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Die sonnige Seite

Mit Collec Tiv, dem Duo aus der Neustrelitzer Gegend, wechseln wir am Mittwoch, dem 1. Juli, und der 96. Ausgabe der Hellen Stunde mit Kultur auf die sonnigere Seite des Lebens. Die »schnelle musikalische Eingreiftruppe« bündelt im Programm Gassenhauer und Balladen, Jazz, Rock, Pop, auch Schlager und ein wenig Klamauk. Sie okkupieren Musik, die ihnen gefällt und versehen sie ihren eigenen Texten. Der Spaß beginnt um 11 Uhr am Vormittag auf dem Potsdamer Platz. Eintritt ist frei.

Den Monatsplan Juni der Begegnungsstätte »Silberwald« (Spreewaldstr. 1) gibt es hier (PDF 1 Mb). Die Vorausschau auf den Monat Juli gibt es hier (PDF 1,6 Mb).


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Der große böse Wolf wurde mit drei Waldhörnern gespielt.

3. Eberswalder Familienwoche:

"Peter und der Wolf" auf dem Marktplatz

maxe. Als Höhepunkt und Abschluß der 3. Eberswalder Familienwoche fand am dritten Mai-Sonnabend auf dem Marktplatz zwischen Rathaus und Paul-Wunderlich-Haus, wie schon im letzten Jahr, ein kostenloses Konzert mit dem Klassiker der Kindermusikliteratur, nämlich "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew, statt. Das Brandenburgische Konzertorchester unter der Leitung von Holger Schella spielte auf einer großen Bühne, die Richtung Süden zeigte, aber die Sonne machte an diesem Tag mal eine Pause. Stattdessen wärmten die Klänge der unterschiedlichsten Musikinstrumente die Herzen der Kinder.

Als Einstimmung und Demonstration führte das Orchester die "Sinfonie mit dem Paukenschlag" von Josef Haydn auf, bei der ein kleines Mädchen, das sich mutig meldete, die Pauke benutzen konnte. Danach wurde der Dirigent vorgestellt, der nicht nur sinnlos rumstehe, sondern die Lautstärke, den Einsatz und die Pausen vorgebe, wie im präsentierten "Ungarischen Tanz" von Johannes Brahms. Der Mann am Schlagzeug ließ im nächsten Stück, "Zirkus Renz", das Xylophon ordentlich klingen, und erweckte in dem einen oder anderen Kind bestimmt den Wunsch, auch so spielen zu können.

Derweil fuhr ein Rettungswagen mit Lichtsignal, aber ohne Martinshorn, bis zum Löwenbrunnen, und die Sanitäter versorgten einen verletzten Radfahrer, der am Rand des Brunnens saß und sich sein Bein hielt. Unter Schmerzen und mit Hilfe konnte er einsteigen und wurde dann im Krankenhaus weiter versorgt.

Das Konzert, das auch zahlreiche Gäste der beiden Cafés verfolgten, näherte sich nun seinem Höhepunkt: Die Moderatorin und Sprecherin Katrin Zimmermann stellte die Protagonisten der Handlung vor: der Vogel (Querflöte), die Ente (Oboe), die Katze (Klarinette), Peter (die Streicher) und der Wolf (die Waldhörner). Peter geht aus dem Garten hinaus in den Wald, obwohl der Großvater es ihm verboten hat. Aus den Tiefen des Waldes nähert sich nun der große graue Wolf. Die Katze klettert flink mit Klarinettenklängen auf einen Baum. Die Ente springt aus dem Wasser und versucht zu fliehen, aber der Wolf bekommt sie zu fassen und verschlingt sie. Peter klettert unterdessen auch auf einen Baum und läßt ein Seil mit einer Schlinge hinab, um den Wolf zu fangen.

Der Vogel fliegt immer um die Nase des Raubtiers, während dieser um Peters Baum läuft. "Djummm!" schnappt die Falle zu! Die Schlinge bekommt den Schwanz vom Wolf zu fassen und dieser wehrt sich verzweifelt, aber vergeblich, seiner Gefangennahme zu entkommen. Nun kommen die Jäger aus dem Wald, mit dem Zupfen der Geigen angedeutet, und schießen auf den Wolf. Die Pauke kommt wieder zum Einsatz.

"Halt, halt!" ruft Peter, "ich habe den Wolf doch schon gefangen!" Die Jäger führen den Wolf ab, und wie in einem Triumpfzug folgen der Vogel und Peter. Am Ende der Prozession geht die Katze und der Großvater (das Fagott), der kritisch zu denken gibt: "Und was, wenn Peter den Wolf nicht gefangen hätte, was dann?" Die Ente hört man leise aus dem Bauch des Wolfes wehklagen, denn in seiner Gier hatte er sie lebendig verschlungen. Großer Applaus!!!

Zur Pippi-Langstrumpf-Melodie durften alle Kinder am Ende vorne tanzen und hüpfen, und so klang die Familienwoche würdig aus. Auch zahlreiche Eberswalder, die Mieter bei der WHG sind, und kostenlos derweil den Zoo besuchen konnten, waren es zufrieden.

Jürgen Gramzow - 20. Mai 2017




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