde abgebrochen. Laut Polizei liege es nun wieder in der Entscheidung der Ausländerbehörde, wie es mit der Familie weitergeht. Ein Ermittlungsverfahren sei trotzdem eingeleitet worden. Dabei werde dem Vorwurf der Bedrohung nachgegangen.

Gegen wen sich das Ermittlungsverfahren richtet, geht aus dem Polizeibericht nicht hervor. Ob die menschenverachtende Praxis der Ausländerbehörde des Landkreises Barnim Gegenstand der Ermittlungen sein wird, wird von Beobachtern der Szene als unwahrscheinlich angenommen. Vielmehr werde wohl gegen die Opfer der staatlichen Willkür ermittelt, die in ihrer Not keinen anderen Ausweg wissen, als das Messer gegen sich selbst zur richten.

(23. Dezember 2021)




Erste Spatenstich am 24. November 2021. »Kloppe« für die Baudezernentin

maxe. Einen Tag vor dem »ersten Spatenstich« für den Neubau des Hortes »Kinderinsel« in der Kyritzer Straße 17 stand am Abend des 23. Novembers in der Sitzung der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung die Vergabe des 3. Loses der Bauleistungen auf der Tagesordnung.

Vergeben wurde hier die Leistung »Erweiterter Holzbau«. Nur eine Firma – die Terhalle Holzbau GmbH aus Ahaus-Ottenstein (Nordrhein-Westfalen), etwa sechs Kilometer von der Grenze zum Königreich der Niederlanden – hatte sich im Rahmen der europaweiten Ausschreibung beworben, die schließlich auch den Zuschlag bekam, wie die Stadtverordneten bei nur einer Enthaltung beschlossen. Die Vergabesumme lag letztlich um rund 400.000 Euro höher als die ursprünglichen Planungen vorgesehen hatten.

Der fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn hatte die Gelegenheit genutzt, um zu erfragen, ob »wir in der Lage sind, wirklich den Start zum Schuljahresbeginn 2022/23 unter Berücksichtigung aller Besonderheiten zu gewährleisten« Oder gegebenenfalls damit gerechnet werden müsse, »daß es auch später werden kann, wie das beim Erweiterungsbau der Grundschule Finow war«.

Die Baudezernentin Anne Fellner wirkte etwas pikiert. »Ob wir am Ende den Termin einhalten oder nicht, kann ich Ihnen heute nicht versprechen. Ich finde es fast schädlich, wenn wir in öffentlicher Sitzung darüber diskutieren, daß es vielleicht jetzt schon absehbar ist, daß es später wird – denn das ist ja fast schon eine Einladung für jedes Bauunternehmen, das wir noch finden wollen, daß sie sich nicht an die Vorgaben halten müssen. Insofern bin ich da optimistisch, daß wir den Zeitrahmen einhalten können. Und die Kloppe steck ich dann ein, wenn wir's nicht tun.«

Den Bedarf für den neuen Hort hatten die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung bereits im Jahr 2019 festgestellt. Zunächst stand die Überlegung im Raum, die ehemalige Kita »Spatzennest«, die nach der Schließung im Jahr 2006 der Wohnungsgenossenschaft übergeben wurde, die es später mit Fördermitteln aus dem Programm »Soziale Stadt« zum barrierefreien Vereinshaus umgebaut hatte. Eine Wiedernutzung als Kindereinrichtung wäre schneller möglich gewesen und hätte auch weniger gekostet, hatte damals der Sozialdezernent Professor Dr. Jan König eingeräumt. Allerdings hätten dann mehrere Vereine ihr Obdach verloren.

Bereits damals hatte sich Zinn eindeutig für die »zukunftsorientierte A-Variante« ausgesprochen, die für ihn hieß: »Bau eines modernen Bürger- und Stadtteilzentrums 2.0 mit angegliedertem Hort«. Und auch der Standort auf dem Areal der abgerissenen Grundschule an der Kyritzer Straße war für ihn schon klar. Der Dezernent, so der damalige Pressebericht, »ringe (noch) mit sich« (MOZ, 23.08.2019).

Dieses demokratische »Ringen« des Sozialdezernenten mit sich selbst war schließlich schon im September 2019 entschieden, so daß die Stadtverordneten im Oktober 2019 über die außerplanmäßige Mittelbereitstellung für Planung und Kostenschätzung entscheiden konnten. Nach den Schließungs- und Abrißorgien der Vorjahre, bei denen drei von fünf Kitas im Brandenburgischen Viertel geschlossen sowie vier von fünf Schulen auch gleich abgerissen wurden, nahmen die Schülerzahlen völlig unerwartet wieder zu, so daß die verbliebene Grundschule Schwärzesee – die modernste der Stadt – aus allen Nähten platzt (2018/19: 346 Schüler in 16 Klassen; 2019/20: 413 Schüler in 19 Klassen; Prognose 2023/24: 481 Schüler in vmtl. 22 Klassen) und daher kein Platz mehr für den innerhalb des Schulgebäudes untergebrachten Hort »Kinderinsel« bleibt.

In der lokalen Tageszeitung war damals zu lesen: »Als Ziel hat Baudezernentin Anne Fellner formuliert: Zum Schuljahresbeginn 2022/23 soll der Neubau, mit einer Kapazität von 150 Plätzen konzipiert, in Betrieb gehen.« (MOZ, 11.10.2019)

Die Stadtverwaltung organisierte sodann einen Architektenwettbewerb und im Juli 2020 ermächtigte die Stadtverordnetenversammlung den Bürgermeister, die weiteren Planungen an das erstplazierte Büro als Generalplaner zu vergeben. Die aus der Vorabermächtigung »resultierende Zeitersparnis fördert die gesetzte Inbetriebnahme des Hortgebäudes zum Schuljahr 2022/2023«, hieß es damals in der Begründung zur Ermächtigungsvorlage.

Am 27. April 2021 genehmigten die Stadtverordneten die Entwurfsplanung und faßten zugleich den Baubeschluß, wieder mit zusätzlichen Ermächtigungen für den Bürgermeister, um das Vorhaben zu beschleunigen. Interessanterweise stand da bereits in der Sachverhaltsdarstellung: »Das Projekt muß wegen des Bedarfs an Hortplätzen im Brandenburgischen Viertel bis Herbst 2022 realisiert sein.« Obwohl »Herbst« ein durchaus verschieden interpretierbarer Begriff für einen Zeitpunkt ist und der tatsächliche Bedarf an den Hortplätzen zum Schuljahresbeginn und nicht später akut wird, wurde diese Detailänderung offensichtlich seitens der Verwaltung nicht weiter erläutert.

Während der Stadtverordnete Zinn also am 23. November konkret nachfragte, ob der Start zum Schuljahresbeginn 2022/23 gewährleistet werden kann und die Baudezernentin ihren Optimismus versprühte, daß dies so sein werde, veröffentlichte die Pressestelle der Stadtverwaltung nur einen Tag später eine Mitteilung über den nur zwölf Monate nach Wettbewerbsabschluß erfolgten ersten Spatenstich auf dem Gelände an der Kyritzer Straße. In der Mitteilung wird Anne Fellner zitiert, die hochentzückt die gute Zusammenarbeit mit dem Wettbewerbssieger lobt, »mit welchem wir gemeinsam bereits ein Jahr später den ersten Spatenstich für unseren neuen Hort vornehmen konnten. Und wieder ein Jahr später soll der Bau im November 2022 hoffentlich fertiggestellt sein.«

Wie zu hören war, will sich der Stadtverordnete Carsten Zinn demnächst mit einer Weihnachtsmannrute zum Rathaus aufmachen, um die versprochene »Kloppe« auszuteilen.

(14. Dezember 2021)




Begonnener Mastaufbau etwa 250 Meter südwestlich der Wohnbebauung an der Ecke Schwärzesee-/Flämingstraße.

Stadtverordnete warnen vor gesundheitlichen Schäden
Masten wachsen gen Himmel

»Schulcampus« unter der Hochspannung

Das Gerichtsurteil des Leipziger Bundesverwaltungsgericht zur Klage der Bürgerinitiative »Nicht über unsere Köpfe« wird zwar erst für das II. Quartal 2022 erwartet, nichtsdestotrotz ist der Leitungsbauer 50 Hertz fleißig dabei, vollendete Tatsachen zu schaffen.

Nachdem 50 Hertz durch die Zahlung von »Beschleunigungszuschlägen« in sechsstelliger Höhe sich das Wohlwollen der Eberswalder Verwaltungsführung erkauft hat (siehe auch »Barnimer Bürgerpost« Ausgaben 4, 5 und Sommer/2021), begannen auch im Stadtgebiet von Eberswalde die ersten Arbeiten.

Nach dem im vorigen Winter die Bäume auf der Trasse gefällt wurden und im Laufe des Sommerhalbjahres erste Berichte über Mastbauten südlich und später auch nördlich von Eberswalde bekannt wurden (siehe »Eine breite Schneise im Wald...«), kann man seit Ende November nun auch südwestlich des Brandenburgischen Viertels in direkter Nähe der Wohnbebauung der Schwärzeseestraße die Masten für die geplante Höchstspannungsleitung gen Himmel wachsen sehen.

Auch an dem neuen Erna-Bürger-Weg zwischen der Eberswalder Straße und dem Finowkanal waren Fundamentarbeiten zu sehen. Auch »hier baut die 50 Hertz AG einen neuen Mast für die Leitungen die dann über den Finowkanal gehen«, wie Chrstin Zierach vom Eberswalder Tiefbauamt den fraktionslosen Stadtverordneten Carsten Zinn, der eine entsprechende Bürgeranfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet hatte.

Indes hatten die beiden Vertreter der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung Oskar Dietterle und Mirko Wolfgramm die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 23. November dazu genutzt, in der Diskussion zu den Aufstellungsbeschlüssen zum Bebauungsplan »Schulcampus« an der Eberswalder Straße und der damit zusammenhängenden Änderung des Flächennutzungsplans auf die von der geplanten Höchstspannungsleitung ausgehenden elektromagnetischen Strahlung und den daraus resultierenden Gefährdungen für die Schülerinnen und Schüler, die einmal in die dort geplante Schule gehen werden, aufmerksam zu machen.

