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Frühling

An geschützten Stellen entfalten sie inzwischen ihre Farbenpracht, in diesem Jahr etwas später als im allgegenwärtigen Klimawandel zu erwarten war. Leider ist die Blütenpracht nur etwas für das Auge. Als Futter für die Bienen und andere Insekten taugen die Forsythien leider nicht. Hier besitzen die Weidenkätzchen oder andere heimische Frühblüher deutliche Vorteile.

Den Monatsplan März der Begegnungsstätte »Silberwald«
(Spreewaldstr. 1) gibt es hier (PDF, 2,7 Mb) und die Vorausschau auf den April hier (PDF, 1,9 Mb).


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Tops und Flops in Eberswalde

TOP 1: Der Elektrische Obus

Um den Eberswalder ÖPNV beneiden uns viele Gäste der Stadt und an Tagen der Offenen Tür der Barnimer Busgesellschaft kommen sie von weit her, um die neueren und auch älteren Modelle der Oberleitungsbusse zu bewundern. Der Obus fährt auf zwei Linien durch die Stadt, in der Hauptverkehrszeit jeweils im 15 Minuten-Takt, und bringt die Fahrgäste sicher und pünktlich an ihr Ziel.

FLOP 1: Das Pissoir im Paul-Wunderlich-Haus

Eigentlich sollte es ja eine gute Idee sein: Ökologisch, wassersparend, geruchsneutral - die Toiletten für Männer im Gebäude der Kreisverwaltung am Markt. Doch die Realität sieht anders aus bzw. sie riecht anders. Von wegen geruchsneutral! Ein Pissbecken ohne Wasserspülung ist wie eine Spüle ohne Wasserhahn: es funktioniert einfach nicht.

TOP 2: Der Finower Wasserturm

Das Wahrzeichen der Stadt (neben dem Montage-Eber) ist wohl das größte touristische Highlight - im wahrsten Sinne des Wortes - das die Region zu bieten hat. Unter einem breitet sich das Eberswalder Urstromtal aus und in der Ferne sieht man die Maria-Magdalenen-Kirche, den Eberkran und bei guter Sicht sogar den Berliner Fernsehturm. Im Inneren wird Technik und Geschichte auf hohem Niveau präsentiert. Leider ist der Turm in der Messingwerksiedlung etwas abseits gelegen, aber mit dem Fahrrad und dem Auto gut erreichbar.

FLOP 2: Die Ruinen des Arbeitamtes

Jeder, der von Finow nach Eberswalde fährt, kommt an ihnen vorbei: drei verfallene riesige Stahlbau-Skelette, die einfach nicht abgerissen werden können, weil der Besitzer des Grundstückes nicht mitspielt. Einmal waren es schöne gläserne Bauten, mit jeweils roten, blauen und gelben Scheiben, in denen sich das Finanz- und Arbeitsamt und eine Krankenkasse befand. Auch eine medizinische Begutachtungsstelle war untergebracht. Nun sind längst alle Fensterscheiben von Zielwerfern zerstört worden und die Blöcke erschrecken Touristen immer wieder.

TOP 3: Der Finowkanal

Wenn man durch den hektischen Berufsverkehr der Stadt fährt, bekommt man kaum etwas mit von der Idylle, die sich nur wenige Meter weiter in der Talsohle ausbreitet: ein im 18. Jahrhundert auf Geheiß des Großen Fritz angelegter Industrie- und Handelskanal, der der Region den wirtschaftlichen Aufschwung brachte, heute aber kaum von einer natürlichen Wasserstraße unterschieden werden kann und wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen bereithält. Der geplagte Stadtmensch findet hier Ruhe und Erholung.

FLOP 3: Die Öffnungszeiten der Bibliothek

Während andere Städte der Region ihre Öffentliche Bibliothek ganztägig ihren Einwohnern zur Weiterbildung und Muße zur Verfügung stellen, leistet sich die Eberswalder Stadtbibliothek einen geschlossenen Montag- und Freitagvormittag. Das führt immer wieder zu Frust bei Besuchern und viele Einwohner der Stadt wenden sich ganz von der Einrichtung ab. Das nehmen dann die Verantwortlichen als Begründung her, es gebe ja keinen Bedarf an mehr Öffnungszeiten. So einfach kann man es sich machen!

