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So, 29.1., 14-17 Uhr: Galerie Sonntag mit Klavier! Am kommenden Sonntag bringt Niko Meinhold Eigenes, Traditionelles und Zeitgen├Âssisches mit in die Prignitzer Stra├če 50 f├╝r einen Austausch zwischen Publikum, Kunst und Musik. Und alles inmitten der Grafiken von Hans Ticha und der Fotografien und Fundst├╝cke von Hans J├Ârg Rafalski.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Antworten kamen nach einem Vierteljahr:
E-Autos und Balkonkraftwerke

Wie k├Ânnen Alternative Energien im Kiez genutzt werden?

maxe. Der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Brandenburgischen Viertel Carsten Zinn hatte zur 1. Sitzung der st├Ądtischen informellen Arbeitsgruppe (AG) Wohnen am 23. August mehrere Fragen gestellt. Am 2. Dezember antwortete schlie├člich die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes Silke Leuschner. Eine ┬╗ehere Beantwortung war leider aufgrund von Krankheit nicht m├Âglich┬ź, entschuldigte sich die Amtsleiterin, auf das Verst├Ąndnis des Stadtverordneten hoffend. MAXE dokumentiert nachfolgend die Fragen und die Antworten:

Wo und wie werden in Zukunft E-Autos im Brandenburgischen Viertel geladen?

Aktuell sind im Brandenburgischen Viertel sechs ├Âffentliche Ladepunkte verf├╝gbar. Die Auslastung dieser ist derzeit als geringf├╝gig einzustufen. Im weiteren Umfeld sind zus├Ątzliche 12 Ladepunkte verf├╝gbar, womit in einem ca. 2 Kilometerradius insgesamt 18 Ladepunkte verf├╝gbar sind. Diese wurden durch die Kreiswerke Barnim in Kooperation mit unterschiedlichen Standortpartnern errichtet. Die aktuellen Standorte sind unter folgendem Link einzusehen: www.ladenetz-barnim.de.

In einem Wohngebiet ist insbesondere das wohnungsnahe Laden von Interesse. Daher werden beim Aufbau von Ladeinfrastruktur in Zukunft auch verst├Ąrkt Wohnungsmarktakteure aktiv. Die Kreiswerke Barnim stehen dazu bereits im Austausch mit den Wohnungsunternehmen.

Werden zuk├╝nftig Windr├Ąder eine st├Ąrkere Rolle als bisher f├╝r die Energiegewinnung spielen?

Mit dem neuen ┬╗Wind-an-Land-Gesetz┬ź ist davon auszugehen, da├č der Anteil Windenergie an der Gesamtenergieerzeugung weiter zunehmen wird. Inwiefern ein Ausbau innerhalb des Eberswalder Stadtgebietes erfolgen wird, ist abh├Ąngig von der Umsetzung des neuen Gesetzes und der Ausweisung von entsprechend geeigneten Fl├Ąchen. Abgesehen davon, ist auch die Errichtung von Kleinwindkraftanlagen m├Âglich. Diese sind, unter bestimmten Voraussetzungen, auch ohne Baugenehmigung zu errichten.

D├╝rfen Mieterinnen und Mieter ihren Balkon f├╝r kleinteilige Photovoltaik-Anlagen nutzen?

Beim Aufstellen steckerfertiger PV-Anlagen spielen neben den baulichen Gegebenheiten die privatrechtlichen Vertragsverh├Ąltnisse des Mieters und Vermieters, das Haftungsrisiko z.B. f├╝r unsachgem├Ą├če Installation, Netz├╝berlastung, Leitungsbrand, Abst├╝rzen der Balkon-Module (Verkehrssicherung), die Anmeldung beim Netzbetreiber und letztendlich auch das Stadtbild eine Rolle. Daher ist f├╝r jedes Objekt eine Einzelfallentscheidung notwendig und mu├č mit dem Vermieter abgestimmt werden. Mehr Informationen zur Zul├Ąssigkeit von Balkonkraftwerken gibt es hier.

Bleibt die Abh├Ąngigkeit der Mieter/Vermieter am Fernw├Ąrmenetz bestehen?