»Wegen dieser Gefährdungen«, so Oskar Dietterle, »halte ich diesen Standort für ungeeignet. Allerdings gibt es auch noch weitere Gründe, die gegen diesen Schulstandort sprechen. Da ist zum einen die direkte Lage an der Hauptstraße, was dort zu einer besonders starken Lärmbelästigung führen wird. Außerdem wohnen dort ausgesprochen wenig Kinder und Jugendliche. Das heißt, alle Schülerinnen und Schüler müssen herantransportiert werden. Diese zusätzliche Belastung für den ÖPNV muß nicht sein, wenn wir diese neue Schule an einen Standort plazieren, wo die Kinder und Jugendlichen, die dort zur Schule gehen sollen auch wirklich wohnen. Beispielsweise haben wir im Brandenburgischen Viertel Standorte, wo in den vergangenen Jahren Schulen abgerissen wurden. Dort sind Flächen vorhanden, die weitaus geeigneter für diesen Schulneubau sind.«

Von den Gefährdungen durch die geplante 380-kV-Freileitung sind im übrigen auch die Wohnbebauungen im Westen des Brandenburgischen Viertels und im Osten von Finow-Ost betroffen. Auch der bereits begonnene Neubau des Hortes »Kinderinsel« in der Kyritzer Straße liegt im möglicherweise durch die Freileitung gefährdeten Bereich.

Gerd Markmann – 8. Dezember 2021

Siehe auch:
»50Hertz schafft Tatsachen«
»Licht für alle – und das kostenlos!«
»Beschleunigungszuschläge«
»Eine breite Schneise im Wald...«
Bürgerinitiative »Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!«
Barnimer Bürgerpost: »So banal wie die Realität«




Die Sporthalle des Sportvereins Motor Eberswalde befindet sich im Zentrum des Brandenburgischen Viertels an der Potsdamer Allee. In dieser Halle hat auch die Abteilung Badminton des SV Motor ihre Heimstatt (Foto). Mit rund 1000 Mitgliedern ist der SV Motor der größte Sportverein in Eberswalde. Die Abteilung Leichtathletik konnte sich erst kürzlich darüber freuen, für weitere vier Jahre Landesstützpunkt zu sein. Die entsprechende Urkunde wurde am 20. November überreicht.
Die Landesstützpunkte sind ein zentrales Strukturelement bei der Findung und Heranbildung leistungssportlichen Nachwuchses. Die talentiertesten Sportlerinnen und Sportler aus den Vereinen des jeweiligen Einzugsgebietes erhalten in den Landesstützpunkten die Möglichkeit, ein zusätzliches qualitativ anspruchsvolles Training zu absolvieren. Mit der Anerkennung als Landesstützpunkt erhält der Verein weitere Unterstützung durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie den Landessportbund.

SV Motor Eberswalde e.V.:
Leichtathletik-Trainer
machen nicht mit!

Die aktuellen politischen Entscheidungen zu den Corona-Maßnahmen können wir als Trainer des Leistungsstützpunktes Leichtathletik beim SV Motor Eberswalde e.V. nicht mehr mit unserem Gewissen vereinbaren. Die Trainer haben sich teilweise jahrzehntelang für die gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen eingesetzt und würden es weiter tun. Jetzt werden die Ungeimpften unter ihnen kriminalisiert und diskriminiert, obwohl auch die Geimpften nachweislich genauso am Infektionsgeschehen beteiligt sind. Wir können es auch deshalb nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, weil wir einem Teil unserer Sportler das gemeinschaftliche Sporttreiben untersagen müßten.

Es wird ein Sündenbock gesucht für nicht richtig wirkende Impfungen, für ein Gesundheitssystem, das schon vor Corona an Personalmangel litt und einen weiteren Niedergang erfuhr durch viele Krankenhausschließungen, den Abbau von tausenden Intensivbetten und die Abwanderung von Fachkräften. Dagegen haben die 30 größten DAX-Unternehmen im Corona-Jahr 2020 89% mehr Gewinn gemacht als davor!

An dieser Situation haben die Ungeimpften keine Schuld. Und wie paßt das alles zusammen? Bei uns soll jeder Sport machen dürfen. Gesunde Ernährung, gesunde Lebensweise sind die Alternative. Wir haben es schon immer so gehandhabt, wer krank ist und sich nicht fit fühlt, macht eine Pause.

Die gegenwärtige Politik, die Politik der Diffamierung anderer Meinungen, die Politik des Hasses und der Ausgrenzung mit der dazu passenden Propaganda dient nicht der Gesundheit der Menschen, auch nicht der Vermeidung von Krankheit oder Tod, im Gegenteil.

Da machen wir nicht mit.

Meine ehrenamtliche Tätigkeit als Abteilungsleiter Leichtathletik lasse ich ruhen, da ich nicht Handlanger dieser menschenfeindlichen Politik sein will.

Sabine Preuß – 27. November 2021


Sabine Preuß ist Abteilungsleiter Leichtathletik beim SV Motor Eberswalde. In ihrem Anliegen wird sie unterstützt durch die Trainer Michaela Anders, Sabine Wilke, Carmen Kluge-Postier, Frank Preuß und anderen.
Adresse: SV Motor Eberswalde e.V. · Potsdamer Allee 37 · 16227 Eberswalde
Telefon: +49 3334 212703 · Telefax: +49 3334 4297123
eMail: · Internet: https://www.svmotor-eberswalde.de/




B. Viertel Dogs

Das kostenlose Hundetraining im Kiez

maxe. »Kommen Sie mit Ihrem Hund zum kostenlosen Hundetraining«, heißt es in der vom Quartiersmanagement Soziale Stadt verbreiteten Einladung an die im Kiez heimischen Hunde sowie deren Halterinnen und Halter. Unter Anleitung der Hundetrainerin Nicole Zeisel und ihrer Mitarbeiterin Jasmin Weise soll das Hund-Mensch-Verhältnis gestärkt werden. Neben Spielstunden und speziellen Trainingseinheiten wird genug Zeit für individuelle Beratung sein, sodaß die Wünsche von Hund und Mensch nicht zu kurz kommen werden.

Das Hundetraining fand im November bereits zweimal auf dem Hundeauslaufplatz im Barnim Park (zwischen Potsdamer Allee und Rathenower Straße) statt. Am 8. und 22. Dezember, jeweils zwischen 10.30 und 11.30 Uhr gibt es weitere Gelegenheiten. Weitere Termine folgen im Jahr 2022. Wenn es wieder länger hell ist, auch am späteren Nachmittag.

Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich. Kommen Sie einfach an den genannten Terminen zum Hundeauslaufplatz. Bei weteren Fragen können Sie sich direkt an Nicole Zeisel (Tel.: 0157 3875 6388) oder an das Quartiersmanagement (Tel.: 03334 818 245).

(24. November 2021)




Das Regenwasserversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße hatte gegenüber der ursprünglichen Planung eine der Landschaft angepaßte Form gefunden. Allerdings blieb es bei den steilen Böschungen und dem Zaun. Auch das zweite Versickerungsbecken an der Neuruppiner Straße ist als bloßes »technisches Bauwerk« geplant. Die Diskussionen um das erste Becken scheint an den verantwortlichen Planern spurlos vorbeigegangen zu sein.

Klimaanpassung im Brandenburgischen Viertel:
Regenwasserversickerung Nr. 2

Wieder ein »technisches Bauwerk«

Das Hochwasser im Westen Deutschlands hat einmal mehr deutlich gemacht, daß Klimaanpassung ein wichtiges Thema bei der Gestaltung urbaner Räume der Zukunft ist. Bereits seit 2019 arbeitet die Stadt Eberswalde an der Umsetzung des entsprechenden Konzepts »Entsiegelungsmaßnahme Brandenburgisches Viertel«. Im Rahmen dieses Konzeptes wird am Dienstag, dem 2. November 2021, eine weitere Maßnahme zur Klimaanpassung im Brandenburgischem Viertel begonnen. In der Neuruppiner Straße, neben dem Blockheizwerk der EWE, wird ein neues Versickerungsbecken gebaut. Mit dieser Maßnahme soll ein Großteil des anfallenden Regenwassers der Verkehrsflächen und der Gebäude westlich der Potsdamer Allee, im sogenannten 2. Bauabschnitt des Wohngebietes, vor Ort zurückgehalten werden und dann versickern.

»Es ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung unseres Konzeptes zur konkreten Klimaanpassung im Brandenburgischen Viertel. Nach den Maßnahmen in der Frankfurter Allee, wo wir im Sommer ein neues Regenwasserbecken und eine Versickerungs-Rigole fertiggestellt haben, gehen wir nun also schon an die zweite Anpassung vor Ort. Das Thema der Klimaanpassung im Kiez wird uns auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten begleiten. Wir stehen als Stadtverwaltung vor der großen Herausforderung, bereits bestehende Infrastruktur sinnvoll anzupassen. Das neue Versickerungsbecken in der Neuruppiner Straße zeigt erneut, daß wir das auch mit der notwendigen Energie und Tatendrang angehen«, so die Erste Beigeordnete Anne Fellner.

Mit dem neuen Becken können insgesamt rund 31.200 Quadratmeter Flächen (davon 17.500 Quadratmeter Verkehrsflächen und 13.700 Quadratmeter Dachflächen) vom vorhandenem Leitungssystem abgetrennt werden und im neuen Becken versickern. Neben dem Ziel des Energie- und Klimaschutzkonzeptes »Wasser in der Stadt – Förderung einer wassersensiblen Stadtentwicklung« wird auch gleichzeitig das Regenrückhaltebecken am Drehnitzfließ entlastet. Das Versickerungsbecken wird eine Größe von rund 20 mal 30 Metern und eine Tiefe von circa 3,5 Metern haben. Die seitlichen Wände des Beckens werden mit Rasenmatten befestigt und die Sohle mit Rasengitterplatten.

»Versickerungsbecken versorgen die Umgebung mit Regenwasser als natürlicher Wasserressource und stabilisieren den Grundwasservorrat. Darüber hinaus verbessern sie die Entwässerung bei starkem Regen. Die Maßnahme ist also in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung des Mikroklimas im Brandenburgischen Viertel« so Heike Köhler, Leiterin des zuständigen Tiefbauamtes.

Das Versickerungsbecken erhält aus Verkehrssicherheitsgründen eine Umzäunung mit einem Doppelstabmattenzaun. Die Baumaßnahme wurde öffentlich ausgeschrieben. Die Firma Gala Tiefbau GmbH aus Schwedt hat den Auftrag erhalten. Die Maßnahme soll bis zum März 2022 fertig gestellt werden. Die Gesamtkosten werden bei rund 200.000 Euro liegen und werden aus dem Förderprogramm »Stadtumbau-Aufwertung« finanziert.

Pressestelle der Stadtverwaltung – 2. November 2021

Siehe auch:
»Klimaanpassung im Kiez«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«
»Das allerletzte Thema«
»Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut«




Die Gestaltung der Sporthalle des REKI e.V. in der Schorfheidestraße schmückte im Oktober 2012 die erste Ausgabe des Kiezmagazins MAXE. Damals gehörte die Halle noch dem SV Medizin, aus dem heraus sich später der REKI e.V. bildete. Die eigenständige Existenz war nur vorübergehend. Seit dem 1. Oktober hat die AWO Eberswalde die Halle samt den dort stattfindenden Aktivitäten übernommen. REKI e.V. hat sich aufgelöst

AWO Eberswalde übernimmt alle Aktivitäten und Angebote

maxe. Seit dem 1. Oktober 2021 ist es offiziell, heißt es in einer Mitteilung der AWO Eberswalde auf deren Internetseite. Der REKI-Verein sei nun Mitglied der AWO-Familie.

