Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
in Eberswalde


Termine

Wieder geöffnet! mittwochs von 10-13 Uhr: Offene Nähwerkstatt. Hobbyschneiderin Friderun unterstützt dich bei der Umsetzung deiner Ideen. Hebewerk e.V. in der Havellandstraße 15 (H 15). Dort gibt es diverse Nähmaschinen sowie einige Materialien und Nähzubehör...

25. Juni bis 7. August – Sommerferien: Die verschiedenen Akteure im Brandenburgischen Viertel haben sich im Sprecherrat »Soziale Stadt« ein Ferienprogramm für die Kinder im Kiez ausgedacht. Die Einzelheiten haben sie in einem Flyer zusammengestellt .

Kontakt zur

Die Fläche an der Einmündung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Straße - der östliche Eingangsbereich des Brandenburgischen Viertels - ist derzeit als Blumenwiese ausgewiesen. Mittendrin wächst eine Eiche. Blumenwiese und Baum sollen nach aktuellen Planungen einem »technischen Bauwerk« weichen, in dem ökologisch verträglich das gesammelte Regenwasser aus der Frankfurter Allee versickern soll. In der bisherigen ingenieurtechnischen Planung stand die Funktionalität im Vordergrund. Die Gestaltung spielte in der Diskussion keine Rolle. Die Stadtfraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur fordert eine ästhetische, der Landschaft angepaßte und möglichst naturnahe Gestaltung der Versickerungsanlage.

Neu: Regenwasserversickerung an der Frankfurter Allee
Warum nicht zur Landschaft passend?

maxe. Im Juni kam nach längerer Pause der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel zu einer Beratung zusammen. Die Mitglieder wollten wissen, was es in ihrem Kiez an neuen Baumaßnahmen gibt. Um aus erster Quelle informiert zu werden, hatte das Quartiersmanagement Gunther Wolf vom Eberswalder Stadtentwicklungsamt eingeladen.

Im Mittelpunkt seiner Informationen stand der Anfang Juni begonnene Ausbau der Frankfurter Allee. Dabei werde auch die ma­rode Regenentwässerung erneuert, betonte der Stadtplaner.

Neu werde sein, daß das Regenwasser nicht mehr über lange Rohrleitungen bis zum Drehnitzfließ und dann in den Finowkanal geleitet werde, sondern innerhalb des Wohngebietes versickern soll. Langfristiges Ziel sei, die gesamte Regenentwässerung sukzessive umzustellen. Dafür sollen insgesamt drei Versickerungsbecken im Viertel gebaut werden.
Wolf bedauerte, daß im Rahmen der Planungen zur Frankfurter Allee nur ein »technisches Bauwerk« errichtet werde. Ein schmuckloses eingezäuntes rechteckiges Becken.

Frank Neumann, der als Vertreter der Kirchengemeinde zum Sprecherrat gehört, wies darauf hin, daß es einst drei Teichanlagen im Brandenburgischen Viertel gab, von denen nur noch eine existiere. Zuletzt sei der Teich vor dem Freizeitschiff der Genossenschaft planiert worden. Dies sei nötig gewesen, schilderte Marko Reinhardt von der Genossenschaft, weil der Teich eine Gefahrenquelle für Kleinkinder war, die häufig über den Zaun kletterten.

Außerdem habe man den Platz benötigt, um künftig Veranstaltungen wie aktuell Guten-Morgen-Eberswalde durchführen zu können. Umbau und Gestaltung seien damals im übrigen vollständig durch die Genossenschaft finanziert worden. Frank Neumann hofft nun wenigstens, daß der dritte Teich erhalten wird. Zum »technischen« Versickerungsbecken machte er den Vorschlag, wenigstens den Zaun zu begrünen.

Das Versickerungsbecken steht auch im Zusammenhang mit einem anderen Projekt, über das Gunther Wolf informierte. So werde ein Ingenieurbüro beauftragt, sich Gedanken zum »Stadtvierteleingang Ost« zu machen. Gerade dort soll das Regenwasserversickerungsbecken für die Frankfurter Allee entstehen. Gesunde Bäume stehen auch im Wege. So ein »technisches Bauwerk« trägt gewiß wenig zur Aufwertung des Stadtteileingangs bei und außer Kostengründe gibt es keine Argumente gegen eine landschaftsangepaßte und naturnähere Gestaltung des Regenversickerungsteiches.

»Das Bauwerk wird erst im Rahmen des zweiten Bauabschnittes realisiert, mit dem frühestens im Januar 2021 begonnen werden soll«, meint dazu Peggy Siegemund, die von der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur als sachkundige Einwohnerin in den Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt entsandt wurde. »Es ist also noch Zeit vorhanden, dem Versickerungsbauwerk eine ansprechendere zeitgemäße Gestaltung zu gönnen.«

Sie werde gemeinsam mit der Fraktion in der verbleibenden Zeit versuchen, eine der exponierten Lage am Stadtteileingang entsprechende ästhetische, der Landschaft angepaßte und möglichst naturnahe Lösung für den Bau des Regenwasserteiches zu finden.

Der Entwurf für eine entsprechende Beschlußvorlage für die Stadtverordnetenversammlung liege inzwischen vor, heißt es seitens der Fraktion, die Kontakt zu anderen interessierten Fraktionen aufgenommen hat, um im September mit einer gemeinsamen Vorlage in die Beratungen der Eberswalder Stadtverordneten gehen zu können.

(20. Juli 2020)




Im Februar verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die BücherboXX. Ein paar Tage später war sie umgestützt. Einige Unterstützer hatten auf einem »Leichentuch« ihre Trauer dokumentiert. In mühevoller Kleinarbeit wurde die BücherboXX in den vergangenen Wochen und Monaten repariert.
Am 3. Juli wurde die BücherboXX im Foyer des Heidewald aufgestellt und wird, wenn dort Händler den Platz in Beschlag nehmen, faktisch ins Angebot »integriert«.
Die auferstandene BücherboXX

Liebe Freundinnen und Freunde der BücherboXX in Eberswalde, es ist geschafft.

Die BücherboXX wird am kommenden Freitag, 3. Juli 2020 um 8 Uhr zur weiteren Nutzung für die Öffentlichkeit im Einkaufszentrum Heidewald aufgestellt. Das Motto lautet nach wie vor »Bring ein Buch, nimm ein Buch, lies ein Buch«.

Die Scheibe konnte nun auch vom Glaser erneuert werden. Die Tür allerdings mußte draußen bleiben. Dieser Schaden muß später behoben werden. Das heißt, der Heidewald hat jetzt eine noch leichter zugängliche Bibliothek, die Tage der offenen Tür sind gekommen.

Das bedeutet aber auch, daß die BücherboXX nun möglichst schnell mit vielen Büchern aufgefüllt wird und daß die Kümmerer weiterhin für Ordnung, Sauberkeit, Nachschub sorgen. Vielen Dank an alle im voraus.

