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Einkaufszentrum »Heidewald«:
Vom Saustall in den Schweinestall
maxe. In einer Rundmail an den amtierenden Eberswalder Bürgermeister Maik Berendt und verschiedene »Funktions- und Entscheidungsträger auf städtischer und kreislicher Ebene« machte der Kiez-Stadtverordnete Carsten Zinn am Sonntag (17.5.) erneut auf die permanenten und fortwährenden katastrophalen Verhältnisse im und am Einkaufszentrum »Heidewald« aufmerksam.
Der amtierende Bürgermeister muß Kritik einstecken, weil er es »bis zum heutigen Tag nicht für nötig« gehalten habe, auf Zinns eMail vom 29. März »in der Sache konstruktiv und lösungsorientiert zu reagieren bzw. zukunftsorientiert zu agieren«. Die »dringend notwendigen verwaltungs- und hausinternen Entscheidungen«, so Zinn, seien »mehr als überfällig und dringend notwendig«. Diese sollten »temporär mit den Verantwortlichen in der Kreisverwaltung Barnim abgestimmt« und »zeitnah, transparent und bürgerfreundlich« besonders im Brandenburgischen Viertel kommuniziert werden.
In seiner sonnabendlichen Sprechstunde im Gastrobereich des »Heidewalds« habe sich Carsten Zinn einmal mehr die teilweise in drastischen Worten formulierte Kritik von Einwohnerinnen und Einwohnern anhören müssen. So beschrieb einer der Stammkunden des Einkaufszentrums die Situation mit den Worten »Vom Saustall in den Schweinestall«.
Das Nahversorgungs- und Einkaufszentrum »Heidewald« hat für den Ortsteil Brandenburgisches Viertel, das als Lebensmittelpunkt von »generationsübergreifend sozial und ökonomisch benachteiligten Personengruppen« als »sozialer Brennpunkt« in der Stadt Eberswalde und zugleich im Landkreis Barnim gilt, eine große Bedeutung. Die privatwirtschaftliche Organisation des Einkaufszentrums wird dem nicht gerecht.
Seit vielen Jahren gibt es Kritik, aber »in der Sache hat sich absolut nichts zum Positiven geändert. Ganz im Gegenteil: Die negativen Sachverhalte nehmen zu, insbesondere die fortschreitenden Erscheinungen von Vermüllung und Verwahrlosung in den Eingang- und Außenbereichen«, so Zinn. Die Kritik der Einwohnerinnen und Einwohner richte sich massiv gegen die Stadtverwaltung, dabei vordergründig auf den amtierenden Bürgermeister, das städtische Ordnungsamt und das Bauordnungsamt, zuweilen auch gegen den Bauhof und das Brandschutzamt. Kritisiert werde auch die aktuelle Nichtaktivität des kreislichen Gesundheitsamtes.
Bei all dem bleibt der verantwortliche Eigentümer Sahid Sanli im Hintergrund. Es wird lediglich immer wieder berichtet, daß Dienstleister den Zahlungen für ihre vertraglich vereinbarten Leistungen regelmäßig hinterherrennen und zuweilen einklagen müssen.
(17. Mai 2026)
Siehe auch:
Heidewald-Drama dauert an: Nichts genaues weiß man nicht
Heidewald-Streit: Urteilsverkündung erneut verschoben
Brandbrief an den Bürgermeister
»Gesundheitsamt reagierte sofort«
»Müll im und am Heidewald«
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