Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
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Mittwoch, 29.5., 11 Uhr ist der 2024er Saisonauftakt f├╝r die Helle Stunde mit Kultur. Fortan ist an jedem Mittwochvormittag der Potsdamer Platz der Treffpunkt der Wahl. Da das Viertel RockÔÇśnÔÇÖRoll ist, beginnen wir mit einem Konzert von The RockÔÇÖnÔÇÖRoll Trio (Foto). Die Band selbst ist seit 1992 ┬╗on the road┬ź und spielt zur fr├╝hen Stunde die fr├╝hen Songs von Elvis, Buddy Holly, Little Richard u.a. in klassischer Dreierbesetzung ohne Schlagzeug. Die Wohnungsgesellschaften (WHG, 1893, AWO, TAG), die Stadt, die Sparkasse und die Deutsche Marktgilde unterst├╝tzen die Kulturreihe. Ein absolut bemerkenswerter Verbund.


Do, 30. Mai, 14.30 Uhr: 2 neue Ausstellungen in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50): ┬╗Barfu├č ├╝ber alle Berge┬ź, ausgew├Ąhlte Arbeiten des Wettbewerbs zum Kinder- und Jugendillustrationspreis ┬╗Bernhard┬ź, und die Installation ┬╗Kellersession ÔÇô dirty Track┬ź von Jana Debrodt.


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Einmal waren die Proteste gegen den Wohnungsabri├č im Brandenburgischen Viertel bereits erfolgreich. In der Potsdamer Allee wollte die st├Ądtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH in den Jahren 2014/15 zwei Wohnblocks mit ca. 100 Wohnungen abrei├čen. Aufgrund der damaligen Proteste nahm die WHG damals davon Abstand. Es ist zu hoffen, da├č auch die Wohnungsgenossenschaft 1893 eG ihre Abri├čpl├Ąne noch einmal ├╝berdenkt.

In der Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai 2020:
Denkmalschutz f├╝r Abri├čblock

maxe. Auf Vorschlag der Fraktion ┬╗Die PARTEI Alternative f├╝r Umwelt und Natur┬ź beraten die Eberswalder Stadtverordneten am 28. Mai dar├╝ber, den Wohnblock vom Typ P2 (┬╗Schwedter Typ┬ź) in der Brandenburger Allee 15-21 unter Denkmalschutz zu stellen.

Der B├╝rgermeister soll beauftragt werden, sich bei der unteren Denkmalschutzbeh├Ârde daf├╝r einzusetzen und alles ihm m├Âgliche zu veranlassen, um einen Abri├č des Geb├Ąudes in der Brandenburger Allee 15-21 zu verhindern. Schlie├člich soll er ┬╗den derzeitigen Eigent├╝mer (das ist die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG ÔÇô maxe) dabei unterst├╝tzen, eine betriebswirtschaftlich machbare L├Âsung f├╝r den Erhalt des Geb├Ąudes zu finden┬ź.

Entsprechend des Integrierten Entwicklungskonzeptes f├╝r das Brandenburgische Viertel schreite die Sanierung der Wohngeb├Ąude im Viertel erfolgreich voran, begr├╝ndet die Fraktion ihren Vorsto├č. ┬╗Durch den Einsatz der Stadt Eberswalde und der im Brandenburgischen Viertel ans├Ąssigen Wohnungsunternehmen haben sich f├╝r viele Bewohnerinnen und Bewohner die Wohnbedingungen erheblich verbessert. Die Sanierungsma├čnahmen bewirkten zum Teil erhebliche Ver├Ąnderungen an den urspr├╝nglichen Wohngeb├Ąuden im Viertel.┬ź Inzwischen gebe es kaum noch Wohnblocks vom Typ P2 im urspr├╝nglichen Zustand.

Einer dieser wenigen noch ann├Ąhernd im Originalzustand vorhandenen Wohnblocks des Typs P2 befindet sich in der Brandenburger Allee 15-21. ┬╗Der Eigent├╝mer sieht f├╝r diesen Wohnblock keine Zukunftsperspektive und plant aus betriebswirtschaftlichen Gr├╝nden in naher Zukunft den Abri├č┬ź, stellt die Fraktion fest. F├╝r den derzeitigen Eigent├╝mer best├╝nden aufgrund der betriebswirtschaftlichen Zw├Ąnge kaum Spielr├Ąume, auf einen Abri├č zu verzichten.

┬╗Dies steht jedoch im Widerspruch zu dem gesamtgesellschaftlichen Interesse, auch in der Stadt Eberswalde die einst pr├Ągende Architektur in dem gr├Â├čten Neubauviertel der Stadt zumindest in einem Beispielobjekt zu erhalten. Zumal der Abri├č mitten an einer der Haupttrassen des Viertels auch die st├Ądtebauliche Struktur des Viertels nachhaltig zerst├Ârt. Diesem Erhaltungsziel w├╝rde eine Aufnahme des Wohnblocks in der Brandenburger Allee 15-21 in die Denkmalliste dienen.┬ź

Um den derzeitigen Eigent├╝mer aus seinen aktuellen betriebswirtschaftlichen Zw├Ąngen zu befreien, sollte die Stadt Eberswalde nach Meinung der Einreicherfraktion Unterst├╝tzung geben, um eine betriebswirtschaftlich machbare L├Âsung f├╝r den Erhalt des Geb├Ąudes zu finden. Dies k├Ânne beispielsweise die vor├╝bergehende ├ťbernahme des Objekts in st├Ądtisches Eigentum sein ┬╗oder die Hilfe f├╝r Initiativen, die den bereits jetzt ausgepr├Ągten Charakter des Hauses als Kiez-Kulturhaus dauerhaft erhalten wollen und sich f├╝r eine denkmalgerechte Erhaltung und Sanierung des Geb├Ąudes einsetzen┬ź.

Im Kulturbeirat der Stadt Eberswalde, der am 14. Mai zusammentrat, stie├č der Vorschlag ├╝brigens auf positive Resonanz, auch wenn dort das Verst├Ąndnis f├╝r die Dringlichkeit wenig pr├Ąsent war. Mehrheitlich sprach man die Hoffnung aus, da├č die Genossenschaft als Eigent├╝merin positiv auf den Vorschlag reagiert.

(ver├Âffentlicht am 28. Mai 2020)

Siehe auch:
┬╗Unser Viertel wird weiter zerst├Ârt!┬ź)
┬╗Gro├čprojekt BRAND.VIER┬ź)
┬╗Aktionen gegen Wohnungsabri├č und Mietsteigerung┬ź)


Der Artikel erschien zuerst in der ┬╗Barnimer B├╝rgerpost┬ź 6/2020, Seite 3



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