Wir werden später noch zu einem offiziellen Termin mit dem Bürgermeister einladen. Jetzt am Freitag werden am Vormittag einige Unterstützer und die Kolleginnen vom Quartiersmanagement anwesend sein, Bücher reinstellen und eine erste »Begrüßung« der auferstandenen BücherboXX vornehmen.

Nochmals vielen Dank für die Geduld und Dank an den Bauhof für die Unterstützung und den Transport und daß wir dort arbeiten durften.

Konrad Kutt – 1. Juli 2020 (update am 20.07.2020)

Siehe auch:
»BücherboXX gesichert«
»Jetzt erst recht!«
»Kiez-Weihnacht auf dem Potsdamer Platz«
»Gemeinschaftsgarten und BücherboXX«




Wegenetzkonzept für das Brandenburgische Viertel:
Bürgerbeteiligungsverfahren

Konzept liegt aber nur 14 Tage zur Einsichtnahme aus

maxe. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung am 5. Juni 2020 sind für das Brandenburgische Viertel die Weichen auf die Weiterentwicklung in erheblichen Maßen gestellt worden, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Eberswalder Stadtverwaltung.

Wohnungsbaufördermittel in Höhe von rund 52 Millionen Euro fließen dabei an die Wohnungsgenossenschaft 1893 eG für die umfassende Sanierung und Modernisierung von Wohnblocks sowie in Höhe von 181.500 Euro für den Abriß von 43 Wohnungen.

Nutznießer von Förderungen ist auch die Stadt Eberswalde selbst, darunter hohe Summen für die Gestaltung des öffentlichen Raums. »Darauf ist die Stadt Eberswalde gut vorbereitet«, heißt es in der Mitteilung. Die Stadtverwaltung habe mit der Erarbeitung eines aktuellen Wegenetzkonzeptes einen Planentwurf, der umgesetzt werden soll.

Das Wegenetzkonzept soll eine Verbesserung und Optimierung der Wegebeziehungen für alle Altersgruppen darstellen. Es soll im Ergebnis dazu dienen, die vielfältigen Mängel sowie kleine und größere Missstände bei der alltäglichen Inanspruchnahme der verschiedenen Fuß- und Radwege, Freiflächen, Straßenquerungen und Übergänge schrittweise zu beseitigen. Das Konzept soll auch eine Empfehlung für ein Wegeleitsystem für den öffentlichen als auch den privaten Raum geben. Die Umsetzung des Konzeptes soll das Brandenburgische Viertel in seiner Bedeutung als Wohnstandort stärken.

Die Maßnahmenentwicklung wurde durch das Planungsbüro INSAR aus Berlin mit den Fachleuten der Stadtverwaltung, mit den großen Wohnungseigentümern und dem Quartiersmanagement abgestimmt. Am 9. Juni 2020 wurde der Konzeptentwurf im Ausschuß für Stadtentwicklung und am 11. Juni 2020 dem Sprecherrat für das Brandenburgisches Viertel vorgestellt.

Demnach sind drei Schwerpunktsetzungen vorgesehen: Schorfheidestraße-Beeskower Straße-Gemeinschaftsgarten, Stadtteileingang Ost (Frankfurter Allee) sowie der Potsdamer Platz. Zudem gebe es Empfehlungen für ein Wegeleitsystem. Eine Präsentation des Konzeptes findet sich im Bürgerinformationssystem der Stadt.

Bürgerinnen und Bürger haben nun die Möglichkeit, den Konzeptentwurf einzusehen. Dazu werden in der Zeit vom 11. bis 25. August 2020 die Unterlagen zur Einsicht im Stadtentwicklungsamt, Breiten Straße 39 und im Stadtteilbüro im Bürgerzentrum, Schorfheidestraße 13 zu den jeweiligen Öffnungszeiten ausgelegt und unter www.eberswalde.de/start/stadtentwicklung/soziale-stadt online gestellt.

Hinweise zum Konzept können bis zum 27. August 2020 dem Stadtentwicklungsamt schriftlich oder per Email unter stadtentwicklungsamt@eberswalde.de mitgeteilt werden.

(30. Juni 2020 - gm)




An jedem Tag ist was los!
Sommerferien im Kiez

In diesem Jahr gab es infolge der Corona-Bekämpfungs-Regelungen auch an den Schulen einiges an Durcheinander. Unterrichtsausfall in Größenordnung, Online-Unterricht zu Hause und schließlich Unterricht in halben Klassen, dafür aber nur halbtags. Auf eines aber konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr verlassen: Auf den pünktlichen Beginn der Sommerferien.

Die Träger der verschiedenen sozialen und kulturellen Einrichtungen im Kiez hatten sich am 11. Juni erstmals seit Coronabeginn wieder im Sprecherrat getroffen und erste Ideen diskutiert und auch für die Finanzierung für das geplante Ferienprogramm gesorgt.

»Die meisten Kinder des Brandenburgischen Viertels leben mit ihren Eltern in beengten, oft desolaten Wohnverhältnissen und sind von Armut bedroht oder betroffen«, heißt es im Antrag an den Sprecherrat. Die Corona-Beschränkungen haben diese Situation extrem verschärft. Viele Eltern ließen ihre Kinder aus Angst vor Ansteckung nicht aus dem Haus. Da wird beispielsweise von einer Migrantenfamilie berichtet, zwei Erwachsene und fünf Kinder in einer 45 m² Wohnung, in der der Sohn nur zum Müll entsortgen die Wohnung verlassen durfte. Die Eltern haben so große Angst vor dem unbekannten Virus, daß sie aus Sorge um ihre Kinder, ihnen die Teilhabe am sich wieder öffnenden Leben vorenthalten.

Da auch Veranstaltungen und Aktionen in den letzten Monaten im Viertel nicht stattfinden konnten, taten sich nun das Eltern Kind Zentrum, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus und ds Quartiersmanagement zusammen, um ein Kinderferienprogramm zu initiieren, das den Kindern eine gewisse Normalität, eine Abwechslung und nicht zuletzt eine Freude in diesen schwierigen Zeiten ermöglichen soll.

»Wir wollen», sagte Jörg Renell vom Bonhoeffer-Haus, »dezentrale Mitmachaktionen entwickeln, die raußen stattfinden und sich im Viertel verteilen, damit besonders den Kindern wieder Möglichkeiten geboten werden, ihren Bewegungsmangel der letzten Zeit etwas auszugleichen.«

Während der gesamten Sommerferien wird daher an jedem Wochentag etwas geboten. Alle, die im Kiez aktiv sind, waren aufgerufen, sich auch mit eigenen Angeboten zu beteiligen. »Dabei müssen es nicht die großen Aktionen sein«, so Jörg Renell, »die altbewährten Klassiker sind immer noch aktuell, vielleicht sogar hilfreich in Zeiten, in denen alles anders ist«. Er hofft auf »fröhliche, Gemeinsamkeit stiftende Aktionen, die allen Spaß machen und uns mal wieder lachen läßt – wenn auch mit Abstand...«

Die Beteiligung seitens der Träger, Privatpersonen und Kreativen aus dem Viertel überstieg letztlich die Erwartungen der Initiatoren. Das Ziel an wenigstens drei Tagen in der Woche Angebote zustande zu bringen wurde getoppt. Nun ist an jedem Wochentag etwas los, an manchen Tagen bis zu sieben Angebote an verschiedenen Orten im Kiez.

