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Die Sparkassenfiliale am Potsdamer Platz hat ein neues frisches und sauberes »S« bekommen. In der vorigen Woche hat ein Arbeiter den rot leuchtenden Buchstaben angebracht.

»Digitaler LearningSpace«

»Der Umbau des Lern- und Familienzentrums Spreewaldstraße der Bildungseinrichtung Buckow e.V. ist nun so gut wie abgeschlossen und der Umzug steht bevor«, informiert die Projektleiterin Angela Beier. In diesem Zentrum soll zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der sozialen Teilhabe ein offener Raum etabliert werden, »der generationsübergreifend für Familien mit Kindern aber auch ebenso für Senioren eine Plattform für Begegnung bietet«. Als Highlight will die Bildungseinrichtung einen für jedermann frei zugänglichen Digitalen LearningSpace installieren.

Um dieses Projekt umzusetzen, hat der Verein Bildungseinrichtung Buckow e.V. jetzt einen Förderantrag zur »Einrichtung eines Digitalen Learning Spaces« beim Sprecherrat Soziale Stadt im Brandenburgischen Viertel eingereicht. Für insgesamt 7000 Euro sollen bis zum Jahresende Computer, Ausgabegeräte und Software angeschafft werden.

»Die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir bereits arbeiten«, so Beier, stammen aus extrem sozial benachteiligten oder aus geflüchteten Familien. Die meisten Kinder sind sehr interessiert und wißbegierig, erfahren zu Hause oftmals wenig oder keine Unterstützung im Bereich der Bildung und Beschäftigung.« Dies liege zum Teil daran, daß den meisten Familien die nötigen Mittel für Technik und Internet im eigenen Haushalt fehlen. Deshalb soll im Familienzentrum ein offener Raum etabliert werden, in dem Medien zum eigenständigen Lernen zur Verfügung stehen. Dieser Raum soll allen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern und Großeltern frei zur Verfügung stehen.

»Eins unserer Anliegen ist es, den Kindern des Viertels einen Digitalen LearningSpace mit Möglichkeiten, Mitteln und Medien zu bieten, der dazu anregt, sich eigenständig mit den durch uns bereitgestellten Inhalten zu beschäftigen oder frei im Internet zu recherchieren. So möchten wir Kindern, die zuhause keine digitalen Medien zur Verfügung haben, die Möglichkeit bieten, zum Beispiel am Online-Unterricht teilnehmen zu können oder ihre Arbeiten kostenfrei auszudrucken bzw. einzuscannen. Die freie Nutzung von digitalen Medien und einem gut funktionierenden Internetzugang gibt es hier im Viertel nicht. Diese Lücke möchten wir schließen und somit den Kindern einen innovativen Begegnungsraum bieten, zu dem sie gerne und regelmäßig kommen können.«

Bis zum Ende des Jahres soll der »Digitale LearningSpace« eingerichtet und die dafür benötigten Medien erworben werden. Laptops mit Mikrofon und Kamera sollen zur Nutzung von Lernprogrammen für alle Unterrichtsfächer und Klassenstufen, mit Office- und Bildbearbeitungsprogrammen sowie einem Drucker mit integrierter Scanfunktion frei genutzt werden können. Außerdem sind verschiedene Angebote zum Thema Medienkompetenz, wie Vortragsreihen, Workshops und andere Projekte geplant.

Zur Einführung erhalten jedes Kind und jeder Erwachsene, die den »Digitalen LearningSpace« nutzen wollen, von einem Mitarbeiter der Bildungseinrichtung eine Einweisung in alle Geräte. Anschließend dürfen diese frei genutzt werden, wobei ständig ein Mitarbeiter als Ansprechpartner vor Ort ist. In einer dritten Phase soll beobachtet werden, wie der »Digitale LearningSpace« angenommen wird. »Es wird ein partizipativer Prozeß eingeleitet«, so Angela Beier, »bei dem die Kinder Wünsche zu Angeboten und Verbesserungsvorschläge rund um den 'Digitalen LearningSpace' äußern können. Konstruktive Vorschläge werden wenn möglich unmittelbar in die Tat umgesetzt.«

Im weiteren soll es Angebote zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien geben. Möglich seien Vorträge zum Thema Medienkonsum, Workshops zum Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Nutzung von Office-Software oder auch Projekte, wie eine Fortführung des Foto-Projektes mit einem Bildbearbeitungs-Workshop. Eine fünfte Phase soll schließlich der Auswertung und Weiterentwicklung dienen. Der »Digitale LearningSpace« und die damit verbundenen Angebote sollten sich etabliert haben und gut und regelmäßig genutzt werden. Dabei werde der partizipative Prozeß auf jeden Fall aufrechterhalten.

Insgesamt sollen 5 Laptops samt Software für zusammen 5.500 Euro angeschafft werden, ein Drucker mit Scanfunktion für 500 Euro, ein Beamer für 250 Euro sowie ein Medienschrank und diverses Zubehör für 750 Euro. Zusammen 7.000 Euro.

Die Mitglieder des Sprecherrates, die angesichts der neuen Corona-Verordnungen keine Präsenzveranstaltung durchführen, übermittelten ihre Zustimmung oder Ablehnung bis zum 6. November per eMail.

Lisa Rothe – 7. November 2020




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