Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
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In Kürze

Die Eberswalder Wohnungsgenossenschaft hat den Zusatz »Bau« längst aus ihrem Namen gestrichen. Aktuell widmet sie sich der Vernichtung von Wohnraum. Der Abriß des Wohngebäudes in der Brandenburger Allee 15 bis 21 hat begonnen. Auf dem (Ab)-Baustellenschild in schlecht gereimten Versen purer Hohn: »Eine Legende verläßt das Gelände. Good bye P2«
(P2 ist der Typ des Wohnhauses, besser bekannt als »Schwedter Typ«)

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Das Brandenburgische Viertel wird allenthalben als "sozialer Brennpunkt" in Eberswalde bezeichnet. Tatsächlich haben die vor gut 30 Jahren veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse und der damit einhergehenden sozialen Differenzierung große Teile des Viertels immer mehr in eine Wohnstatt für den ärmeren Teil der Eberswalder Bevölkerung verwandelt. Daß die Verbreitung des Coronavirus und vor allem auch die dekretierten - oftmals unzulänglichen und andererseits zum Teil fehlgehenden - Maßnahmen zur Eindämmung dieser Verbreitung vor allem die Ärmeren trifft, zeigt sich nicht zuletzt in den Mängeln, welche mit der Initiative des Kontakt e.V. nun bekämpft werden sollen. Wie die meisten der vor allem ehrenamtlich gestützten Hilfen können damit leider nur die schlimmsten Versäumnisse ein wenig nachgeholt werden. Hausaufgabenhilfe bei »Kontakt«

Mit 7.000 Euro aus dem Projektfonds »Soziale Stadt« wird die »Selbsthilfewerkstatt für Familien des Kontakt e.V. gefördert. Der Verein bietet nun insbesondere Familien mit Fluchterfahrung Unterstützung bei den Hausaufgaben an.

Durch die entstandenen Schwierigkeiten in der Pandemie und die unregelmäßigen Präsenzzeiten in der Schule haben einige Schülerinnen und Schüler sowie deren Familie steigende Schwierigkeiten, beim Schulstoff den Anschluß zu halten. Das gilt im besonderen für Flüchtlingsfamilien, bei denen zusätzlich noch das Erlernen der deutschen Sprache hinzukommt.

Die Eltern sind mit dem Abarbeiten der Schulaufgaben oftmals überfordert, folglich haben die Kinder keinen Lernerfolg. Sie zeigen schwache Leistungen in der Schule und es kommt zu Konflikten innerhalb der Familien. Fehlende technische Gerätschaften (PCs, Laptops) verschärfen die Hilflosigkeit bereits vorhandener schwacher Sprachkentnisse bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Die Hausaufgabenhilfe findet beim Kontakt e.V. im genossenschaftlichen Vereinshaus in der Havellandstraße 15 sowie im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 statt. Die vom Sprecherrat »Soziale Stadt« befürwortete Förderung ermöglicht nun die Anschaffung von Laptops samt Programmen (2.500 Euro) und Verbrauchsmaterialien (750 Euro) sowie die Finanzierung von Aufwandsentschädigungen, Übersetzungskosten und Honoraren (5.900 Euro). Neben den 7.000 Euro der »Sozialen Stadt« erhält der Verein 1.900 Euro über die Jugendförderung der Stadt Eberswalde. Den Differenzbetrag von 250 Euro trägt der Kontakt e.V. als Eigenanteil.

Das Projekt der Hausaufgabenhilfe ist bis zum Jahresende 2021 konzipiert. Die Laptops sollen danach insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund zur Verfügung stehen und diese beim Erwerb von Medienkompetenzen unterstützen.

Neben diesem Projekt gibt es weitere Bemühungen, Nachhilfeunterricht im Kiez zu organisieren, der sich nicht nur auf die Kinder mit Migrationshintergrund konzentriert, die eine besondere Förderung auch hinsichtlich der sprachlichen Verständigung benötigen, für die sich der Kontakt e.V. einsetzt. Zudem steht beim Buckow e.V. auch das »Digitale LearningSpace« für alle Einwohner im Viertel zur Verfügung.

Ronald Schild – 13. Juli 2021

Siehe auch:
»Bildungsnotstand für Schulbeginner«
»Digitaler LearningSpace«


Kontakt Eberswalde e.V.
Adresse: Vereinshaus, Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383070 · Fax: 03334 383010
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