Das vollständige Ferienprogramm kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Gerd Markmann – 25. Juni 2020




Baumpflege aus Verkehrssicherungsgründen:
Der Schwammpilz an der Weide

maxe. Halteverbotsschilder in der Prenzlauer Straße weisen auf die nächsten Verkehrssicherungsmaßnahmen am 24. und 25. Juni hin, die an den verbliebenen großen Straßenbäumen erforderlich sind. Die Bäume sind voller Grün und haben auch schon die ersten Extremwetter des Frühsommers überstanden. Um weiteren Stürmen Paroli bieten zu können, hat das städtische Tiefbauamt Pflegearbeiten in Auftrag gegeben, die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt realisieren. Betroffen sind eine Weide und mehrere Eschenahornbäume.

Wie die Baumexpertin des städtischen Tiefbauamtes Christin Zierach mitteilte, ist die Weide von einem Schwammpilz am Stammfuß befallen. Um sowohl die Verkehrsicherheit als auch den Baum zu erhalten, werden die ausladenden Äste stark eingekürzt.

Am 25. Juni, so erfuhr MAXE von einem der Bauhofmitarbeiter, werde der Eschenahorn auf der anderen Straßenseite vom Totholz befreit. Auch das soll die Last verringern, die auf den tragenden Ästen liegt und damit ein Abbrechen von Ästen und die Behinderung des Verkehrs oder Schäden an den parkenden Autos verhindern.

Christin Zierach informierte, daß die Maßnahme mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt sei. Vor der Maßnahme seien die Bäume auf Nester kontrolliert und die ausführenden Kollegen eingewiesen worden.

gm – 24. Juni 2020




Das Sascha Lej Trio am Sonnabend halb elf vor dem Freizeit-Schiff der Wohnungsgenossenschaft in der Prignitzer Straße 50.

Kultur im Kiez:
Atem ein, Atem aus

Guten Morgen Eberswalde DCLXXV

maxe. Zum zweiten Mal in Folge gab es am 13. Juni »Guten Morgen Eberswalde« im Brandenburgsichen Viertel. Dort im Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft in der Prignitzer Straße 44-50 hat der Veranstalter Udo Muszynski seit kurzem sein Domizil aufgeschlagen und auch ein Studio eingerichtet. Selbiges schafft auch die technische Voraussetzung für die Konzerte vor dem Freizeitschiff einschließlich des Livestreams.

Zumindest die nächsten beiden Guten-Morgen-Veranstaltungen werden ebenfalls vor dem Freizeitschiff stattfinden (sofern das Wetter nicht die Beschränkung auf den Livestream erzwingt). Ab nächster Woche können wieder Freiluftveranstaltungen bis zu 1000 Personen stattfinden. Die bisherige Beschränkung auf 50 Gäste entfällt damit, wie auch die Notwendigkeit, sich vorher anzumelden.

Zur 675. Ausgabe von »Guten Morgen Eberswalde« am 13. Juni 2020 gastierte der Wahlniederfinower Sascha Lej mit seinen Liedern bei Guten-Morgen-Eberswalde zu Gast. In seinem neuen Programm "Atem ein, Atem aus" stromert er zwischen Ausnahmezustand, Einkehr und rEVOLution.

Mit groovigen Arrangements und pur poetischen Impressionen zu Reggae, Walzer und folkigen Klängen besingt Sascha, was ihn bewegt, zerreißt und amüsiert. Liedermacherkunst zwischen Grübelei und Leichtigkeit zum Mitdenken, Schmunzeln und eigentlich - zum Mitsingen. Unterstützung bekommt er am Kontrabass von Isaac Friesen und von Niko Braasch am Schlagzeug.
Wer das Konzert um halb elf verpaßt hat, kann es hier nachhören und anschauen.

gm – 13. Juni 2020


Vorausblick:
Guten Morgen Eberswalde DCLXXVI oder Guten Morgen Eberswalde online XV
Sonnabend, 20. Juni 2020, 10.30 Uhr, Theater Schreiber & Post Bei Schönwetter (mit Publikum): »Hase & Igel«. Bei Schlechtwetter (ohne Publikum): »Ik bün Könik« (www.schreiberundpost.de).
Guten-Morgen-Eberswalde wirbt um Unterstützung!
Der Eintritt ist und bleibt frei! Ihre finanzielle Unterstützung ist jedoch wichtig und nötig! Für Spenden / Schenkungen gibt es ein gesondertes Konto bei der Sparkasse Barnim:
IBAN Konto.Nr.: DE48 1705 2000 0940 0122 43 · Kontoinhaber: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen · Zahlungsgrund: Guten-Morgen-Eberswalde
Guten-Morgen-Eberswalde! Kulturelle Interventionen in Eberswalde.
Seit dem 14. Juli 2007. Online seit dem 14. März 2020. Veranstalter: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen · Programm: Udo Muszynski · Organisationsassistenz: Julia Heilmann/Ruben Pagenkopf · Kamera: Philipp Heinze (SickPictures) · Schnitt: Torsten Stapel · Ton: Tim Altrichter (oton) · Fotos: Steffen Groß/Klaus Gollin. Die Umsetzung des Livestreaming Formates wird im Mai 2020 in besonderer Weise durch die Stadt Eberswalde, Sparkasse Barnim und die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG unterstützt. Hauptförderer: Landkreis Barnim, Stadt Eberswalde. Hauptsponsor: Sparkasse Barnim.
Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen (www.mescal.de)
Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG
Prignitzer Straße 48 · 16227 Eberswalde





Bonhoefferhaus, 11. Juni, 17 Uhr:
Sprecherrat präsent

maxe. Erstmals nach mehrmonatiger Pause infolge den Corona-Einschränkungen kommt am kommenden Donnerstag, um 17 Uhr, der Sprecherrat Soziale Stadt im Brandenburgischen Viertel zusammen.

Als Sitzungsort wurde das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee 35 gewählt. Bei schönem Wetter findet die Sitzung im Garten statt, wo die Abstandsregeln noch besser eingehalten werden können, wobei in der frischen Luft die Ausbreitungsgefahr dieser Viren ohnehin viel geringer sind als in geschlossenen Räumen.

Nach der Begrüßung blicken die Sprecherratsmitglieder zunächst zurück auf die vergangenen Monate. Was war lo? Wer hat was gemacht? Aber auch der Frage, wie die Erfahrungen der letzten Zeit in die Zukunft mitgenommen werden können und wie sich alle gegenseitig unterstützen können, soll nachgegangen werden.

