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Mi, 19.6., 11 Uhr gastiert zur Hellen Stunde mit Kultur auf dem Potsdamer Platz mit Pugsley Buzzard & Micha Maass (Foto) ein deutsch-australisches Blues Duo. Pugsley Buzzard ist Musiker, Schauspieler, Fernsehkoch und liebenswerter Grizzly mit Hut, eine Mischung aus Doctor John und Tom Waits. Mit seinem Barrelhouse Piano Stil und seiner ungewöhnlich rauchigen Stimme tanzt er mit seinem New Orleans Sound durch Raum und Zeit. Micha Maass wiederum ist als Schlagzeuger in seiner Kategorie häufiger Gewinner des German Blues Award.



Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

√Ėkologische Wende:
Gr√ľner Vorzeigebezirk
im Herzen der Waldstadt

Verzweifelt versucht die Bundesrepublik und ihre Regierung die Klimaziele des Pariser Abkommens zu verwirklichen. Ohne durchgreifende Schritte hin zu einer √∂kologischen Wende in der Gesellschaft wird dies nicht zu erreichen sein. Viele fragen sich: "Was kann ich pers√∂nlich tun f√ľr die Rettung des Weltklimas?"

Man mag es kaum glauben, aber Anleitung daf√ľr gibt es aus der gelebten Wirklichkeit des Brandenburgischen Viertels in Eberswalde:

Kein Bezirk des Stadt ist gr√ľner und lebenswerter

Von drei Seiten durch die W√§lder des Naturparks Barnim umschlossen, hat das Brandenburgische Viertel die beste Luft von ganz Eberswalde. Es gibt wenig Autoverkehr, daf√ľr viel Spielpl√§tze, ein Einkaufscenter, eine Apotheke, eine Grundschule und mehrere Arztpraxen. Mit dem umweltfreundlichen √ĖPNV ist man schnell am Bahnhof, um in die Metropole zu fahren.

Enorme Einsparung bei fossilem Ressourcenverbrauch

Nur die wenigsten Einwohner des Wohngebiets benutzen das Auto, um damit weite Strecken zur Arbeit zu pendeln. Viele verzichten sogar ganz auf die Anschaffung, was zus√§tzlich unseren Planeten entlastet. Auch gibt es, prozentual gesehen, hier die meisten Menschen, die den √Ėffentlichen Nahverkehr benutzen. Ganz Umweltbewu√üte verzichten sogar darauf und tragen so f√ľr eine Entspannung in den Bedarfsspitzen bei. Das Fahrrad ist das hier am meisten empfohlene Fortbewegungsmittel und in 5 min ist man damit am Zoo und beim Krankenhaus. Auch die gro√üen Vermieter gehen mit gutem Beispiel voran: Nicht genutzte Kapazit√§ten von Fernw√§rmeleitungen werden konsequent stillgelegt, was nicht nur Kosten spart, sondern auch bei der √Ėkobilanz punktet.

√úberhaupt ist die Nutzung von mehrgeschossigem Wohnraum, der in Schnellbauweise errichtet wurde, eindeutig einer zersiedelten Vorstadtlandschaft vorzuziehen, weil durch das enge Zusammenleben vieler Menschen die Synergien erst richtig zum Tragen kommen, beispielsweise bei der Heizungsw√§rme. Auch die Nutzung des √ĖPNV l√§√üt sich so effektiver gestalten.

Umweltbewußter Einkauf und klimaschonende Ernährungsweise

Die Bewohner des Brandenburgischen Viertels verzichten in ihrem Konsumverhalten ganz bewußt auf die sinnlose Verschwendung von Ressourcen. Es wird nur das gekauft, was auch wirklich benötigt wird. Viele sind sehr bescheiden und bestehen darauf, dass sie auch mit zwei Paar Schuhen gut zurechtkommen. In den Regalen des Supermarkts sieht man hier keine ausgefallenen Spezialitäten vom anderen Ende der Welt. Vorrang haben regionale Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, und auch die Verpackung ist meist zu 100 Prozent recyclebar.

Viele Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen

Im Brandenburgischen Viertel gibt es so viele Besch√§ftigungsverh√§ltnisse im sozialen Bereich, wie sonst kaum in der Kreisstadt. Nebem dem Quartiersmanagement sorgen drei Kitas f√ľr die Erziehung unserer Erdenb√ľrger. Desweiteren gibt es unz√§hlige Tr√§gervereine im Bildungs- und Integrationsbereich, und sogar einen, der sich die √Ėkologie auf die Fahnen geschrieben hat: das Hebewerk-Team um Christoph G√§bler. Ein Musterbeispiel f√ľr t√§glich gelebte Integration ist die Grundschule Schw√§rzesee, in der Sch√ľler von allen Kontinenten gemeinsam die deutsche Sprache erlernen. Auch der Gesundheitssektor ist im Viertel stark vertreten und sorgt mit Millionen-Investitionen f√ľr den Erhalt von Arbeitspl√§tzen.

Die Natur erobert den Stadtraum

Neben Gr√§sern und Moosen, die √ľberall anzutreffen sind, und den gro√üz√ľgig bewaldeten Innenh√∂fen, ist es vor allem die lokale Fauna, die Besucher immer wieder beeindruckt. Man w√§hne sich in einem gro√üen Tierpark, nur ohne Gitter. Singv√∂gel der verschiedensten Arten und Gr√∂√üen bereichern mit ihrer lautstarken Anwesenheit das t√§gliche Leben der Menschen. Obwohl sie komplett selbst√§ndig sind, sind viele von ihnen so zahm, da√ü sie bereitwillig Spenden unterschiedlichster Natur annehmen und das mit einer lebenslangen Treue belohnen. Den Mangel an Insekten, wie auf vielen landwirtschaftlichen Nutzfl√§chen, k√∂nnen die Bewohner des Brandenburgischen Viertels ebenfalls nicht beklagen. Sogar die seltensten Kr√§uter wachsen auf Fl√§chen, die vorher gro√üfl√§chig versiegelt waren und nun der Natur zur√ľckgegeben worden sind.

Vorbildwirkung f√ľr ganz Eberswalde

Betrachtet man die Umweltbilanz pro Einwohner, liegt das Brandenburgische Viertel weit vorn im Wettbewerb der st√§dtischen Ortsteile f√ľr ein besseres Weltklima. Hier, bei den Einwohnern des √∂kologischen Vorzeigebezirks, kann sich die Verwaltung Tipps geben lassen, wie man mit dem geringsten Ressourcenverbrauch auf diesem Planeten √ľberleben kann. Das ist heute dringlicher denn je.

J√ľrgen Gramzow - 6. Juli 2019




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