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Der »Schorfheideplatz« im Brandenburgischen Viertel Neuer Platz mit alten Bäumen

Entwurfsplanung für Einmündung Beeskower/Schorfheidestraße

maxe. Die Bezeichnung »Schorfheideplatz« hatte nie einen offiziellen Status. Nun fällt in der überarbeiteten Entwurfsplanung auch der größere gepflasterte Platz weg, der diesen Namen gerechtfertigt hätte.

Das Baudezernat der Stadtverwaltung hat auf die öffentliche Kritik, die hier im Kiezmagazin MAXE und zu den Beratungen im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (ASWU) geäußert wurde, positiv reagiert. Nachdem die ursprüngliche Variante im Februar vom Einreicher zurückgezogen wurde, entwickelte das Tiefbauamt nun gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro Weiland aus Gransee eine alternative Planvariante. Die Versickerung des Regenwassers an Ort und Stelle in den als flache und begehbare Mulden gestalteten Grünflächen blieb Bestandteil des Entwurfsplans. Der Versiegelungsanteil wird durch den Verzicht auf die gepflasterte Platzfläche weiter reduziert. Die veränderte Gestaltung erlaubt nun auch, daß alle vorhandenen Bäume erhalten bleiben. Zusätzlich sollen 13 Bäume neu gepflanzt werden.

Die Beeskower Straße dient als Zufahrt zum Wirtschaftshof und Parkplatz des AWO Pflegeheims »Im Wolfswinkel« sowie zum Innenhof und Parkplatz der Studentenwohnheime an der Prenzlauer und Strausberger Straße. Die Beläge der Fahrbahnen und Gehwege bestehen derzeit aus verschiedenen Materialien wie Asphalt, Pflaster und Betonplatten und sind stellenweise stark beschädigt. Nur wenige Borde sind abgesenkt, was die Barrierefreiheit sehr eingeschränkt. Die unübersichtliche Wegeführung trägt ihren Teil dazu bei, daß die Verkehrssituation in dem Bereich vor allem für Fußgänger und Radfahrer recht unübersichtlich ist.

Im neuen Entwurfsplan bleibt die jetzige Straßenführung erhalten. Lediglich die Fahrbahnbreiten sollen in der Schorfheidestraße auf 4,75 m und in der Beeskower Straße auf 4,50 m reduziert werden. In der Schorfheidestraße werden im Spielplatzbereich zudem gepflasterte Rampen zur Verkehrsberuhigung gebaut. Die Zufahrten für PKW, LKW, Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge zu den anliegenden Grundstücken wird auch nach dem Umbau sichergestellt sein, wird in der neuen Planung versprochen.

Die Gestaltung der Wege und damit die Führung des Fuß- und Radverkehrs soll die bestehenden Wegeverbindungen aufgreifen und durch breitere Absenkungen der Bordsteine sowie erneuerter Wegebeläge die Barrierefreiheit verbessern. Die Gehwege erhalten eine wassergebundene Decke, was den Versiegelungsgrad weiter senkt. Lediglich im Bereich oberhalb des Kollektors der EWE soll wieder eine Asphaltdeckschicht aufgebracht werden, da hier eine Befahrung für Wartungs- und Reinigungsarbeiten, nicht zuletzt am Lüftungsbauwerk des Kollektors, möglich sein muß.

Die vorhandenen Alt- und Jungbäume können erhalten bleiben, weil die bisherige Straßenführung beibehalten wird. Die geplanten zusätzlichen Bäume sollen die Durchgründung der Straßenzüge optimieren. Unter den Baumscheiben sollen Rigolen zur Wasserspeicherung eingebaut werden, um den Wasserbedarf der Bäume auch bei Trockenheit und Hitze zu gewährleisten.

Schließlich soll eine neue Beleuchtungsanlage entlang der Gehwege gebaut werden, um die Orientierung und das Sicherheitsgefühl auch im Dunkeln zu stärken.

Für die Neugestaltung der insgesamt etwa 1.770 Quadratmeter großen Fläche sollen circa 355.000 Euro ausgegeben werden. Die Finanzierung der der Maßnahme soll zu zwei Dritteln über Fördermittel des Bundes und des Landes erfolgen.

Der Beginn der Baumaßnahme ist Anfang 2023 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich zehn Monate betragen.

Am 5. April beraten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt über die erneuerte Entwurfsplanung bevor am 26. April die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung fällen wird.

(5. April 2022)

Siehe auch:
Beschlußvorlage zur geänderten Entwurfsplanung vom April 2022
»Bäume bleiben erstmal stehen«
»Erstmal alle Bäume fällen«




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