TOP 4: Im Kiez tobt das Leben!

Von wegen öde Plattenbausiedlung! Im ehemaligen Reimannviertel sieht man Kunst an jeder Ecke, sei es eine Plastik oder eine schön gestaltete Graffiti-Wand, die es mit jedem Gemälde aufnehmen könnte. Während sich in anderen Stadtteilen zu jeder Tageszeit Fuchs und Hase "Gute Nacht!" sagen, sind die Spielplätze im Brandenburgischen Viertel immer belebt und im Einkaufszentrum "Heidewald" tobt am Nachmittag das Leben, wenn man dort im Bistro sitzt und in Ruhe seinen Kaffee trinkt. Der Wachmann hat alle Hände voll zu tun, meistens wegen der Kinder.

FLOP 4: Die Saarstraße in Ostende

Wenn man mit dem Obus bis zur östlichen Endhaltestelle fahren will, sollte man sich gut anschnallen, wenn denn ein Gurt vorhanden wäre. Und noch besser: einen Schutzhelm tragen! Der Bus (und jedes andere Auto auch) wird vom holprigen Kopfsteinpflaster derart durchgeschüttelt, daß nachher bestimmt irgendwo ein paar Schrauben locker sind. Diese Straße hat dringenste Priorität bei der Sanierung! Es werden irgendwo kleine unbedeutende Nebenstraßen saniert, aber hier, wo es nötig wäre: Fehlanzeige ...

TOP 5: Deutschlands grünste Hochschule

Eberswaldes Fachhochschule für Nachhaltige Entwicklung, einmal mitten in der Altstadt gelegen und einmal mitten im Wald, erfreut sich bei jungen Leuten der Region, aus Deutschland, dem deutschsprachigen Raum und sogar in Teilen der Welt großer Beliebtheit. Studentinnen aus Wien unterhalten sich in Englisch mit koreanischen oder indischen Kommillitonen - natürlich im emmisionsfreien Obus - Berliner Studenten und -innen pendeln täglich zur Lehre in die Barnimer Waldstadt und im Brandenburgischen Viertel können die weiter entfernt wohnenden Studenten einen günstigen Wohnheimplatz ihr erstes Zuhause nennen. Die Forschung und Lehre ist breit gefächert: Artenschutz, biologische Vielfalt, Forstmanagement, nachhaltiger Tourismus, Ökologisches Wirtschaften und Holz als Werkstoff und Baumaterial - das sind die Schwerpunkte in der HNEE.

FLOP 5: Der Pressesprecher

Nachdem Britta Stöwe als Rathaus-Frontfrau tapfer 5 Jahre gemeistert hatte, hielt es Büroleiter Robby Segebarth nur 43 Wochen auf dem Stuhl. Sein Nachfolger Harald Händel kam immerhin auf das Doppelte. Der nächste de-facto-Pressesprecher, Alexander Leifels, schied nach einem guten Jahr wieder aus. Dann wurde Nancy Kersten, ehemalige Redakteurin beim Eberswalder BLITZ, Verantwortliche für die Pressearbeit, blieb aber ebenfalls nur 43 Wochen, dann wurde sie Chefin des Bürgermeisterbereichs. Heike Wähner schließlich, kam danach nicht einmal auf diese Anzahl Wochen, und aus dem Rathaus hörte man es munkeln, niemand aus der Verwaltung dürfe eine Erklärung abgeben, die nicht vom Presseamt abgesegnet wurde. Zwei Pressesprecher kamen noch und gingen, bis heute nun Johan Bodnar im Dienst ist. Aber für wie lange? Vielleicht liegt das Problem auch nicht beim Pressesprecher, sondern ganz woanders?

23. Februar 2019 - Maxe-Kiezmagazin




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