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So, 29.1., 14-17 Uhr: Galerie Sonntag mit Klavier! Am kommenden Sonntag bringt Niko Meinhold Eigenes, Traditionelles und Zeitgenössisches mit in die Prignitzer Straße 50 fĂŒr einen Austausch zwischen Publikum, Kunst und Musik. Und alles inmitten der Grafiken von Hans Ticha und der Fotografien und FundstĂŒcke von Hans Jörg Rafalski.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Grundsteinlegung fĂŒr das neue Eberswalder Wohngebiet »Max Reimann« am 19. Juli 1977. Mehr dazu siehe die Artikel »Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik« und »Die verwandelte Stadt«

Neues Kunstprojekt im Brandenburgischen Viertel:
Lebensgeschichten gesucht

maxe. Der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel hatte auf seiner Novembersitzung unter anderem ĂŒber einen Förderantrag zum Thema »Die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels, gezeigt in Bildern der Lebensgeschichten seiner Bewohner«. Knapp 5.800 Euro werden dafĂŒr zur VerfĂŒgung gestellt. Die elf anwesenden Sprecherratsmitglieder befĂŒrworteten den Antrag einstimmig. Die Ausstellung soll zum zweiten Quartal 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Initiiert wurde das Projekt von der jungen KĂŒnstlerin Mascha Hess, die seit einiger Zeit selbst im Viertel lebt und freischaffend tĂ€tig ist. Die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels soll auf der Basis der Lebensgeschichten seiner Bewohner in Form einer multimedialen Ausstellung gezeigt, veranschaulicht und zugĂ€nglich gemacht werden, heißt es in der Projektvorstellung. Ziel sei es die Sichtweise auf das Brandenburgische Viertel sowohl von innen, als auch von außen, auf eine positive Art zu verĂ€ndern. Angesprochen sind Menschen, die ihr Leben lang oder einen großen Teil ihres Lebens im Brandenburgischen Viertel wohnen bzw. gewohnt haben und auch von den AnfĂ€ngen berichten können.

Die KĂŒnstlerin bewegt sich dabei auf mehreren Ebenen. Auf der ersten Ebene will sie sich mit den Projektteilnehmern in und mit dem Brandenburgischen Viertel definieren und identifizieren. Auf der zweiten Ebene soll es das multimediale Erleben der Ausstellung einer Vielzahl von Menschen, regional und national, möglich machen, die jeweiligen Sichten der Teilnehmer parallel zu durchlaufen, sie miteinander zu vergleichen und eigene Sichten zu gewinnen. Die so erreichte Blickverschiebung soll nicht zuletzt zu einem Imagewechsel des Brandenburgischen Viertels fĂŒhren.

Das Projekt umfaßt zwei Teile. Im ersten Teil werden die Teilnehmer gesucht durch gezielte und direkte Ansprache in den verschiedenen Einrichtungen im Viertel, wie dem SpreewaldcafĂ©, aber auch auf der Straße. Kleinanzeigen in einem regionalen Wochenblatt soll das ergĂ€nzen und einen speziellen Interessentenkreis erschließen, der sonst nicht erreichbar wĂ€re. Zudem kan man sich telefonisch oder per eMail melden.

Infrage kommen vor allem Ältere (50+), die sowohl ĂŒber die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels berichten können, als auch bereit sind, ĂŒber persönliche Erlebnisse zu erzĂ€hlen, um so ihre Erinnerungen öffentlich zu teilen.

Wer sich bereit erklĂ€rt, an dem Projekt teilzunehmen, wird sodann in einem persönlichen und möglichst intimen GesprĂ€ch an einem Ort ihrer Wahl oder bei einem Spaziergang durch das Viertel gebeten, ĂŒber ihr Leben preiszugeben was und wieviel sie möchten.

Die Interviews werden, je nach Wahl, mittels DiktiergerĂ€t oder schriftlich dokumentiert. Momente des GesprĂ€chs werden mit verschiedenen Kameras, in Form von Fotografie und Film, eingefangen und zeichnerisch festgehalten. Die Teilnehmer werden zudem gebeten, in ihren Fotoalben zu kramen, ob sie deren SchĂ€tze fĂŒr die Ausstellung zur VerfĂŒgung stellen möchten. Ziel ist, das Brandenburgische Viertel in einer sehr persönlichen, lebensnahen und emotionalen Weise in Szene zu setzen.

Nach der Materialsammlung beginnt der zweite Teil des Projektes.

Die multimediale Ausstellung soll die Entwicklung des Brandenburgischen Viertels auf zwei Ebenen prÀsentieren. Zum einen wird die allgemeine Entwicklung seit der Planung und Grundsteinlegung bis heute dargestellt durch alte Fotografien, Zeichnungen und Grundrissen sowie erklÀrenden Texten, ergÀnzt durch Ton- oder Filmaufzeichnungen der GesprÀche. Die Sinne des Betrachters werden so auf die verschiedensten Arten angeregt.

Als zweite Ebene wirken die persönlichen Lebensgeschichten der Teilnehmer. Sie sollen als großformatiges Buch oder Album prĂ€sentiert werden. In diesem Buch werden Text und Bild (Fotografien und Zeichnungen) miteinander kombiniert. Die einzelnen Teilnehmer werden vorgestellt und die gesammelten Geschichten chronologisch dargestellt. So wird auf behutsame Weise eine persönliche und emotionale Verbindung zum Leben der Teilnehmer geschaffen. Der Betrachter selbst bestimmt, wie und wieviel er miterleben und erfahren möchte.

Die BĂŒcher, welche die jeweilige persönliche Geschichte dokumentieren, erhalten die Teilnehmer nach Ausstellungsende als Andenken.

(9. November 2018)




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