Im nächsten Tagesordnungspunkt gibt es Information über »Aktuelles im Viertel«. Zunächst informiert die Stadtverwaltung über

  • das Beteiligungsverfahren Stadteingang West
  • Aktuelle Baumaßnahmen im Gebiet
  • das Wegekonzept für das Brandenburgische Viertel
  • den Kooperationsvertrag zwischen Land, Stadt und Wohnungsgenossenschaft und
  • die Fortführung des Quartiersmanagements
Anschließend informieren die Sprecherratsmitglieder über aktuelle Aktivitäten im Kiez.

Im nächsten Tagesordnungspunkt wird über die laufenden Projekte informiert:

  • AF2020 – Projekte in Zeiten Corona
  • FP2020-03 Frühlingsfest
  • FP2020-04 AG Umwelt
  • Stand BücherboXX
  • Begegnungsort – neue Auftraggeber

Als aktuelles Projekt steht das Ferienprogramm 2020 (FP2020-05) zur Debatte. Außerdem wird über geplante Projekte informiert (Hompage des Quartiersmanagements, Graffiti). Auch zur Fête de la Viertel, die in diesem Jahr in einem anderen Format stattfinden soll, gibt es Informationen.

Die »kontaktarme« Zeit wurde nicht zuletzt dafür genutzt, neue Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit anzubahnen. Speziell geht es um einen Auftritt des Quartiersmanagements in dem sozialen Netzwerk Facebook und um den Newsletter. Im abschließenden Tagesordnungspunkt »Sonstiges und Termine« geht es unter anderem darum, ob und unter welchen Rahmenbedingungen es 2020 weitere Veranstaltungen im Brandenburgischen Veirtel gibt und wann der Sprercherrat das nächstemal zusammenkommt.

gm – 10. Juni 2020




Irish Folk stand auf dem Programm der 674. Ausgabe von Guten-Morgen-Eberswalde um halbelf am 6. Juni 2020. Die Zahl der Gäste war auf 50 limitiert. Eine vorherige Anmeldung war erforderlich. Nur die Gäste erfuhren den Ort des Konzerts. Es fand auf dem Außengelände des Genossenschafts-Schiffs in der Prignitzer Straße 44-50 statt. Der kleine Teich auf dem Gelände war zuvor zugeschüttet worden. Foto: Klaus Gollin (mehr Fotos auf der Facebookseite von Guten-Morgen-Eberswalde. Geheimkonzert im Kiez

Irish Folk vor dem Genossenschaftsschiff

maxe. Die 674. Ausgabe von Guten-Morgen-Eberswalde fand nach fast 3 Monaten Corona-Pause wieder live mit Publikum statt, denn seit dem 6. Juni sind Kulturveranstaltungen mit einem zunächst begrenzten Publikumskreis im Land Brandenburg wieder erlaubt.

Guten-Morgen-Eberswalde startete zunächst mit einem Limit von höchstens 50 Gästen, die sich zuvor anmelden mußten. Der Ort wurde nur den Konzertteilnehmern bekanntgegeben.

So blieb es bis zum Konzert geheim, daß sich die Kulturfreunde von Guten-Morgen-Eberswalde das Brandenburgische Viertel als Veranstaltungsort ausgesucht hatten. Auf der Freifläche vor dem Genossenschaftsschiff in der Prignitzer Straße 44-50 konnten die Gäste genug Abstand untereinander halten.

Zum Konzert schreibt Udo Muszynski, der mit seinem Veranstaltungsbüro »Konzerte + Veranstaltungen« seit 1. April im Genossenschaftsschiff sitzt:

Irish Folk Konzerte kann man in der Geschichte von Guten-Morgen-Eberswalde immer noch an einer Hand abzählen, mit unserer 674. Ausgabe kam ein Finger dazu...

Die Folkband Murphy's Law gibt es seit 2011 und besteht heute aus dem Sänger und Gitarristen Danny O' Connor, der Sängerin und Geigerin Sara Thögersen und dem Kontrabassisten Moe Jaksch. Ursprünglich eine reine Coverband kamen immer mehr eigene Kompositionen ins Spiel. Die gefragte Live Band hat mittlerweile auch zwei Studioalben veröffentlicht.

Das Konzert wurde – wie alle Guten-Morgen-Eberswalde-Veranstaltungen seit Beginn der Veranstaltungssperre – auch per Livestream übertragen und kann auf dem Guten-Morgen-Eberswalde Kanal auf Youtube nachgehört werden.

gm – 7. Juni 2020


Vorausblick:
Guten Morgen Eberswalde DCLXXV oder Guten Morgen Eberswalde online XIV
Sonnabend, 13. Juni 2020, 10:30 Uhr, Regionale Kulturakteure stellen sich vor: Liedermacher Sascha Lej (http://saschalej.de/). Besucheranmeldung: hier).
Guten-Morgen-Eberswalde wirbt um Unterstützung!
Der Eintritt ist und bleibt frei! Ihre finanzielle Unterstützung ist jedoch wichtig und nötig! Für Spenden / Schenkungen gibt es ein gesondertes Konto bei der Sparkasse Barnim:
IBAN Konto.Nr.: DE48 1705 2000 0940 0122 43 · Kontoinhaber: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen · Zahlungsgrund: Guten-Morgen-Eberswalde
Guten-Morgen-Eberswalde! Kulturelle Interventionen in Eberswalde.
Seit dem 14. Juli 2007. Online seit dem 14. März 2020. Veranstalter: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen · Programm: Udo Muszynski · Organisationsassistenz: Julia Heilmann/Ruben Pagenkopf · Kamera: Philipp Heinze (SickPictures) · Schnitt: Torsten Stapel · Ton: Tim Altrichter (oton) · Fotos: Steffen Groß/Klaus Gollin. Die Umsetzung des Livestreaming Formates wird im Mai 2020 in besonderer Weise durch die Stadt Eberswalde, Sparkasse Barnim und die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG unterstützt. Hauptförderer: Landkreis Barnim, Stadt Eberswalde. Hauptsponsor: Sparkasse Barnim.
Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen
Achtung neue Adresse ab 1.4.2020: Prignitzer Straße 48 · 16227 Eberswalde





Am Rande des großen Events zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Land, Stadt und Wohnungsgenossenschaft gab es Proteste gegen den Abriß der Brandenburger Allee 15-21. Es wird abgeräumt. Für Andersdenkende und Protestierer, einschließlich deren Kinder, standen die für die Eventgäste bereitgestellten Getränke, wie ausdrücklich bestätigt wurde, selbstverständlich nicht zur Verfügung. Der »Brausediebstahl«

maxe. Der Kooperationsvertrag zwischen Wohnungsgenossenschaft, Land und Stadt ist unterschrieben. Die Wohnungsgenossenschaft erhält Förderungen für die Sanierung von elf Wohnblocks mit insgesamt 368 Wohnungen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 57 Millionen Euro. Davon werden rund 52 Millionen Euro gefördert – durch zinslose oder zinsbegünstigte Kredite.