Um eine Weiterführung der Vereinsaktivi9täten auch in Zukunft gewährleisten zu können, habe der REKI-Verein sich dazu entschlossen, den Verein offiziell aufzulösen und alle vereinsinternen Angelegenheiten an den AWO Stadtverband Eberswalde zu übergeben. Der neue Träger verspricht, daß sich für die Vereinsmitglieder und alle Nutzerinnen und Nutzer der Angebote des REKI-Vereins nichts ändern werde. »Alle bisherigen aktivitäten und Angebote werden vom AWO Stadtverband uneingeschränkt weitergeführt.«

Obwohl seit dem 1. Oktober offiziell, informierte der Eberswalder Sozialdezernent Prof. Jan König die Mitglieder des stüdtischen Ausschusses für Jugend, Bildung und Sport (ABJS) am 7. Oktober lediglich in der nichtöffentlicher Sitzung über den Trägerwechsel, wie der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez Carsten Zinn verwundert feststellte.
Zinn hatte im öffentlichen Teil am 7. Oktober gefragt, ob seine Informationen stimmen, wonach die AWO die REKI-Sporthalle übernimmt und der bisherige Geschäftsführer dort Abteilungsleiter werden soll.

Carsten Zinn informierte auch über Gerüchte, wonach auf der Grünfläche vor der Sportstätte, dort wo einst die Rosa-Luxemburg-Oberschule stand, eine Integrations-Kita mit etwa 160 Plätzen entstehen soll. Dies solle im Zusammenwirken mit von AWO Bernau und AWO Eberswalde passieren und es sollen die Kinder aus dem Leibnizviertel dort untergebracht werden.
Auch hierzu verweigerte der Dezernent das erbetene offizielle Statement. Zu den Gerüchten in Bezug auf die Entwicklung im Brandenburgischen Viertel, also dem Gelände zwischen der Sporthalle und dem Sanitätshaus, werde er öffentlich keine Stellung nehmen, sagte er laut der inzwischen vorliegenden Niederschrift der Ausschußsitzung.

Wenn die AWO den Bau einer Kindertagesstätte plant, so der Kiez-Stadtverordnete, müsse dies auch beim Landkreis und der Stadt angemeldet werden. Wenn die Kita-Bedarfsplanung für 2022-2027 aufgestellt wird, müßte das der neue Träger doch auch rechtzeitig anmelden. Er wünsche sich mehr Informationen zu solchen Themen.
Das wünschen sich sicherlich auch viele Einwohnerinnen und Einwohner, vor allem Eltern, für die es seit mehreren Jahren immer schwerer wird, einen passenden Kita-Platz für ihre Kinder zu bekommen.

(28. Oktober 2021)




Neuer Eigentümer für »Specht« und »Heidewald«:
Hoffnung im »Sozialen Brennpunkt«

maxe. Das Einkaufszentrum (EKZ) »Heidewald« hat einen neuen Eigentümer. Der MOZ-Reporter Sven Klamann berichtete in seinem Artikel vom 7. Oktober von einem »erschreckend hohen Leerstand«, den schon ein Blick auf die Hinweistafel vor dem EKZ zeige. Nun ist dieses Problem alles andere als neu. MAXE hatte den Leerstand im »Heidewald« bereits in seiner auf Papier gedruckten Nummer 4 vom Januar 2013 thematisiert.
Für den Käufer dürfte nicht zuletzt dieser »erschreckend hohe Leerstand« ein gutes Kaufargument gewesen sein, weil sich das beim Kaufpreis gewiß mindernd ausgewirkt hat.

Noch ist der Kaufvertrag nicht abgewickelt. Die Eintragung im Grundbuch dauert seine Zeit. Dennoch wird dem neuen Eigentümer bereits vorgeworfen, daß er »über seine Pläne schweigt«. Da greifbare Tatsachen fehlen, befaßt sich unsere tägliche Heimatzeitung mit der »überkochenden Gerüchteküche«. Zumal der neue »Heidewald«-Eigentümer Ende 2020 bereits die Specht-Ruine erworben hat. Verdächtig ist zudem, daß es keinen Internetauftritt gibt. In der heißen Suppe rührt auch kräftig der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez Carsten Zinn mit. »Ich vermute ganz stark«, so Zinn, »daß die Stadtverwaltung Eberswalde erneut einem sehr windigen, in der Sache sehr intransparenten Immobilienspekulanten aufgesessen ist. Es ist zu vermuten, daß die vermeintlichen großen Pläne der neuen Eigentümerschaft sehr schnell in einem Kartenhaus zusammenfallen.« Tatsachen, die seine Vermutungen irgendwie belegen könnten, bleibt der einstige Ortsvorsteher des Viertels leider schuldig.

Übrig bleibt ein Bauchgefühl, das sich lediglich auf den fremdländischen Namen des Investors und sein auf den ersten Blick undurchsichtiges Firmengeflecht stützt.

Wie die »Heimatzeitung« berichtet, wird an den Stammtischen im Kiez und auf den Bänken am Potsdamer Platz darüber spekuliert, ob der »Specht« zur Tagespflege umgebaut werden könnte oder gar zur Moschee. Für letztere Nutzung gibt es durchaus Bedarf. Die derzeit für muslimische Gottesdienste genutzte Turnhalle sei zu den Freitagsgebeten regelmäßig »hoffnungslos überfüllt«, berichtet die MOZ. Dem christlichen Gemeindezentrum an der Potsdamer Allee gelingt dies eher selten.

Tatsächlich ist Sahin Sanli, dem die beiden Gesellschaften gehören, die den Specht und den Heidewald erworben haben, türkischstämmig, allerdings als wohl gebürtiger Berliner längst in der bundesrepublikanischen Gesellschaft integriert. Dies bestätigt auch die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner. Der neue Eigentümer habe umgehend Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen. Er spreche perfekt Deutsch und sei sehr rührig. Er komme aus der Finanzwelt und wolle nun in das Immobiliengeschäft einsteigen. Er wolle etwas bewegen und sicherlich auch gut Geld verdienen. Ersteres, so das Anliegen der Dezernentin, soll so gut wie möglich zugunsten der Stadt und des Brandenburgischen Viertels gestaltet werden. Mit ihrer Planungshoheit habe die Stadt dafür durchaus auch die Möglichkeiten.

Der gelernte Bankkaufmann hatte 2019 gemeinsam mit seiner Cousine die LIRIK Real Estate GmbH gegründet. Dies sei die faktische Muttergesellschaft für die jeweiligen Projektgesellschaften, über die die konkreten Projekte abgewickelt werden. Das ist in der Immobilienbranche ein durchaus übliches Verfahren, weil so das Geschäftsrisiko, das mit jedem einzelnen Projekt verbunden ist, für die Trägergesellschaft minimiert wird. Daneben gibt es noch die 2018 gegründete BIF Finanzvermittlung und Immobilien Berlin UG, über die Sanli vermutlich die Finanzierungen für seine Projektgesellschaften organisiert. Für die Projekte in Eberswalde gründete Sahin Sanli die Projekt Specht Eberswalde GmbH und die Projekt HDW Eberswalde GmbH. Daneben fungiert Sahin Sanlie bei weiteren 5 Gesellschaften als Geschäftsführer: der Golf Resort Schloßgut Sickendorf GmbH, der PROJEKT Bockmühle 18 GmbH, der PROJEKT Generaldepot Carl-Reichstein GmbH Berlin, der PROJEKT Markt 2 Rügen GmbH und der HS 78 Beteiligungsgesellschaft mbH. Beim Schloßgut Sickendorf handelt es sich um eine laut Nutzern etwas heruntergekommene Golfanlage in Hessen, die 2019/2020 übernommen wurde. Beim Projekt Bockmühle 18 ging es vermutlich um ein altes Hotel in Wuppertal, bei dem allerdings die Stadt Wuppertal ihr Vorkaufsrecht ausgeübt hat, um dort eine Gesamtschule zu errichten. Die Projekt Generaldepot Carl-Reichstein GmbH dürfte in Brandenburg an der Havel agieren. Zu den beiden anderen Gesellschaften konnten keine weiteren Informationen ermittelt werden.

Sicherlich ist es eine anspruchsvolle Aufgabe, bei einem so breitgefächerten Firmengeflecht jedes einzelne Projekt zum Erfolg zu bringen. Inwieweit die Erwartungen der einen oder die Befürchtungen der anderen erfüllt werden, kann man indes nur abwarten. Licht ins Dunkel kann nur der Investor selbst bringen, was er allerdings auch zugesagt hat.

(17. Oktober 2021 – dieser Beitrag erschien zuerst in der »Barnimer Bürgerpost« Nr. 315 vom 13. Oktober 2021)

Siehe auch:
Lebendiges Einkaufszentrum »Heidewald«




Die ex- und internen Quartiersmanagerinnen Julia Hantke, Katharina Zielke und Julia Klemm (v.l.n.r.). Bufdi Kassandra Giese und Honorarkraft Bernd Pfeifer.

Das Quartiersmanagement im Brandenburgischen Viertel:
Ein starkes Team

maxe. Aktuell wird das Quartier »Brandenburgisches Viertel« von fünf hauptamtlich angestellten Menschen in Voll- oder Teilzeit gemanagt. Darüber informierte die städtische Quartiersmanagerin Katharina Zielke am 6. Oktober im städtischen Ausschuß für Kultur, Soziales und Integration (AKSI). Neben ihr gehören Julia Klemm und Julia Hantke vom externen Quartiersmanagement der S.T.E.R.N. GmbH aus Berlin, sowie die Bundesfreiwilligendienstlerin Kassandra Giese und die Honorarkraft Bernd Pfeifer zum Team des Quartiersmanagements (QM).

Katharina Zielke ist täglich für Beratungen vor Ort ansprechbar und für Bildungsfragen (AG Bildung, Projektausrichtungen) verantwortlich. Sie ist auch Ansprechpartnerin für soziale Fragen und für das Anschieben, Weiterführen sowie die Begleitung von Projekten und Maßnahmen zuständig. Dabei wird sie von den beiden Julias vom externen QM unterstützt, die an zwei Tagen zur Beratung vor Ort sind (dienstags und donnerstags oder nach Vereinbarung) und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind. Sie informieren zudem über bauliche und stadtplanerische Entwicklungen im Viertel. Die gemeinsamen Leitaufgaben von in- und externem QM bestehen in der Aktivierung der Bewohnerschaft, der Vernetzung und Koordination von Initiativen, der Stärkung bzw. Entwicklung von alten und neuen Nachbarschaften sowie der Verbesserung des Images des Viertels.

