Im Vordergrund ist der Stumpf der abgestorbenen Birke zu sehen. Der Eichenzwiesel (Baum mit zwei Stämmen) dahinter weist im Bereich der Verzweigung keine sichtbaren Schäden auf, während in den Kronen teilweise lichte Stellen erkennbar waren. Der Baumgutachter der WHG interpretierte das als verkehrsgefährdende Beeinträchtigung, die noch vor Ende der Vegetationsperiode die Entfernung der Kronen erforderte. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises erteilte eine Ausnahmegenehmigung. Die Fällarbeiten erledigte die kreiseigene Firma KIS. Das so gewonnene Holz wird sehr wahrscheinlich im ebenfalls kreiseigenen Holzkraftwerk Eberswalde (HoKaWe) verbrannt.
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MAXE fragte nach:
Baumverstümmelung im Wohnhof
maxe. Im Wohnhof hinter der Schorfheidestraße 16-24 waren kürzlich die Kettensägen einer Baumfällfirma zu hören. Mehrere Anwohner wiesen MAXE darauf hin.
Betroffen war eine abgestorbene Birke, aber auch zwei lebende Eichen, deren Stämme in einer Höhe von ca. 10 Metern abgeschnitten wurden. Die Eichen hatten eine Höhe von fast 30 Metern und dienten den hier überwinternden Krähen als Schlafbäume. Für Eichen hat ein solcher Kronenschnitt mit hoher Wahrscheinlichkeit das Absterben des Baumes zur Folge.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Tatsache, daß diese Fällungen mitten in der Vegetationsperiode passierten. Solche Fällungen seien im Sommerhalbjahr zwischen 15. März und 15. September verboten.
MAXE fragte bei der WHG, auf deren Grundstück die Fällarbeiten stattfanden, nach. Die Prokuristin und stellvertretende Geschäftsführerin Doreen Boden antwortete wie folgt:
»Jährliche Verkehrssicherheitskontrollen unserer Bäume, Baumgruppen finden statt. Im Ergebnis dessen müssen sicherheitsbedenkliche Bäume, kranke Bäume – so schwer es fällt auch – weggenommen werden.
Die Eiche war ein sogenannter Zwiesel (Ein Baum mit zwei Stämmen) der wegen Trockenstreß bereits im Absterben war. Das Restholz bleibt aber immer noch so lange stehen, um Lebensraum für Tiere zu erhalten. Hier nehmen wir erst raus, wenn die Standsicherheit beeinträchtigt wird.
Die Birke war nicht mehr standsicher. Die untere Naturschutzbehörde hat das Fällen in einer Ausnahmegenehmigung erlaubt.«
Die Fällungen wurden durch die Firma KIS GmbH, seit 2019 eine Tochtergesellschaft der Kreiswerke, durchgeführt. Die Barnimer Kreiswerke haben kürzlich auch das Eberswalder Holzkraftwerk erworben. Dort soll ausdrücklich verstärkt Holz verbrannt werden, das mittels sogenanntem Grünschnitt gewonnen wird.
(23. August 2026)
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