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Den Monatsplan November der BegegnungsstÀtte »Silberwald« (Spreewaldstr. 1) gibt es hier als PDF (1,7 Mb).

Donnerstag, 30. November, 17 Uhr: Eröffnung der 20. und 21. Ausstellung in der Galerie Fenster (Prignitzer Str. 50). Fotoserie »Manhattan - Straße der Jugend« von Stephanie Steinkopf sowie Aquarelle und Lithografien von Gerhard Wienckowski. Mehr Infos hier).

Sonntag, 17. Dezember, 14-18 Uhr: Kiez-Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Begonnener Mastaufbau etwa 250 Meter sĂŒdwestlich der Wohnbebauung an der Ecke SchwĂ€rzesee-/FlĂ€mingstraße.

Stadtverordnete warnen vor gesundheitlichen SchÀden
Masten wachsen gen Himmel

»Schulcampus« unter der Hochspannung

Das Gerichtsurteil des Leipziger Bundesverwaltungsgericht zur Klage der BĂŒrgerinitiative »Nicht ĂŒber unsere Köpfe« wird zwar erst fĂŒr das II. Quartal 2022 erwartet, nichtsdestotrotz ist der Leitungsbauer 50 Hertz fleißig dabei, vollendete Tatsachen zu schaffen.

Nachdem 50 Hertz durch die Zahlung von »BeschleunigungszuschlĂ€gen« in sechsstelliger Höhe sich das Wohlwollen der Eberswalder VerwaltungsfĂŒhrung erkauft hat (siehe auch »Barnimer BĂŒrgerpost« Ausgaben 4, 5 und Sommer/2021), begannen auch im Stadtgebiet von Eberswalde die ersten Arbeiten.

Nach dem im vorigen Winter die BĂ€ume auf der Trasse gefĂ€llt wurden und im Laufe des Sommerhalbjahres erste Berichte ĂŒber Mastbauten sĂŒdlich und spĂ€ter auch nördlich von Eberswalde bekannt wurden (siehe »Eine breite Schneise im Wald...«), kann man seit Ende November nun auch sĂŒdwestlich des Brandenburgischen Viertels in direkter NĂ€he der Wohnbebauung der SchwĂ€rzeseestraße die Masten fĂŒr die geplante Höchstspannungsleitung gen Himmel wachsen sehen.

Auch an dem neuen Erna-BĂŒrger-Weg zwischen der Eberswalder Straße und dem Finowkanal waren Fundamentarbeiten zu sehen. Auch »hier baut die 50 Hertz AG einen neuen Mast fĂŒr die Leitungen die dann ĂŒber den Finowkanal gehen«, wie Chrstin Zierach vom Eberswalder Tiefbauamt den fraktionslosen Stadtverordneten Carsten Zinn, der eine entsprechende BĂŒrgeranfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet hatte.

Indes hatten die beiden Vertreter der Fraktion Die PARTEI Alternative fĂŒr Umwelt und Natur in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung Oskar Dietterle und Mirko Wolfgramm die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 23. November dazu genutzt, in der Diskussion zu den AufstellungsbeschlĂŒssen zum Bebauungsplan »Schulcampus« an der Eberswalder Straße und der damit zusammenhĂ€ngenden Änderung des FlĂ€chennutzungsplans auf die von der geplanten Höchstspannungsleitung ausgehenden elektromagnetischen Strahlung und den daraus resultierenden GefĂ€hrdungen fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die einmal in die dort geplante Schule gehen werden, aufmerksam zu machen.

»Wegen dieser GefĂ€hrdungen«, so Oskar Dietterle, »halte ich diesen Standort fĂŒr ungeeignet. Allerdings gibt es auch noch weitere GrĂŒnde, die gegen diesen Schulstandort sprechen. Da ist zum einen die direkte Lage an der Hauptstraße, was dort zu einer besonders starken LĂ€rmbelĂ€stigung fĂŒhren wird. Außerdem wohnen dort ausgesprochen wenig Kinder und Jugendliche. Das heißt, alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mĂŒssen herantransportiert werden. Diese zusĂ€tzliche Belastung fĂŒr den ÖPNV muß nicht sein, wenn wir diese neue Schule an einen Standort plazieren, wo die Kinder und Jugendlichen, die dort zur Schule gehen sollen auch wirklich wohnen. Beispielsweise haben wir im Brandenburgischen Viertel Standorte, wo in den vergangenen Jahren Schulen abgerissen wurden. Dort sind FlĂ€chen vorhanden, die weitaus geeigneter fĂŒr diesen Schulneubau sind.«

Von den GefĂ€hrdungen durch die geplante 380-kV-Freileitung sind im ĂŒbrigen auch die Wohnbebauungen im Westen des Brandenburgischen Viertels und im Osten von Finow-Ost betroffen. Auch der bereits begonnene Neubau des Hortes »Kinderinsel« in der Kyritzer Straße liegt im möglicherweise durch die Freileitung gefĂ€hrdeten Bereich.

Gerd Markmann – 8. Dezember 2021

Siehe auch:
»50Hertz schafft Tatsachen«
»Licht fĂŒr alle – und das kostenlos!«
»BeschleunigungszuschlÀge«
»Eine breite Schneise im Wald...«
BĂŒrgerinitiative »BiosphĂ€re unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!«
Barnimer BĂŒrgerpost: »So banal wie die RealitĂ€t«




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