Die Wahl der W├Ąrmeversorgung seiner Liegenschaften obliegt dem Eigent├╝mer. Dabei steht es ihm frei andere W├Ąrmeversorgungsoptionen zu w├Ąhlen, welche aber gesetzeskonform sein m├╝ssen (s.a. Geb├Ąudeenergiegesetz). Ein Anschlu├č- und Benutzungszwang an die Fernw├Ąrmeversorgung ist in Eberswalde nicht mehr gegeben.

Wird das einstige Projekt ┬╗Fernw├Ąrme vom Holzkraftwerk┬ź wieder ins Leben gerufen?

Derzeit ist unklar, in welcher Art und Weise der Betrieb des Holzkraftwerkes nach 2026 fortgesetzt wird, da ab diesem Zeitpunkt die garantierte Einspeiseverg├╝tung nach EEG entf├Ąllt. Die Stadt Eberswalde hat keinen unmittelbaren Einflu├č auf die Betreibung und Nutzung. Dies f├Ąllt in die Zust├Ąndigkeit des Eigent├╝mers.

K├Ânnten die Stauschleusen des Finowkanals als Energielieferanten umfunktioniert werden?

Das Gesamtpotential aller Staustufen im Eberswalder Stadtgebiet betr├Ągt ca. 326 kW elektrische Leistung. Die zu erwartenden Leistungen reichen hierbei von unter 5 kW (Spechthausen) bis zu 72 kW (Stadtschleuse). Verglichen mit der Leistungsf├Ąhigkeit einer einzigen Windkraftanlage (3-6 MW) ist das energetische Potential als relativ gering einzusch├Ątzen.

Bereits in den Jahren 2011/12 gab es Bem├╝hungen an der Stadtschleuse eine Wasserkraftanlage zu installieren. Die bereits sehr konkreten Planungen des Investors scheiterten letztendlich an der fehlenden Wirtschaftlichkeit, welche auch in den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes bzw. der Europ├Ąischen Wasserrahmenrichtlinie begr├╝ndet war.

Diese geben vor, da├č die Nutzung von Wasserkraft nur zugelassen werden darf, wenn auch geeignete Ma├čnahmen zum Schutz der Fischpopulation und f├╝r die Durchg├Ąngigkeit f├╝r aquatische Organismen, z.B. durch geeignete Fischtreppen, ergriffen werden. In diesem Zusammenhang spielen am Finowkanal insbesondere der begrenzt zur Verf├╝gung stehende Platz und die geringe nutzbare Wassermenge eine Rolle. Nach Ansicht des Landesumweltamtes Brandenburg sind neue Anlagen auch nur dann genehmigungsf├Ąhig, wenn ausgeschlossen werden kann, da├č diese weiteren ├Âkologischen Sch├Ąden an den Gew├Ąssern verursachen. Die notwendigen Investitionskosten zur Vermeidung bzw. Verminderung ├Âkologischer Sch├Ąden liegen bei Kleinwasserkraftanlagen in der Regel so hoch, da├č der Betrieb trotz F├Ârderung ├Âkonomisch f├╝r den Betreiber keinen Sinn machen w├╝rde.

Das f├╝r den Finowkanal zust├Ąndige Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) hatte somit in den zur├╝ckliegenden Jahren keine genehmigungsf├Ąhigen Antr├Ąge oder Anfragen zur Installation von Anlagen zur Wasserkraftnutzung am Finowkanal vorzuliegen.

Ist bei einem notwendigen Stra├čenumbau oder einer dringenden notwendigen Stra├čensanierung vorgesehen, diese mit Rohren zu best├╝cken, in denen das erw├Ąrmte Medium f├╝r Warmwassergewinnung durchflie├čen kann?

Sofern die Fragestellung auf den Ausbau der Fernw├Ąrmenetze abzielt, wird darauf hingewiesen, da├č die Stadtverwaltung selbst keine Fernw├Ąrmenetze betreibt, verbaut und auch vorsorglich keine Leerrohre f├╝r Fernw├Ąrme beim Stra├čenbau ber├╝cksichtigt. Dies erfolgt nur auf Antrag des jeweiligen Netzbetreibers.

(2. Dezember 2022)




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