Als Bestandteil des Pakets wurde auch der Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 vereinbart. Hier werden von den 250.000 Euro Gesamtkosten 181.500 Euro gefördert – wobei hier die Fördersumme als nicht rückzahlbarer Zuschuß gewährt wird. Nur dadurch gewinnt der Abriß die nötige betriebswirtschaftliche Attraktivität für die Genossenschaft.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wurde als großer Event zelebriert. Die Genossenschaft hatte neben dem aktuellen Sanierungsobjekt in der Havellandstraße auf der Brachfläche eines vor etwa 15 Jahren abgerissenen Wohnblocks durch ein Cateringunternehmen Pavillions und Stehtische aufbauen lassen. Um die Reden des Ministers, des Bürgermeisters, des Landrates und des Genossenschaftsvorstandes anzuhören, waren als Publikum zahlreiche Genossenschaftsmitarbeiter, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und einige Stadtverordnete erschienen.

Das ursprünglich auf 15.30 Uhr angesetzte Event begann dann – wie zwei Tage vorher mitgeteilt wurde - eine Stunde vorher. Die Veranstalter und ihr geladenes Publikum blieben so zunächst unter sich. Erst ab 15 Uhr, der Minister war gerade abgefahren, fanden sich auch Einwohner des Viertels ein, unter ihnen Mitglieder und Sympathisanten der Wählergruppe Die PARTEI Alternative Liste Eberswalde. Sie entfalteten u.a. ein Plakat »Kein Abriß mehr von Wohnraum – Für bezahlbares Wohnen«. Etwa ein Dutzend Einwohnerinnen und Einwohner des Brandenburgischen Viertels beteiligten sich an dem stillen Protest.

Bürgermeister, Baudezernentin und die Genossenschaftsvorstände spendeten böse Blicke. Ansonsten war Ignoranz angesagt und mangelnde Souveränität im Umgang mit den Protesten. Dies gipfelte schließlich in dem makabren und lächerlichen »Brausediebstahl«.

Die Protestierenden hatten auch Kinder dabei. Auf den Tischen für die Eventgäste standen Flaschen mit Brause herum. Tristan (7 Jahre) schnappte sich eine der Flaschen und nahm einen Schluck. Als er seiner kleinen Schwester nachjagte, um auch ihr ein Schlückchen Brause zukommen zu lassen, kam eine Angestellte des Cateringdienstes, den die Genossenschaft für die Veranstaltung mit dem Minister engagiert hatte, und nahm der Mutter die Flasche aus der Hand mit den Worten: Sie sind dagegen. Auf Nachfrage bestätigte die Catering-Mitarbeiterin, daß sie dies auf Anweisung tue. Der Flascheninhalt wurde kurz darauf weggekippt.

Dabei richteten sich die Proteste, wie Mirko Wolfgramm (Fraktionsvorsitzender von Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur) gegenüber MAXE betonte, keineswegs pauschal gegen den abgeschlossenen Kooperationsvertrag, sondern explizit gegen den geplanten Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21. Zumal hier Lösungen möglich wären, die den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen der Genossenschaft entsprechen und die Abrißkosten sparen würden.

gm – 5. Juni 2020

Siehe auch:
»Initiative: Denkmalschutz für einen Plattenbau!«
»Abriß abgesegnet«
»Denkmalschutz für Abrißblock«
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«
»Großprojekt BRAND.VIER«
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«
»Unglaublich! – Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)Höhen«





Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai 2020:
Abriß abgesegnet

maxe. Die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde hat in ihrer Sitzung am 28. Mai 2020 den Abriß des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 mehrheitlich abgesegnet.

Der Abriß ist Bestandteil eines Kooperationsvertrages zwischen der Stadt, dem Land und der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG (vormals Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow eG). Der Änderungsantrag der Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur, mit dem der Abriß aus der Vereinbarung gestrichen werden sollte, fand keine Mehrheit.

Noch weniger konnte sich die Stadtverordnetenmehrheit mit der Beschlußvorlage der gleichen Fraktion anfreunden, den Abrißblock unter Denkmalschutz zu stellen.

Die Linke will erst künftig nicht mehr mit Abrissen „mitgehen“, wie es deren Fraktionschef Sebastian Walter laut MOZ formulierte. Ihre emotionale Abscheu vor der DDR-Platte bekundete Karen Oehler von Bündnis 90/Die Grünen. „Man hörte und roch alles“, wird sie von der lokalen Tageszeitung zitiert.

Erstaunlich, daß trotzdem so viele Menschen in solchen Wohnverhältnissen ausgeharrt haben und das Wohnen in ihrem Kiez sogar schön finden. In verschiedenen Nachwendebauten soll das mit dem Mithören und -riechen übrigens nicht viel anders sein.

Am kommenden Freitag, dem 5. Juni, soll die Kooperationsvereinbarung dann offiziell mit Ministerbesuch besiegelt werden. Bei 52 Millionen Euro Wohnungsbaufördermitteln, die hier vergeben werden – davon 181.531 € für den Abriß (Rückbau) des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 – ist natürlich verständlich, daß der Minister selbst vorbeikommt.

Bis auf die Rückbauförderung, die über das Programm zum Stadtumbau gefördert wird, sind die Förderungen für die Wohnungsgenossenschaft übrigens lediglich zinslose oder zinsbegünstigte Kredite, müssen also über erhöhte Nutzungsentgelte im gesamten Wohnungsbestand refinanziert werden. Eine Information für die Mitglieder oder deren Vertreter, geschweige denn eine Diskussion darüber, hat es in der Genossenschaft übrigens nicht gegeben. Der Genossenschaftsvorstand, gegebenenfalls unter Einbeziehung des nicht demokratisch legitimierten Aufsichtsrats, haben das ohne Befragung der Mitglieder und deren Vertreter entschieden.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist für 15.30 Uhr in dem ersten, bereits begonnenen Sanierungsobjekt der Genossenschaft in der Havellandstraße 24-30 vorgesehen. Mit dabei sind neben dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann auch Bürgermeister Friedhelm Boginski und die Vorstände der Wohnungsgenossenschaft Volker Klich und Guido Niehaus.

Falls Sie, liebe Kiezbewohnerinnen und -bewohner, an dem großen Ereignis teilhaben wollen, denken Sie bitte an die Abstandsregeln und den für nähere Kontakte vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz.

(29. Mai 2020)

Siehe auch:
»Denkmalschutz für Abrißblock«
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«
»Großprojekt BRAND.VIER«
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«
»Unglaublich! – Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)Höhen«




Einmal waren die Proteste gegen den Wohnungsabriß im Brandenburgischen Viertel bereits erfolgreich. In der Potsdamer Allee wollte die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH in den Jahren 2014/15 zwei Wohnblocks mit ca. 100 Wohnungen abreißen. Aufgrund der damaligen Proteste nahm die WHG damals davon Abstand. Es ist zu hoffen, daß auch die Wohnungsgenossenschaft 1893 eG ihre Abrißpläne noch einmal überdenkt.

