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Den Monatsplan November der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Er├Âffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie ┬╗Manhattan - Stra├če der Jugend┬ź von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Das Brandenburgische Viertel. ┬╗Sozialraumkonferenz┬ź im Kiez

Angebote b├╝ndeln und Zusammenarbeit entwickeln

maxe. Anfang Juli fand im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee ein vierst├╝ndiger Dialog der Stadtverwaltung mit den Akteuren verschiedener Vereine, Einrichtungen und Institutionen im Brandenburgischen Viertel statt. Zu dieser ┬╗Sozialraumkonferenz┬ź hatte das Eberswalder Amt f├╝r Generationen, Sport und Integration eingeladen. Organisiert wurde dies vom Berliner ┬╗B├ťRO BLAU ÔÇô r├Ąume. bildung. dialoge. gemeinn├╝tzige GmbH┬ź, das daf├╝r von der Stadtverwaltung beauftragt worden war.

Bernd Schl├╝ter, Dezernent f├╝r Soziales, Bildung und Kultur, begr├╝├čte die Teilnehmenden und wies auf die im Jahr 2022 erarbeitete Sozialstudie hin. Darin seien ┬╗die Problemlagen im Brandenburgischen Viertel┬ź definiert und das Zusammenspiel zwischen den Angeboten und Einrichtungen sozialer Infrastruktur dem Bedarf der Wohnbev├Âlkerung gegen├╝bergestellt worden. ┬╗Darauf aufbauend┬ź, so der Dezernent, ┬╗hat die Sozialraumkonferenz das Ziel, unterschiedliche Angebote zu b├╝ndeln, ├ťberschneidungen sowie L├╝cken festzustellen und Ideen zur k├╝nftigen Zusammenarbeit zu entwickeln┬ź.

Sandra Schneider vom B├ťRO BLAU gab dann zun├Ąchst einen kurzen ├ťberblick ├╝ber die Ergebnisse der Sozialstudie, die 2022 von der Landesweiten Planungsgesellschaft mbH (LPG) zum Brandenburgischen Viertel erstellt wurde. Infolge der Aufnahme von Fl├╝chtlingen und durch Investitionen von Wohnungsunternehmen wuchs die Bev├Âlkerung im Kiez. Die Studie gibt mit 2,8 Prozent bis 2030 auch f├╝r die Zukunft eine positive Bev├Âlkerungsprognose ab. Dadurch und durch den Abri├č weiterer Wohnbl├Âcke verringerte sich der Wohnungsleerstand auf 13 Prozent (2021). Die Mehrheit der Einwohner sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden und plant keinen Umzug.

Gegen├╝ber den anderen Stadtteilen weist der Kiez einen h├Âheren Anteil j├╝ngerer Menschen auf und zugleich einen deutlich h├Âheren Anteil an ausl├Ąndischen Staatsb├╝rgern. Viele Menschen sind arbeitslos und ein hoher Anteil lebt in sogenannten Bedarfsgemeinschaften nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II ÔÇô ┬╗B├╝rgergeld┬ź, ehem. ┬╗Hartz IV┬ź). Die H├Ąlfte aller Kinder im Kiez lebt in solchen ┬╗Bedarfsgemeinschaften┬ź ÔÇô Ausdruck f├╝r eine verbreitete Kinderarmut im Kiez.

Sandra Schneider wies darauf hin, da├č die Studie ├╝berwiegend mit den sozialen, sportlichen und kulturellen Angeboten im Kiez zufrieden sind. Fehlende Angebote wurden vor allem im Bereich Kunst und Kultur, Kino und Theater, Sport und Freizeit sowie altersspezifische Angebote f├╝r Jugendliche gesehen. Aber auch Betreuungsm├Âglichkeiten f├╝r Kinder unter 14 Jahren wurden bem├Ąngelt. Insbesondere besteht ein gro├čer Bedarf an Angeboten f├╝r die von Armut betroffenen Kinder im Kiez. Schlie├člich fehle es auch an sozialen Treffpunkten, Begegnungsst├Ątten f├╝r die verschiedenen Altersgruppen. Dazu geh├Âren auch Caf├ęs, Bars oder Kneipen sowie Fitne├čangebote, die f├╝r die Menschen hier auch bezahlbar sind.

In der anschlie├čenden Diskussionsrunde aktualisierten die Teilnehmer die sozialen Angebote und tauschten sich dar├╝ber aus, welche Ankn├╝pfungspunkte f├╝r eine Zusammenarbeit bestehen. Danach ordneten sie die bestehenden Angebote f├╝nf Zielgruppen zu (Familien und Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie schwer erreichbare Gruppen wie Obdachlose und Suchterkrankte) und identifizierten ├ťberschneidungen und L├╝cken. Die so entstandene ├ťbersicht bildete die Grundlage f├╝r die anschlie├čende Diskussion in f├╝nf moderierten Kleingruppen.

In diesen Gruppen wurden jeweils an einem separaten Tisch nacheinander drei Fragestellungen diskutiert:

  1. Welche Konsequenzen ergeben sich aus ├ťberschneidungen und L├╝cken bei den Angeboten?
  2. Wie kann eine st├Ąrkere Zusammenarbeit oder die gemeinsame Nutzung von Ressourcen erreicht werden?
  3. Wie kann die Sichtbarkeit der Angebote verbessert werden?

Am Tisch 1 zum Thema ┬╗Familien und Kinder┬ź ├╝bernahm Frank Baumann, Gesch├Ąftsf├╝hrer von B├ťRO BLAU, die Moderation.

Mit der Jugend besch├Ąftigte man sich am zweiten Tisch, den Maike Herbst vom B├ťRO BLAU moderierte.

Am Tisch 3 ging es um die ├Ąlteren Menschen. Hier fungierte Sandra Schneider, ebenfalls vom B├ťRO BLAU, als Moderatorin.

Den Tisch 4 ┬╗Menschen mit Migrationsgeschichte┬ź moderierte die Amtsleiterin f├╝r Generationen, Sport und Integration Sarah Schmidt.

Die Quartiersmanagerin Katharina Brunnert ├╝bernahm die Maderation am f├╝nften Tisch f├╝r die ┬╗schwer erreichbare Gruppen (Obdachlose, Suchterkrankte)┬ź.

Mehr zu den Diskussionen an den Tischen in einem weiteren Beitrag.

(23. September 2023)

Siehe auch: ┬╗Alles wird besser┬ź


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