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Die Eberswalder Wohnungsgenossenschaft hat den Zusatz »Bau« längst aus ihrem Namen gestrichen. Aktuell widmet sie sich der Vernichtung von Wohnraum. Der Abriß des Wohngebäudes in der Brandenburger Allee 15 bis 21 hat begonnen. Auf dem (Ab)-Baustellenschild in schlecht gereimten Versen purer Hohn: »Eine Legende verläßt das Gelände. Good bye P2«
(P2 ist der Typ des Wohnhauses, besser bekannt als »Schwedter Typ«)

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Altkleider zu Müll. Hier im September 2021 in der Schorfheidestraße. Altkleider zu Müll

maxe. Eigentlich sollen die Altkleidercontainer dazu dienen, Textilien, die ihren Besitzern nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen, anderen Menschen für eine weitere Nutzung zugänglich zu machen. Eigentlich eine gute Idee, die Ressourcen schont und möglicherweise Bedürftigen, die sich das sonst nicht leisten können, zu schicken Klamotten verhelfen kann. Sehr oft sieht man jedoch, daß Container aufgebrochen oder gar umgestoßen wurden und die gebrauchten Kleidungsstücke in Müll verwandelt werden.

Schon mindestens zwei Wochen ist es her, daß der Altkleidercontainer in der Schorfheidestraße wieder einmal leer geräumt und die Textilien auf dem Gehweg verteilt wurden. Das passiere regelmäßig und das Ordnungsamt reagiere leider auch nicht, schilderte der Anwohner Olaf M. kürzlich dem partei- und fraktionslosen Kiez-Stadtverordneten Carsten Zinn. Der »Dauerzustand« tue dem Brandenburgischen Viertel bestimmt nicht so gut, meint der Bürger und fragt, wie das Problem mit dem Altkleidercontainer auf Dauer gelöst werden könne.

»Das Problem ist seit längerem auf dem informellen Radarschirm des städtischen Ordnungsamtes und des städtischen Bauhofes«, erklärt Carsten Zinn. »Selbst kann ich mich fast täglich von diesem unbefriedigenden Zustand persönlich überzeugen. Wobei dieser spezielle Standort in der Schorfheidestraße im Brandenburgischen Viertel schon fast negativen 'Kultstatus' genießt.«

Der Stadtverordnete habe zur Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) am 7. September in der Einwohnerfragestunde »erneut zum insgesamten Sachverhalt interveniert, hinterfragt und gleichzeitig gebeten, eine konstruktiv langfristige und umweltfreundliche Lösung zur Altkleiderentsorgung für das gesamte Stadtgebiet einschließlich dem Brandenburgischen Viertel zu finden.«

Es könne »einfach nicht sein«, so Zinn, »daß die Betreiber der Altkleider-Container, die zumeist tief in den 'verbrauchten Bundesländern' beheimatet sind, Subunternehmen in der erweiterten Region mit der Leerung der Altkleider- Container betrauen und diese dann für sich entscheiden, welche Sortimente Sie mitnehmen oder gleich an Ort und Stelle neben den Altkleider-Container öffentlichkeitswirksam liegen lassen, in der Hoffnung und Gewißheit, daß die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhof in altbewährter Weise den Rest entsorgen und damit als Müllsklaven agieren.«

Ordnungsamt und Bauhof würden auf diese Weise in »Sippenhaft« genommen, obwohl sie weder im allgemeinen, noch im besonderen für die Altkleider in den Containern verantwortlich seien. Als Eigentümer der Altkleider sind vielmehr die Betreiber der Container für die ordnungsgemäße Entsorgung und für die Ordnung und Sauberkeit am Containerstellplatz zuständig.

»Ich bleibe in der Sache altbewährt am Ball«, versichert der Stadtverordnete in seiner typisch umständlich-bildhaften Sprache, um »zumindest in der 'Nachspielzeit' doch noch das entscheidende Tor zu schießen«.

(18. September 2021)




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