In der Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai 2020:
Denkmalschutz für Abrißblock

maxe. Auf Vorschlag der Fraktion »Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur« beraten die Eberswalder Stadtverordneten am 28. Mai darüber, den Wohnblock vom Typ P2 (»Schwedter Typ«) in der Brandenburger Allee 15-21 unter Denkmalschutz zu stellen.

Der Bürgermeister soll beauftragt werden, sich bei der unteren Denkmalschutzbehörde dafür einzusetzen und alles ihm mögliche zu veranlassen, um einen Abriß des Gebäudes in der Brandenburger Allee 15-21 zu verhindern. Schließlich soll er »den derzeitigen Eigentümer (das ist die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG – maxe) dabei unterstützen, eine betriebswirtschaftlich machbare Lösung für den Erhalt des Gebäudes zu finden«.

Entsprechend des Integrierten Entwicklungskonzeptes für das Brandenburgische Viertel schreite die Sanierung der Wohngebäude im Viertel erfolgreich voran, begründet die Fraktion ihren Vorstoß. »Durch den Einsatz der Stadt Eberswalde und der im Brandenburgischen Viertel ansässigen Wohnungsunternehmen haben sich für viele Bewohnerinnen und Bewohner die Wohnbedingungen erheblich verbessert. Die Sanierungsmaßnahmen bewirkten zum Teil erhebliche Veränderungen an den ursprünglichen Wohngebäuden im Viertel.« Inzwischen gebe es kaum noch Wohnblocks vom Typ P2 im ursprünglichen Zustand.

Einer dieser wenigen noch annähernd im Originalzustand vorhandenen Wohnblocks des Typs P2 befindet sich in der Brandenburger Allee 15-21. »Der Eigentümer sieht für diesen Wohnblock keine Zukunftsperspektive und plant aus betriebswirtschaftlichen Gründen in naher Zukunft den Abriß«, stellt die Fraktion fest. Für den derzeitigen Eigentümer bestünden aufgrund der betriebswirtschaftlichen Zwänge kaum Spielräume, auf einen Abriß zu verzichten.

»Dies steht jedoch im Widerspruch zu dem gesamtgesellschaftlichen Interesse, auch in der Stadt Eberswalde die einst prägende Architektur in dem größten Neubauviertel der Stadt zumindest in einem Beispielobjekt zu erhalten. Zumal der Abriß mitten an einer der Haupttrassen des Viertels auch die städtebauliche Struktur des Viertels nachhaltig zerstört. Diesem Erhaltungsziel würde eine Aufnahme des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 in die Denkmalliste dienen.«

Um den derzeitigen Eigentümer aus seinen aktuellen betriebswirtschaftlichen Zwängen zu befreien, sollte die Stadt Eberswalde nach Meinung der Einreicherfraktion Unterstützung geben, um eine betriebswirtschaftlich machbare Lösung für den Erhalt des Gebäudes zu finden. Dies könne beispielsweise die vorübergehende Übernahme des Objekts in städtisches Eigentum sein »oder die Hilfe für Initiativen, die den bereits jetzt ausgeprägten Charakter des Hauses als Kiez-Kulturhaus dauerhaft erhalten wollen und sich für eine denkmalgerechte Erhaltung und Sanierung des Gebäudes einsetzen«.

Im Kulturbeirat der Stadt Eberswalde, der am 14. Mai zusammentrat, stieß der Vorschlag übrigens auf positive Resonanz, auch wenn dort das Verständnis für die Dringlichkeit wenig präsent war. Mehrheitlich sprach man die Hoffnung aus, daß die Genossenschaft als Eigentümerin positiv auf den Vorschlag reagiert.

(veröffentlicht am 28. Mai 2020)

Siehe auch:
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«)
»Großprojekt BRAND.VIER«)
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«)


Der Artikel erschien zuerst in der »Barnimer Bürgerpost« 6/2020, Seite 3



Spenden Sie Wasser

Retten Sie Bäume und Sträucher

Helfen Sie mit und spenden Sie Wasser für die Bäume, Sträucher und Pflanzen in unseren WohnQuartieren.

Die anhaltende Trockenheit und kaum Aussicht auf ausreichend Niederschläge machen den Bäumen, den Sträuchern und allen Pflanzen zu schaffen. Die Objektbetreuer der WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH haben damit begonnen in den WohnQuartieren zu gießen. Auch im Brandenburgischen Viertel.

Allein schaffen wir es nicht.

Die Natur braucht JETZT unsere Hilfe. Denn wir brauchen die Natur! Retten wir gemeinsam die Bäume und Sträucher vor dem Verdursten.

In vielen Quartieren haben wir Gartenwasseranschlüsse, die genutzt werden können. Lassen Sie sich beraten und informieren Sie sich bei unserer ReparaturHotline unter 03334 – 302 100. Bei Bedarf stellt die WHG Gießkannen zur Verfügung.

Doreen Boden – 27. April 2020




Der Sprecherrat im Brandenburgischen Viertel plant, das nächste Treffen Ende Mai oder Anfang Juni im Dietrich-Bonhoeffer-Haus durchzuführen. Dort ist genügend Platz, um die derzeit notwendigen Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten. Sprecherratssitzung verschoben

maxe. Die für Montag, den 27. April, geplante Sitzung des Sprecherrates wird aus gegebenem Anlaß verschoben, teilt Quartiersmanagerin Ute Truttmann mit.

Gemeinsam mit den Sprecherratsmitgliedern wollen die beiden Quartiersmanagerinnen Ute Truttmann und Julia Klemm, die derzeit das Stadtteilbüro nicht besetzt haben und nur telefonisch (0176/95498220 oder 030/4436363985) oder per eMail (quartiersmanagement@eberswalde.de) erreichbar sind, darüber beraten, wie unter den verschärften Abstands- und Hygienebedingungen der Sprecherrat spätestens im Juni wieder zusammenkommen könne.

Sie verweisen auf einen Vorschlag von Jörg Renell, der die Räumlichkeiten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zur Verfügung stellen kann. Hier besteht die Möglichkeiten, mehr Abstand zu halten und die Hygieneauflagen besser einzuhalten. Die Quartiersmanagerinnen schlagen zudem vor, die Sitzungen künftig donnerstags durchzuführen.

Neue Förderanträge gibt es derzeit nicht – was sicherlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten zusammenhängt. Im Mai gibt es ein Arbeitstreffen der Quartiersmanagerinnen mit der Stadtverwaltung. Dabei geht es um die Arbeitsplanung für des restliche Jahr und die Vorhaben im Viertel. Darüber wollen die Quartiersmanagerinnen in der nächsten Sitzung des Sprecherrates berichten. Auch über die künftige Rolle des Sprecherrates soll wieder einmal diskutieren. Einige Anregungen dazu hatte es bereits in den vergangenen Monaten gegeben.

(25. April 2020)




Externes Quartiersmanagement:
Vertrag verlängert

maxe. Der bestehende Vertrag der Stadt Eberswalde mit der S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH ist bis einschließlich Juni 2020 verlängert worden. Diesen Beschluß faßte der Eberswalder Hauptausschuß auf seiner Sitzung am 7. April 2020.

