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Den Monatsplan November der Begegnungsst├Ątte ┬╗Silberwald┬ź (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Er├Âffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie ┬╗Manhattan - Stra├če der Jugend┬ź von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Derzeit sei die Verkehrssituation am k├╝nftigen ┬╗Schorfheideplatz┬ź vor allem f├╝r Fu├čg├Ąnger und Radfahrer ┬╗recht un├╝bersichtlich┬ź, hei├čt es in der Vorlage, mit welcher die Entwurfsplanung samt Baubeschlu├č beschlossen werden soll. Zun├Ąchst ber├Ąt am 8. Februar der Ausschu├č f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt dar├╝ber. Nur eine Woche sp├Ąter soll am 17. Februar der Hauptausschu├č beschlie├čen. Die Stadtverordnetenversammlung wird nicht bem├╝ht, weil die Investitionskosten mit etwa 355.000 Euro unter der Schwelle von einer halben Millionen Euro liegt und die Entscheidung somit in die Zust├Ąndigkeit des Hauptausschusses f├Ąllt.

Das Magazin f├╝r Stadtentwicklung ┬╗report | e┬ź, das dem st├Ądtischen Amtsblatt vom Dezember beilag, enthielt erste Informationen zur Entwurfsplanung des neuen ┬╗Schorfheideplatzes┬ź. Ein Anwohner nutzte dies, um mit eigenen Vorschl├Ągen an die Stadtverwaltung und die Fraktionen heranzutreten. ┬╗Die Wegebeziehungen der Fu├čg├Ąnger sind nicht beachtet worden┬ź, schrieb er der zust├Ąndigen Tiefbauamtsleiterin Heike K├Âhler und wies darauf hin, da├č quer ├╝ber den Platz eine wichtige Fu├čverbindung zwischen Heidewald und dem Quartier Choriner Stra├če und weiter zur Spechthausener Stra├če verl├Ąuft. Er ├Ąu├čerte auch Zweifel, ob die schmale und winklige Stra├čenf├╝hrung f├╝r M├╝llfahrzeuge und Liefer-LKWs f├╝rs Altenheim befahrbar sei. Schlie├člich wies er auch noch auf die ├╝belriechende Abluft aus dem L├╝ftungsschacht direkt neben dem Sportplatz hin. Amtsleiterin Heike K├Âhler bedankte sich f├╝r die Hinweise. In der nun zur Beschlu├čfassung vorgelegten Entwurfsplanung fanden sie keine Ber├╝cksichtigung.
Erg├Ąnzung: Die Baudezernentin und amtierende B├╝rgermeisterin Anne Fellner hat dem Einwohner inzwischen geantwortet: ┬╗Vielen Dank f├╝r Ihr Engagement und Ihre Anregung! Den Weg nehmen wir gerne auf. Wir hatten zun├Ąchst davon abgesehen, da wir die Fl├Ąche als Versickerungs- und Verdunstungsfl├Ąche (Thema Schwammstadt!) geplant hatten. Wir sehen aber die M├Âglichkeit, beide Ziele zu integrieren.┬ź

Die beiden B├Ąume am Rand des Gemeinschaftsgartens ÔÇô beide erst vor wenigen Jahren gepflanzt ÔÇô k├Ânnten ganz leicht erhalten werden, wenn die Fahrbahn der Beeskower Stra├če zwei Meter weniger nach Westen verlegt wird als im Entwurfsplan vorgesehen ist.

┬╗Kloppe┬ź f├╝r die Baudezernentin Nr. 4:
Erstmal alle B├Ąume f├Ąllen

Beschlu├čfassung zum ┬╗Schorfheideplatz┬ź am 17. Februar

Im Herbst 2020 hatten die Eberswalder Stadtverordneten das Wegenetzkonzepts f├╝r das Brandenburgische Viertel beschlossen. Zu den dort vorgebrachten Vorschl├Ągen geh├Ârte auch die Gestaltung den Bereich an der Einm├╝ndung der Beeskower in die Schorfheidestra├če. Die Autoren des Konzepts von der Berliner Gesellschaft f├╝r Architektur, Stadtplanung und Regionalberatung nannten das Areal ┬╗Schorfheideplatz┬ź.

Im Wegekonzept wurden eine ganze Reihe von Defiziten aufgez├Ąhltund der Bereich als ┬╗unternutzter Transitraum mit unzureichender Gestaltung┬ź bezeichnet. Die Stadtverwaltung hatte bereits im Dezember 2020 das Ingenieurb├╝ro Weiland aus Gransee mit der Gestaltung des Platzes beauftragt. ├ťber die daraus resultierende Entwurfsplanung samt Baubeschlu├č soll am 17. Februar der Hauptausschu├č der Stadt Eberswalde entscheiden. Eine Woche vorher, am 8. Februar, steht die Vorlage noch auf der Tagesordnung des Ausschusses f├╝r Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt.