Kassandra Giese unterstützt das QM-Team bis Ende Februar 2022 als sogenannte Bufdi, wie der Bundesfreiwilligendienst – seit Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht, ein freiwilliger Ersatz für die früheren Zivildienstleistenden (Zivis) – per deutschem Aküfi (Abkürzungsfimmel) bezeichnet wird. Bernd Pfeifer ist als Honorarkraft verantwortlich für die Raumvermietung im Bürgerzentrum. Außerdem hilft er dem QM bei Festlichkeiten und Aktionen.

Ein zentrales Element der Öffentlichkeitsarbeit des QM ist die Internetseite www.meinbrandenburgischesviertel.de. Daneben werden auch wie bisher Plakate, Aushänge, Online-Sprechstunden und die diversen Netzwerke, die im Sprecherrat »Soziale Stadt« zusammenlaufen, zur Kommunikation genutzt.

Aus dem Aktionsfonds (Projekte bis 250 Euro) wurden 2021 insgesamt 10 Anträge zu Projekten für die Schulferien, im Lockdown und vieles mehr genehmigt. Bisher wurden 2.350 Euro beantragt. Im Aktionsfonds enthalten sind für 2021 insgesamt 2.500 Euro. Fondsprojekte, die eine umfangreichere Förderung möglich machen, müssen vom Sprecherrat befürwortet werden. Bisher gingen im aktuellen Jahr zehn Projektanträge ein, hauptsächlich im Bereich Bildung und Kultur. Davon wurden bisher acht genehmigt. Zwei weitere sind in Planung. Insgesamt wurden 2021 bisher für Fondsprojekte 27.880 Euro beantragt. Hinzu kommen weitere Förderungen aus anderen Quellen. Hier wurden mit »Café Vielfalt«, »Veranstaltungen im Stadtteil« und »Imageverbesserung (ÖA)« drei Anträge im Umfang von 14.978,07 Euro umgesetzt.

Über zwei Projekte berichtete Katharina Zielke ausführlicher. Die Auftaktveranstaltung zum Projekt »Prävention im Viertel« erfolgte am 16. März 2021 gemeinsam mit der Polizei und den zuständigen Ämtern der Stadt. Im Mai gab es eine Bewohnerumfrage, der ein Rundgang mi tallen Eingeladenen der ersten Veranstaltung folgte. Schließlich waren für den 7. Oktober zwei Rundgänge mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels geplant. Ob dies offensiv beworben wurde, ist zumindest der MAXE-Redaktion nicht bekannt.

Ein zweites Projekt betrifft den »Barnim Park«. Dort soll der sogenannte »Jugendplatz« attraktiver gestaltet werden. Dazu gab es gemeinsame Besichtigungen und Absprachen des QM mit den entsprechenden Ämtern und eine erste Beteiligungsveranstaltung. Nach der Rücksprache mit den städtischen Ämtern wurde eine zweite Beteiligungsveranstaltung durchgeführt. Derzeit werden die Beteiligungen ausgewertet und es erfolgt eine Planung der Neugestaltung.

(7. Oktober 2021)

Siehe auch: »Informationen aus dem Kiez«




Im vorliegenden Luftbild, das das Brandenburgische Viertel im Blick von Ost nach West darstellt, steht der fünfte Wohnblock des Cottbuser Quartiers noch. Deutlich erkennbar ist der dichte Baumbestand im westlichen Teil des Wohnhofes (in der Mitte links).

Innenhof Cottbuser Quartier:
»Wald bleibt erhalten«

Genossenschaft: Ängste von AWO-Mietern sind unbegründet

maxe. Im »Cottbuser Quartier« der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 e.G. wird fleißig gebaut. Von den fünf Wohnblocks der Genossenschaft wurde einer abgerissen. Die vier übrigen sind leergezogen und werden von Grund auf saniert und modernisiert.

Südlich wird das Karee zwischen Cottbuser und Spreewaldstraße von der Frankfurter Allee begrenzt. Die dortigen Wohnungen gehören nicht der Genossenschaft sondern der AWO Eberswalde und sind bereits nach der Übernahme durch die AWO in den 90er Jahren modernisiert. Die AWO-Mieter erleben also die Modernisierungsarbeiten der Genossenschaft quasi hautnah mit und müssen auch den damit verbundenen Staub und vor allem Lärm ertragen.

Neben den Staub- und Lärmbelästigungen, die von den AWO-Mietern mehr oder weniger als notwendig hingenommen werden, wurden jüngst neue Ängste geschürt. Hintergrund sind Simulationsbilder, mit denen die Genossenschaft das künftige Aussehen der sanierten Wohnblöcke darstellen wollte. Während aktuell der westliche Innenhof durch einen von Kiefern dominierten Wald dominiert wird, ist davon auf den Simulationen nichts zu sehen. Einige AWO-Mieter fürchten nun, daß im Zuge einer Neugestaltung des Innenhofs auch in großem Maßstab Bäume gefällt werden.

Der fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn, selber Mieter bei der AWO, wandte sich deshalb an die Baumexpertin Christin Zierach in der Stadtverwaltung Eberswalde und erbat offizielle Informationen und wies auf die Notwendigkeit hin, daß im Falle von »scheinbar bevorstehenden Baumfällaktionen in Größenordnungen« die betroffenen Mieterinnen und Mieter rechtzeitig »zu diesem Erneuerungsprozeß« informiert und verantwortungsbewußt rechtzeitig mitgenommen werden.

Eine Antwort aus der Stadtverwaltung liegt der MAXE-Redaktion noch nicht vor. Auf die MAXE-Nachfrage bei der Genossenschaft antwortete Chefkundenbetreuer Marko Reinhardt: »Bei der Planung des Innenhofes war von Beginn an klar, daß der Wald im Innenhof erhalten wird. Dies ist auch mit der AWO von Beginn an so besprochen.«

(24. September 2021)

Siehe auch:
Baustart mit »Sprechblasen« und »Maskottchen«




Bereits im Frühjahr ist die geplante Trasse für die Höchstspannungsfreileitung auch am Brandenburgischen Viertel frei geschlagen worden. Die 380-kV-Freileitung soll nur etwa 80 Metern Entfernung zur Wohnbebauung haben.

380-kV-Höchstspannungsfreileitung (Uckermarkleitung):
50Hertz schafft Tatsachen

Bundesverwaltungsgericht entscheidet im II. Quartal 2022

»Im Bereich Eberswalder Straße und Kopernikusring in Eberswalde«, heißt es in einer aktuellen Information des Netzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH, »beginnen in der Woche vom 20. bis 26. September 2021 bauvorbereitende Maßnahmen für die neue Uckermarkleitung«.

Eine abschließende und rechtlich gültige Planfeststellung liegt dafür nicht vor. Gegen den Planfeststellungsbeschluß von 2020 läuft derzeit noch eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Das hatte allerdings die aufschiebende Wirkung der Klage lediglich »für den Bereich zwischen dem Mast 1 (Umspannwerk Bertikow) und Mast 217 (Höhe Ortschaft Golzow) angeordnet« (Beschluß des 4. Senats BVerwG vom 15.06.2021).

Darauf hatte 50Hertz zuvor schon freiwillig verzichtet, allerdings im Südabschnitt schon seit Ende des vergangenen Jahres begonnen, Bäume zu fällen und Masten zu errichten. Es sei Sache der 50Hertz GmbH »zu entscheiden, ob sie bereits Investitionen vornimmt, obwohl sie nicht über einen bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluß verfügt«, so das Gericht damals (BverwG, 12.11.2020). Die Bürgerinitiative bezeichnete das, was 50Hertz da betreibt, als »Hazardpoker«.

Nun mach also 50Hertz mit ihrem »Hazardpoker« im Bereich der Stadt Eberswalde weiter. Zwischen Eberswalder Straße und Kopernikus weicht die Trasse der geplanten 380-kV-Freileitung gegenüber der bestehenden 220-kV-Leitung nach Osten aus. Nach Fertigstellung der neuen Leitung soll der Mast der Bestandsleitung abgebaut werden.

Konkret geht es um den Abriß von Garagen. »Zwei Garagenreihen (die Reihen 4 und 5) machen Platz für den neuen Mast 246«, heißt es in der Mitteilung von 50Hertz. »Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 8. Oktober abgeschlossen sein.. Der Aufbau des Mastes soll im Februar des nächsten Jahres beginnen. Zunächst wird ein Fundament erstellt, dann ab März der Mast montiert. Die Montage der Leiterseile kann dann in den Sommermonaten beginnen.«

Was 50Hertz verschweigt, ist die Tatsache, daß erst im II. Quartal 2022 über die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluß zur 380-kV-Freileitung entschieden werden soll. Der Netzbetreiber tut also so, als hätte er vor dem Gericht bereits gewonnen. Frechheit siegt. Das kann aktuell im Zusammenhang mit dem Bau der Tesla-»Gigafactory« von Elon Musk bei Erkner beobachtet werden.

Seitens der Eberswalder Stadtverwaltung – und auch seitens der Stadtverordnetenversammlung – kann bezüglich der 380-kV-Freileitung keinerlei Widerstand mehr erwartet werden. Die Baudezernentin Anne Fellner, die inzwischen von den Stadtverordneten zur Beigeordneten befördert wurde, hat schon Anfang des Jahres darüber informiert, daß die Stadtverwaltung die von 50Hertz offerierten als »Beschleunigungszuschläge« umschriebenen und damit als legal eingeordneten Bestechungsgelder offiziell angenommen hat.

Gerd Markmann – 22. September 2021

Siehe auch:
»Die PARTEI fordert: Licht für alle – und das kostenlos!«
»Beschleunigungszuschläge«
»Eine breite Schneise im Wald...«
Bürgerinitiative »Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!«
Barnimer Bürgerpost: »So banal wie die Realität«




Monalisen der Vorstadt

Ausstellungen im Kiez:
Monalisen und Platten

maxe. Die neugestaltete Ausstellung Die Platte neu auflegen zur Entwicklung des Brandenburgischen Viertels in der Potsdamer Allee 61 kann an jedem Montag zwischen 10 und 12 Uhr sowie am letzten Sonntag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr besucht werden.

Noch bis zum 7. Oktober sind in der Galerie Fenster (Kyritzer Straße 50) die "Monalisen der Vorstädte" von Ute Mahler und Werner Mahler immer donnerstags von 17 bis 21 Uhr sowie auf Anfrage zu sehen.

(14. September 2021)




Strahlende Gesichter unter Schutzhelmen.

