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Den Monatsplan November der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Er├Âffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie ┬╗Manhattan - Stra├če der Jugend┬ź von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Frostiger Blick ├╝ber die Brachfl├Ąchen s├╝dlich der Brandenburger Allee auf den Abri├č-Block der Wohnungsgenossenschaft in der Brandenburger Allee 15-21 (rechts). Eine Neugestaltung des Bereichs soll den ┬╗Stadtteileingang West┬ź k├╝nftig aufwerten.

Beteiligungsverfahren auf Einladung:
Den Kiezeingang West gestalten

Bereits seit Jahren wird die nach 1990 entstandene Situation an den Eingangsbereichen ins Brandenburgische Viertel im Westen wie im Osten als ┬╗st├Ądtebaulicher Mi├čstand┬ź bewertet. Durch die neuen F├Ârderstrukturen f├╝r den Stadtumbau k├Ânnen k├╝nftig daf├╝r F├Ârdermittel akquiriert werden. Dadurch gerieten diese Mi├čst├Ąnde nun auch in den Fokus konkreter Planungen der Stadtverwaltung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Frankfurter Allee wird ab Januar, sobald es das Wetter zul├Ą├čt der ├Âstliche Eingang des Brandenburgischen Viertel ÔÇô also die Einm├╝ndung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Stra├če neu gestaltet. Dabei wird inbesondere das geplante Regenwasserversickerungsbecken als neues gestalterisches Element ins Auge fallen (siehe ┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź).

Der anschlie├čende Bereich ÔÇô von der ┬╗Specht┬ź-Ruine abgesehen ÔÇô hat bereits mit dem neuen Sanit├Ątshaus eine gewisse Aufwertung erfahren. Allerdings zum Nachteil der Auslastung des Stadtteilzentrums am Potsdamer Platz und nicht zuletzt wegen fehlender Forderung und F├Ârderung auf architektonisch-gestalterischem Minimalniveau.

Am westlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel, also f├╝r den Bereich an der Brandenburgischen Allee zwischen Schw├Ąrzesee- und Lehnitzseestra├če, ist ab kommendem Jahr ├Ąhnliches geplant. Ein Planungsb├╝ro ist bereits mit der Ideenfindung beauftragt und eigentlich sollte es schon 2020 ein erstes Beteiligungsverfahren f├╝r die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes geben. Das konnte wegen der Ma├čnahmen zur Eind├Ąmmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Nun soll im Rahmen des Beteiligungsverfahren ┬╗Stadtteileingang West┬ź im I. Quartal ein Workshop stattfinden, allerdings nur eingeschr├Ąnkt auf 30 Personen, die speziell eingeladen werden. Interessenten k├Ânnen sich an das Quartiersmanagement oder direkt an das Eberswalder Baudezernat wenden.

Ob der Termin wie geplant im Januar stattfinden kann, h├Ąngt vor allem davon ab, wie sich die Ausbreitung des Covid-19-Virus nach den aktuell versch├Ąrften Kontaktsperren weiterentwickelt ÔÇô ist also ungewi├č.

Am westlichen Kiezeingang dominieren nach den Wohnungsabrissen der vergangenen Jahre s├╝dlich der Brandenburger Allee vor allem Brachfl├Ąchen das Bild. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG will f├╝r die Erweiterung der Brachen ÔÇô trotz der Proteste gegen weiteren Abri├č von Wohnungen ÔÇô einen weiteren Beitrag leisten und auch den n├Ârdlichen Teil bis zur Lehnitzseestra├če, soweit in ihrem Besitz, in eine Abri├čbrache umwandeln. Wie ├Âstlich der Lehnitzseestra├če bereits geschehen.

Zu dem st├Ądtebaulichen Desaster hatte zuvor schon die Stadt Eberswalde beigetragen, indem sie die beiden Schulgeb├Ąude s├╝dlich der Brandenburger Allee (Albert-Einstein-Schule und die alte Schw├Ąrzeseeschule) unmittelbar nach Schlie├čung bzw. Umzug abrei├čen lie├č. Auf dieser Fl├Ąche soll nun, sozusagen als erster Akt der Wiederaufwertung des Stadtteileingangs West, der Neubau eines Hortes entstehen (siehe ┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź).

