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Den Monatsplan November der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Er├Âffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie ┬╗Manhattan - Stra├če der Jugend┬ź von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Auf dem Areal s├╝d├Âstlich der Spechthausener Kreuzung sollen neue Gewerbe- und Wohngeb├Ąude mit bis zu 80 Wohnungen entstehen. (Karte aus dem Bericht zur St├Ądtebaulichen Machbarkeitsstudie f├╝r die Grundst├╝cke Eberswalder Stra├če Ecke Spechthausener Stra├če in Eberswalde)

Vor den Toren des Brandenburgischen Viertels:
Ein neues Zentrum f├╝r Eberswalde

maxe. Im Dezember haben die Eberswalder Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 527 ┬╗Finowtal┬ź aufzustellen. Der Bebauungsplan befa├čt sich mit dem etwa anderthalb Hektar gro├čen Gel├Ąnde s├╝dlich der Eberswalder Stra├če zwischen dem Toom-Baumarkt und der Spechthausener Stra├če einschlie├člich des ehemaligen Friedhofs Eisenspalterei. Auch das Bethaus neben dem Friedhof ist einbezogen. Nach eigenen Aussagen des Bautr├Ągers konnte er das Grundst├╝ck allerdings noch nicht wie beabsichtigt erwerben.

Bei dem Bautr├Ąger handelt es sich um die IZ GmbH & Co. KG mit Sitz in der Coppistr. 3 in Eberswalde. Die IZ arbeitet eng mit der Anevix Union GmbH aus der Drehnitzstra├če zusammen. Aktuelle Projekte in Eberswalde sind das einstige Bahnhofshotel, ein Doppelhaus am Finowkanal, vier Doppelh├Ąuser in Finow (am Ortsausgang Richtung Finowfurt) und ein Mehrfamilienhaus in der Spechthausener Stra├če (ehemaliger Lindenhof).

Bereits 2007 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Aufstellung eines Bebauungsplanes f├╝r das Areal s├╝d├Âstlich der Spechthausener Kreuzung beschlossen. Damals sollten ┬╗weitere st├Ądtebaulich unerw├╝nschte Ansiedlungen von Discountern im Kreuzungsbereich ausgeschlossen werden und eine Lenkung dieser in das EKZ Heidewald unterst├╝tzt werden┬ź. Nun gilt eine ┬╗ge├Ąnderte Zielsetzung┬ź, die mit der Stadtverwaltung abgestimmt wurde.

Von einer ┬╗Lenkung┬ź beabsichtigter Gewerbeansiedlungen in das EKZ Heidewald ist keine Rede mehr. Vielmehr sollen ┬╗Wohnen und Arbeiten am Standort Eisenspalterei gest├Ąrkt werden. Generelle Ziele der Stadtentwicklung Eberswalde wie die St├Ąrkung der Erwerbsgrundlage, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie eine auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklung wurden in die Standortentwicklung integriert.┬ź

Laut der st├Ądtebaulichen Machbarkeitsstudie, die am 1. Dezember im Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt pr├Ąsentiert wurde, beabsichtigt die IZ GmbH & Co. KG eine Neubebauung f├╝r B├╝ro-, Service- und Dienstleistungsnutzungen (Gewerbe), vielleicht auch mit einem Hotel und einer integrierten Kindertagesst├Ątte sowie f├╝r Wohnungen.

Der Gewerbeteil soll in zusammenh├Ąngender viergeschossigen Blockrandbebauung an der Eberswalder Stra├če zwischen dem alten Friedhof und der Kreuzung sowie in etwa gleicher L├Ąnge von der Kreuzung entlang der Spechthausener Stra├če entstehen. Dem soll sich, baulich mit dem Gewerbeteil verbunden, ein Mehrfamilienhaus anschlie├čen. Weitere Wohnh├Ąuser sind im hinteren Bereich des Grundst├╝ckes vorgesehen. Die Studie schl├Ągt in einer Variante 80 Wohnungen mit Fl├Ąchen zwischen 41 und 108 Quadratmetern vor. Eine zweite Variante beschr├Ąnkt den Mietwohnungsbau auf den vorderen Bereich mit insgesamt 32 Wohnungen. Im hinteren Bereich w├Ąre dann Platz f├╝r 19 ┬╗Townh├Ąuser┬ź (Reihenh├Ąuser) mit Wohnfl├Ąchen zwischen 181 und 214 Quadratmetern.

Letzteres k├Ânnten sich sicherlich nur Menschen mit h├Âherem Einkommen leisten. F├╝r die Linksfraktion ist die Mietpreisentwicklung bei Neuvermietungen in Eberswalde ┬╗besorgniserregend┬ź. Daher setzte sie eine ├änderung des Aufstellungsbeschlusses durch. Als Ziel wird nun festgeschrieben, da├č f├╝r 25 Prozent des Gesamtwohnbestandes gef├Ârderter sozialer Wohnraum vorzusehen ist. Davon abgesehen begr├╝├čen die Linken ┬╗die Entwicklung des Gel├Ąndes und die grunds├Ątzlichen Planungen┬ź.

Nach diesen ┬╗grunds├Ątzlichen Planungen┬ź wird sich die bisherige Ansammlung von Lebensmittel- und Fachm├Ąrkten sowie Kfz-Werkst├Ątten in profanen Zweckbauten mit zugeh├Ârigen Parkpl├Ątzen zu einem neuen Zentrumsbereich in Eberswalde entwickeln.

Wie sich dies auf die bisherigen Zentren (Innenstadt, Finow und Brandenburgisches Viertel) auswirken wird, ist in der Machbarkeitsstudie nicht untersucht worden. Nachteilig d├╝rfte das neue Zentrum vor allem f├╝r das Brandenburgische Viertel und hier insbesondere f├╝r das Einkaufszentrum ┬╗Heidewald┬ź wirken, das dann m├Âglicherweise bald billig zu haben ist.
Im Viertel selbst hat zuletzt der Neubau eines Sanit├Ątshauses mit zwei Arztpraxen zur weiteren Angebotsdezentralisierung innerhalb des Ortsteils beigetragen, was dem seit zwanzig Jahren faktisch verfolgten st├Ądtebaulichen Prinzip entspricht.

Die Stadtverwaltung wurde von den Stadtverordneten beauftragt, ┬╗die fr├╝hzeitige Beteiligung der ├ľffentlichkeit┬ź zu gew├Ąhrleisten. Zu diesem Zweck soll der Bebauungsplan ├Âffentlich ausgelegt werden. Dabei soll auch bekannt gemacht werden, da├č der Bebauungsplan ┬╗im beschleunigten Verfahrung ohne Durchf├╝hrung einer Umweltpr├╝fung aufgestellt werden soll┬ź.

(27. Dezember 2020)




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