Minister-Event im »Aktionsraum Cottbus«:
Baustart mit »Sprechblasen« und »Maskottchen«

Mit Kommentaren des Stadtverordneten Carsten Zinn

maxe. »Unter Ausschluß der breiten Öffentlichkeit – einschließlich der Stadtverordneten, die im Kiez wohnen – gab es am 22. Juli einen ministeriellen 'Betriebsausflug' in den sozialen Brennpunkt der Stadt Eberswalde.« Dies teilte der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez Carsten Zinn mit.

Dabei bezog er sich auf eine Information der Eberswalder Stadtverwaltung auf der städtischen Internetseite. In der Rubrik »Aktuelles« wird dort über den »Baustart für den großen 'Aktionsraum Cottbus' im Brandenburgischen Viertel« am 22. Juli berichtet, zu dem Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann und der neue Leiter für Stadtentwicklung im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Stefan Bruch nach Eberswalde kamen.

»Zumindest durfte«, so Zinn weiter, »das ehrenamtliche kommunale 'Maskottchen' der Baudezernentin und designierten Ersten Beigeordneten der Stadt Eberswalde an diesen handverlesenen ministeriellen und WG 1893 Eberswalde eG Akt, einschließlich Show und Entertainment teilnehmen. Dafür läßt sich das 'Maskottchen' in seinen und anderen sozialen Netzwerken feiern.« Der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez hat einen entsprechenden Link mitgeschickt, so daß man auch erfahren kann, wen er mit der wenig schmeichelhaften Bezeichnung »Maskottchen der Baudezernentin« tituliert. Über den Link gelangt man auf die Bürgermeisterwahlkampfseite von Götz Herrmann, Stadtverordneter der Fraktion SPD|BFE und Vorsitzender des Hauptausschusses der Stadt Eberswalde. Sehr wahrscheinlich wurde er in dieser Funktion eingeladen, weil der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Martin Hoeck (FDP), der zugleich dem Aufsichtsrat der Genossenschaft angehört, verhindert war.

Der von Zinn kritisierte »Ausschluß der breiten Öffentlichkeit« wird von den Veranstaltern sehr wahrscheinlich mit nötigen Pandemie-Vorkehrungen begründet werden. Das Event in der Havellandstraße vor einem Jahr war noch durch Proteste gegen den Abriß des Wohnhauses in der Brandenburger Allee 15-21 »gestört« worden (siehe: »Der Brausediebstahl«). Damals war der Minister in das Viertel gekommen, um die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Brandenburg, der Stadt Eberswalde und der Wohnungsgenossenschaft 1893 Eberswalde eG zu unterzeichnen. Wie schon vor einem Jahr, wurde auch für das aktuelle Event die Fläche eines bereits vor mehreren Jahren abgerissenen Wohnblockes genutzt.

Bei einer Gesamtinvestition von 57 Millionen Euro, steuert das Land Brandenburg 52 Millionen Euro Wohnraumfördermittel als zinslose oder zinsbegünstigte Darlehen bei. »Bis 2024 werden dadurch 33 barrierefreie Aufgänge mit ca. 340 barrierefreien Wohnungen, davon mindestens 284 Sozialwohnungen, geschaffen«, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.
Zusätzlich stehen 8 Millionen Euro aus Programmen der Städtebauförderung für Maßnahmen der Stadt Eberswalde bis Ende 2024 zur Verfügung.

Die meisten Aussagen der städtischen Pressemitteilung sind für Carsten Zinn »erneut Sprechblasen vom feinsten, die mit den täglichen Realitäten im Brandenburgischen Viertel wenig zu tun haben«. Konkret benennt er hier die Aussage der Baudezernentin Anne Fellner über die sich ergebenden einmalige Chancen für das Viertel: »Zum Beispiel der Gewinn neuer Bewohnerinnen und Bewohner, die soziale Entwicklung des Wohnraums sowie die Stärkung eines solidarischen Miteinanders, vor allem durch das Quartiersmanagement als zentralem Akteur der Vernetzung und Aktivierung«. Auch Fellners Verweis »auf weitere Maßnahmen der Stadt, wie den kürzlich abgeschlossenen Ausbau der Frankfurter Allee, die Planungen zum Neubau des Horts an der Kyritzer Straße 17 und die neuen Perspektiven für 'den Specht'« werden von dem Stadtverordneten unter dem Begriff »Sprechblasen vom feinsten« subsummiert. In Sachen »Specht« spielt er darauf an, daß die Identität des Käufers, der Ende 2020 die »Specht«-Immobilie erworben hatte, trotz seiner permanenten Nachfragen in der Öffentlichkeit noch immer nicht bekannt ist.

»Auch für das Vesper war dank eines renommierten Eberswalder Gastro-Unternehmens für den Ministeriellen Troß am Nachmittag des 22. Juli gesorgt«, schließt Carsten Zinn seinen Bericht. Er hoffe, »daß auch das Bier von hier für den Präsidenten des FV Preußen Eberswalde e.V. angemessen zur Verfügung stand«. Nach dem Genossenschafts-Event zog der Minister nämlich weiter zum Kranbaustadion, um dem Vereinsvorsitzenden Danko Jur (CDU) des einst mit dem gegenüberliegenden Betrieb verbundenen Fußballvereins (damals Motor Eberswalde) 5.000 Euro Lottomittel für die Planung der Erweiterung des Vereinshauses zu übergeben.

(28. Juli 2021)

Siehe auch:
»Der Brausediebstahl«
»Initiative: Denkmalschutz für einen Plattenbau!«
»Abriß abgesegnet«
»Denkmalschutz für Abrißblock«
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«
»Großprojekt BRAND.VIER«
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«
»Unglaublich! – Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)Höhen«




Das Brandenburgische Viertel wird allenthalben als "sozialer Brennpunkt" in Eberswalde bezeichnet. Tatsächlich haben die vor gut 30 Jahren veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse und der damit einhergehenden sozialen Differenzierung große Teile des Viertels immer mehr in eine Wohnstatt für den ärmeren Teil der Eberswalder Bevölkerung verwandelt. Daß die Verbreitung des Coronavirus und vor allem auch die dekretierten - oftmals unzulänglichen und andererseits zum Teil fehlgehenden - Maßnahmen zur Eindämmung dieser Verbreitung vor allem die Ärmeren trifft, zeigt sich nicht zuletzt in den Mängeln, welche mit der Initiative des Kontakt e.V. nun bekämpft werden sollen. Wie die meisten der vor allem ehrenamtlich gestützten Hilfen können damit leider nur die schlimmsten Versäumnisse ein wenig nachgeholt werden. Hausaufgabenhilfe bei »Kontakt«

Mit 7.000 Euro aus dem Projektfonds »Soziale Stadt« wird die »Selbsthilfewerkstatt für Familien des Kontakt e.V. gefördert. Der Verein bietet nun insbesondere Familien mit Fluchterfahrung Unterstützung bei den Hausaufgaben an.

Durch die entstandenen Schwierigkeiten in der Pandemie und die unregelmäßigen Präsenzzeiten in der Schule haben einige Schülerinnen und Schüler sowie deren Familie steigende Schwierigkeiten, beim Schulstoff den Anschluß zu halten. Das gilt im besonderen für Flüchtlingsfamilien, bei denen zusätzlich noch das Erlernen der deutschen Sprache hinzukommt.

Die Eltern sind mit dem Abarbeiten der Schulaufgaben oftmals überfordert, folglich haben die Kinder keinen Lernerfolg. Sie zeigen schwache Leistungen in der Schule und es kommt zu Konflikten innerhalb der Familien. Fehlende technische Gerätschaften (PCs, Laptops) verschärfen die Hilflosigkeit bereits vorhandener schwacher Sprachkentnisse bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Die Hausaufgabenhilfe findet beim Kontakt e.V. im genossenschaftlichen Vereinshaus in der Havellandstraße 15 sowie im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 statt. Die vom Sprecherrat »Soziale Stadt« befürwortete Förderung ermöglicht nun die Anschaffung von Laptops samt Programmen (2.500 Euro) und Verbrauchsmaterialien (750 Euro) sowie die Finanzierung von Aufwandsentschädigungen, Übersetzungskosten und Honoraren (5.900 Euro). Neben den 7.000 Euro der »Sozialen Stadt« erhält der Verein 1.900 Euro über die Jugendförderung der Stadt Eberswalde. Den Differenzbetrag von 250 Euro trägt der Kontakt e.V. als Eigenanteil.

Das Projekt der Hausaufgabenhilfe ist bis zum Jahresende 2021 konzipiert. Die Laptops sollen danach insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund zur Verfügung stehen und diese beim Erwerb von Medienkompetenzen unterstützen.

Neben diesem Projekt gibt es weitere Bemühungen, Nachhilfeunterricht im Kiez zu organisieren, der sich nicht nur auf die Kinder mit Migrationshintergrund konzentriert, die eine besondere Förderung auch hinsichtlich der sprachlichen Verständigung benötigen, für die sich der Kontakt e.V. einsetzt. Zudem steht beim Buckow e.V. auch das »Digitale LearningSpace« für alle Einwohner im Viertel zur Verfügung.

Ronald Schild – 13. Juli 2021

Siehe auch:
»Bildungsnotstand für Schulbeginner«
»Digitaler LearningSpace«


Kontakt Eberswalde e.V.
Adresse: Vereinshaus, Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383070 · Fax: 03334 383010
eMail:




Der Verbindungsweg zwischen der Spreewaldstraße und der Cottbuser Straße stand nicht auf dem Programm des Runden Tischs Rad- und Gehwegsanierung. Dieses Teilstück wurde im März des Jahres außer der Reihe instandgesetzt. Das war aus Gründen der Verkehrssicherung notwendig geworden.

Im Frühjahr gab es wieder zahlreiche Baumpflanzungen im Brandenburgischen Viertel. Wie Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler der MAXE-Redaktion mitteilte wurden in der Prignitzer Straße, Spreewaldstraße, Wittstocker Straße, Rheinsberger Straße, Schwedter Straße, Flämingstraße und Zum Schwärzesee insgesamt 45 Bäume gepflanzt.

Geh- und Radwegesanierung:
Rückstände gegenüber dem Plan

Im Kiez kann auf Fördermittel zurückgegriffen werden

maxe.Insgesamt 13 Maßnahmen mit geschätzten Kosten von knapp 400.000 Euro, die vom Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung im Oktober 2019 für die abgestimmt waren, sind als nicht erledigt in das Jahr 2021 übernommen worden. Weitere 17 Maßnahmen sind für die Jahre 2021 bis 2023 vorgeschlagen mit einem geschätzten Wertumfang von 730.000 Euro. Die entsprechenden Listen wurden jetzt auf Drängen des fraktionslosen Stadtverordneten Carsten Zinn den Stadtverordneten übersandt.