Das Quartiersmanagement wurde einst für den Zeitraum von Mai 2018 bis September 2019 extern vergeben, weil die städtische Quartiersmanagerin in Elternzeit ging. Aus unbekannten Gründen blieb die Stelle des Quartiersmanagements auch nach dem September 2019 unbesetzt, weshalb es erneut eine bis März 2020 befristete externe Vergabe gab.

In beiden öffentlichen Ausschreibungen hat sich die S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH durchgesetzt, wobei in der zweiten Ausschreibung nur 1 Angebot vorlag.

Die Stelle zum Quartiersmanagement kann aus weiterhin nicht genannten Gründen auch aktuell nicht besetzt werden. Auch eine erneute externe Ausschreibung unter Zuhilfenahme des Förderprogramms »Soziale Stadt« konnte - warum auch immer - nicht realisiert werden.

Um den Status Quo aufrechtzuerhalten und damit die Fortführung der geplanten Aktivitäten im Viertel für dieses Jahr zu gewährleisten, hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, den bestehenden Vertrag für die Monate April bis einschließlich Juni zu verlängern. Aufgrund der Kürze der Zeit, nach den Erfahrungen vom vorigen Herbst und nicht zuletzt wegen der guten Erfahrungen mit S.T.E.R.N. als externes Quartiersmanagement hielt es die Stadtverwaltung für gerechtfertigt, dies ohne öffentliche Ausschreibung beschließen zu lassen. Ein Beschluß des Hauptausschusses war notwendig, weil aufgrund der reinen Vertragsausweitung die Wertgrenze, unter der der Bürgermeister alleine beschließen kann, übertroffen wird.

In der Zeit bis Juni 2020 soll nun zum einen das Besetzungsverfahren der Stelle zum Quartiersmanagement »weiter vorangebracht werden«, als auch die Ausschreibung zur Weiterführung des externen Quartiersmanagements ab Juli 2020 erfolgen. Letzteres unter Zuhilfenahme des Förderprogramms »Soziale Stadt«.

Folglich führe die Vertragsverlängerung, begründet die Stadtverwaltung ihr Anliegen, »zur Verhinderung von Vakanzen und des Informationsverlustes sowie zur Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes und untersützt damit die Akteure und Initiativen vor Ort (u.a. durch die Aufrechterhaltung des Sprecherrates)«.

19. April 2020




Die Havellandstraße 24 bis 30 – der letzte verbliebene Wohn- block in dieser Straße (die Hausnummern 2 bis 28 sind längst abgerissen) – wird ab dem 7. April von Grund auf saniert.
Im Rahmen des »Großprojektes BRAND.VIER« will die Leitung der Genossenschaft in den nächsten zehn Jahren insgesamt 27 Wohnblöcke sanieren und modernisieren.

Baubeginn:
»Großprojekt BRAND.VIER«

maxe. »Heute, am 7. April 2020 ist es nun soweit«, schreibt die Wohnungsgenossenschaft 1893 eG auf ihrer Facebook-Seite. Mit dem »Baubeginn des Sanierungsobjekts in der Havellandstraße 24 bis 30 starten wir unser Großprojekt BRAND.VIER«.

In den nächsten zehn Jahren sollen nach den Planungen der Geschäftsführung der Genossenschaft insgesamt 27 Wohnblöcke im Brandenburgischen Viertel »auf Vordermann« gebracht werden.
Voller Stolz wird darauf hingewiesen, daß das »Großprojekt BRAND.VIER« – das ist die Abkürzung für Brandenburgisches Viertel – das bisher größte Projekt in der Geschichte der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG sei.

Nimmt man die Umbenennung der »Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow« in »Wohnungsgenosssenschaft 1893 Eberswalde« als Stunde Null, stimmt das zweifellos. Auch mit dem Jahr 1990 als Beginn allen Lebens, verbleibt dieser Aussage ein unbestreitbarer Wahrheitsgehalt. Denn weder die Sanierungsmaßnahmen Anfang der 1990er Jahre noch die Abrisse zwischen 2003 und 2019 umfaßten eine so große Zahl an Wohnhäusern – auch wenn im Vergleich die Abrißblöcke in diesem Wettbewerb zahlenmäßig nur knapp unterliegen.

Hingegen dürften sich die Wohnungsneubauprogramme der damaligen Arbeiterwohnungsgenossenschaften, aus der dann nach der sogenannten Wende die WBG hervorging, in den 1950er und -60er Jahren in Westend und Finow-Ost, in den 1970er Jahren im Leibnizviertel und in Finow-Ost sowie von 1978 bis 1990 im damaligen Max-Reimann-Wohngebiet, das 1993 in »Brandenburgisches Viertel« umbenannt wurde, mit dem nun in Angriff genommenen Großprojekt durchaus messen lassen.

Zumindest bis in die 1970er Jahre beteiligten sich die Genossenschaftler auch noch mit handfesten eigenen Arbeitsleistungen am Bau ihrer Wohnungen. Die zunehmend industriellen Methoden des Wohnungsbaus ließen das später nicht mehr zu. Auch bei den geplanten Sanierungen sind solche Eigenleistungen aufgrund der erforderlichen Professionalität kaum möglich. Dennoch ist es schade, wenn diese genossenschaftlichen Traditionen heute vergessen werden, zumal die AKtivierung von möglichen Eigenleistungen der Genossenschaftler zu den letzlich ökonomisch wirksamen Vorzügen von Genossenschaften gehört.

Die Genossenschaft schließt ihren Facebookbeitrag mit den Worten: »Damit auch das Brandenburgische Viertel wieder auf Augenhöhe mit allen anderen Stadtteilen Eberswaldes blicken kann. Denn im Herzen lieben wir unser Viertel doch wie es einmal war und wünschen uns, daß sich dort auch jeder wieder wohlfühlen kann.«

gm – 7. April 2020




Bewegung am Potsdamer Platz:
Neues Staudenbeet vor der Grundschule Schwärzesee

maxe. »Der Frühling steht vor der Tür«, schreibt die Pressestelle der Eberswalder Stadtverwaltung in einer aktuellen Pressemitteilung, »und somit ist es die perfekte Zeit, um unsere Stadt mit neuem Grün aufzufrischen«.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schwärzesee mit dem Wunsch, die Grünanlagen vor der Schule aufzuwerten, an die Stadtverwaltung gewandt. Parallel dazu hatte die Fraktion Die PARTEI Alternative für Umwelt und Natur in einem Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2020/2021 vorgeschlagen insgesamt 50.000 Euro an zusätzlichen Mitteln für »Maßnahmen im Brandenburgischen Viertel« bereitzustellen.

Die Mittel sollten einerseits eingesetzt werden, um eine »Verkehrsberuhigung in der Potsdamer Allee« zu finanzieren. Andererseits sollte das zusätzliche Geld insbesondere für Aufwertungsmaßnahmen im Bereich des Potsdamer Platzes eingesetzt werden.

