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Sanierungsfortschritt in der Oderbruchstra├če. Zu sehen ist die Frontseite des Wohnblocks am 21. Februar sowie am 13. und 21. M├Ąrz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Das Versickerungsbecken soll laut Planung eine Gr├Â├če von rund 20 mal 30 Metern und eine Tiefe von circa 3,5 Metern haben. Die seitlichen W├Ąnde des Beckens werden mit Rasenmatten befestigt und die Sohle mit Rasengitterplatten. Aufgrund der Tiefe und der steilen B├Âschung ist es erforderlich, zur Verkehrssicherung einen Zaun um das ┬╗technische Bauwerk┬ź zu errichten.

┬╗Kloppe┬ź f├╝r die Baudezernentin Nr. 3:
Quadratisch, praktisch, h├Ą├člich

Das ┬╗technische Bauwerk┬ź an der Neuruppiner Stra├če

Beim ersten Regenversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Stra├če war die urspr├╝ngliche Planung des blo├č ┬╗technischen Bauwerks┬ź noch ge├Ąndert und zumindest die Form der Landschaft angepa├čt worden. Entsprechende Hinweise hatte es schon zeitig im Planungsverlauf auch f├╝r das zweite Versickerungsbecken an der Neuruppiner Stra├če gegeben.

So hatte sich Carolin Schlenther von der Hochschule f├╝r Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Projektmanagerin ┬╗Vielfalt findet Stadt ÔÇô Gemeinsam Natur wagen┬ź, die zusammen mit sozio├Âkonomisch 'Benachteiligten eine Fl├Ąche an der Neuruppiner Stra├če f├╝r den Schutz der biologischen Vielfalt gestaltet, schon im Fr├╝hjahr 2021 dem Eberswalder Tiefbauamt eine naturnahe Gestaltung des Regenversickerungsbeckens vorgeschlagen. Dies habe dort ┬╗gemischte Reaktionen verursacht┬ź.

Eine Nachfrage bei der st├Ądtischen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) hatte damals, da├č sich die entsprechenden Grundst├╝cke zwar der WHG geh├Âren, sie allerdings in keiner Weise an den Planungen beteiligt sei.

Die ┬╗gemischten Reaktionen┬ź im Tiefbauamt hatten letztlich keinerlei Auswirkungen auf die weitere Planung. Die Hinweise und W├╝nsche wurden im weiteren schlicht ignoriert. Am 2. November begannen die Arbeiten an dem zweiten Becken, das erneut zeige, ┬╗da├č wir das auch mit der notwendigen Energie und Tatendrang angehen┬ź, wie die Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner laut der damals ver├Âffentlichten st├Ądtischen Pressemitteilung sagte (siehe: ┬╗Regenwasserversickerung Nr. 2 ┬ź).

Zun├Ąchst f├╝hrten die Bauarbeiten allerdings erst einmal im Dezember zu einer gro├čfl├Ąchigen Abschaltung von Telefon und Internet f├╝r zahlreiche Nutzer im Brandenburgischen Viertel. Bei der Ausbaggerung der Grube war ein wichtiges Kabel der Telekom zerst├Ârt worden. Die Arbeiten, um die Leitung wieder flicken und allen Betroffenen wieder den Zugang zu Telefon und Internet zu erm├Âglichen, dauerten bis Ende des Jahres.

Aufgrund des Winters ruhen derzeit die weiteren Arbeiten an dem Becken. Bei entsprechendem Wollen w├Ąren noch ├änderungen m├Âglich. Zumindest in bestimmtem Rahmen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, da├č das seitens der Stadtverwaltung jemand tats├Ąchlich will.

Immerhin wird mit dieser Ma├čnahme ein Gro├čteil des anfallenden Regenwassers der Verkehrsfl├Ąchen und der Geb├Ąude westlich der Potsdamer Allee, im sogenannten 3. Bauabschnitt des Wohngebietes, vor zur├╝ckgehalten werden und dann in dem Becken versickern. Insgesamt handelt es sich um rund 31.200 Quadratmeter Fl├Ąchen (davon 17.500 Quadratmeter Verkehrsfl├Ąchen und 13.700 Quadratmeter Dachfl├Ąchen) die dann von der vorhandenen leitungsgebundenen Regenentw├Ąsserung ins Drehnitzflie├č abgetrennt werden.

┬╗Versickerungsbecken versorgen die Umgebung mit Regenwasser als nat├╝rlicher Wasserressource und stabilisieren den Grundwasservorrat. Dar├╝ber hinaus verbessern sie die Entw├Ąsserung bei starkem Regen. Die Ma├čnahme ist also in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung des Mikroklimas im Brandenburgischen Viertel┬ź so damals die Leiterin des zust├Ąndigen Tiefbauamtes Heike K├Âhler. Warum ├╝ber diese technischen Zwecke hinaus nicht auch f├╝r ein ├Ąsthetisch ansehnliches und in die Landschaft ein- und angepa├čtes Bauwerk gesorgt werden konnte, schweigen sich sowohl die Baudezernentin als auch die Tiefbauamtsleiterin aus.

Die Firma Gala Tiefbau GmbH aus Schwedt f├╝hrt den Auftrag aus. Die Ma├čnahme soll bis zum M├Ąrz 2022 fertig gestellt werden. Die Gesamtkosten werden bei rund 200.000 Euro liegen und werden aus dem F├Ârderprogramm ┬╗Stadtumbau-Aufwertung┬ź finanziert.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 16. Januar 2022

Siehe auch:
┬╗Kloppe 2: Ein Innenhof mit Kiefern drin┬ź
┬╗Kloppe┬ź f├╝r die Baudezernentin
┬╗Regenwasserversickerung Nr. 2 ┬ź
┬╗Klimaanpassung im Kiez┬ź
┬╗Regenwasser bleibt im Kiez┬ź
┬╗Regenentw├Ąsserung angepa├čt┬ź
┬╗Warum nicht zur Landschaft passend?┬ź
┬╗Das allerletzte Thema┬ź
┬╗Lausitzer Stra├če: Gehwege werden zur├╝ckgebaut┬ź




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