Lediglich zwei der aufgelisteten Maßnahmen tangieren das Brandenburgische Viertel. So soll der Weg an der Prignitzer Straße zwischen Am Schwärzesee und Ringstraße sowie der Weg auf der westlichen Seite der Spechthausener Straße nördlich des ehemaligen Bahnübergangs saniert werden.

Davon abgesehen sind im Brandenburgischen Viertel selbst vom Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung keine Instandsetzungen von Wegen vorgesehen. Das hat weniger mit dem guten Zustand der Wege im Kiez als vielmehr damit, daß hier im Rahmen des Wegenetzkonzeptes für den Bau und die Sanierung von Wegen auf Städtebaufördermittel zurückgegriffen werden kann, während die vom Runden Tisch gelisteten Sanierungen vollständig aus dem städtischen Haushalt finanziert werden, wie die 2020 erfolgte Sanierung des Gehwegs an der Prignitzer Straße zwischen Schwedter Straße und Potsdamer Allee.

Im Rahmen des Wegenetzkonzeptes sollen ab 2021/22 erste Maßnahmen im Bereich Schorfheidestraße realisiert werden (siehe auch: »Der Schorfheideplatz«).

Unbeschadet der genannten Planungen kommt es zuweilen auch vor, daß Gehwege außer der Reihe repariert werden. So geschehen im März des Jahres mit dem Verbindungsweg zwischen der Spreewaldstraße und der Cottbuser Straße (Foto). Dort hatte das Tiefbauamt im Rahmen der Straßenunterhaltung eine Bordsteinabsenkung in Auftrag gegeben. Aus Verkehrssicherheitsgründen wurde im Zusammenhang der Gehwegabschnitt mitrepariert. Finanziert wurde diese Maßnahme, so die Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler, aus den für die allgemeine Straßenunterhaltung vorgesehenen Mitteln.

(2. Juli 2021)

Siehe auch:
»Der Schorfheideplatz«
»Gehwegsanierung im Kiez«




Das Band ist durchgeschnitten

Frankfurter Allee am 30. Juni übergeben

maxe. Noch ein paar Regieanweisungen der Baudezernentin Anne Fellner: Es ist besser, wenn die Bürger das Band durchschneiden als wenn immer nur die gleichen Verwaltungsgesichter zu sehen sind. Das Kind im Rollstuhl sollte noch etwas nach vorn. Und bitte Platz machen für die Frau mit dem Rollator... Dann war alles bereit und auf 3 wurde das Band durchgeschnitten.

Mehr als ein Jahr war die Frankfurter Allee gesperrt, damit die Fahrbahn grundhaft ausgebaut werden konnte. Gegenüber den ursprünglichen Plänen verzügerte sich die Fertigstellung um einen Monat. Zu diesen Verzögerungen hatte u.a. die mangelnde Verfügbarkeit der Asphaltiermaschine geführt. Wie Bürgermeister Friedhelm Boginski berichten konnte, wurde auch die Regenentwässerung erneuert. Das Regenwasser wird nun nicht mehr über das Drehnitzfließ in den Finowkanal abgeleitet, sondern versickert im Sand des Brandenburgischen Viertels, zum einen Teil unterirdisch, zum anderen Teil über das Regenwasserversickerungsbecken gegenüber dem Max-Reimann-Denkmal an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße.

Der Bürgermeister erinnerte an die Verkehrseinschränkungen - nicht zuletzt mußte der Obus zum Teil außen um das Viertel herumfahren - und wies auch darauf hin, daß der Bau sehr teuer war. Finanziert zum großen Teil aus Landes- und bundesfördermitteln. Boginski dankte den Mitarbeitern der ausführenden Bauunternehmen und den Bearbeitern in der Stadtverwaltung.

Neben einigen Einwohnern des Viertels, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der beteiligten Unternehmen, waren auch eine Reihe Stadtverordnete zur Übergabe erschienen. Darunter die im Viertel wohnenden Carsten Zinn (fraktionslos) und Mirko Wolfgramm (Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur). Auch dessen Fraktionskollege Oskar Dietterle hatte es sich nich tnehmen lassen, zur Übergabe zu kommen. Die SPD|BFE-Fraktion war mit Ringo Wrase, Götz Herrmann, Dr. Hans Mai und Eckhard Schubert. Die Fraktion FDP/Bürgerfraktion Barnim war mit Martin Hoeck und Frank Banaskiewicz vertreten.

(30. Juni 2021)

Siehe auch:
»Öffnung und Sperrung«
»Sperrung bis zum Mai 2021«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Obus wieder auf der Außenrunde«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«




Die WHG will im Brandenburgischen Viertel neue Wohnungen bauen und ihre unsanierten Wohnungen in der Finsterwalder und Cottbuser Straße im zweiten Bauabschnitt modernisieren.

11 Millionen Euro für Neubau und Modernisierung:
WHG investiert im Kiez

maxe. Der Aufsichtsrat der stadteigenen WHG Wohnungsbau- und -hausverwaltungsgesellschaft mbH Eberswalde hat am 26. Mai in seiner 48. Sitzung »den Weg frei gemacht für ein weiteres millionenschweres Stadtentwicklungsvorhaben der WHG«.

Mit mehr als 18,5 Millionen Euro sei das WHG Sanierungs- und Instandhaltungsprogramm 2021 bereits »sehr ehrgeizig und ambitioniert«, sagt Doreen Boden, Prokuristin und Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der WHG. Nun hat der Aufsichtsrat weitere 11 Millionen Euro genehmigt, die von 2021 bis 2024 in einen Neubau und für Modernisierungen im Brandenburgischen Viertel investiert werden.

Die WHG folgt mit dieser Investition dem Beispiel der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG, die durch Fördermittel unterstützt von 2020 bis 2024 insgesamt 57 Millionen Euro in den Umbau und die Modernisierung von Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel verbaut. Bestandteil der Investitionen der Genossenschaft sind auch der Abriß von drei Wohnblocks, von denen zwei bereits »zurückgebaut« worden sind. Der dritte Abriß der Genossenschaft in der Brandenburger Allee 15 bis 21 soll im Winter 2021/22 realisiert werden.

Die WHG will demgegenüber als erster Wohnungsanbieter seit mehr als 20 Jahren im Brandenburgischen Viertel neue Wohnungen bauen.

(31. Mai 2021)




Kreisverkehrswacht Barnim e.V.:
Verkehrssicherheit geht alle an

Die Kreisverkehrswacht Barnim e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu fördern, ihre Mitglieder und die Behörden zu verkehrsorganisatorischen Maßnahmen zu beraten sowie allen Personen zum Thema Verkehrsgeschehen helfend zur Seite zu stehen.

Im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde betreiben wir den Verkehrsgarten auf dem Gelände des Vereinshauses der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG in der Havellandstraße 15. Daneben finden Sie uns auch in Bernau in der Marie-Curie-Straße 15.

Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben. Dafür haben wir verschiedene altersgerechte Projekte im Angebot.

Das Rollerprojekt »Fit und Flink« oder das Thema »Fußgängerpaß« bieten für Vorschulkinder an, die hier unter anderem das richtige Überqueren der Straße üben oder sich auf ihren ersten Schulweg vorbereiten.

Die Schulen unterstützen wir bei der Fahrradausbildung. Das richtige Verhalten im Straßenverkehr können die Schüler in unseren Verkehrsgärten in Bernau und Eberswalde praktisch unter Anleitung üben.

Jung und Alt können bei Projekten wie Fahr Rad – aber sicher, Fit mit Fahrrad, Sicher mobil oder der Aktion »Junge Fahrer« an verschiedenen Stationen ihr Fahrkönnen überprüfen. Senioren können den Umgang dem Rollator üben.

Wer mag, kann sich auch gern direkt für ein Fahrsicherheitstraining anmelden, um einmal zu schauen, was viel zu oft im täglichen Umgang mit dem Auto selbstverständlich zu sein scheint. Kurse zur Elektromobilität beinhalten die rechtlichen Bedingungen und den richtigen Umgang mit Elektrorollern (E-Scooter) oder Elektrofahrrädern (Pedelecs) .

Doreen Schibilski – 12. April 2021


Kreisverkehrswacht Barnim e.V.
Marie-Curie-Straße 15 · 16321 Bernau · Telefon: 03338/7006-57 oder 58
Havellandstraße 15 · 16227 Eberswalde · Telefon: 03334/387114




Im Winter war der »Schwarze Weg« zeitweise ein »weißer Weg«. Mehr Licht im Wald

Beleuchtungsanlage im "Schwarzer Weg" wird erneuert

maxe. Der sogenannte »Schwarze Weg« vom Brandenburgischen Viertel bis zum Bahnübergang zum Tierpark und zum Krankenhaus wird bald in neuem Licht erstrahlen. Dies hat der Hauptausschuß der Stadt Eberswalde im Februar beschlossen. Die Erneuerung der Wegebeleuchtung geht auf einen Antrag der Fraktionen SPD/BFE und Bündnis Eberswalde zurück.

»Die Wegeverbindung Schwarzer Weg«, argumentiert das städtische Tiefbauamt, »ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Krankenhaus und dem Zoo ins Brandenburgische Viertel und in Richtung Finow«. Zurzeit wird der etwa 800 Meter lange Weg mit elf alten verschlissenen Leuchten aus DDR-Zeiten beleuchtet.

Die Vorplanung der HVB Ingenieurgesellschaft mbH aus Wandlitz sieht nun vor, eine eine Beleuchtungsanlage mit LED-Leuchten mit dem Clever Light System der Firma Leipziger Leuchten GmbH aufzustellen. Die Leuchten werden auf eine sehr geringe Grundhelligkeit eingestellt. Passieren jedoch Fußgänger und Radfahrer den Weg, werden sie von den an den Leuchten angebrachten Sensoren erfaßt und die Leuchtstärke erhöht sich automatisch und fährt auf das zuvor programmierte Beleuchtungsniveau hoch. Das Signal wird an die nächste Leuchte weitergegeben, die ebenfalls hochfährt. Das Licht begleitet so den Verkehrsteilnehmer auf seinem Weg. Nach einer eingestellten Zeit fahren die Leuchten wieder zurück, bis die programmierte Grundhelligkeit erreicht ist. Vergleichbares gibt es bereits im Schwappachweg. Bereits im Dezember hat der Hauptausschuß den Bau einer ähnlichen Beleuchtungsanlage am Weg zwischen Zainhammer und dem Tierpark Eberswalde beschlossen.

Statt der bisherigen elf Leuchten soll die neue Beleuchtungsanlage 20 LED-Leuchtpunkte umfassen. Die Ausleuchtung des „Schwarzen Weges“ wird sich somit deutlich verbessern, bei zugleich geringeren Energiekosten. Das Leipziger Clever Light System wirkt sich nicht nur positiv auf den Stromverbrauch aus, sondern trägt auch zu weniger Lichtverschmutzung und Schonung nachtaktiver Insekten bei. Der gewählte Leuchtentyp »Alfons« minimiert zudem auch konstruktionsbedingt unnötige Lichtverschmutzung.