┬╗Wesentliche Ziele der Planung┬ź, so hei├čt es in der Sachverhaltsdarstellung der Beschlu├čvorlage, ┬╗sind die Herstellung bzw. Verbesserung barrierearmer Wege-f├╝hrungen, die Verbesserung der Einsehbarkeit sowie der Aufenthaltsqualit├Ąt am Knotenpunkt. Zudem sollen durch klimaangepa├čte Strategien die R├╝ckhaltung (Retention), Speicherung und die Verdunstung von Regenwasser gef├Ârdert werden, um den mikroklimatischen Ver├Ąnderungen durch den Klimawandel (Zunahme extremer Witterung, Starkregenereignisse, anhaltende Hitze- und Trockenperioden) Rechnung zu tragen. Das Prinzip der 'Schwammstadt' soll in kleinem Ma├čstab Anwendung finden.┬ź

Im Zuge der Vorplanung seien ┬╗diverse Varianten┬ź untersucht worden, ├╝ber die der interessierte B├╝rger allerdings nichts erf├Ąhrt. F├╝r die Entwurfsplanung wurde von der Stadtverwaltung die Variante 5 als Vorzugsvariante ausgew├Ąhlt. Die Stra├čenf├╝hrung der Beeskower Stra├če wird ┬╗nach Westen verlegt, um eine Platzfl├Ąche mit h├Âherer Aufenthaltsqualit├Ąt im ├Âstlichen Bereich zu erhalten. Dieser kleine Platz soll mit Pflaster befestigt werden. Sitzb├Ąnke, Pflanzk├╝bel und ein niedriges Kletterelement werden sinnvoll und ansprechend angeordnet.
Rings um die versiegelte Platzfl├Ąche werden ca. 20 cm tiefe Retentionsmulden hergestellt, so da├č Niederschlagswasser nach Starkregen zur├╝ckgehalten werden kann.┬ź Durch flache B├Âschungen bleiben die Mulden begehbar. Unter der gr├Â├čten Mulde soll ein Substrat eingebracht werden, ┬╗welches das Wasser unterirdisch besser speichern kann als die nat├╝rlicherweise vorhandenen sandigen B├Âden.┬ź

Weiter wird ausgef├╝hrt, da├č ┬╗etliche Baumpflanzungen geplant┬ź seien. Allerdings wird kein Wort dar├╝ber verloren, da├č alle vorhandenen B├Ąume ÔÇô insgesamt acht (gelb markiert im Lageplan) ÔÇô im Rahmen der Bauma├čnahme beseitigt werden sollen. Die H├Ąlfte davon sind erst in j├╝ngster Vergangenheit gepflanzt worden und mit erheblichen Aufwand ├╝ber die vergangenen trockenen Jahre gebracht worden. Zwei weitere B├Ąume, f├╝r die fast an gleicher Stelle Neupflanzungen geplant sind, d├╝rften in den 90er Jahren gepflanzt worden sein. Lediglich zwei Eschenahorne stammen noch aus DDR-Zeiten, deren Beseitigung angesichts der begrenzten Restlebensdauer, auch wenn sie derzeit noch einen vitalen Eindruck machen, gerechtfertigt erscheint.

Geringf├╝gige Plan├Ąnderungen w├╝rden ausreichen, um die meisten der vorhandenen B├Ąume zu erhalten. Im Tiefbauamt scheint solch ein Ansinnen allerdings v├Âllig au├čerhalb der Denkstrukturen zu liegen. Da herrscht die Ideologie vor, erstmal alles Vorhandene abzur├Ąumen, um ┬╗Baufreiheit┬ź zu schaffen. Dann kann mit hohen Kosten alles neugestaltet werden. ├ťber die M├╝hen und Kosten der Vergangenheit mu├č man ja nicht nachdenken.

W├╝rde man dies tun ÔÇô also dar├╝ber nachdenken ÔÇô k├Ąme man recht schnell auf den Gedanken, die neue Fahrbahn der Beeskower Stra├če einfach 2 Meter weniger weit nach Westen zu verlegen, um einen Gr├╝nstreifen f├╝r die zwei vorhandenen B├Ąume am Zaun des Gemeinschaftsgartens ├Âzu erhalten. Damit w├╝rde sich zugleich die Zug├Ąnglichkeit zum AWO-Pflegeheim f├╝r gro├če LKW verbessern.

Auch der kleine Gr├╝nstreifen mit Baum an der Ecke des Pflegeheimgrundst├╝cks k├Ânnte erhalten bleiben, wenn der dort vorhandene Gehweg nur leicht nach S├╝den verlegt wird. Die Gr├╝nfl├Ąche im s├╝dlichen Bereich k├Ânnte bis zu dem vorhandenen Baum ausgedehnt und der befestigte Platz daf├╝r etwas in nord├Âstliche Richtung verlegt werden.

Vielleicht beinhalteten die anderen Varianten ├Ąhnliches. Wir wissen es nicht. Es liegt nun an den Mitgliedern von ASWU und Hauptausschu├č, ob sie die Beschlu├čvorlage wie meist ├╝blich einfach durchgehen lassen oder ob sie B├Ąume erhalten wollen und damit sehr wahrscheinlich sogar noch Kosten sparen.

Anna Fr├Âhlich ÔÇô 29. Januar 2022

Siehe auch:
┬╗Kloppe 3: Quadratisch, praktisch, h├Ą├člich┬ź
┬╗Kloppe 2: Ein Innenhof mit Kiefern drin┬ź
┬╗Kloppe┬ź f├╝r die Baudezernentin
Der ┬╗Schorfheideplatz┬ź




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