Auf der bislang als wilder Parkplatz genutzten Freifl├Ąche s├╝dlich des aktuellen Abri├čblocks und n├Ârdlich der ehemaligen Kaufhalle wird nach aktuellen ├ťberlegungen im Rahmen eines Kunstprojekts ein Wasserspielplatz entstehen. Daneben k├Ânnte auf dem Grundst├╝ck zwischen Havelland- und Schw├Ąrzeseestra├če ein neues ├ärztehaus gebaut werden, in das dann auch der jetzt noch im beanchbarten Genossenschafts-Abri├čblock in der Brandenburger Allee 15-21 praktizierende Zahnarzt einziehen k├Ânnte.

Da├č es zum Abri├č des Wohnblocks keine genossenschaftsinterne Alternative gibt, hatte die Genossenschaftsgesch├Ąftsf├╝hrung zuletzt im Fr├╝hsommer nachdr├╝cklich gegen├╝ber anfragenden Kaufinteressenten klar gemacht. In der virtuellen Sprecherratssitzung am 19. November erl├Ąuterte die Mitarbeiterin f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft Claudia Riethbaum die Gr├╝nde. Das Sprecherratsmitglied Frank Neumann hatte zuvor sein Bedauern zu den Abrissen von Wohnungen ge├Ąu├čert. ┬╗Wir nennen es nicht Abri├č, sondern R├╝ckbau┬ź, stellte sie klar. Die Zusagen zum ┬╗R├╝ckbau┬ź von drei Wohnbl├Âcken sei notwendig gewesen, ┬╗damit uns Banken ├╝berhaupt angucken┬ź.

Zwei Wohnh├Ąuser in der Cottbuser Stra├če und in der Brandenburger Allee sind bereits ┬╗zur├╝ckgebaut┬ź. Der ┬╗R├╝ckbau┬ź der Brandenburger Allee 15-21, so die Genossenschaftsmitarbeiterin, soll im Herbst 2021 erfolgen.

Mitarbeiter des st├Ądtischen Stadtentwicklungsamtes reden unverbl├╝mt von den st├Ądtebaulichen Chancen, die sich durch den Abri├č und die dadurch entstandenen und entstehenden Brachfl├Ąchen ergeben.

Sowohl Abri├č als auch Neubau generiert zus├Ątzliches Bruttosozialprodukt und sorgt damit f├╝r den notwendigen Aufschwung ÔÇô und f├╝r teurere Mieten.
Diese Chancen sollen unter anderem bei der Gestaltung des ┬╗Stadtteileingangs West┬ź umgesetzt werden.

Nicht zuletzt deshalb ist bei den jetzt angelaufenen Planungen eine m├Âglichst breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner notwendig.

Die Einschr├Ąnkungen wegen der Pandemiebek├Ąmpfung erschweren das, soweit bisherige Beteiligungsformate beibehalten werden. Es entstehen aber zugleich Chancen f├╝r eine erweiterte B├╝rgerbeteiligung, wenn auf Streams, Chats und andere Onlinebeteiligungsm├Âglichkeiten zur├╝ckgegriffen wird. Wichtig f├╝r eine Beteiligung ist vor allem eine gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz in der Diskussion. Wer sich beteiligen will mu├č schlie├člich wissen, woran sie oder er sich beteiligt und was zu bef├╝rworten oder zu kritisieren ist.

Man darf gespannt sein, wie sich das ┬╗Beteiligungsverfahren Stadtteileingang West┬ź entwickelt und inwieweit dabei tats├Ąchlich die Interessen und W├╝nsche der Kiez-Bewohner Ber├╝cksichtigung finden.

Gerd Markmann ÔÇô 25. Dezember 2020

Siehe auch:
┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź und
┬╗Wettbewerb f├╝r Hortneubau┬ź




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