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Der »Bürgerrat« für die Beteiligung am neuen Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) für das Brandenburgische Viertel kommt am 25. Februar und am 26. März, jeweils von 17 bis 20 Uhr im Hort Kinderinsel in der Kyritzer Straße 17 zusammen. Siehe auch hier.

Bericht von der Trauerfeier zur Schließung von SVKE/Eberswalder Wurst, jetzt mit Video incl. der Reden von Thomas Gädicke und Uwe Ledwig.

Kraniche ziehen. Der Frühling naht.

Den Monatsplan März der Begegnungsstätte »Silberwald«
(Spreewaldstr. 1) gibt es hier (PDF 2,9 Mb).


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Solarpark am Rande des Brandenburgischen Viertels

maxe. Auf den Brachflächen der ehemaligen Chemischen Fabrik soll demnächst eine 7 Hektar große Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 3,5 MW entstehen. Der entsprechende »vorhabenbezogene Bebauungsplanes Nr. 504 "Solarpark Eisenspalterei"« stand am 26. März auf der Tagesordnung der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung.

Das Gelände der »Chemischen« ist im Altlastenkataster des Landkreises Barnim als Verdachtsfläche geführt und ist deshalb nur schwer zu vermarkten. Daher sind sie im 2014 überarbeiteten Flächennutzungsplan der Stadt Eberswalde als »Sonderbaufläche Erneuerbare Energien« ausgewiesen worden. Die Nutzung für die Solarstromerzeugung entspreche auch den Zielen des »Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes« der Stadt, schrieb das Stadtentwicklungsamt in die Sachverhaltsdarstellung. Daraufhin habe die Flächeneigentümerin, die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten, eine bundeseigene Nachfolgefirma der Treuhandanstalt, gezielt nach Investoren für Photovoltaikanlagen gesucht und die Flächen angeboten.

Gefunden hat sich die Envalue GmbH aus Hofkirchen in Niederbayern, die bereits auf eine längere Zusammenarbeit mit der GESA verweisen kann und nun einen Vorhaben- und Erschließungsplan eingereicht hat. Die Stadtverwaltung begrüßt die Absichten der Niederbayern, weil sie den »stadtentwicklerischen Zielstellungen und denen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes des Stadt« entsprechen.

Die Envalue Gmbh ist seit zehn Jahren auf dem Gebiet der Solarstromproduktion tätig. Seit 2009 sind die Niederbayern auch in den neuen Bundesländern tätig. Im Landkreis Barnim zeichnete die Envalue GmbH für den Solarpark auf dem ehemaligen Flugplatz Werneuchen verantwortlich. Die Planungen verantwortete damals das Eberswalder Architekturbüro Dörner + Partner, das nun auch für den »Solarpark Eisenspalterei« die Genehmigungsplanung begleiten soll.

Das beplante Grundstück hat eine Gesamtgröße von 9 Hektar. Die 7 Hektar für das Solarfeld entsprechen der »Sondergebietsfläche EE« des Flächennutzungsplans. Das verbleibende Areal steht etwaigen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und für Leitungen im Zusammenhang einer notwendigen Entwässerung des Plangebietes zur Verfügung.

Die Entwässerung sei notwendig, weil im südlichen Teil des Geländes der ehemaligen Chemischen Fabrik Schicht- bzw. Grundwasser austritt. Das nach Norden abfließende Wasser hat mittlerweile weite Flächen im südlichen und westlichen Teil des Geländes vernäßt. Das Wasser soll entweder direkt aus dem südlichen Teil in den Graben westlich des alten Werksgeländes oder durch Ertüchtigung der vorhandenen Grundstücksentwässerung über den Abwasserhauptsammler der ehemaligen Chemischen Fabrik in den Finowkanal abgeleitet werden. Als dritte Variante soll eine Aufhöhung des Geländeniveaus im Nordteil des Geländes geprüft werden.

Der Bebauungsplan stand bereits am 10. März im Ausschuß für Bau, Planung und Umwelt auf der Tagesordnung. Über kontroverse Diskussionen wurde nichts bekannt. Auch die Stadtverordnetenversammlung am 26. März nickte den Beschluß durch.

Allerdings gab es einige Fragen seitens der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde. Deren Vorsitzender Carsten Zinn fragte u.a. warum die Stadt nicht über ihre Gesellschaften Technische Werke Eberswalde (TWE) oder Solarstromgesellschaft Eberswalde (SSGE) selber als Investor aktiv geworden ist. Auch der Landkreis Barnim, der Kreiswerke etablieren will, käme als regionaler Investor infrage. Die kommunalen Investoren könnten zudem eine Bürgerbeteiligung (Stichwort: Bürgersolaranlage) befördern und organisieren.

»Die TWE haben kein Interesse«, heißt es in der Antwort von Baudezernentin Anne Fellner, »da das Risiko aus den Altlasten (hier sei insbesondere die Wasserhaltung erwähnt) zu groß ist. Desweiteren wäre eine Anlage in der Größenordnung wie die Envalue GmbH sie plant vom Investitionsvolumen zu groß für die TWE.« Und auch die SSGE habe auf Nachfrage geantwortet, daß die Investitionen in eine Feiflächenanlage dieser Größenordnung zu groß sei. Von der Barnimer Energiegesellschaft des Landkreises kam ebenfalls eine Absage, da selbige nur beratend tätig werden könne und insofern keine Möglichkeit zum Kauf bzw. Betrieb einer solchen Anlage bestehe.

(27. März 2015)




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