Die Erneuerung der Lichtanlage des Schwarzen Weges kostet insgesamt etwa 150.000 Euro, die vollständig durch Eigenmittel der Stadt aufgebracht werden. Die Realisierung ist im dritten Quartal 2021 geplant. Weil für den Auftrag weniger als 500.000 Euro umgesetzt werden, reichte ein Beschluß des Hauptausschusses aus, der der »Entwurfsplanung zum Bau der Straßenbeleuchtung Schwarzer Weg« zustimmte.

(27. März 2021)




Die Fassaden der Sporthalle des SV Motor soll mittels Graffiti neu gestaltet werden. Seit Jahren wird die Betonwand bereits illegal für Graffitis genutzt. Zuweilen wurde die Wand neu geweißt, was die unbekannten Graffitifreunde dankbar annahmen, um mit neuem die kahle Wand etwas bunter zu gestalten. Leider verfügen nur wenige über das handwerkliche Können, um künstlerischen Ansprüchen genügen zu können. Unter der Überschrift »Neue Farbe« war das Graffiti-Projekt an der heutigen REKI-Sporthalle in der Schorfheidestraße der Aufmacher der MAXE-Ausgabe Nummer 1 vom September 2012. Neun Jahre später soll nun auch die zweite Sporthalle in Vereinsregie mittels Graffiti-Kunst »aufgehübscht« werden. Auch damals gab es die Zusammenarbeit eines professionellen Graffitikünstlers mit Kindern und Jugendlichen aus dem Kiez.

Fassadenneugestaltung an der Motor-Sporthalle:
Graffitikunst im Kiez

maxe. Der Eingangsbereich und die Giebelwand zur Potsdamer Allee der Sporthalle des SV Motor Eberswalde sollen neu gestaltet werden. Dabei sollen Jugendliche im Kiez sowie die Sportlerinnen und Sportler, die die Halle nutzen, aktiv beteiligt werden. Es sollen ihre Ideen für Motive sein, die letztlich umgesetzt werden. Dabei ist die Giebelwand dafür vorgesehen, daß ein Künstler dort seine Idee als eigenes Werk umsetzen kann.

Auf der Internetseite des Quartiersmanagements wird aktuell nach Interessenten gesucht, die sich an dem Kunstprojekt beteiligen wollen.
In diesem Zusammenhang sucht das Quartiersmanagement des Brandenburgischen Viertels insbesondere interessierte Graffiti- oder Street Art-Künstler, die zur Ideenfindung im Frühjahr 2021 einen oder mehrere Workshops für die Gestaltung des Eingangsbereiches der Halle realisieren, und die in Abstimmung mit dem SV Motor, dem Quartiersmanagement, Vertretern der Verwaltung und der Kiezbewohner.

Das Quartiersmanagement übernimmt die Koordination. Dort können sich auch bis zum 30. Januar interessierte Graffiti- bzw. Street Art-Künstlerinnen und -Künstler bewerben. Auch Bewerbungen von Künstlergemeinschaften sind möglich, sofern eine Person die Federführung übernimmt. Die S.T.E.R.N. GmbH betreut das Projekt als Quartiersmanagement Brandenburgisches viertel für die Stadt Eberswalde. Für Rückfragen steht Ihnen Julia Klemm (Tel.: 030/44363685 oder 0176/95498220, eMail: klemm.julia@stern-berlin.de) zur Verfügung.

(7. Januar 2021)

Siehe auch:
»Graffiti-Workshop«
Internetseite des Quartiersmanagements
Aufruf für Street Art Projekt
Bilder zum Projekt




Auf dem Areal südöstlich der Spechthausener Kreuzung sollen neue Gewerbe- und Wohngebäude mit bis zu 80 Wohnungen entstehen. (Karte aus dem Bericht zur Städtebaulichen Machbarkeitsstudie für die Grundstücke Eberswalder Straße Ecke Spechthausener Straße in Eberswalde)

Vor den Toren des Brandenburgischen Viertels:
Ein neues Zentrum für Eberswalde

maxe. Im Dezember haben die Eberswalder Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 527 »Finowtal« aufzustellen. Der Bebauungsplan befaßt sich mit dem etwa anderthalb Hektar großen Gelände südlich der Eberswalder Straße zwischen dem Toom-Baumarkt und der Spechthausener Straße einschließlich des ehemaligen Friedhofs Eisenspalterei. Auch das Bethaus neben dem Friedhof ist einbezogen. Nach eigenen Aussagen des Bauträgers konnte er das Grundstück allerdings noch nicht wie beabsichtigt erwerben.

Bei dem Bauträger handelt es sich um die IZ GmbH & Co. KG mit Sitz in der Coppistr. 3 in Eberswalde. Die IZ arbeitet eng mit der Anevix Union GmbH aus der Drehnitzstraße zusammen. Aktuelle Projekte in Eberswalde sind das einstige Bahnhofshotel, ein Doppelhaus am Finowkanal, vier Doppelhäuser in Finow (am Ortsausgang Richtung Finowfurt) und ein Mehrfamilienhaus in der Spechthausener Straße (ehemaliger Lindenhof).

Bereits 2007 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal südöstlich der Spechthausener Kreuzung beschlossen. Damals sollten »weitere städtebaulich unerwünschte Ansiedlungen von Discountern im Kreuzungsbereich ausgeschlossen werden und eine Lenkung dieser in das EKZ Heidewald unterstützt werden«. Nun gilt eine »geänderte Zielsetzung«, die mit der Stadtverwaltung abgestimmt wurde.

Von einer »Lenkung« beabsichtigter Gewerbeansiedlungen in das EKZ Heidewald ist keine Rede mehr. Vielmehr sollen »Wohnen und Arbeiten am Standort Eisenspalterei gestärkt werden. Generelle Ziele der Stadtentwicklung Eberswalde wie die Stärkung der Erwerbsgrundlage, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie eine auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklung wurden in die Standortentwicklung integriert.«

Laut der städtebaulichen Machbarkeitsstudie, die am 1. Dezember im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt präsentiert wurde, beabsichtigt die IZ GmbH & Co. KG eine Neubebauung für Büro-, Service- und Dienstleistungsnutzungen (Gewerbe), vielleicht auch mit einem Hotel und einer integrierten Kindertagesstätte sowie für Wohnungen.

Der Gewerbeteil soll in zusammenhängender viergeschossigen Blockrandbebauung an der Eberswalder Straße zwischen dem alten Friedhof und der Kreuzung sowie in etwa gleicher Länge von der Kreuzung entlang der Spechthausener Straße entstehen. Dem soll sich, baulich mit dem Gewerbeteil verbunden, ein Mehrfamilienhaus anschließen. Weitere Wohnhäuser sind im hinteren Bereich des Grundstückes vorgesehen. Die Studie schlägt in einer Variante 80 Wohnungen mit Flächen zwischen 41 und 108 Quadratmetern vor. Eine zweite Variante beschränkt den Mietwohnungsbau auf den vorderen Bereich mit insgesamt 32 Wohnungen. Im hinteren Bereich wäre dann Platz für 19 »Townhäuser« (Reihenhäuser) mit Wohnflächen zwischen 181 und 214 Quadratmetern.

Letzteres könnten sich sicherlich nur Menschen mit höherem Einkommen leisten. Für die Linksfraktion ist die Mietpreisentwicklung bei Neuvermietungen in Eberswalde »besorgniserregend«. Daher setzte sie eine Änderung des Aufstellungsbeschlusses durch. Als Ziel wird nun festgeschrieben, daß für 25 Prozent des Gesamtwohnbestandes geförderter sozialer Wohnraum vorzusehen ist. Davon abgesehen begrüßen die Linken »die Entwicklung des Geländes und die grundsätzlichen Planungen«.

Nach diesen »grundsätzlichen Planungen« wird sich die bisherige Ansammlung von Lebensmittel- und Fachmärkten sowie Kfz-Werkstätten in profanen Zweckbauten mit zugehörigen Parkplätzen zu einem neuen Zentrumsbereich in Eberswalde entwickeln.

Wie sich dies auf die bisherigen Zentren (Innenstadt, Finow und Brandenburgisches Viertel) auswirken wird, ist in der Machbarkeitsstudie nicht untersucht worden. Nachteilig dürfte das neue Zentrum vor allem für das Brandenburgische Viertel und hier insbesondere für das Einkaufszentrum »Heidewald« wirken, das dann möglicherweise bald billig zu haben ist.
Im Viertel selbst hat zuletzt der Neubau eines Sanitätshauses mit zwei Arztpraxen zur weiteren Angebotsdezentralisierung innerhalb des Ortsteils beigetragen, was dem seit zwanzig Jahren faktisch verfolgten städtebaulichen Prinzip entspricht.

Die Stadtverwaltung wurde von den Stadtverordneten beauftragt, »die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit« zu gewährleisten. Zu diesem Zweck soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Dabei soll auch bekannt gemacht werden, daß der Bebauungsplan »im beschleunigten Verfahrung ohne Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt werden soll«.

(27. Dezember 2020)




Frostiger Blick über die Brachflächen südlich der Brandenburger Allee auf den Abriß-Block der Wohnungsgenossenschaft in der Brandenburger Allee 15-21 (rechts). Eine Neugestaltung des Bereichs soll den »Stadtteileingang West« künftig aufwerten.

Beteiligungsverfahren auf Einladung:
Den Kiezeingang West gestalten

Bereits seit Jahren wird die nach 1990 entstandene Situation an den Eingangsbereichen ins Brandenburgische Viertel im Westen wie im Osten als »städtebaulicher Mißstand« bewertet. Durch die neuen Förderstrukturen für den Stadtumbau können künftig dafür Fördermittel akquiriert werden. Dadurch gerieten diese Mißstände nun auch in den Fokus konkreter Planungen der Stadtverwaltung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Frankfurter Allee wird ab Januar, sobald es das Wetter zuläßt der östliche Eingang des Brandenburgischen Viertel – also die Einmündung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Straße neu gestaltet. Dabei wird inbesondere das geplante Regenwasserversickerungsbecken als neues gestalterisches Element ins Auge fallen (siehe »Regenentwässerung angepaßt«).

Der anschließende Bereich – von der »Specht«-Ruine abgesehen – hat bereits mit dem neuen Sanitätshaus eine gewisse Aufwertung erfahren. Allerdings zum Nachteil der Auslastung des Stadtteilzentrums am Potsdamer Platz und nicht zuletzt wegen fehlender Forderung und Förderung auf architektonisch-gestalterischem Minimalniveau.

