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Den Monatsplan November der BegegnungsstÀtte »Silberwald« (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Eröffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie »Manhattan - Straße der Jugend« von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Das Einkaufszentrum »Heidewald«.

NETTO und das Einkaufszentrum »Heidewald«:
Silberstreif oder Fata Morgana?

Bericht von der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung

Die Oktobersitzung der Stadtverordneten begann mit ziemlich ernsthaften technischen Problemen der Übertragung akustischer und visueller Signale. Wahrscheinlich wehrte sich die Technik gegen die avisierte Abschaltung des Livestreams in der kommenden Wahlperiode.

Als Einwohnerin fragte Christiane Neu aus der Ringstraße in Finow, ob der BĂŒrgermeister eine außerordentliche Einwohnerversammlung zu den Fragen der Nahversorgung einberufen könnte, weil die Situation durch den Auszug von Kaufland aus dem Einkaufszentrum »Kleiner Stern« mehr als schlecht sei.

Von Seiten der Stadtverwaltung nahm der BĂŒrgermeister zur ganzen Gemengelage Kaufland/Heidewald im anschließenden Tagesordnungspunkt Stellung. Er könne momentan noch keine Lösung prĂ€sentieren, so Götz Herrmann, aber die Probleme lĂ€gen ihm »sehr am Herzen«.

Er ging zuerst auf das Heidewaldcenter im Brandenburgischen Viertel ein, das dringend eine Sanierung brauche, um den ganzen zentralen Standort im Viertel zukunftsfĂ€hig zu machen und zu erhalten. Zur Zeit laufe ja noch der Rechtstreit zwischen NETTO und den EigentĂŒmern Sanli/Bechtolsheim – solange gibt es noch weiter Verkauf – aber an dessen Ende könnte der Auszug stehen und fĂŒr den Fall, daß es seitens des Centerbetreibers keinen Ersatz gibt, habe die Stadtverwaltung eine Notfallösung vorbereitet. Es gebe eine Vereinbarung mit der AWO – einem starken Partner –, in einem ehemaligen GeschĂ€ft der Frankfurter Allee 55 einen »Minimarkt« einzurichten, der den mobil eingeschrĂ€nkten BĂŒrgern zur VerfĂŒgung stĂ€nde, um die wichtigsten Lebensmittel einzukaufen.

Der Stadtverordnete Carsten Zinn, der nur eine Hausnummer weiter wohnt, bemĂ€ngelte die GrĂ¶ĂŸe des Ladens und sah die Gefahr von langen Schlangen, was insbesondere im Winter abtrĂ€glich sei, ĂŒberhörte aber wohl den eingeschrĂ€nkten Versorgungsauftrag dieses geplanten GeschĂ€fts. Götz Herrmann informierte ĂŒber ein Treffen von Herrn Sanli mit ihm im August im Rathaus und ihm wurde von dessen Seite versichert, es gebe schon einen Vertrag mit einem Vollsortimenter, der nach der Sanierung des »Heidewald« einziehen wird, sowie mit einer Drogeriekette und einem »Foodcourt«, was immer das heißen möge.*

Herr Zinn wollte nicht an dieses »vorgezogene WeihnachtsmĂ€rchen«, wie er es nannte, glauben und warf dem BĂŒrgermeister vor, nur die »Investoren fett machen zu wollen«, wĂ€hrend die Interessen der Einwohner weniger wichtig seien. Auf diesen Vorwurf reagierte Götz Herrmann ziemlich ungehalten, die »Welt ist kein Wunschkonzert« und man mĂŒsse die Situation abwĂ€gen und sich auch fĂŒr den Erhalt der Ortsteilzentren einsetzen. Angebote fĂŒr die grĂŒne Wiese hĂ€tten sie zur GenĂŒge. Es gebe viele Diskussionen, man mache sich Gedanken und das zu kritisieren sei natĂŒrlich sehr leicht. Die Wahrheit ist, die Interessen der BĂŒrger seien fĂŒr das Rathaus wichtig, aber man muß auch die EigentĂŒmerseite sehen, die BĂŒrger »nur als Kunden« wahrnehmen wĂŒrden...

J.G. – 25. Oktober 2023


Der Artikel wird hier gekĂŒrzt wiedergegeben. Der BĂŒrgermeister berichtete auch ĂŒber seine AktivitĂ€ten im Zusammenhang mit dem Einkaufszentrum »Kleinen Stern« in Finow. In den Beschlußvorlagen ging es um die Etablierung der Clara-Zetkin-Siedlung als eigenstĂ€ndiger Ortsteil mit einem Ortsbeirat als Ortsteilvertretung (das Brandenburgische Viertel ist derezeit ein Ortsteil ohne Ortsteilvertretung), um den Bebauungsplan »Neues Messingwerk« und um einen PrĂŒfauftrag zur Sanierung der Biesenthaler Straße in Finow. Der vollstĂ€ndige Beitrag kann hier nachgelesen werden


* Als Food-Court bezeichnet man besonders im anglophonen Raum einen Bereich innerhalb eines GebÀudes, in dem es Verkaufsstellen verschiedener eigenstÀndiger Restaurants und Imbisse gibt, jedoch die SitzplÀtze in gemeinsam genutzten Sitzgruppen zentral angeordnet sind. (Wikipedia)


Siehe auch:
eberswalder-ansichten.de/blog
»Nahversorgung im Kiez gesichert«
»Wie schnell wird es gehen?«
»Nun sollŽs schnell gehen«
»Entscheidung vor Gericht«
»Einfach zum kotzen«
Bebauungsplan fĂŒr den »Specht«
Neue PlĂ€ne fĂŒr den Kiez
Ortsteil ohne Lebensmittelmarkt?
Hoffnung im »Sozialen Brennpunkt«
»Specht« hat neuen EigentĂŒmer
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik




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