Die Stadtverordnetenmehrheit hatte den Änderungsvorschlag abgelehnt. Allerdings hatte Baudezernentin Anne Fellner zuvor bereits mitgeteilt, daß aus verschiedenen Förderprogrammen Finanzen für solche Aufwertungsmaßnahmen zur Verfügung stehen würden.

In der Pressemitteilung heißt es hierzu: »Einem dementsprechenden Änderungsantrag zum Haushalt folgend, beginnt der städtische Bauhof am heutigen Montag, dem 3. März 2020, mit den Umbaumaßnahmen des betreffenden Geländes. Auf der Grünfläche vor der Grundschule wird entlang des Verbindungsweges zwischen dem Potsdamer Platz und der Kyritzer Straße ein neues Staudenbeet entstehen.« Im Rahmen ihres Stadtentdeckerprojektes werden sich die Schwärzesee-Schülerinnen und -Schüler direkt an der Gestaltung der Fläche beteiligen.

»Daß sich die Schülerinnen und Schüler aktiv bei der grünen Gestaltung ihres Schulumfelds einbringen wollen, erfreut mich ganz besonders und dabei wollen wir sie natürlich unterstützen«, sagt die Baudezernentin.

Zunächst wird die Pflanzfläche mit einer Steinmauer eingefasst. Anschließend erfolgen diverse Arbeiten am Boden, unter anderem auch die Einbringung eines speziellen Staudensubstrats. Im April soll dann die Bepflanzung des größten Teils der Fläche erfolgen, einschließlich der Mulchung als Schutz gegen Verdunstung.

Eine kleine Teilfläche wird frei bleiben. Diese wird dann am 23. April, um 13.30 Uhr, in einer Gemeinschaftsaktion des Bauhofes mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule bepflanzt und damit die Anlage des Staudenbeets vollendet.

»Das Ergebnis wird nicht nur eine gestalterische Aufwertung sein, sondern auch eine ökologische«, weiß die städtische Pressestelle, »da das Staudenbeet viele insektenfreundliche Pflanzen enthalten wird.«

Ein weiteres Projekt ist bereits in der Planung: 2021 möchten die Schülerinnen und Schüler auf dem Staudenbeet ein Insektenhotel aufstellen.

(2. März 2020)




WHG-Objektbetreuer André Nitsche ist nun mit dem Lastenfahrrad im Kiez unterwegs.

WHG Eberswalde:
Mit dem Lastenrad unterwegs

Endlich ist es da! Was haben wir lange darauf gewartet. Und wir hatten auch die Qual der Wahl. Wir haben einen Klassiker von BABBOE gewählt. Bei Insidern der erfahrenste Lastenradler schlechthin – ganz klar aus dem Land der Räder – aus den Niederlanden.

Im WohnQuartier im Brandenburgischen Viertel fährt unser Objektbetreuer André Nitsche nun seine Quartiersrunden. Natürlich haben wir ein Elektrobike gewählt. So kann das Equipment für Sauberkeit und Ordnung bequem transportiert werden, ohne die Kräfte schon beim Radeln verbraucht zu haben.

Lastenräder sind in Eberswalde ja mittlerweile auch schon eine wichtige und nachgefragte Alternative für Transport und Bewegung um von A nach B zu kommen. Was da alles reinpaßt. Ein wahres Platz- und Raumwunder. Von Kind, Hund, Einkauf, Getränkekisten, Werkzeugkis-ten und Kleinmöbel – paßt alles rein.

Neugierig? Oder Sie wollen selbst mal Platz nehmen auf’m Lastenrad? In Kürze startet unser Ausleihprojekt für Lastenräder im Wohnquartier Brandenburgisches Viertel zusammen mit BARshare. Ein weiteres tolles Angebot für die Mieterinnen und Mieter, nachhaltige Mobilität im Alltag zu nutzen.

Doreen Boden, WHG Eberswalde - 23. Januar 2020




Nach der Aktion der Alternativen Liste Eberswalde & der Partei Die PARTEI zum Stadtteilfest am 8. September auf dem Potsdamer Platz, sollen anläßlich der WHG-Mieterhöhungs-Veranstaltung am Dienstag, dem 18. September, ab 17 Uhr im Familiengarten weitere Protestaktionen gegen die aktuelle Mietpreisentwicklung folgen. Dazu haben inzwischen auch andere Gruppen aufgerufen.

Alternative Liste Eberswalde & Die PARTEI:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung

maxe. Mit einer gemeinsamen Aktion am Rande des Stadtteilfestest im Brandenburgischen Viertel »Fête de la Viertel« am 8. September machten die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI auf ein Problem aufmerksam, das seit einiger Zeit auch Eberswalde erreicht hat.

Mietpreissteigerungen und Mangel an bezahlbaren Wohnungen schienen lange Zeit ein Thema der großen Metropolen zu sein. In Eberswalde herrschte seit Mitte der 1990er Jahre ein Mieter-Markt. Die Menschen verließen die Stadt und Wohnungsleerstand wurde zunehmend zu einem Problem, das durch staatlich subventionierten Wohnungsabriß gelöst werden sollte. Dabei hatte die Privatisierungspolitik der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft im Zusammenhang mit der sogenannten Altschuldenhilfe dazu geführt, daß der Abriß in einer städtebaulich katastrophalen Art und Weise erfolgte.

Während die Fördermittel für den Abriß sprudelten, blieb das Fördergeld für Sanierungen eher knapp bzw. wurde in Bereiche des sogenannten »hochwertigen« Wohnungsbaus umgeleitet (Michaelisgärten).

Inzwischen steigen die Mietpreise auch in Eberswalde rasant an. Dennoch hält es die Wohnungsgenossenschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen für erforderlich, weitere Wohnungen abzureißen.

Die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI wollten mit ihrer Aktion zum Stadtteilfest auf den Zusammenhang von Wohnungsabriß und steigenden Mieten aufmerksam machen.

Am Dienstag, den 18. September, lädt die größte Eberswalder Wohnungsgesellschaft, die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH, um 18 Uhr in die Hufeisenfabrik im Familiengarten ein, um über ihr aktuelles Mieterhöhungs-Konzept zu informieren (mehr Informationen dazu hier).

Inzwischen haben mehrere Gruppen dazu aufgerufen, diese Veranstaltung zu nutzen, um gegen die Mietpreissteigerungen, die nun auch Eberswalde erreicht haben, zu protestieren. Die Proteste im Familiengarten sollen gegen 17 Uhr beginnen.

(17. September 2018)


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Alle MAXE-Ausgaben
im Archiv!

Alle Print-Ausgaben unserer Maxe-Kiezzeitung für das Brandenburgische Viertel, die in den Jahren 2012 bis 2014 an die Haushalte verteilt wurden, sind im Archiv abrufbar und können von interessierten Lesern noch einmal durchstöbert oder sogar ausgedruckt werden.

Hier ist der Link zum Archiv: Maxe-Printausgaben


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