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»Qualifizierung« eines Platzes
Beschädigte Bäume werden »ausgetauscht«
maxe. Die mit »Qualifizierung des Potsdamer Platzes« umschriebenen Maßnahmen für die jetzt beginnenden Baumaßnahmen auf dem Platz sowie die Ausschreibung wurden im Mai des Jahres im Eberswalder Hauptausschuß beschlossen. Eine Behandlung in der Stadtverordnetenversammlung war nicht notwendig, weil der geschätzte Auftragswert mit 140.000 Euro unter der Zuständigkeitsgrenze (500.000 Euro) liegt.
Nicht unwesentlicher Bestandteil der »Qualifizierung« ist die Erneuerung der Beleuchtungsanlage und die Installation von Energiepollern für die Versorgung von Nutzern des Platzes mit Elektroenergie.
Konkret sollen die bestehenden sechs Lichtpunkte, die diverse Defekte mit Sicherheitsrisiken aufweisen, durch zwei Spotleuchten, die den Potsdamer Platz aus Richtung Potsdamer Allee ausleuchten, ersetzt werden. Die etwa acht Meter langen Masten inklusive individuell einstellbarer LED-Spots, sollen die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden auf dem Potsdamer Platz deutlich verbessern.
Zusätzlich sind neun Bodenspots zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität geplant. »Die Bodenspots leuchten die Bäume von unten an, setzen diese in ein warmes Licht und erzeugen dadurch einen neuen Raum. Die Beleuchtung soll eine warmweiße und insektenfreundliche Lichtfarbe bis maximal 3000 Kelvin haben.«
Die Stromversorgung des Platzes wird durch drei neue Energiepoller, die den Regeln der Technik und dem Bedarf entsprechen, neu organisiert. Die Energiepoller werden mit Starkstrom- und Schutzkontaktsteckdosen ausgestattet. Für die Verlegung beziehungsweise den Rückbau der Kabel wird die Platzoberfläche aufgenommen und nach Fertigstellung wieder neu hergestellt.
»In diesem Zuge werden die Verwerfungen des Pflasters durch die Baumwurzeln reguliert. Auch die hochgedrückten Baumscheiben, die bereits eine erhebliche Stolpergefahr darstellen, werden zurück-gebaut.«
In der Beschlußbegründung heißt es an dieser Stelle noch: »Der Baumbestand soll bei Bedarf nachgepflanzt werden«. Dies war in der lokalen Tageszeitung dahingehend interpretiert worden, daß Bäume aufgrund der Stolpergefahr durch den Wurzelaufwuchs gefällt werden. Die MAXE-Redaktion hatte daraufhin Mitte August beim zuständigen Baudezernenten Ilja Haub nachgefragt, zunächst ohne eine Antwort zu erhalten. Auf erneute Nachfrage antwortete die städtische Pressestelle wie folgt:
Die »wohl falsch verstandene Aussage in der Märkischen Oderzeitung (online, 17.08.2026)« wurde damals moniert und richtiggestellt. Bereits im ASWU im Mai sei darüber informiert worden, »daß einige Bäume auf dem Potsdamer Platz durch Vandalismus stark geschädigt wurden. Dabei handelt es sich insbesondere um Rindenschäden, die durch Messer, Axt und Feuer (von Menschenhand) verursacht wurden... Damals teilten wir noch mit, daß die Bäume ausgetauscht werden müßten, wenn sie infolge der Schäden stark geschwächt sein würden.«
Aktuell und nach erneuter Begutachtung, habe sich leider herausgestellt, daß »im Zusammenspiel der klimatischen Extreme, insbesondere der Trockenheit, und der durch Vandalismus verursachten Schäden eine Entnahme der betroffenen Bäume notwendig ist«,
Neben dem »Austausch beschädigter Bäume und Papierkörbe« (so steht das in der Präsentation zur Beschlußvorlage) sollen die vorhandenen Bänke erneuert werden. Zusätzlich ist eine weitere Tisch-Bank-Kombination und die »Nachrüstung barrierefreier Elemente an den Bushaltestellen« vorgesehen.
Im Rahmen der Planung und Vorbereitung gab es neben den internen Prozessen Umfragen (Gehsteiginterviews & Online-Beteiligung) und Experteninterviews (Fachämter und Anrainer: Wirtschaftsförderung, Schule, DRK, Sparkasse, Sozialarbeit), die dann intern ausgewertet wurden. Es folgten Mitmachaktionen auf dem Platz mit Test von Ausstattung und einer Ideensammlung am Lageplan. Dem folgte in Abstimmung mit den städtischen Fachämtern die Prüfung der Machbarkeit sowie die Priorisierung der erarbeiteten Maßnahmen. So entstand das Konzept für die nun zu realisierenden Maßnahmen.
»Mächtig, gewaltig«, würde Egon sagen.
(17. September 2026)
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