Am westlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel, also für den Bereich an der Brandenburgischen Allee zwischen Schwärzesee- und Lehnitzseestraße, ist ab kommendem Jahr ähnliches geplant. Ein Planungsbüro ist bereits mit der Ideenfindung beauftragt und eigentlich sollte es schon 2020 ein erstes Beteiligungsverfahren für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes geben. Das konnte wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Nun soll im Rahmen des Beteiligungsverfahren »Stadtteileingang West« im I. Quartal ein Workshop stattfinden, allerdings nur eingeschränkt auf 30 Personen, die speziell eingeladen werden. Interessenten können sich an das Quartiersmanagement oder direkt an das Eberswalder Baudezernat wenden.

Ob der Termin wie geplant im Januar stattfinden kann, hängt vor allem davon ab, wie sich die Ausbreitung des Covid-19-Virus nach den aktuell verschärften Kontaktsperren weiterentwickelt – ist also ungewiß.

Am westlichen Kiezeingang dominieren nach den Wohnungsabrissen der vergangenen Jahre südlich der Brandenburger Allee vor allem Brachflächen das Bild. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG will für die Erweiterung der Brachen – trotz der Proteste gegen weiteren Abriß von Wohnungen – einen weiteren Beitrag leisten und auch den nördlichen Teil bis zur Lehnitzseestraße, soweit in ihrem Besitz, in eine Abrißbrache umwandeln. Wie östlich der Lehnitzseestraße bereits geschehen.

Zu dem städtebaulichen Desaster hatte zuvor schon die Stadt Eberswalde beigetragen, indem sie die beiden Schulgebäude südlich der Brandenburger Allee (Albert-Einstein-Schule und die alte Schwärzeseeschule) unmittelbar nach Schließung bzw. Umzug abreißen ließ. Auf dieser Fläche soll nun, sozusagen als erster Akt der Wiederaufwertung des Stadtteileingangs West, der Neubau eines Hortes entstehen (siehe »Wettbewerb für Hortneubau«).

Auf der bislang als wilder Parkplatz genutzten Freifläche südlich des aktuellen Abrißblocks und nördlich der ehemaligen Kaufhalle wird nach aktuellen Überlegungen im Rahmen eines Kunstprojekts ein Wasserspielplatz entstehen. Daneben könnte auf dem Grundstück zwischen Havelland- und Schwärzeseestraße ein neues Ärztehaus gebaut werden, in das dann auch der jetzt noch im beanchbarten Genossenschafts-Abrißblock in der Brandenburger Allee 15-21 praktizierende Zahnarzt einziehen könnte.

Daß es zum Abriß des Wohnblocks keine genossenschaftsinterne Alternative gibt, hatte die Genossenschaftsgeschäftsführung zuletzt im Frühsommer nachdrücklich gegenüber anfragenden Kaufinteressenten klar gemacht. In der virtuellen Sprecherratssitzung am 19. November erläuterte die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft Claudia Riethbaum die Gründe. Das Sprecherratsmitglied Frank Neumann hatte zuvor sein Bedauern zu den Abrissen von Wohnungen geäußert. »Wir nennen es nicht Abriß, sondern Rückbau«, stellte sie klar. Die Zusagen zum »Rückbau« von drei Wohnblöcken sei notwendig gewesen, »damit uns Banken überhaupt angucken«.

Zwei Wohnhäuser in der Cottbuser Straße und in der Brandenburger Allee sind bereits »zurückgebaut«. Der »Rückbau« der Brandenburger Allee 15-21, so die Genossenschaftsmitarbeiterin, soll im Herbst 2021 erfolgen.

Mitarbeiter des städtischen Stadtentwicklungsamtes reden unverblümt von den städtebaulichen Chancen, die sich durch den Abriß und die dadurch entstandenen und entstehenden Brachflächen ergeben.

Sowohl Abriß als auch Neubau generiert zusätzliches Bruttosozialprodukt und sorgt damit für den notwendigen Aufschwung – und für teurere Mieten.
Diese Chancen sollen unter anderem bei der Gestaltung des »Stadtteileingangs West« umgesetzt werden.

Nicht zuletzt deshalb ist bei den jetzt angelaufenen Planungen eine möglichst breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner notwendig.

Die Einschränkungen wegen der Pandemiebekämpfung erschweren das, soweit bisherige Beteiligungsformate beibehalten werden. Es entstehen aber zugleich Chancen für eine erweiterte Bürgerbeteiligung, wenn auf Streams, Chats und andere Onlinebeteiligungsmöglichkeiten zurückgegriffen wird. Wichtig für eine Beteiligung ist vor allem eine größtmögliche Transparenz in der Diskussion. Wer sich beteiligen will muß schließlich wissen, woran sie oder er sich beteiligt und was zu befürworten oder zu kritisieren ist.

Man darf gespannt sein, wie sich das »Beteiligungsverfahren Stadtteileingang West« entwickelt und inwieweit dabei tatsächlich die Interessen und Wünsche der Kiez-Bewohner Berücksichtigung finden.

Gerd Markmann – 25. Dezember 2020

Siehe auch:
»Regenentwässerung angepaßt« und
»Wettbewerb für Hortneubau«




Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich in der Potsdamer Allee an die dort vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Forderung für die Potsdamer Allee:
Barrieren gegen Raserei

Am 10. November berichtete MAXE über eine Anfrage des fraktionslosen Stadtverordneten Carsten Zinn zu einem Zebrastreifen in der Potsdamer Allee.

Dazu muß ich anmerken, daß es der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur bei dem im Herbst 2019 eingereichten Vorschlag um eine generelle Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee ging, nicht bloß um einen sicheren Übergang, wie das jetzt von Herrn Zinn aufgegriffen wurde.

Wir brauchen in dieser Straße eine generelle Verkehrsberuhigung zumindest auf der gesamten Länge des Spielplatzes.

Um eine effektive Art der Verkehrsberuhigung zu gewährleisten, reicht kein Schild mit der Aufschrift »Spielstraße« oder einer Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern es bedarf des Einbaus von Bremsschwellen, die Autofahrer dazu nötigen, langsamer zu fahren.

Wir sehen es an der Straße zwischen dem Potsdamer Platz und dem Einkaufszentrum Heidewald, daß Verbotsschilder faktisch wirkungslos sind. Diese Straße ist für den privaten Autoverkehr gesperrt. Also fahren diejenigen, die sich nicht daran halten wollen, einfach mal mit 80 Sachen durch, damit sie schnell wieder woanders sind, wo das Fahren wieder erlaubt ist.

Solches Fahrverhalten gefährdet Fußgänger, Hunde, Katzen und vor allem spielende Kinder.

Notwendig sind Maßnahmen, die so ein schnelles Fahren verhindern.

Peggy Siegemund – 26. November 2020

Siehe auch:
»Gefahrloser Übergang gefordert«




Zur Neugestaltung der Ausstellung in Maschas Galerie in der Potsdamer Allee 61 soll auch ein neues Banner für den Balkon gestaltet werden.

Neugestaltung einer Ausstellung in der Potsdamer Allee 61:
»Die Platte neu Auflegen«

maxe.Die Ausstellung »Die Platte neu Auflegen: Die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels und die Geschichten seiner Bewohner« wird verlängert und neu gestaltet.

Im Rahmen des Projektes hatte sich eine Kooperation mit der städtischen Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) ergeben, die in der Potsdamer Allee 61 eine Wohnung zur Verfügung stellte, die sich noch im originalen DDR-Zustand befindet.

Das Kooperationsverhältnis habe sich sehr positiv entwickelt, berichtet die Ausstellungsmacherin Mascha Heß. Die Ausstellung wurde sowohl im Viertel als auch von vielen Interessierten von außerhalb sehr gut angenommen und auch gerne für kommunalpolitische Meetings genutzt. Die WHG hat sich daher bereit erklärt, den Kooperationsvertrag und somit auch die Existenz der Ausstellung bis zum 31. Mai 2021 zu verlängern.

Bestandteil der Ausstellung ist ein Sonderausstellungsraum, in dem momentan Fotografien von Kindern aus dem Viertel zu sehen sind. Die Bilder entstanden bei dem Projekt »Kiez, Kids, Kameras: Fotografien vom Brandenburgischen Viertel«. Nun, ein Jahr nach der Eröffnung, sei es an der Zeit, der Ausstellung neuen Glanz zu verleihen, sagt die Ausstellungsmacherin Mascha Heß. Die Bilder sollen wie geplant den Kindern überreicht werden, während der Sonderausstellungsraum neu gestaltet wird. »Da ich selber hier im Brandenburgischen Viertel wohne, habe ich in den vergangenen Jahren viel fotografiert. Von diesen Fotografien möchte eine kleine Auswahl großformatig präsentieren.« Um der Stimmung der Fotografien gerecht zu werden, will die Galeriekünstlerin drei Fotografien in Tapetenform über die gesamte Wandfläche des Raumes anbringen. Entsprechende Angebote hat sie inzwischen eingeholt und beim Sprecherrat »Soziale Stadt« eine Förderung beantragt.

Zugleich entscheidet der Sprecherrat in der ersten Novemberwoche per eMail-Abstimmung über den Antrag, die Fertigung eines neuen Werbebanners zu fördern. Das alte Plakat enthält nicht mehr die korrekten Ausstellungsdaten und hatte zudem den Nachteil, »vom Winde verweht« zu werden. Das künftige Banner soll aus stabilem Material angefertigt werden und natürlich die aktuellen Kontaktdaten und die ab Januar gültigen regelmäßigen Öffnungszeiten enthalten.
Für die beiden Maßnahmen sind Kosten von zusammen 2.660 Euro beantragt worden, die auch kurz vor Jahresende noch im Projektfonds vorhanden sind.

(3. November 2020)

Siehe auch: »Lebensgeschichten-Projekt«

Siehe auch: »Lebensgeschichten gesucht«




Das »Wimmelbild« von Sophia Schrade steht hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Zum Ausmalen:
Ein Wimmelbild für den Kiez

maxe. Quartiersmanagerin Julia Klemm informierte am 17. September den Sprecherrat »Soziale Stadt« über die Fertigstellung eines »Wimmelbildes« vom Brandenburgischen Viertel. Das Bild zum Ausmalen kann vervielfältigt werden und wird vom Quartiersmanagment bereitgestellt.

Gezeichnet wurde das »Wimmelbild« von der Eberswalder Grafikerin Sophia Schrade (www.sophiaschrade.com). Sophia Schrade arbeitet derzeit an einem Malbuch über die Fête de la Viertel 2020, in das weitere »identitätsstiftende Bauwerke« im Kiez, wie das Freizeit-Schiff in der Prignitzer Straße.

(30. September 2020)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt / Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: (Di) 03334 81 82 45, (Mo, Mi-Fr) 030 44 36 36-85
Mobil: 0176 95 49 82 20
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 16 Uhr, Donnerstag, 10 – 13 Uhr
eMail: quartiersmanagement@eberswalde.de"




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